DIE MASKE DES MEISTERS

DIE MASKE DES MEISTERS

Erscheinungstag:Fr, 22.07.2011
Bandnummer:35027
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DIE MASKE DES MEISTERS von: Sandra Henke

Über diesen Roman:

Enttäuscht von der Liebe flüchtet Claire aus New York zu ihrem Bruder Todd, der als Deputy Sheriff in ihrem Heimatort arbeitet. Aber sie hat eine neue Sehnsucht in ihrem Gepäck mitgebracht: Sie träumt davon, sich einem Mann sexuell zu unterwerfen. Um ihre neue Neigung zu erforschen, geht sie ihrem Wunsch im Internet nach. Sie trifft auf den faszinierenden Vali, der sich dazu bereit erklärt, sie alles über das lustvolle Spiel von Dominanz und Unterwerfung zu lehren. Doch bald ergibt sich eine Verbindung zwischen ihm und dem Entführungsfall, an dem ihr Bruder arbeitet. Und es stellt sich heraus, dass ihr Treffen im Web keineswegs Zufall war. Wer steckt wirklich hinter der Maske ihres Meisters?

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Leseprobe

Aus: DIE MASKE DES MEISTERS von SANDRA HENKE


1. KAPITEL

Claire Austin setzte sich in den Schaukelstuhl auf der Veranda ihres Bruders Todd Moose. Sie trug nichts unter ihrem leichten, roten Baumwollkleid, denn die Sommersonne hatte den ganzen Tag auf Ohio niedergebrannt, als wolle sie alles versengen. Zum Glück dämmerte es bereits.
Nachdenklich saß Claire dort, zog die Beine an, umschlang ihre Knie und schaukelte vor und zurück. Die Brise streichelte sie sanft zwischen den Schenkeln, eine sachte Berührung, die herrlich prickelte.
Ihr Blick schweifte über die Felder, die das alte Haus an drei Seiten umrahmten, während der Eingang von Eichen, Rotbuchen und Ahornbäumen geschützt wurde. Das zweistöckige Gebäude war so oft von Todd notdürftig ausgebessert worden, dass es wie ein Flickwerk aussah.
Dad hatte es damals fachmännischer gemacht, er konnte alles, dachte sie wehmütig, aber er lebte nicht mehr, und der gutmütige Todd hatte zwei linke Daumen.
Sie erinnerte sich daran, wie ihre Eltern das Haus von Hank McLoughlin, dem Farmer, dem die Felder gehörten, abgekauft hatten. Spottbillig, denn es fiel fast in sich zusammen. Aber ihr Dad hatte es mühsam ein ganzes Jahr lang neben seinem Job renoviert, während sie längst darin wohnten, denn sie brauchten das gesparte Geld für die Miete, um Baumaterial zu kaufen. Bill Moose hatte fast zwanzig Jahre den Village Green Park in Fairfield gehegt und gepflegt und nach dem Hauskauf zusätzlich noch Hausmeisterarbeiten im Community Arts Center und der Lane Public Library übernommen.
Gegen Fairfield wirkte Oakwood wie ein Fliegendreck. Die Gemeinde war auf den meisten Landkarten nicht einmal markiert.
Das Haus der Mooses war geschichtsträchtiger als die meisten Menschen wussten, hatte es doch im Sezessionskrieg als geheimer Unterschlupf der Underground Railroad gedient, einer Organisation, die Sklaven auf der Flucht versteckte. Zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs war es selbst in den freien Staaten illegal, einem entflohenen Zwangsarbeiter zu helfen. Der Ohio River stellte damals die Trennlinie zwischen den Nord- und Südstaaten dar und galt deshalb als ein heißes Pflaster.
Vielleicht war die Vergangenheit des alten Hauses ebenfalls ein Grund für Dad gewesen, es zu erhalten, dachte Claire, die ihren Vater um seine Beharrlichkeit beneidete. Sie selbst fühlte sich ziellos.
Die Kronen der Maispflanzen ragten hoch in den Himmel. Die Sonne tauchte langsam hinter den Hagebuttensträuchern ab, die als Begrenzung der Felder und gleichzeitig als Windschutz dienten. Unter der Veranda hörte Claire ein Rascheln, als würde sich eine Maus aus ihrem Loch trauen, nun, da die Abenddämmerung eingesetzt hatte und die zunehmende Dunkelheit die Sommerhitze erträglich machte.
Hier war Claire aufgewachsen. Von hier war sie geflüchtet. Und nun war sie zurück zu ihren Wurzeln gekehrt. Gezwungenermaßen.
