JULIA COLLECTION BAND 0011

JULIA COLLECTION BAND 0011

Erscheinungstag:Fr, 21.08.2009
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GLÜCK IST UNBEZAHLBAR von: JAMES, ARLENE

Über diesen Roman:

Für Sierra scheinen gleich zwei Träume wahr zu werden: Mit ihrem Teil der Erbschaft kann sie endlich eine große Blumenfarm eröffnen. Und der attraktive Farmer Sam wird dabei ihr Partner. Leider nur geschäftlich. Dabei könnte sich Sierra so viel mehr mit ihm vorstellen …

EIN HERZENSWUNSCH WIRD WAHR von: JAMES, ARLENE

Über diesen Roman:

Von einer Beziehung will die plötzlich reich gewordene Avis eigentlich nichts wissen. Dem verführerischen Charme des Milliardärs Luc Tyrone kann sie sich jedoch nur schwer entziehen. Und als der eine List anwendet, um sie zu erobern, droht sie, ihr Herz zu verlieren …

MILLIONENERBIN SUCHT DAS GLÜCK von: JAMES, ARLENE

Über diesen Roman:

Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer: die hübsche Kosmetikerin Valerie hat ein Vermögen geerbt! Schon beginnen zwei ausnehmend attraktive Männer um sie zu werben: Ihr Exfreund Bud und der smarte Brandinspektor Ian. Doch geht es ihnen wirklich um Liebe?

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MILLIONENERBIN SUCHT DAS GLÜCK

