JULIA EXTRA BAND 0338

JULIA EXTRA BAND 0338

Erscheinungstag:Fr, 28.10.2011
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Stille Nacht, zärtliche Nacht … von: Morgan, Sarah

Über diesen Roman:

Sie wird Weihnachten mit einem tollen Mann verbringen? Bei dieser Vorhersage kann Lara nur lächeln: Der Einzige, der da in Frage käme, ist Christian Blake – und der ist verheiratet, wie sie glaubt. Ein Irrtum, wie Lara bald herausfindet …

Schnee, Eis und ein Traummann von: Colter, Cara

Über diesen Roman:

Ein gutaussehender Fremder mit einem Baby auf dem Arm stand eigentlich nicht auf Emmas Wunschliste! Aber in ihrer weihnachtlich geschmückten Pension ist noch ein Zimmer frei. Und in ihrem einsamen Herzen ein Platz für zwei sehr besondere Menschen …

Süß wie der Duft von Zimtsternen von: McClone, Melissa

Über diesen Roman:

Schlittenfahrten mit Jake, Schneeballschlachten und der Duft von Zimtsternen: Kann Carly da noch länger traurig sein? Vor sechs Jahren hat Weihnachten für sie jeden Zauber verloren. Doch dieses Jahr könnte das anders werden – wenn sie sich nur traut, sich neu zu verlieben …

Was schenkt man einem Milliardär? von: Kendrick, Sharon

Über diesen Roman:

„Ich brauche für die Weihnachtstage eine Frau, die meine Geliebte spielt.“ Fassungslos hört Cassie, was der attraktive Milliardär Giancarlo Vellutini ihr vorschlägt. Ein kurzer Ausflug in seine Luxuswelt – oder wartet nach einer sinnlichen Nacht das ganz große Glück?

