ROMANA GOLD BAND 0004

ROMANA GOLD BAND 0004

Erscheinungstag:Fr, 12.08.2011
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Roman:
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Verlobung auf Mallorca von: Thorpe, Kay

Über diesen Roman:

Unter der heißen Sonne Mallorcas erlebt Jessica ein prickelndes Abenteuer! Der attraktive Unternehmer Zac Prescott bittet sie, seine Verlobte zu spielen. Magisch fühlt Jessica sich zu ihm hingezogen – und sagt Ja. Doch bleibt die Liebe für Zac bloß ein Spiel?

Zwei Verliebte auf Mallorca von: Cockcroft, Ann

Über diesen Roman:

Die junge Schriftstellerin Laura ist verzweifelt. In dem mallorquinischen Künstlerdorf Deià verliebt sie sich unsterblich in den gefeierten Starautor James Tanner – obwohl sie schon bald einen anderen heiraten soll. Darf sie dennoch in James' Armen glücklich werden?

Ich kann Mallorca nicht vergessen von: McCallum, Kristy

Über diesen Roman:

Beim Windsurfen auf Mallorca sieht Jane ihn wieder: Miguel de Tarrago! Mit feurigen Blicken aus dunklen Augen hat der vermögende spanische Playboy schon einmal ihr Herz im Sturm erobert. Aber diesmal hat die hübsche Engländerin sich geschworen, ihm zu widerstehen …
 