Noch vor Kurzem hätte sie nie und nimmer gedacht, auch nur länger als eine Nacht auf Besuch in diesem 1000-Seelen-Kaff Oakwood zu verbringen. Aber nun saß sie hier, die Heimkehrerin. Alle im Ort tuschelten sicherlich, sie hätte es in New York City nicht geschafft und dass man vor Problemen nicht weglaufen konnte.
Aber tat Claire nicht genau das jetzt ein zweites Mal? Sie war vor Trauer aus Oakwood geflohen und flüchtete nun aus New York, weil ihr Traum in Trümmern lag. Nur wusste es niemand, außer Todd, und wenn es nach ihr ginge, würde auch niemand ihr kleines Geheimnis erfahren.
Sie sah das Autowrack in ihrer Erinnerung glasklar, dabei war es schon zwei Jahren her, dass der Pick-up ihrer Eltern auf dem Bahnübergang von einem Zug erfasst worden war, doch das Bild der Unfallstelle hatte sich auf ewig in ihr Gedächtnis gebrannt. Die umherliegenden Teile. Die zusammengequetschte Fahrerseite. Das Blut. Ihr Vater hatte keine Chance gehabt.
Ihre Mom, die auf der Beifahrerseite gesessen hatte, lag auf einer Trage im Krankenwagen, hatte Claire angeschaut und mühsam herausgebracht: „Hatte nur … diesen Song laut gedreht … mitgesungen. Du weißt ... liebe … Keith Urban. Dein Dad … mich so verliebt … angeschaut.“ Dann hatten sich die Türen des Ambulanzwagens geschlossen und er war losgefahren, doch Karen Moose war längst wieder mit ihrem Mann vereint, als sie im Bridgeport Hospital ankam.
Kurz danach war Claire von Ohio fort in die Großstadt gezogen und hatte ihren Bruder allein gelassen. Zu diesem Zeitpunkt war sie gerade 24 Jahre alt. Sie war sogar wütend auf Todd gewesen, weil er die Trauer weitaus besser bewältigte als sie. Mit 28 Jahren hatte er gerade die Prüfung zum Deputy Sheriff bestanden und setzte all seine Hoffnung in die neue Stelle im Sheriff’s Department von Hamilton County, während Claire vor ihrer Trauer und dem Kleinstadtmief flüchtete und sich in New York mit Gelegenheitsjobs durchschlug.
Bis sie Morris Austin traf.
Morris gab ihr nicht nur einen Job als Call Center Agent in seiner Versandfirma für Ärztebedarf, sondern auch neue Hoffnung. Sie verliebten sich. Dann ging alles schwindelerregend schnell.
Innerhalb weniger Monate zog sie in seine Wohnung im Viertel Down under the Manhattan bridge overpass, das alle New Yorker nur kurz DUMBO nannten, ein. Claire mochte die Nachbarschaft, die sich zwischen der Manhattan und der Brooklyn Bridge erstreckt. Trotz der Hochhäuser war sie mit den kopfsteinpflasterbedeckten Straßen und den vielen Kunstgalerien wunderschön, der Brooklyn Bridge Park ganz in der Nähe. Das Viertel besaß durch seinen reichen historischen Hintergrund Charme. Der Gegend am River haftete immer noch das Flair des New York der 60er-Jahre an, obwohl die Lagerhäuser schon vor langer Zeit in Eigentumswohnungen und Lofts umgewandelt worden waren.
Kurze Zeit später heirateten Claire und Morris. Nur Todd wusste davon. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie wieder ein gutes Verhältnis, schließlich war er alles, was sie an Familie hatte.
Claire schaukelte kräftiger. Noch immer geriet ihr Blut in Wallung, wenn sie an Morris dachte, auch wenn sie ihn auf keinen Fall zurückhaben wollte. Es ging nicht um ihn, sondern um das, was er in ihr geweckt hatte. Dank ihm hatte sie eine sexuelle Neugier im Gepäck mit heimgebracht, die nun darauf lauerte, ausgepackt und näher betrachtet zu werden.
Sie erinnerte sich noch genau an den Moment, in dem sie sich das erste Mal bewusst wurde, dass sie von einem Mann dominiert werden wollte. Ja, so nannte man das wohl. Sie hatte im Internet nachgeforscht und war auf Unterwerfung und Dominanz gestoßen, eine sexuelle Spielart, die ihr bis dahin unbekannt gewesen war. Wieder einmal war sie sich wie eine Provinzlerin vorgekommen und das war sie ja auch.