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Leseprobe

Aus: Was schenkt man einem Milliardär? von SHARON KENDRICK

Irgendetwas an diesem Mann schien ihr höchst gefährlich. Etwas Dunkles, Faszinierendes, das ihren Blick anzog wie ein Magnet. Cassie spürte, wie das Blut in ihre Wangen schoss. Ihr Herz klopfte plötzlich schneller. Über die Köpfe der anderen Kunden starrte sie den Fremden an, der mitten im vorweihnachtlichen Trubel das Geschäft betrat.
Er sah einfach umwerfend aus. Zu gut, um wahr zu sein. Ohne all die hin- und herhetzenden Menschen und ihren vollgestopften Arbeitsplan hätte Cassie denken können, Weihnachten wäre in diesem Jahr früher gekommen.
Nicht, dass sie auch nur annähernd seine Klasse besaß. Er wirkte, als wäre er überall auf der Welt zu Hause. Sie selbst dagegen war erst zum zweiten Mal in ihrem Leben außerhalb ihres kleinen Dorfes in Cornwall, wo die meisten Männer billiges Aftershave benutzten und den Frauen beim Tanzen auf die Zehen traten.
Genau deshalb konnte Cassie noch immer nicht ganz glauben, dass sie diesen Ferienjob in Londons schickstem Kaufhaus ergattert hatte. Dies war ihre Chance, der vorhersagbaren Zukunft der Welt, in der sie aufgewachsen war, zu entkommen und ihren Traum zu leben. Vor allem zu dieser Jahreszeit! Mit den vielen bunten Lichtern, dem Kunstschnee und einer Atmosphäre der freudigen Erwartung kam ihr London wie eine verzauberte Welt vor. Sie liebte Weihnachten!
Selbst ihre Arbeit war ein Traum. Sie verkaufte mit Begeisterung die sündhaft teuren handgearbeiteten Kerzen – auch wenn ihre Kollegin Lindy aus der benachbarten Kosmetikabteilung versuchte, ihr das Leben schwerzumachen, und Cassies Füße abends nach stundenlangem Stehen schmerzten.
Dieser große, grüblerisch wirkende Fremde mit seinem olivfarbenen Teint hatte ganz und gar nichts mit ihren üblichen Kunden gemeinsam. Ein dunkler Kaschmirmantel betonte seinen athletischen Körper. Sein Gesicht war stolz und aristokratisch, sein Mund wirkte gleichzeitig spöttisch und sinnlich. Doch auch wenn er unglaublich gut aussah, entdeckte Cassie in seinen ebenholzschwarzen Augen ein kaltes, hartes Glitzern.
Ihr Herz raste so schnell, dass sie glaubte, es müsse jeden Moment zerspringen. Was wollte dieser Mann hier? Ganz sicher war er nicht an Kerzen interessiert. Sie war erstaunt, dass jemand wie er überhaupt selbst einkaufen ging. Er wirkte wie ein Mann, der für die banalen Pflichten des Lebens seine Angestellten besaß. Jemand, der niemals ein billiges Aftershave benutzen oder einer Frau beim Tanzen auf die Füße treten würde.
Cassie konnte sich zwar nicht vorstellen, dass sie ihn mit ihrer Verkaufstechnik beeindrucken konnte, aber sie setzte ihr strahlendes professionelles Lächeln auf und ging wie magisch angezogen zu ihm.
Nie zuvor in ihrem Leben hatte sie einen anderen Menschen so intensiv wahrgenommen. Allein durch seine Existenz schien der Fremde den Raum um sich herum in Besitz zu nehmen, und seine Ausstrahlung ließ die Menschen bei seinem Anblick anhalten und ein zweites Mal hinschauen. Cassie war plötzlich ein wenig schwindelig. Sie fragte sich, welcher verrückte Instinkt sie in seine Nähe getrieben hatte.
Sie atmete tief durch. "Guten Tag, Sir. Kann ich Sie vielleicht für eine dieser wunderschönen Kerzen interessieren?"
Giancarlos Brauen zogen sich zusammen, als dieser banale Satz seine Gedanken durchbrach. Er sah auf – direkt in ein Paar tatsächlich violetter Augen. Außergewöhnlich schöner Augen, schoss ihm durch den Kopf.
Er war es gewohnt, Frauen zu gefallen und angesprochen zu werden. Verkäuferinnen bildeten da keine Ausnahme, doch im Moment war er ganz und gar nicht in der Stimmung, auf diese Annäherung einzugehen. Andererseits musste er Weihnachtsgeschenke für seine Angestellten kaufen, und die junge Frau, die hier versuchte, ihm etwas zu verkaufen, war ausgesprochen hübsch.
Er wandte sich ihr zu. "Eine Kerze?", fragte er gedehnt.