1. KAPITEL
"Nein, nein, nein!" Mürrisch starrte Edwin Searle sein Spiegelbild an und griff sich mit knorrigen Fingern an den Kopf. "Da haben Sie es immer noch nicht richtig gemacht."
"Und Sie haben wahre Adleraugen", erwiderte Valerie nachsichtig, während sie die bereits kurz geschorenen silbergrauen Haare an der betreffenden Stelle hochkämmte. Sie setzte den summenden Haarschneider so behutsam ein, dass es eines Mikroskops bedurft hätte, um die abgeschnittenen Haarspitzen zu sehen.
Doch der alte Mann lächelte zufrieden, bevor er an eine andere Stelle fasste. "Hier müssen Sie auch noch was wegnehmen."
Gehorsam befolgte sie die Aufforderung. Edwin war ihr reizbarster Kunde. Er suchte ihr Geschäft jeden zweiten Donnerstag auf und murrte ständig über seinen Haarschnitt. Doch sie hatte schon vor langer Zeit durchschaut, dass er gar nicht so pingelig war, sondern nur den Besuch bei ihr ausdehnen wollte. Er war ein einsamer alter Mann, und sie nahm sich gern Zeit für ihn.
Außerdem standen die Kunden nicht gerade Schlange, weder an diesem Tag noch an anderen. Ihr Schönheitssalon florierte längst nicht so sehr, wie sie es sich erhofft hatte. Sie hatte durchaus eine loyale Stammkundschaft, durch die sie die laufenden Kosten tragen konnte, aber Puma Springs lag zu nahe an Fort Worth und war mit gerade mal achttausend Einwohnern zu klein, um seinen kleinen Geschäften mehr als das nötigste Einkommen bescheren zu können. Jeden Monat betete sie, dass nichts Außergewöhnliches eintrat, aber meistens geschah es doch.
Mit einem Seufzer trat sie zurück, während Edwin seinen Kopf im Spiegel musterte. Bevor er sich erneut beschweren konnte, ging die Ladentür auf. Das freundliche Lächeln erstarb auf Valeries Lippen, als ihr früherer Freund Buddy Wilcox eintrat.
"Hallo."
Ohne seinen Gruß zu erwidern, wandte sie sich wieder an Edwin. Buddy war eine schlechte Gewohnheit, die sie abzulegen beschlossen hatte.
Valerie und Buddy waren seit der Schulzeit mit einigen Unterbrechungen zusammen. Dass ihre Beziehung immer wieder aufgelebt war, mochte an dem Mangel an anderen Gelegenheiten in der Kleinstadt liegen. Die meisten ihrer Gleichaltrigen hatten kurz nach dem Examen entweder geheiratet oder waren in Großstädte verzogen.
Valerie selbst hatte vorübergehend in Fort Worth gewohnt, weil sie sich dort zur Hairstylistin und Kosmetikerin hatte ausbilden lassen. Aber sie hatte stets beabsichtigt, nach Puma Springs zurückzukehren, um bei ihrer verwitweten Mutter und ihrem jüngeren Bruder zu sein.
Buddy hatte die Kleinstadt nie verlassen. Er war es ganz zufrieden, von einem schlecht bezahlten Job zum anderen zu wechseln und sich in seinem Ruf als ehemals erfolgreichster Quarterback der Schulmannschaft Puma Springs Panthers zu sonnen. Sie hielt sich mit vierundzwanzig endlich für erwachsen, aber er würde es nie werden.
"Was willst du, Bud? Ich habe keine Zeit, dir die Haare zu schneiden", erklärte sie, da er aus lauter Eitelkeit sehr häufig vorbeikam, um sich frisieren zu lassen – kostenlos.
"Sieh mich doch mal an, Püppchen." Er schlenderte zum Spiegel und musterte sich. "Meine Haare sehen toll aus. Ich brauche dein Auto."
Automatisch blickte sie durch das Fenster zu ihrem vier Jahre alten schwarzen Coupé, das vor dem kleinen Einkaufszentrum parkte. Sie musste es noch zwei Jahre lang abbezahlen und hatte gerade erst die Beifahrertür reparieren lassen, der ihr leichtsinniger Bruder eine Beule verpasst hatte. Verglichen mit Buddy war Dillon ein Musterknabe. Sie stellte den Rasierer ab, legte ihn beiseite und verschränkte die Arme. "Nicht mal im Traum."
"Komm schon, Val", jammerte Buddy.
"Auf keinen Fall. Du fährst immer, als wärst du auf einer Rennstrecke."
Er grinste. "Danke."
"Das war kein Kompliment."