Es war Ende Mai gewesen, an einem der ersten sonnigen Tage des Jahres, an dem das Thermometer über 20 Grad Celsius geklettert war. In dieser Situation hatte sie sich Morris so nah gefühlt wie nie zuvor. Das war ein Fehler gewesen, aber das hatte sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewusst.
Er hatte sie eines Abends auf das Dach des Hochhauses, in dem sie wohnten, geführt. "Hier oben wartet eine Überraschung auf dich."
Als Claire den Korb sah, freute sie sich schon auf ein romantisches Picknick in luftiger Höhe, aber das war weit gefehlt.
Morris breitete eine Decke aus und Claire nahm darauf Platz. Während er die Sektflasche entkorkte, lugte sie in den Korb. Zu ihrem Erstaunten befanden sich keine schmackhaften Köstlichkeiten darin, sondern zwei Seile. Sie war verwirrt, ließ sich jedoch nichts anmerken und trank einen großen Schluck Sekt, den Morris ihr gereicht hatte.
Es prickelte köstlich in ihrem Mund. Und in ihrer Scham.
Vor Aufregung auf das, was er für sie geplant hatte – was auch immer es war – leerte sie das Glas viel zu schnell. Der Alkohol stieg ihr zu Kopf und die Ungewissheit erregte sie.
"Komm, lass uns den Sonnenuntergang anschauen." Morris half ihr beim Aufstehen.
Er hielt ihre Hand ganz fest und führte sie zum Rand des Dachs. Der Abgrund ängstigte sie. Sie wollte zurückweichen, doch Morris stellte sich nah hinter sie, sodass sie nicht entfliehen konnte.
"Hab keine Angst. Ich halte dich fest", säuselte er von hinten in ihr Ohr. Doch er strafte seine Worte Lügen, indem er sie weiter an den Rand drängte, anstatt den Arm um ihre schmale Taille zu legen.
"Bist du verrückt?" Claire versuchte ihn wegzudrücken, kam jedoch nicht gegen ihn an. Ihr Herz raste.
Eigentlich hätte sie wütend auf ihn sein sollen. Sie war es aber erstaunlicherweise nicht, sondern ihr ganzer Körper fing an zu kribbeln, als würde eine Ameisenstraße über ihre Haut krabbeln, weil er sie zwang, sich ihrer Furcht zu stellen. Entgegen ihrer Liebesspiele zuvor las er ihr diesmal nicht jeden Wunsch von den Augen ab, sondern ließ sie im Dunkeln, was er mit ihr vorhatte.
Er legte ihre rotblonden Haare, die sie zu einem Zopf geflochten hatte, über ihre Schulter nach vorne und küsste ihre Halsbeuge. Zärtlich knabberte er an ihrem Hals und zupfte mit den Zähnen an den kleinen Härchen in ihrem Nacken.
Claire seufzte. Unter anderen Umständen hätte sie seine Liebkosungen ausgekostet, aber die Straßenschlucht zu ihren Füßen lenkte sie ab. Lust und Angst mischten sich, eine bittersüße Melange. Sie schloss die Augen, lehnte sich gegen Morris’ Körper und bemühte sich die Verkehrsgeräusche der Autoschlangen, die sich durch die Straße zwölf Etagen unter ihnen schoben, zu ignorieren. Es klappte nur mäßig.
"Bitte, Morris, lass mich von der Kante weggehen, ja?"
"In Ordnung."
Konnte es wirklich so einfach sein, ihn davon zu überzeugen, seine Pläne mit ihr zu verwerfen? Weshalb ging er dann nicht zurück? Wie ein Fels blieb er stehen, unnachgiebig und hart.
"Ich werde dich auf sicheres Terrain ziehen, aber erst nachdem du dich ausgezogen hast."
"Wie bitte?" Sie meinte sich verhört zu haben.
Leise lachte er in ihr Ohr. "Deine Kleidung gegen die Sicherheit der Dachmitte."
"Du bist ein Teufel."
"Nur heute Nacht", wisperte er und knöpfte ihre cremefarbene Chiffonbluse auf. "Wer weiß, vielleicht gefällt dir meine diabolische Seite sogar."
Und wie sie Claire gefiel! Ihre Haut fühlte sich wie elektrisiert an. Beiläufig stieß Morris mit den Unterarmen gegen ihre kleinen, aber vollen Brüste. Ihre Brustspitzen zogen sich zusammen und reckten sich auf.
Er streifte Claires Bluse von ihren Schultern, warf sie achtlos auf den Boden und hakte ihren Büstenhalter auf. Langsam schob er die Träger beiseite und zog ihr den BH aus.
Schützend legte Claire die Hände über ihre Brüste. Sie fragte sich, ob man sie von den obersten Etagen des gegenüberliegenden Hauses erspähen konnte. Ein frivoles Lächeln erschien um ihre Lippen.