Cassie nickte. Sein aufregender südländischer Akzent passte perfekt zu seinem dunklen Aussehen und machte ihn noch anziehender.
Im Stillen verwünschte sie sich für ihre eigene Dummheit. Auch wenn sie nicht viel Erfahrung mit dem anderen Geschlecht haben mochte, konnte sie doch klar erkennen, wenn ein Mann außerhalb ihrer Reichweite war. Und daran gab es bei dem Fremden keinen Zweifel. Nicht nur wegen seiner offensichtlich teuren Kleidung. Sein gesamtes Auftreten war beeindruckend, ja, direkt einschüchternd, fand Cassie.
Sie wusste, dass sie ihn anstarrte wie ein gestrandeter Fisch, doch sie konnte nicht anders. Sag etwas! ermahnte sie sich verzweifelt.
"Das ist richtig, Sir", brachte sie heraus. "Aber nicht irgendeine Kerze. Wir bieten die größte Auswahl, die Sie in London finden können. Unwiderstehliche Artikel speziell für diese festliche Zeit." Cassies Lächeln wurde breiter, während sie sich gleichzeitig fragte, ob er immer so finster und unfreundlich wirken mochte. "Es ist schließlich Weihnachten, Sir. Falls Sie das noch nicht bemerkt haben sollten."
Giancarlo zuckte die Achseln. Dies war nicht gerade seine liebste Jahreszeit. Aber fast gegen seinen Willen fesselte die auffallende Schönheit der Verkäuferin seine Aufmerksamkeit und lenkte ihn von dem weihnachtlichen Chaos um ihn herum ab.
Sie war wirklich ganz außergewöhnlich. Ihre Haut schimmerte wie Satin, das Haar erinnerte ihn an feinste Seide. Ihr Körper sollte ein Warnschild tragen, dachte er mit einem Anflug von Humor. Selbst in der schlichten Kaufhausuniform sah sie atemberaubend aus. Trotz der Müdigkeit durch Jetlag und Überarbeitung spürte Giancarlo mit einem Mal, wie all seine Sinne erwachten.
"Weihnachten?", murmelte er. "Hat das vielleicht irgendetwas mit dem Engelschor zu tun, den ich plötzlich höre – oder haben Sie diesen Effekt auf all Ihre Kunden?" Er bemerkte, wie sich ihre Wangen röteten, und lächelte sie an. "Warum sagen Sie mir nicht einfach, was genau Sie verkaufen, und wir sehen, ob Sie mich zum Kauf überreden können?"
Cassie nickte. Während sie versuchte, ihren rasenden Herzschlag zu ignorieren, deutete sie mit der Hand in einem Bogen über die glitzernden Auslagen. Zum Glück konnte sie auf ihre eingeübten Verkaufssprüche zurückgreifen. "Wir führen Kerzen in einer großen Auswahl von Düften. Weihnachtsschokolade ist in diesem Jahr ganz besonders beliebt, eine dunkle Duftnote nach Gewürzen mit einem Hauch von Glühwein."
"Ist das auch Ihr Favorit?"
"Mein … mein Favorit?"
"Mmh. Sie haben doch bestimmt einen Favoriten?"
Für einen Moment vergaß Cassie ihren einstudierten Text. Das hatte sie noch niemand gefragt. Mit einem Mal fühlte sie sich, als wäre sie etwas ganz Besonderes.
Sei keine Idiotin! schalt sie sich im gleichen Moment. Das hat überhaupt nichts zu bedeuten! Und doch konnte sich nicht anders, als in seine dunklen Augen zu schauen und ihm offen zu antworten. "Ja, um ehrlich sein, mag ich diese am liebsten. Sie riechen nach süßen Orangen und Nelken! Irgendwie … richtig nach Weihnachten. Jeder liebt sie, in jedem Alter. Sie sind etwas ganz Besonderes."
Sie brach ab, und für einen Augenblick hatte Giancarlo den Eindruck, als wäre ihr die kleine, begeisterte Rede peinlich. Bei dem fast wehmütigen Ton ihrer Worte spürte er plötzlich ein ganz unerwartetes Verlangen nach ihr.
"Sie haben mich überzeugt", erwiderte er. "Ich nehme ein halbes Dutzend."
Cassie riss ihre Augen auf. "Sie meinen sechs?"
"Hat sich die Definition von einem halben Dutzend in der letzten Zeit möglicherweise geändert?", fragte er in einem ernsthaften Tonfall.
"N … nein. Also sechs. Selbstverständlich, Sir."
Als Cassie die Kerzen einwickelte, stellte sie fest, dass ihre Finger deutlich ungeschickter waren als sonst. Während sie versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, stellte ihr der Fremde eine persönliche Frage nach der anderen. Da es ihr unhöflich vorkam, ihm nicht zu antworten – vor allem in Hinblick auf die Provision, die sie durch seinen Kauf erhalten würde – gab sie ihm ehrlich Auskunft.