"Hör mal, es ist wichtig. Ich habe keine Zeit, mit dir zu diskutieren. Hängt der Schlüssel am Haken?" Ohne auf eine Antwort zu warten, stürmte er zum Hinterzimmer.
"Komm zurück!", schrie sie und lief ihm nach. "Ich habe nicht gesagt, dass du …"
Die Tür öffnete sich erneut, und momentan vergaß Valerie die potenzielle Gefahr für ihr Auto, als ein hoch gewachsener, gut aussehender Mann mit einem schwarzen Hund hereinkam. Der Mann hatte breite Schultern, dichte pechschwarze Haare, markante Züge und ebenmäßige weiße Zähne. Der Hund war ungewöhnlich groß für seine Rasse, setzte sich auf Befehl gehorsam hin und starrte sie mit seinen schwarzen Augen an. Der Mann lächelte sie an, und seine leuchtend blauen Augen blickten fragend und auch ein wenig anerkennend.
Er konsultierte das Klemmbrett in seiner Hand. "Sind Sie … Valerie Blunt?"
"Ja, allerdings."
Er reichte ihr eine Hand, die so groß wie eine Schaufel war. "Ich bin Ian Keene, der neue Brandschutzinspektor."
Brandschutzinspektor. Sie hatte in der Lokalzeitung über ihn gelesen, dass er hohe Auszeichnungen und Qualifikationen besaß, aber zu teuer für die Kleinstadt war, zumal er einen Assistenten mitbrachte. Dennoch hatte der Stadtrat einstimmig seine Einstellung beschlossen und sich dabei auf eine staatliche Studie gestützt, nach der die kleine Gemeinde inmitten eines von Feuersbrünsten bedrohten Gebiets lag. Zwei Jahre Trockenheit hatten dafür gesorgt, dass die Felder und Weiden selbst jetzt im Frühling ausgedörrt waren.
Während die Zeitung den Heldenmut und die Qualifikationen des neuen Brandschutzinspektors lobte, wurde darin nicht erwähnt, wie reizvoll er das rote Flanellhemd und die hautenge Jeans ausfüllte. Seine starke, langfingrige Hand verschlang förmlich ihre. Er sah nicht so aus, als hätte er einen Haarschnitt nötig, aber sie konnte sich keinen anderen Grund für sein Auftauchen vorstellen.
"Was kann ich für Sie tun, Inspektor Keene?"
Er zog seine Hand zurück. "Ich bin hier, um das Geschäft zu inspizieren."
"Inspizieren", wiederholte sie dümmlich.
In diesem Moment kam Buddy aus dem Hinterzimmer. "Ich hab ihn gefunden", verkündete er, und das bedeutete, dass er ihre Handtasche durchwühlt hatte.
"Buddy, wage es ja nicht …"
"Inspizieren?", rief Edwin erbost, und Valerie blickte zu ihm. "Ich wusste doch, dass nichts Gutes bei dieser Sache rauskommen würde."
"Wir sehen uns!", rief Buddy und schlüpfte hinter dem Brandschutzinspektor aus dem Salon.
"Nein!" Valerie lief ihm nach und riss die Tür auf. "Buddy, warte!" Doch er hatte ihr Auto bereits gestartet und brauste davon.
Vergeblich bemühte sie sich, ihren Zorn zu unterdrücken. Sie wirbelte herum und fand eine Zielscheibe direkt vor sich. "Da sehen Sie, was Sie angerichtet haben!"
"Ich? Ich bin nur gekommen, um Ihr Geschäft auf Einhaltung zu prüfen."
"Auf was?"
"Einhaltung der Feuerschutzverordnung."
"Ich weiß nichts von einer neuen Verordnung."
"Nicht neu", entgegnete er lakonisch. "Sie ist nur bisher nicht durchgesetzt worden."
"Heston ist der Schuldige", verkündete Edwin und drehte sich zu dem Inspektor um. "Der Junge schert sich einen Dreck um andere Menschen, und das sage ich, obwohl seine Mutter meine eigene Schwester ist." Er stand auf und fischte seine Brieftasche aus der Gesäßtasche seiner ausgebeulten Jeans.
"Sie sind also der Onkel des Bürgermeisters", bemerke Keene mit deutlichem Interesse.
Edwin warf eine Fünf-Dollar-Note auf die schmale Ablage unter dem Spiegel. "Ich bin Edwin Searle, und Callie Searle Witt ist meine Schwester, aber ich bezeichne Heston Witt nicht als Familienmitglied. Er ist ein habgieriger Egoist." Mit ruckartigen Bewegungen stand er auf. Er kraulte den Hund, der immer noch gehorsam neben seinem Herrchen saß, ging weiter zum Garderobenständer und setzte sich seinen fleckigen, zerbeulten Cowboyhut auf. "Mit dieser unsinnigen Inspektion will er bloß seine Macht beweisen."