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Leseprobe

Aus: Verlobung auf Mallorca von KAY THORPE

Leseprobe aus dem 1. Kapitel des Romans "Verlobung auf Mallorca" von Kay Thorpe

1. KAPITEL

Ein verträumtes Lächeln trat auf Jessicas Lippen, als sie sanft auf den Hals geküsst wurde. Instinktiv schmiegte sie sich enger an den muskulösen männlichen Körper hinter ihr und seufzte zufrieden, als ihre schlanke Gestalt mit heißen, intimen Berührungen erkundet wurde, die bei ihr ein überwältigendes Verlangen nach mehr auslösten.
Paul lachte leise, als er sie auf den Rücken drehte und ihr einen Kuss gab, der alles bisher Erlebte in den Schatten stellte. Selbstvergessen erwiderte sie die Umarmung, wobei sie seine muskulösen Arme als ungemein erregend empfand.
Aber Paul hatte doch gar nicht solche Muskeln, wurde ihr plötzlich bewusst, und schlagartig war der Traum vorbei.
Panisch sprang sie aus dem Bett. "Wer zum Teufel sind Sie?", wollte sie wissen.
"Dasselbe könnte ich Sie fragen." Die Antwort klang eher neugierig als erschrocken. "Und wo ist Leonie?"
Offensichtlich war der Fremde ein Bekannter von Leonie. Jessica atmete tief durch, bevor sie antwortete. "Hier jedenfalls nicht."
Auf dem Ellbogen aufgestützt, knipste er die Nachttischlampe an. Beim Anblick der entschlossenen, maskulinen Gesichtszüge unter dichtem, dunklem Haar verspürte sie ein Flattern in ihrem Bauch, das noch ganz andere Gefühle in ihr weckte als zuvor seine Berührungen.
"Das habe ich mir fast gedacht", bemerkte er trocken. "Aber ich weiß noch nicht, warum Sie sich in ihrem Apartment aufhalten."
"Dasselbe könnte ich Sie …" Als er ihr einen ironischen Blick zuwarf, brach Jessica ab. Der Grund seines Besuches war allzu offensichtlich.
Beim Anblick seiner bloßen Schultern im Schein der Lampe wurde ihr wieder bewusst, dass er auch sonst nackt war. Als sie nur daran dachte, wie es sich angefühlt hatte, von ihm umarmt und gestreichelt zu werden, stockte ihr erneut der Atem. Eigentlich hätte sie vom ersten Augenblick an den Unterschied bemerken müssen. Paul hatte sie nie so schnell erregt. Und wenn sie ehrlich war, hatte er sie überhaupt niemals derart erregt.
Erst der vielsagende Ausdruck seiner strahlend graublauen Augen brachte ihr zu Bewusstsein, dass ihr hauchdünnes Nachthemd wenig Schutz vor seinen Blicken bot. Die lange Baumwolljacke, die sie sonst im Apartment zu tragen pflegte, lag am Bettende. Ohne auf sein spöttisches Lächeln zu achten, zog sie sich diese über.
"Leonie hat mir das Apartment für einen Urlaub überlassen", erklärte Jessica zugeknöpft. "Da Sie anscheinend einen Schlüssel dafür besitzen, wundert es mich, dass Sie darüber nicht informiert wurden."
Unbekümmert zuckte er mit den Schultern. "Bei uns gibt es keine festen Verabredungen. Ich habe nur beim Vorbeifahren gesehen, dass ein Mietwagen auf Leonies Parkplatz steht. Übrigens überlässt Leonie ihre Wohnung sonst nicht anderen Gästen."
"Dieses Mal schon." Jessica sah keinen Grund, ins Detail zu gehen. "Ich wäre dankbar, wenn Sie jetzt gehen würden", fügte sie möglichst ruhig hinzu. "Lassen Sie beim Hinausgehen einfach den Schlüssel liegen. Wenn Leonie das nächste Mal hier ist, kann sie ihn Ihnen zurückgeben."
"Aber natürlich." Damit setzte er sich auf. Ihre erschrockene Miene, als er Anstalten machte, die Bettdecke zurückzuwerfen, ließ erneut ein Lächeln um seine Mundwinkel spielen. "Meine Sachen liegen auf dem Stuhl da drüben."
"Ich werde im Wohnzimmer warten", meinte sie beim Hinauseilen.
Im Moment war es eine Erleichterung, eine Tür zwischen sich und diesen Mann zu bringen. Vor wenigen Minuten hätte sie sich beinahe jemandem hingegeben, den sie noch nie zuvor gesehen hatte. Immerhin hatte er beträchtliche Geistesgegenwart bewiesen, indem er die Situation humorvoll entschärft hatte.
Ein paar Lampen tauchten den schön eingerichteten Raum in warmes Licht. Auf dem Weg zum Schlafzimmer musste er sie angeschaltet haben. Als sie sich im Spiegel an der gegenüberliegenden Wand erblickte, verzog Jessica das Gesicht. Bei dieser kastanienfarbenen Naturhaarkrause, die wie immer nicht zu bändigen war, und dem von der Feuchtigkeitscreme glänzenden Gesicht war es nicht verwunderlich, dass seine Leidenschaft so schnell abgeebbt war.