Nein, sie lebte nicht dauerhaft in London, sie war nur während der Weihnachtssaison in der Stadt, und nein, sie trug keine gefärbten Kontaktlinsen, ihre Augenfarbe war durch und durch echt. Doch während der ganzen Zeit verwirrte seine Gegenwart sie so sehr, dass sie kaum klar denken konnte.
Giancarlo sah zu, wie sie weinrote Geschenkbänder abschnitt und diese zu einer prächtigen Schleife band. Mit ihrem blassblonden Haar, den verwirrend violetten Augen und einem Körper, der bei jedem Blick seinen Atem stocken ließ, war sie keine Frau, von der er sich einfach wieder verabschieden wollte.
Die vergangenen Monate hatte er hauptsächlich in New York verbracht, den größten Teil davon an seinem Schreibtisch, bis er sein neues Geschäft erfolgreich abgeschlossen hatte. Sein Bild war auf den Titelseiten aller Finanzmagazine gewesen. Jetzt war er um einige Millionen reicher, außerdem hatte er diskret eine gewaltige Summe für einen wohltätigen Zweck gespendet, der ihm mehr bedeutete, als sein eigenes, prall gefülltes Bankkonto.
Alles in allem war es eine erfolgreiche Reise gewesen – genau wie die davor und die davor. Doch Erfolg konnte auch auslaugen, und manchmal hatte Giancarlo das Gefühl, als hätte er sich in den letzten Jahren langsam aber sicher von den wahren Werten des Lebens entfernt. Außerdem konnte er Weihnachten einfach nicht ertragen. Alles drehte sich nur noch um Konsum, übertriebene Feierlichkeiten und aufgesetzte Fröhlichkeit.
Was er jetzt brauchte, war ein bisschen Entspannung in weiblicher Gesellschaft. Dazu wollte er keine Frau, die genauso hart arbeitete und sich amüsierte wie ein Mann und die einem einen Vortrag über Gleichberechtigung hielt, wenn man ihr in den Mantel half. Bis man den Fehler machte, mit ihr für ein langes Wochenende auf die Bahamas oder in die Karibik zu fliegen. Dann begann sie plötzlich, von einem dreikarätigen Diamantring und einem weißen Brautkleid zu reden.
Nein. Er wollte eine Frau, die weich und sanft war, keine Herausforderung, eine Frau, die sowohl das Auge als auch das Gemüt erfreute. Eine Frau, die sein Ego streichelte – und noch einiges mehr. Giancarlo ließ seinen Blick über die verlockenden Kurven der Verkäuferin wandern. Dieses kecke junge Mädchen wäre heute Abend genau die Richtige. Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie mit ihm über Börsenkurse reden oder ein gemeinsames Wochenende auf Hawaii verbringen wollte.
"Um wie viel Uhr haben Sie Feierabend?", fragte er, als er ihr seine Kreditkarte reichte.
Cassie zögerte. "Um halb sieben", erwiderte sie, obwohl sie sich ein wenig unbehaglich dabei fühlte. Aber sicher wäre es unhöflich, einem Kunden die Antwort auf eine direkte Frage zu verweigern.
"Gehen Sie danach etwas essen?"
Cassie dachte an den Topf mit Nudeln und Pesto, der auf einem fettverschmierten Ofen in einem einfachen Appartement auf sie wartete. Zwar war sie äußerst dankbar, dass ihr früherer Schulfreund Gavin angeboten hatte, sie während ihres Aufenthalts in London in seiner Wohngemeinschaft aufzunehmen. Doch es bedeutete auch, in einem winzigen Raum zu schlafen, in dem es wenig mehr als ein Bett und einen kleinen Schrank gab.
"Nun, sozusagen", erwiderte sie schließlich.
"Sozusagen?", wiederholte Giancarlo gedehnt.
"Ich habe meinen Mitbewohnern gesagt, dass ich heute Abend mit ihnen essen werde."
"Was halten Sie davon, stattdessen mit mir essen zu gehen?"
Cassie stockte der Atem. "Das kann ich nicht."
"Warum nicht?"
Sie schaute in seinen schwarzen Augen, und ihr Magen machte einen seltsamen kleinen Hüpfer. "Weil … ich nicht … ich kenne Sie nicht einmal."
"Dann sollte ich mich Ihnen am besten vorstellen, und damit wäre das Problem gelöst." Er streckte seine Hand aus und drückte ihre.