Übermütig nahm sie die Hände weg und präsentierte ihren nackten Busen.
So kannte sie sich gar nicht. Was war nur los mit ihr? Das außergewöhnliche Liebesspiel schien ihre Fantasie anzuregen.
"Dein Höschen, bitte." Morris hielt ihr die Hand hin, mit der Handfläche nach oben.
Fassungslos schüttelte sie den Kopf. So hatte er sich noch nie verhalten. Bisher, in dem halben Jahr ihrer Beziehung und dem Dreivierteljahr Ehe, war er immer ein sanfter Verführer gewesen und hatte ihr die erotischen Wünsche von den Augen abgelesen. Nun stellte er auf einmal Forderungen. Für Claire war das etwas vollkommen Neues – aufregend und abenteuerlich.
Ihre Beine zitterten, als sie das Höschen über ihre Hüften nach unten schob, ob nun vor Angst oder Erregung, konnte sie selbst nicht sagen. Der Slip rutschte herunter. Sie stieg heraus und trug nur noch ihre Flip Flops.
"Bist du zufrieden?", sagte sie schnippisch, dabei fühlte sie sich lediglich ertappt, weil sein Spiel sie reizte. Die Angst war wie ein Aphrodisiakum, aber nur, weil Claire sich sicher war, dass Morris sie festhalten würde, sollte ihr aufgrund der Höhe schwindelig werden oder sie in Panik geraten.
Anstatt zu antworten, begann er, sie zu streicheln. Sanft glitten seine Hände über ihren Körper. Er strich über ihren Bauch, ihren Venushügel und tauchte kurz zwischen ihren Beinen ab, um dann ihre Oberschenkel zu streicheln. An ihren Hüften glitt er wieder hinauf, drückte ihre Apfelbrüste von der Seite her zusammen und betrachtete die zusammengepressten Hügel über ihre Schulter hinweg.
Claire spürte die Wölbung in seiner Hose an ihrem Hintern und lächelte. Auch er war erregt.
Ihr Blick schweifte über die Häuserdächer zur Sonne, die immer tiefer sank. Mittlerweile war der strahlende Himmel orangerot eingefärbt, ein wunderschönes Bild, das den Abend ankündigte. Die Brise frischte auf. Man merkte eben doch, dass es noch nicht Sommer war. Aber Claire genoss den kühlen Atem der Natur auf ihrer nackten Haut, denn er fühlte sich an, als würden sie viele sanfte Hände liebkosen.
Morris nahm ihren Busen in seine Hände. Er massierte das zarte Fleisch und knetete es sachte durch, bis Claire abermals seufzte. Als er jedoch ihre Brustspitzen zwirbelte, an ihnen zupfte und über die Kuppen rieb, konnte sie ihr Stöhnen nicht länger zurückhalten. Morris befeuchtete seine Fingerkuppen und seifte ihre Brustwarzen mit seinem Speichel ein.
Die kühle Abendluft fühlte sich nun an den feuchten Stellen noch frischer an. Claire spreizte die Beine ein wenig und spürte an ihrer Scham die gleiche Reaktion, was nur bedeuten konnte, dass sich Feuchtigkeit in ihrer Mitte sammelte.
Unten auf der Straße hupten einige Autos. Dadurch wurde Claire wieder bewusst, dass sie auf einem Hochhausdach am Abgrund stand. Die Furcht erzeugte erneut das bekannte Kribbeln, das durch ihren Körper prickelte.
"Darf ich jetzt bitte einige Schritte von der Kante weggehen?", fragte sie. Ihr Brustkorb wogte auf und ab.
Wie versprochen hob Morris sie hoch, wodurch ihr die Flip Flops von den Füßen rutschten. Einer kippte dabei über den Abgrund und fiel die zwölf Stockwerke nach unten.
Morris brachte Claire zur Decke und sagte: "Knie dich hin und leg dich mit dem Oberkörper auf den Picknickkorb."
"Wieso?"
"Da gibt es etwas, das du schon immer mal erleben wolltest", sprach er sanft. "Bisher hast du dich nicht getraut, mich an deinen Anus zu lassen, aber heute bestimme ich, was wir machen. Also, wärst du bitte so nett?" Er zeigte auf die Decke.
Claires Herz machte einen Sprung. Es pochte aufgeregt. Sie ließ sich auf die Knie nieder, neigte sich vor und legte sich schräg mit dem Bauch auf den Picknickkorb, sodass eine Ecke des Korbs ihre Beine spreizte.
Schon länger träumte sie davon, ihren After verwöhnen zu lassen, aber sie war in einer konservativen Kleinstadt aufgewachsen und deshalb hätte sie ihren Wunsch niemals einem Jungen aus Oakwood anvertraut. Erst bei Morris hatte sie den Mut gefunden.