Warum ihr Leonie nicht mitgeteilt hatte, dass jemand einen Schlüssel für die Wohnung besaß, war ihr hingegen ein Rätsel.
Bei diesem Mann war es für Jessica nur schwer vorstellbar, dass sie es schlichtweg vergessen haben konnte.
Die Wanduhr zeigte noch nicht einmal eins. Sie konnte also höchstens eine Stunde geschlafen haben. In welchem Bett verbringt Paul wohl diese Nacht, fragte sie sich kurz. Wahrscheinlich nicht in seinem eigenen.
Als sich hinter ihr die Tür öffnete, schüttelte sie den Gedanken ab. Sie wandte sich hastig zu dem Mann in der Tür um. Er trug jetzt einen leichten hellgrauen Anzug und ein schwarzes Hemd, dessen obere Knöpfe geöffnet waren und einen stark gebräunten Hals freigaben. Anfang dreißig, schätzte sie, um sich von dem Aufruhr der Gefühle abzulenken, den die Erinnerung an seinen nackten Körper in ihr auslöste.
"Ich schulde Ihnen eine Entschuldigung", bemerkte er locker. "Ich hätte es wissen müssen."
"Aber im Dunkeln fühlt sich eine Frau so an wie die andere", konterte Jessica zynisch.
"Nur wenn sie einen sehr ähnlichen Körper haben", lenkte er ein. "Sie und Leonie könnten fast Zwillinge sein!"
Obwohl sein kühler Blick nichts verriet, hatte Jessica den Verdacht, dass er sie insgeheim auslachte. "Den Schlüssel bitte!"
"Natürlich." Er löste einen Schlüssel von seinem Schlüsselbund und legte ihn auf die nächste Ablagefläche. "Nachdem das geklärt wäre, steht einem Drink, bevor ich mich wieder auf den Weg mache, ja nichts mehr im Wege." In dieser Situation kam ihr das erstaunlich frech vor.
"Anscheinend sind Sie es gewohnt, dass die Frauen Sie unbedingt um sich haben wollen", stieß sie hervor. "Aber ich möchte, dass Sie gehen! Sie kennen den Weg."
"Zac Prescott ist mein Name", meinte er, ohne sich zu rühren. "Und wer sind Sie?"
"Mein Name ist nicht von Belang. Und mir ist es auch gleichgültig, wer Sie sind! Gehen Sie, sonst muss ich die Polizei rufen!"
Als sich sein Mund langsam zu einem sinnlichen Lächeln verzog, lief ihr wieder ein heißer Schauer über den Rücken. "Was habe ich denn verbrochen? Es ist doch nichts Schlimmes geschehen", erwiderte er.
Sofort kam ihr in den Sinn, dass es aber passiert wäre, wenn sie nicht rechtzeitig zu sich gekommen wäre. Es verhieß nichts Gutes, dass sie nun ein leises Bedauern darüber empfand.
"Wenn ich nicht bemerkt hätte, dass Sie nicht derjenige sind, für den ich Sie gehalten hatte, hätten Sie es wohl auch noch bemerkt."
"Vielleicht", pflichtete er ihr bei. "Nicht dass ich dann noch die Willensstärke gehabt hätte, mich zu zügeln. Derjenige, mit dem Sie mich verwechselt haben, dürfte ein glücklicher Mann sein. Sie sind sehr entgegenkommend."
Jessica wurde rot. "Das dürfte für Sie sicher nichts Neues sein."
"Das kommt darauf an, von welcher Art Entgegenkommen wir sprechen. Sie …" Mit einem Wink in Richtung Tür brach er ab. "Wahrscheinlich haben Sie recht. Ich möchte Ihre Gastfreundschaft nicht überstrapazieren."
Um ihn vorbeizulassen, trat Jessica einen Schritt zur Seite und war nicht wenig überrascht, als er ihr einen atemberaubenden Kuss auf den Mund drückte.
"Diesem Mund kann man nicht widerstehen", behauptete er, als er sie wieder freigab. "Träumt süß, ihr grünen Augen!"
Bevor ihr eine Entgegnung einfiel, war er fort. Als sich die Tür hinter ihm geschlossen hatte, strich sich Jessica unwillkürlich mit der Hand über die Lippen, wo es sie immer noch kitzelte. Auch konnte sie noch den schwachen, verführerischen Duft seines Aftershaves und den Druck seines Körpers wahrnehmen. Wahrscheinlich hätte die Erde gebebt, wenn sie einander geliebt hätten, doch die Scham darüber hätte sie sicher ewig verfolgt.
Da bei ihren aufgewühlten Nerven an Schlaf ohnehin nicht zu denken war, machte sie sich einen Kaffee und setzte sich auf den Balkon. Das Meer glänzte silbern im Mondlicht. Die einzigen Lebenszeichen waren ein paar Lichtpunkte am Horizont, wahrscheinlich ein Kreuzfahrtschiff auf dem Weg nach Palma.
In einem Monat würde es heiß werden, doch noch streichelte die Nachtluft sanft über ihre Haut. Sie konnte so lange bleiben, wie sie wollte. Als Leonie ihr das Apartment angeboten hatte, hatte sie ihr gesagt, dass sie diesen Monat selbst nicht dazu kommen würde, es zu nutzen.