Cassie hatte in ihrem Leben bereits viele Hände geschüttelt, doch das hatte keinerlei Ähnlichkeit mit dem Gefühl gehabt, das jetzt durch ihren ganzen Körper strömte. Seine große Hand ließ ihre schmalen Finger besonders zart wirken, und seine warme Berührung fühlte sich an ihrer Haut so intim an, dass ihr das Blut in die Wangen schoss.
"Mein Name ist Giancarlo Andrea Vellutini", sagte er mit seiner tiefen, leicht heiseren Stimme. "Ich bin gebürtiger Italiener – Toskaner, um genau zu sein. Aber mein Zuhause ist die ganze Welt. Was möchten Sie sonst noch über mich wissen? Dass ich ein Haus in London besitze und mein Terminkalender heute Abend frei ist? Eigentlich hatte ich vor zu arbeiten, aber Sie, …" Er beugte sich vor las Cassies Namensschild. "… Cassandra Summers, bringen mich in Versuchung, meine Pläne zu ändern."
Cassie konnte nicht leugnen, dass sie seine Einladung nur allzu gern angenommen hätte, nicht nur, weil es sich wie reine Poesie angehört hatte, als er ihren Namen genannt hatte. Einladungen zum Abendessen waren in London dünn gesät. Außerdem hatte sie in ihrem ganzen Leben noch kein Mann, der Giancarlo auch nur annähernd geähnelt hätte, um ein Date gebeten.
Der letzte Mann, mit dem sie ausgegangen war, arbeitete hier im Kaufhaus in der Computerabteilung. Er hatte sie auf einen ekelhaften Burger in einem Fast-Food-Restaurant eingeladen und danach behauptet, er habe sein Portemonnaie vergessen.
Doch Cassies Instinkt warnte sie davor, die Einladung des verführerischen Italieners anzunehmen. Dieser Mann war gefährlich und nichts für eine Frau wie sie. Er sah zu gut aus, war zu weltgewandt, zu reich, zu alles. Und es war mehr als nur ein bisschen arrogant von ihm, anzunehmen, dass sie für ein Abendessen mit ihm auf der Stelle all ihre Pläne umschmeißen würde.
"Das ist wirklich sehr aufmerksam von Ihnen, aber ich fürchte, ich kann meine Mitbewohner nicht einfach versetzen", erwiderte sie.
Giancarlos Augen verengten sich ärgerlich. Diese kleine Verkäuferin lehnte seine Einladung ab? Unfassbar!
"Haben Sie einen Freund?", fragte er neugierig. "Jemanden, der zu Hause auf Sie wartet?"
"Nein", antwortete sie. "Kein Freund. Aber meine Mitbewohner verlassen sich darauf, dass ich ihr halbes Abendessen aus der Lebensmittelabteilung mit nach Hause bringe."
Giancarlo fragte sich, ob sie mit ihm spielte. Vielleicht glaubte sie ja, er würde sie begehrenswerter finden, wenn sie sich ein wenig zierte, bevor sie Ja sagte. Oder gab es wirklich eine Frau, die er nicht sofort haben konnte? Eine Frau mit genug Selbstbewusstsein, um ihn zurückzuweisen? Seine Lippen verzogen sich zu einem zweifelnden Lächeln.
Er zog eine Visitenkarte aus dickem cremefarbenen Papier aus seinem Portemonnaie und schob sie Cassie zwischen die Finger. "Rufen Sie mich an, falls Sie Ihre Meinung doch noch ändern."
Cassie sah ihn an. Ihre Haut prickelte noch immer dort, wo er sie berührt hatte. Ob er es auch fühlen kann? fragte sie sich.
Sie schluckte und sammelte ihren ganzen Mut. "Oder vielleicht haben Sie auch an einem anderen Tag Zeit?"
"Um Sie dann noch einmal zu fragen?"
"Äh, ja."
Dachte sie etwa, er würde von nun an wie ein liebeskranker junger Bewunderer durch das Kaufhaus streifen?
"Ich denke nicht", sagte er leichthin. "Ciao, bella."
Er drehte sich auf dem Absatz um und ließ sie stehen. Wie angewurzelt starrte Cassie seiner hochgewachsenen Gestalt hinterher, bis er im Weihnachtstrubel verschwunden war. Hatte sie sich die ganze Szene vielleicht nur eingebildet?
Doch dann fiel ihr Blick auf das hübsch verpackte Päckchen neben der Kasse. Er hatte vergessen seine Kerzen mitzunehmen, und es war zu spät, um hinter ihm herzulaufen.

Auf ihrer Heimfahrt im Bus hielt Cassie das kleine Paket sorgfältig auf ihrem Schoß. Wie konnte ich nur so dumm sein? fragte sie sich ärgerlich. Sie hatte Giancarlos Einladung abgelehnt, als würden Männer wie er Schlange stehen, um mit ihr auszugehen. Doch wie oft im Leben gab es eine Gelegenheit wie diese?