TIFFANY SEXY CHRISTMAS BAND 0005

TIFFANY SEXY CHRISTMAS BAND 0005

Erscheinungstag:Fr, 28.10.2011
Bestellnummer:8046110005
Roman in 5-8 Tagen lieferbar
eBook sofort lieferbar
Roman:
5,50* EUR inkl. 7 % MwSt.
Als eBook:
5,49* EUR inkl. 19 % MwSt.

Süßer die Männer nie küssen … von: Weber, Tawny

Über diesen Roman:

Weihnachten zu Hause feiern? Danach sieht es für Rita Mae nicht aus. Ihr fehlt das Geld für die Reise. Schuld daran ist Tyler, Motorradfan, Rebel und pure Versuchung in einem. Dann muss er sie eben fahren – und wird dabei seinem aufregend schlechten Ruf mehr als gerecht …

Nur eine Schneeflocken-Affäre? von: Hoffmann, Kate

Über diesen Roman:

Immer dichter fällt der Schnee. Was soll Alison bloß machen, wenn sie die Blockhütte nicht mehr verlassen kann? Natürlich jede Sekunde genießen! Schließlich hat sie alles, was sie braucht: ein Kaminfeuer, einen Drink und einen umwerfenden Mann – nicht nur zum Wärmen …

Viel heiße Liebe zum Fest von: Nelson, Rhonda

Über diesen Roman:

L wie Layla – L wie Lampenfieber! Für die junge Musikerin sind Live-Auftritte eine Qual. Aber ihrem Bodyguard Bryant gelingt es, ihr die Angst zu nehmen. Sein Geheimnis: L wie sehr viel heiße Liebe! Zumindest, so lange Layla auf Tour ist – die Weihnachten zu Ende geht …

Kunden, die diesen Artikel kauften, haben auch folgende(n) Artikel gekauft:

Liefervorteile

Ab 15 Euro Warenwert versandkostenfrei!
Bei allen Bestellungen innerhalb Deutschlands mit mindestens 15 Euro Warenwert übernehmen wir die Versandkosten für Sie. Abonnements sind in Deutschland ebenfalls immer portofrei. Sonst betragen die Versandkosten innerhalb Deutschlands 2,50 EUR. Bei Bestellungen aus dem Ausland erheben wir auf die Gesamtlieferung (ausgenommen Abos) einmalig unabhängig vom Bestellwert eine Versandkostenpauschale von 4,90 EUR.

14 Tage Rückgaberecht
Bei CORA haben Sie ein 14-tägiges Rückgaberecht. Sie können alles unverbindlich anfordern und bei Nichtgefallen zurücksenden. Ausnahme sind für Sie individualisierte Produkte (z.B. Ihr persönlicher Liebesroman).

Bequem per Rechnung oder Lastschriftverfahren bezahlen
Bezahlen Sie die Rechnung  innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungseingang – ohne zusätzliche Bearbeitungsgebühren. Oder lassen Sie den Betrag bequem von Ihrem Konto abbuchen (Bonität vorausgesetzt).

 