"Es war der Stadtrat, der diese Inspektion verordnet hat", wandte der Inspektor ein. "Der Bürgermeister hat als Einziger dagegen gestimmt."
"Wollen Sie damit sagen, dass er Sie nicht angestiftet hat, mein Haus zu prüfen?"
"Na ja, er hat erwähnt, dass es dort einige Probleme geben könnte", gestand Keene milde ein.
Edwin straffte die hängenden Schultern und drohte dem Inspektor mit seinem knorrigen Zeigefinger. "Sie werden keinen Fuß auf mein Grundstück setzen."
"Oh doch", entgegnete Keene entschieden. "Und falls Veränderungen nötig sein sollten, werden sie erfolgen."
"Nur über meine Leiche", knurrte Edwin und riss die Tür auf.
"Gerade das suchen wir durch die Inspektionen zu verhindern", entgegnete Keene ruhig.
Edwin verriet seine Einstellung dazu, indem er wortlos hinausging und die Tür rüde zuknallte.
Ian Keene schüttelte seufzend den Kopf, bevor er seinen Blick auf Valerie richtete. "Ist er immer so angenehm?"
Sie musterte ihn und kam zu dem Schluss, dass seine Selbstsicherheit an Arroganz grenzte, dass er viel zu gut aussah und außerdem schuld war, dass Buddy mit ihrem Auto verschwunden war. "Edwin kann schwierig sein", gestand sie ein. "Vor allem, wenn man ihn reizt."
"Mir scheint eher, dass er derjenige ist, der andere reizt." Er schnippte mit den Fingern, und der Hund erhob sich auf und lief schnüffelnd durch den Laden.
"Nun, mir gefällt diese Inspektion ebenso wenig wie Edwin", murrte sie.
Keene blickte sich um und machte ein paar Notizen auf seinem Klemmbrett. "Es muss sein. Nur so kann die Brandgefahr in dieser Stadt minimiert werden. Es geht ganz schnell. Ich habe noch viel Arbeit vor mir."
"Eine echt lange Liste an Leuten, die Sie schikanieren wollen, wie?"
"Ich würde es nicht als Schikane bezeichnen, für die Sicherheit der Leute zu sorgen. Also, wie viele Räume haben Sie hier?"
Valerie schluckte eine bissige Bemerkung hinunter. "Drei, wenn man das Lager und den Waschraum mitzählt."
Er machte sich eine Notiz. "Gehen Sie nur Ihrer Arbeit nach. Ich bin in ein paar Minuten wieder weg."
Sie verschränkte die Arme und tippte ungehalten mit dem Fuß auf den Boden, während er von Schrank zu Schrank und von Ecke zu Ecke wanderte.
Er inspizierte den Frisierstuhl, als könnte er jeden Moment in Flammen aufgehen, und ging dann weiter zur Waschstation. Die elektrische Wandheizung wurde so minutiös untersucht, dass Valerie die Augen verdrehte – und dabei den Hund ins Hinterzimmer schlüpfen sah.
"Würden Sie Ihren Hund bitte zurückpfeifen? Was fällt Ihnen überhaupt ein, das Tier in ein Geschäft mitzubringen?"
"Cato ist ein wesentlicher Bestandteil des Prozesses", erklärte er. "Ich muss sehen, wo Sie Ihre Waren lagern. Schönheitsprodukte enthalten viel Alkohol und andere Brennstoffe."
Der Hund stieß ein Wuff aus, und Keene stürmte abrupt ins Hinterzimmer. "Aha."
Valerie folgte ihm auf den Fersen. "Aha? Was soll das heißen? Es ist ein gewöhnlicher Lagerraum."
Sie versuchte, über seine Schulter zu blicken, um zu sehen, was seine Aufmerksamkeit erregt hatte. Doch eine kalte, feuchte Nase in ihrer Hand und ein pathetisches Jaulen ließen sie stattdessen zu dem Hund blicken, der sich prompt auf ihre Füße setzte. "Ich rate dir, dass du nicht getan hast, was ich vermute", murrte sie und suchte nach einer verräterischen Pfütze. Als sie keine fand, gab sie nach und kraulte ihn zwischen den Ohren.
"Cato, such", befahl Ian Keene.
Der Hund stand auf und trottete zu dem Inspektor, der nun vor dem neuen Gasboiler hockte.
"Wie Sie sehen werden, sind die Vorräte in dem Metallschrank am anderen Ende des Raumes untergebracht", verkündete Valerie.
Der Hund steckte die Schnauze hinter den Boiler und winselte.