Dankbar hatte Jessica die Gelegenheit beim Schopf ergriffen. Eine kleine Auszeit war genau das Richtige, um wieder Fuß zu fassen. Im Nachhinein fragte sie sich, wie sie je hatte glauben können, dass Paul zu einer Bindung fähig sei. Männer ändern ihre Gewohnheiten nicht.
Vorbei und vergessen, dachte sie, dazu entschlossen, jegliches Bedauern im Keim zu ersticken. Nach ihrem Urlaub würde sie einen Neuanfang machen. Bis sie einen Job und eine eigene Wohnung gefunden hatte, konnte sie von ihren Ersparnissen leben. Eine Einzimmerwohnung würde für den Anfang genügen, da sie nur ihre persönlichen Sachen unterbringen musste. Dennoch wollte sie Leonies Großzügigkeit nicht länger in Anspruch nehmen, als es unbedingt nötig war.
Auch später fand sie keinen Schlaf, da der maskuline Duft in den Laken ihres Betts Erinnerungen an das berückende Erlebnis wachrief, die sie am liebsten verdrängt hätte. Nur wenige Stellen ihres Körpers waren, bevor die Realität sie eingeholt hatte, von seinen einfühlsamen Händen noch nicht berührt worden.
Leonie hatte mit Sicherheit niemals einen Zac Prescott erwähnt. Wie lange diese Affäre wohl schon läuft, fragte sich Jessica. Es schien eher eine nebensächliche Angelegenheit zu sein. Auch sonst war Leonie eher unkonventionell. Männer, so pflegte sie zu sagen, muss man so genießen, wie sie sind, anstatt sie für ihre Schwächen zu tadeln.
Jessica hätte gern diese Haltung geteilt.
Glücklicherweise würde sie diesen Mann aller Wahrscheinlichkeit nach nie wiedersehen. Allein beim Gedanken an den spöttischen Blick seiner graublauen Augen wurde sie ganz verlegen.
Irgendwann schlief sie ein. Gegen sieben erwachte sie bei strahlendem Sonnenschein, der für sie langsam eine Selbstverständlichkeit wurde. Wie die Tage zuvor genoss sie es, auf dem Balkon zu frühstücken. Im Tageslicht war der Ausblick auf die felsige Westküste spektakulär. Um diese Zeit zeichnete sich jedes Detail ganz klar und scharf ab, die Luft war herrlich frisch.
Außer zu ein paar Ausflügen nach Palma hatte sie den Mietwagen in den letzten Tagen kaum genutzt. Da sie übermorgen zurückfliegen sollte, war es höchste Zeit, sich die Insel anzusehen. Es würde einige Zeit dauern, bis sie sich wieder einen Urlaub leisten konnte.
Um neun verließ sie den kleinen, exklusiven Apartmentblock, um die Küste entlang bis nach Valldemosa zu fahren. Dann wollte sie die in der Karte eingezeichnete landschaftlich schöne Strecke ins Landesinnere nehmen und über das Land wieder auf die Hauptstrecke zurückkehren. Langsam wurde es heiß. Jessica war froh, sich einen Jeep mit Schiebedach aus Segeltuch gemietet zu haben statt eines Kleinwagens.
So früh im Jahr waren relativ wenig Touristen unterwegs. Jessica nahm sich die Zeit, an jedem Aussichtspunkt anzuhalten und die schöne Küsten- und Gebirgslandschaft zu fotografieren. Es war gegen zwölf Uhr dreißig, als sie Valldemosa erreichte. Hier werde ich essen, beschloss sie, da die frische Luft ihren Appetit angeregt hatte.
Der Reiseführer gab dem Mirador Hotel in allen Sparten die besten Noten. Natürlich ist es teuer, dachte Jessica, aber ich habe mir einen Hauch von Luxus verdient.
Das Hotel war hoch über dem hübschen Bergdorf mitten in einem Hain von Orangen- und Zitronenbäumen gelegen. Die weißen Mauern wurden von Kletterrosen und Bougainvillen umrankt. Die gute Beurteilung des Reiseführers schien voll und ganz gerechtfertigt. Den Jeep parkte sie sicher in einer Ecke des abschüssigen Parkplatzes. Dann ging sie durch die Rezeptionshalle, die prachtvoll bepflanzt war und einen Marmorboden hatte, zur Restaurantterrasse hinaus, von der aus man das großartige Panorama überblicken konnte.
Selbst zu dieser Jahreszeit waren nur drei von einem guten Dutzend von Tischen unbesetzt. Jessica wählte den Tisch, der am nächsten an der niedrigen Brüstung stand, um einen freien Blick auf die Landschaft zu haben. Um sich vor der gleißenden Mittagssonne zu schützen, setzte sie ihre Sonnenbrille auf. Das ist ein Leben! sagte sie sich zufrieden, während sie an ihrem eisgekühlten Orangensaft nippte und die umfangreiche Menükarte studierte. Mit etwas Glück würde sie in Zukunft so leben können.
Ohne einen Blick von der Karte zu wenden, bemerkte sie, dass ein Mann sie ansah, als er an einem Tisch in der Nähe Platz nahm. Sie sah mit einem eisigen Blick hinüber, doch als der Mann zu ihr herüberkam, versetzte es ihr fast einen Schlag.