Leseprobe

Aus: Nur eine Schneeflocken-Affäre? von Kate Hoffmann

Alison Cole spähte durch die regennasse Scheibe ihres Subaru Kombis auf die Straßengabelung direkt vor ihr. Ein rascher Blick auf ihr Navigationssystem half nicht im Geringsten. Schon seit einer Viertelstunde befand sie sich im Niemandsland.
Sie nahm ihr Handy vom Beifahrersitz, um Stephen anzurufen, den wissenschaftlichen Assistenten, von dem sie die Wegbeschreibung hatte. Doch im selben Moment, in dem sie das Gerät einschaltete, wurde ihr klar, dass sie hier in den Bergen keinen Empfang hatte. Trotzdem wählte sie die Nummer und wartete in der Hoffnung, sie würde sich irren. Als der Anruf jedoch nicht weitergeleitet wurde, warf Alison das Telefon zurück auf den Sitz.
Ihrer Einschätzung nach hatte sie zwei Möglichkeiten. Nun, eigentlich drei, wenn man mitzählte, dass sie umkehren und zurück in die Zivilisation fahren konnte. Rechts oder links, überlegte sie. Immerhin gab es eine Fifty-Fifty-Chance, Ettie Lee Harpers Hütte zu finden. Genauso gut konnte sie aber auch ohne Aussicht auf Hilfe auf einer schlammigen Straße steckenbleiben.
Seit vier Monaten versuchte Alison nun schon, Ettie Lee zu finden, und langsam ging ihr die Zeit aus. Ihre Suche hatte in dem Augenblick begonnen, als sie im vergangenen Sommer eine alte Tonbandaufnahme im Archiv der Universität gefunden hatte. Auf dem vergilbten Etikett stand die Jahreszahl 1939, aber ein befreundeter Tontechniker sagte ihr, auf dem Band befände sich wahrscheinlich eine alte Grammofonaufnahme. Zu hören war die junge Ettie Lee Harper, die mit glockenreiner Stimme Weihnachtslieder aus den Appalachen sang, begleitet von einer Zither.
Für einen Musikforscher war das so, als hätte er eine Schatztruhe mit kostbaren Edelsteinen gefunden. Alisons Edelsteine allerdings waren Songs – traditionelle Songs, die seit Generationen in Familien aus der Bergregion weitergegeben wurden, bis mit der Zeit völlig neue Versionen entstanden waren. Sie kannte viele der Originallieder, doch auf besagtem Band waren drei Songs, die völlig neu für sie waren – drei verlorene Edelsteine, die sie unbedingt wiederfinden wollte.
Alison hatte Weihnachtslieder zum Thema ihrer Doktorarbeit an der East Tennessee State gemacht. Sie ging den sogenannten Appalachian Songs bis zu ihren Ursprüngen bei den schottischen und irischen Siedlern nach, die in den Blue Ridge Mountains früher um ihr Überleben gekämpft hatten. Drei unbekannte Lieder zu entdecken, eröffnete ihr großartige Möglichkeiten. Sie konnte ein Album mit den neuen Songs zusammenstellen oder die Lieder in einem Folio veröffentlichen. Außerdem würde sie sie auf dem weihnachtlichen Liederabend singen, der in zwei Wochen stattfand.
Die Entdeckung allein reichte, um Alison der Verwirklichung ihres Traums deutlich näherzubringen, nämlich der Möglichkeit, einen neuen Fachbereich an der University of North Texas einzurichten - einer der besten Musikhochschulen Amerikas. Das Auswahlkomitee würde kommen, um sie zu hören, und sie hatte schon ein paar Gesprächstermine in Denton.
Mit den neuen Songs würde man erkennen, wie wichtig ihre Arbeit für die Universität war. Zumindest bekäme Alison endlich eine feste Stelle in East Tennessee angeboten. Dann wäre sie Professor Alison Cole, Ph. D., was ihre Musik unterrichtenden Eltern sehr stolz machen würde.
"Das ist unglaublich", schimpfte sie jetzt leise vor sich hin. "Ich rufe den Gouverneur an. Einfach lächerlich. Ich bin doch noch immer in Tennessee, und in Tennessee gibt es Straßenschilder."
Während des vergangenen Jahres hatte sich Alison schon mehrfach auf der Suche nach Sängern und Songs in die Berge gewagt. Dabei hatte sie eine wichtige Sache begriffen: Menschen aus den Bergen waren Fremden gegenüber äußerst misstrauisch. Vielleicht misstrauisch genug, um Straßenschilder abzumontieren? Sie lehnte sich über das Lenkrad und versuchte blinzelnd, trotz des Regens etwas zu erkennen.