Claire wachte kurz aus ihrer Erinnerung auf und bremste den Schaukelstuhl. Damals hatte sie noch gedacht, dass ihre Entscheidung, nach New York zu gehen, die beste ihres Lebens gewesen war, aber heute wusste sie es besser. Seufzend zog sie ihr Kleid über die angewinkelten Knie. Durch die bittersüße Erinnerung prickelte ihr Ringmuskel.

Sie dachte daran, wie Morris damals auf dem Dach seinen Zeigefinger in den Mund gesteckt und ihn benässt hatte. Er hatte ihre Pobacken auseinandergezogen, seinen feuchten Finger über ihren faltigen Ring kreisen lassen und sie hatte gestöhnt.
"Das gefällt dir, ja?", fragte er.
Verschämt kicherte sie und öffnete ihre Schenkel ein Stück weiter. Seine Berührungen kitzelten, aber es war ein wohliges Kribbeln, das sich im Tal zwischen ihren Pobacken ausbreitete und wie ein Virus ihre samtene Mitte ansteckte.
Claire versuchte sich mit Morris’ Augen zu sehen, wie sie dort vor ihm hockte: die Schenkel gespreizt, ihre geschwollenen Falten schamlos präsentierend, ihre strammen, auseinandergezogenen Pobacken und ihre enge Öffnung im Tal dazwischen ... Ihr Körper bot sich ihm auf obszöne Weise an, aber er nahm sie nicht, sondern hielt seine eigene Lust eisern zurück und spielte noch ein wenig mit ihr.
Er kostete ihre Offenheit und seine Macht über sie aus.
Sie stöhnte leise, als er mit dem Zeigefinger in ihre Enge eindrang.