"Braver Junge", lobte Ian Keene und tätschelte ihn. Dann drehte er an den Ventilen.
"Was tun Sie denn da?"
"Ich stelle ihn ab. Er hat ein Leck."
"Das ist unmöglich. Ich habe ihn gerade erst installieren lassen."
Er zuckte die Achseln und machte eine Eintragung auf seinem Klemmbrett. "Er hat trotzdem ein Leck."
Sie schnupperte. "Ich rieche aber kein Gas."
"Ich auch nicht, aber Cato."
"Sie lassen Ihren Hund mein Heißwasser abstellen? Ich kann ohne Heißwasser nicht arbeiten."
"Ich dichte das Rohr ab, bevor ich gehe." Er zog ein Maßband hervor. "Sie können vorübergehend weiterarbeiten, aber dieser Boiler muss versetzt werden."
"Was?"
"Sie müssen den Boiler versetzen lassen." Er ging zur Tür, während er erneut etwas auf sein Klemmbrett schrieb, und stieß prompt mit Valerie zusammen.
Sie geriet ins Taumeln, er stützte sie mit beiden Händen. Ihre Füße verhakten sich miteinander, ihre Körper trafen aufeinander. Plötzlich erstarrten beide. Hitze strömte an den Stellen aus, an denen sie sich berührten. Die Atmosphäre zwischen ihnen knisterte förmlich. Lange Zeit standen sie reglos da. Dann fiel das Klemmbrett in seiner Hand klappernd zu Boden und brach den Bann. Sie stoben auseinander. Sie legte sich eine Hand auf die Brust, um ihr pochendes Herz zu beruhigen, während er sich nach dem Klemmbrett bückte und wieder aufrichtete.
"Zehn Zentimeter reichen", murmelte er.
"Das geht nicht."
"Ich fürchte, Sie haben keine andere Wahl", entgegnete er und ging an ihr vorbei.
Sie lief ihm nach. "Wo wollen Sie hin?"
"Ich bin gleich wieder da", versicherte er, und schon verschwand er zur Tür hinaus.
Sie warf die Hände in die Luft und stieß ein Wort aus, das lieber ungehört blieb. Ein Jaulen rief ihr in Erinnerung, dass sie nicht allein war. Der Hund stand neben ihr und blickte betörend zu ihr auf. "Das ist alles deine Schuld. An anderer Leute Boiler zu schnüffeln! Schäm dich."
Er bellte und warf sie beinahe um, als er sie mit den Vorderpfoten ansprang und ihr das Gesicht ableckte. Unwillkürlich grinste sie.
"Runter, Cato", befahl Ian, der in diesem Augenblick mit einem roten Werkzeugkasten zurückkehrte. Der Hund sank augenblicklich auf alle viere und winselte. "Er mag Sie."
"Ich Glückspilz", murrte sie, aber sie tätschelte das Tier verstohlen, während sie seinem Herrchen ins Hinterzimmer folgte. "Ist es wirklich Ihr Ernst, dass ich den Boiler umhängen lassen muss? Ich habe ihn gerade erst installieren lassen."
"Trotzdem." Er kniete sich vor das anstößige Gerät und öffnete den Werkzeugkasten. "Er ist nicht vorschriftgemäß angebracht worden."
"Das ist nicht meine Schuld. Ich kenne die Vorschriften nicht."
"Das zählt nicht. Ich kann es nicht durchgehen lassen."
"Nur wegen zehn Zentimetern muss ich ihn umbauen lassen?"
"Entweder das, oder Sie ersetzen ihn durch ein Elektrogerät."
"Die gewerblichen Stromkosten sind zu hoch."
"Dann erfüllen Sie die Vorschriften."
"Aber der Einbau hat mich schon ein Vermögen gekostet."
"Das ist nicht mein Problem", entgegnete er, ohne die Arbeit zu unterbrechen. "Reden Sie mit dem Klempner. Er hätte es richtig machen müssen."
Valerie blickte ihn finster an. Verzweiflung kämpfte mit Zorn. "Das ist nicht fair."
"Was ist daran nicht fair? Die Vorschriften gelten für alle. Bringen Sie es in Ordnung, oder ich muss Ihr Geschäft schließen."
"Wie können Sie das tun?"
"Es ist mein Job." Er legte das Werkzeug zurück in den Kasten, schloss ihn und stand auf. "Sie haben zehn Tage Zeit." Er zwängte sich an ihr vorbei. "Ich schicke Ihnen eine offizielle Benachrichtigung. Guten Tag."
Zehn Tage! Sie wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte. Seufzend schloss sie die Augen und fragte sich, wovon sie den Umbau bezahlen sollte. Es war einfach nicht fair.

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