Da war es! Kein offizielles Schild des Straßenverkehrsamts von Tennessee, sondern eine an einen Pfosten genagelte schlichte Holztafel. Alison sprang aus dem Wagen und lief zu dem Schild, um die verwitterten Buchstaben zu entziffern, die darin eingekerbt waren. "Harper", las sie laut und lächelte. Die linke Seite der Tafel lief spitz zu, und Alison betrachtete die schlammige Straße. Eine enge Schneise führte mitten durch den Wald und sah unbefahrbar aus. Doch zumindest wusste Alison, dass es, falls sie steckenblieb, am anderen Ende Hilfe gab.
Sie ging zum Auto zurück und setzte sich wieder hinter das Lenkrad. Dann lenkte sie den Subaru scharf nach links. Reifenspuren im Boden waren ein Hinweis darauf, dass vor nicht allzu langer Zeit ein anderes Fahrzeug hier entlanggefahren war. Das stärkte ihr Vertrauen. Nach zwei Minuten auf der steilen und kurvigen Straße erreichte sie in einem dichten Wald eine kleine Lichtung. Dort parkte neben einem Blockhaus ein Pickup-Truck, und sie hielt dahinter an.
Eine breite Veranda führte an der Vorderseite des roh gezimmerten Blockhauses entlang, und Rauch kräuselte sich oben aus dem Steinkamin. Hinter einer Spitzengardine flackerte eine Öllampe. Nirgends auf der Auffahrt waren Stromleitungen oder Masten zu entdecken. Das war ungewöhnlich. Eine Innentoilette war nicht unbedingt in allen Berghütten zu erwarten, in denen sie gewesen war. Doch nahezu überall gab es heutzutage Elektrizität und Telefon.
Alison drückte auf die Hupe, um auf sich aufmerksam zu machen, und wartete auf die unvermeidlichen Hunde, die sicher gleich erscheinen würden, um sie zu verjagen. Als keine auftauchten, stieg sie aus dem Wagen und ging auf die vorderen Stufen zu. Sie hatte gerade die Hälfte des schlammigen Weges hinter sich gebracht, als die Vordertür geöffnet wurde. Zwei Hunde stürzten heraus, und Alison warf einen Blick zurück, um abzuschätzen, ob sie sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Sie zögerte den Bruchteil einer Sekunde zu lange. Die Tiere erreichten sie bellend und schnuppernd.
Das allein hätte schon gereicht, um ihr Angst einzujagen. Doch in diesem Augenblick erschien eine ältere Frau mit einem Gewehr auf der Veranda und zielte damit direkt auf Alison. "Sie nehmen sich besser in Acht", rief sie. "Das ist Privatbesitz, den Sie unerlaubt betreten haben."
"Nirgendwo stand ein Schild", erwiderte Alison und schirmte die Augen gegen den Regen ab, der sich allmählich zu einem regelrechten Wolkenbruch entwickelte. "Tut mir leid. Ich … ich suche nach Ettie Lee Harper. Wohnt sie hier?"
"Hier gibt es nichts für Sie zu holen. Ich habe keine Antiquitäten zu verkaufen, ich brauche keine Lebensversicherung, und ich will meine Ersparnisse auch keiner wohltätigen Vereinigung spenden, für die Sie unterwegs sind."
Ein junger Mann tauchte im Türrahmen auf und nahm der älteren Frau sanft das Gewehr aus den Händen. Sie sprachen leise miteinander. Dann nickte die alte Frau und ging ins Haus.
"Steigen Sie einfach wieder in den Wagen und verschwinden Sie, bevor Ettie Lee Sie erschießen muss", empfahl er ihr.
"Das war also Ettie Lee." Alison machte einen Schritt vorwärts, bis ihr bewusst wurde, dass der Mann ja immer noch das Gewehr in den Händen hielt. "Ich bin wegen ihrer Musik hier. Mein Name ist Alison Cole. Ich komme von der East Tennessee State. Ich habe Ettie Lee auf einer alten Aufnahme singen gehört und wollte mich mit ihr über ihre Lieder unterhalten."
Alison wischte sich den Regen aus den Augen und setzte ein freundliches Lächeln auf, während der Mann sich leicht zur Seite drehte, um die Angelegenheit mit Ettie Lee zu besprechen. Alison hatte ja schon öfter eine abwehrende Haltung bei Leuten aus den Bergen erlebt, doch bisher war noch nie mit einem Gewehr auf sie gezielt worden.
Einen Augenblick später erschien die ältere Frau wieder in der Tür und winkte ihr. "Dann kommen Sie rein", forderte sie sie auf, ihre Stimme bebte. "Bei diesem Wetter jagt man ja keinen Hund vor die Tür." Sie drehte den Kopf in Richtung des Mannes. "Kommt sie?"
"Ja, ich glaube schon, Miss Ettie."
"Ist sie hübsch?", wollte Ettie Lee jetzt wissen.
"Schwer zu sagen, Miss Ettie. Im Augenblick hat sie Ähnlichkeit mit einer nassen Ratte."
Alison ging die Stufen zur Veranda hoch und schob sich die nassen Ponyfransen aus der Stirn, während sie dem Mann mit dem Gewehr einen kühlen Blick zuwarf. Und in diesem Moment wurde ihr klar, dass sie bisher nicht viel weiter als bis zur Gewehrmündung geschaut hatte. Sie schluckte, als sie sein Gesicht genauer betrachtete.
Er sah mehr als gut aus. Seine Augen waren von einem durchdringenden Blau, und sein Mund war perfekt geformt. Der Schatten eines Eintagebarts lag auf Wangen und Kinn, und dichtes dunkles Haar streifte den Kragen seines Chambray-Hemdes. Als er sie anlächelte, jagte ein Schauer über ihren Rücken.
Schon sehr lange hatte sie nicht mehr derart intensiv auf einen Mann reagiert. Erst in der vergangenen Woche hatte sie sich während eines Mittagessens bei ihrer besten Freundin Tess Robertson darüber beschwert, dass es in ihrem Leben kaum interessante Männer gab. Tess hatte sie vorgewarnt, dass der Richtige höchstwahrscheinlich in dem Moment auftauchen würde, wenn sie am wenigsten damit rechnete.
Dann hatte sie Alison ein wunderschön verpacktes Weihnachtsgeschenk überreicht – eine Schachtel Kondome – und darauf bestanden, dass sie beide sich fürs neue Jahr etwas vornehmen sollten, was sie bitter nötig hätten: ein bisschen unartiger und weniger nett zu sein.
Jetzt hatte Alison gleich eine ganze Reihe unartiger Gedanken. Sollte Tess tatsächlich recht gehabt haben? Diese Begegnung kam wirklich unerwartet.
Alison hob das Kinn und lächelte den Unbekannten keck an. "Bestimmt wissen Sie, was man über Männer mit großen Gewehren sagt", sagte sie leise.
"Kommen Sie rein", erwiderte er nur und musterte sie, als sie an ihm vorbeiging. "Im Kamin brennt ein Feuer. Dort können Sie sich trocknen und wärmen."
Drew Phillips schloss die Tür hinter der Fremden, Regenwasser tropfte auf Etties Fußboden. Zwar hatte er gesagt, sie würde wie eine nasse Ratte aussehen, doch in Wahrheit traf das keineswegs zu. Selbst völlig durchnässt war Alison Cole immer noch die attraktivste Frau, die er gesehen hatte, seit … er konnte sich gar nicht mehr erinnern.
Er vermied es, sie anzusehen, denn jedes Mal, wenn sich ihre Blicke trafen, schlug sein Puls eine Spur rascher. Sie glich gewiss keinem Model, doch sie besaß eine schlichte natürliche Schönheit, die nicht einmal strähniges, nasses Haar oder fehlendes Make-up schmälern konnte.
Drew stöhnte innerlich. Vor einem Jahr hatte er seine Praxis eröffnet – und seitdem praktisch kein Sexleben mehr. Die Entscheidung, seine Stelle in einem städtischen Krankenhaus aufzugeben und wieder in die Berge zurückzukehren, war ihm leicht gefallen. Er hatte dabei allerdings nicht bedacht, dass es hier oben kaum Frauen gab, und was dies für seine Libido bedeuten würde. Er hatte wohl angenommen, es würden sich Gelegenheiten ergeben, und wenn nicht, würde er eben die Wochenenden in der Stadt verbringen.
Aber immer gab es Notfälle. Menschen, um die er sich kümmern musste, und Hausbesuche, die zu erledigen waren. Die Wochenenden vergingen wie im Flug, ohne dass er Zeit für sich selbst hatte. Ausschließlich Arbeit und keinerlei Vergnügen hatten ihn ziemlich scharf gemacht, und jetzt, wo er neben einer begehrenswerten Frau stand, drehten sich seine Gedanken natürlich um Sex.
"Ziehen Sie doch die nasse Jacke aus", forderte er sie auf und legte dabei die Hände auf ihre Schultern. Während er ihr behilflich war, atmete er Alisons zarten Duft ein.
Sie erschauerte. "Mir … mir ist ein bisschen kalt."
Drew nahm eine bunte Decke vom Sofa und wickelte sie ihr um die Schultern. Dann rieb er Alisons Arme, um sie zu wärmen, und massierte ihr schließlich den Rücken. "Besser?"
Alison sah hoch, und ihre Blicke trafen sich. Einen Augenblick lang starrten sie einander an. Drew war so daran gewöhnt, sich um das Wohlergehen seiner Patienten zu kümmern, dass seine Hilfe ganz selbstverständlich war. Doch jetzt wurde ihm bewusst, dass sie sich beinahe umarmten, und er trat einen Schritt zurück. "Eine Unterkühlung kann sehr rasch einsetzen", erklärte er leise.
Ganz offensichtlich hatte der Körperkontakt Alison ebenfalls ein wenig aus der Fassung gebracht. Ihre Stimme zitterte, als sie sich an Ettie wandte: "Miss Harper, mein Name ist Alison Cole. Ich habe lange nach Ihnen gesucht." Sie streckte die Hand aus und stellte leicht verblüfft fest, dass Ettie keine Miene verzog.
Drew ging zu Ettie, führte sie am Ellbogen einen Schritt vorwärts und sagte dabei: "Sie will deine Hand schütteln." Dann lächelte er Alison an. "Miss Ettie ist blind."
"Red nicht solches Zeug", schimpfte Ettie. "Sagen wir, ich sehe die Dinge nicht so wie normale Leute." Die alte Frau streckte die Hand aus, und Alison ergriff sie. "Also, Sie haben meine Aufnahme gehört? Im letzten Sommer ist schon einmal ein Mann vorbeigekommen und hat nach diesen Liedern gefragt. Wollte eine neue Aufnahme machen."
"Noch jemand weiß davon?", fragte Alison enttäuscht, und Drew überlegte, warum diese Lieder so wichtig für sie waren.
"Ich habe ihn weggeschickt", fuhr Ettie fort. "Mir gefiel der Klang seiner Stimme nicht. Er kam noch zwei Mal zurück und wollte mich überreden, irgendwelche Papiere zu unterschreiben. Aber einem Mann mit Papieren kann man niemals trauen."
"Wann haben Sie die Lieder denn aufgenommen?", erkundigte sich Alison.
Ettie lächelte. "Meine Güte, an den Tag erinnere ich mich noch, als wäre es gestern gewesen. Das war neunzehnhundertneununddreißig. Mein vierzehnter Geburtstag. Mein Daddy lieh sich den Truck von einem Freund und fuhr Mom und mich nach Knoxville. Das war das erste Mal, dass ich von zu Hause weg war, und ich dachte, ich würde in Ohnmacht fallen vor Aufregung."
"Sie hatten eine wunderschöne Stimme", sagte Alison.
"Die hat sie immer noch", erklärte Drew.
Alison schaute zu ihm, und er zuckte leicht zusammen. In seiner Vorstellung hatte er sie gerade ausgezogen und ihren Körper unter den nassen Kleidern erforscht. Hoffentlich hatte sie nicht gemerkt, wie er sie angestarrt hatte.
Wenn er allerdings die Zeichen richtig deutete, fand sie ihn ebenfalls attraktiv. Er gab sich einen Ruck und streckte die Hand aus. "Ich bin Drew Phillips, der hiesige Arzt. Ich mache gerade einen Hausbesuch bei Miss Ettie."
Alison ergriff seine Hand, und ein angenehmer Schauer überlief ihn. Viel zu lange war es her, dass er solch eine sexuelle Anziehungskraft verspürt hatte. Zwar galt er bei seinen Patientinnen und deren Familien als guter Fang, doch Drew trennte berufliche Dinge streng von seinem Privatleben. Diese Frau aber war keine Patientin, und sie schien aus irgendeinem Grund genau hier auf diesem Berg gelandet zu sein –vielleicht nicht nur, um mit Miss Ettie über Musik zu sprechen …
"Ich mag den Klang Ihrer Stimme", sagte Ettie. "Setzen Sie sich doch ans Feuer, ich mach uns eine Tasse Tee." Sie steuerte auf den Herd zu. "Ich habe Kamillentee aus selbst gesammelten Blüten."
"Das erledige ich", bot Drew an.
"Nein, nein", flüsterte Ettie. "Du wirfst noch ein paar Scheite auf das Feuer und führst eine nette Unterhaltung. Sie klingt, als sei sie ein hübsches Mädchen. Du könntest ein hübsches Mädchen in deinem Leben gebrauchen", fügte sie dann hinzu und tätschelte Drews Arm.