TIFFANY SEXY CHRISTMAS BAND 0004

TIFFANY SEXY CHRISTMAS BAND 0004

Erscheinungstag:Fr, 29.10.2010
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TANNENDUFT UND HEISSE KÜSSE von: Nelson, Rhonda

Über diesen Roman:

Die Schöne mit den Rehaugen und der tollen Figur hat ihm der Himmel gesandt! Hank Bailey, Besitzer einer Tannenbaumplantage, will Viv unbedingt vom Fest der Liebe überzeugen. Doch dazu braucht man schon ein kleines Wunder – und sehr viel männlichen Sex-Appeal …

EINE SEXY BESCHERUNG von: Shalvis, Jill

Über diesen Roman:

Was mag in dem Päckchen sein? Neugierig macht Ally es auf – und traut ihren Augen nicht: ein unverschämt freches Geschenk nur für Erwachsene! Von wem kommt es bloß – von ihrem heimlichen Schwarm Eddie Weston? Glaubt er etwa, dass sie dieses Spielzeug mit ihm teilt?

SÜSSER ALS EIN ZIMTSTERN von: Thompson, Vicki Lewis

Über diesen Roman:

Süßer als Zimtsterne, heißer als Glühwein: Rileys Küsse sind einfach unvergesslich. Wenn er Hayden bloß nicht so schmählich betrogen hätte … und wenn er nicht alle Jahre wieder diese verführerische Sehnsucht in ihr wecken würde, nach einer Weihnachtsnacht zu zweit …

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Leseprobe

Aus: SÜSSER ALS EIN ZIMTSTERN von VICKI LEWIS THOMPSON

Leseprobe aus "Süßer als ein Zimtstern" von Vicki Lewis Thompson


1. Kapitel

Verdammt, sie ist immer noch heiß. Riley Kinnard sah aus dem Fenster des Kleinbusses, der ihn vom Tucson International Airport zu dem Haus gefahren hatte, in dem er die ersten achtzehn Jahre seines Lebens verbracht hatte. Auf der anderen Straßenseite war seine Freundin Hayden, mit der er während der Highschoolzeit zusammen gewesen war, damit beschäftigt, den Vorgarten weihnachtlich herzurichten. Vor kurzem hatte sie ihren Eltern das Haus abgekauft und wollte jetzt offensichtlich genauso darin leben, wie sie es getan hatten. Wenn Riley gehofft hatte, sich über seine Gefühle klar zu werden, bevor er Hayden Manchester begegnete, hatte er sich also getäuscht.
Einfach ins Haus zu gehen, ohne sie zu begrüßen, wäre unhöflich und darüber hinaus feige gewesen. Hayden wusste, dass er kam, und hatte den Shuttlebus wahrscheinlich gehört, auch wenn sie ungerührt fortfuhr, den Hammer zu schwingen. Als er ausstieg und zum Heck des Busses ging, wo sein Koffer verstaut war, fielen ihm die Worte seiner Mutter ein: Es ist schade, dass wir ausgerechnet jetzt, wo du zu Vorstellungsgesprächen kommst, die Kreuzfahrt machen. Aber wenn du tatsächlich wieder hierher ziehst, ist es ja nicht so schlimm. Wir werden Hayden sagen, dass sie sich nicht um die Post zu kümmern braucht. Und falls du dich aus Versehen aussperren solltest, denk daran, dass sie einen Schlüssel hat.
Die Manchesters und die Kinnards hatten für den Notfall schon vor fünfunddreißig Jahren Haustürschlüssel ausgetauscht. Als Kind war Riley dafür bekannt gewesen, sich ständig selbst auszuschließen. Hayden nicht. Sie machte alles richtig. Soweit Riley es beurteilen konnte, war sie immer perfekt gewesen.
Sie war es heute noch. Ihr brauner Pferdeschwanz glänzte in der Nachmittagssonne, als sie mit ihrem gebräunten Arm zum nächsten Hammerschlag ausholte. Damals war sie, groß und sportlich, ein Ass im Basketball gewesen, eine hervorragende Schülerin – und seine erste Liebe. Weil sie sich beim Arbeiten vorbeugen musste, kam ihr Po in der engen Capri-Jeans besonders gut zur Geltung. Wie früher löste der Anblick eine Welle des Verlangens in Riley aus.
Die Neuigkeit, dass Hayden Los Angeles verlassen und das Haus ihrer Eltern, die in den Staat Washington gezogen waren, gekauft hatte, hatte ihn zunächst nicht sehr berührt. Die Sache mit Hayden und ihm war Geschichte. Doch die Geschichte sah viel besser aus, als er sie in Erinnerung hatte.
Der Chauffeur hievte Rileys Koffer aus dem Bus und stellte ihn auf den Asphalt. Riley war so beschäftigt damit, Hayden zu beobachten, dass er den Mann beinahe ohne Trinkgeld hätte gehen lassen. In letzter Minute holte er seine Brieftasche hervor und gab ihm fünf Dollar. Kurz danach fuhr der Shuttlebus ab.
Als ob sie nur darauf gewartet hatte, versetzte Hayden dem Sperrholz einen letzten Schlag. Dann richtete sie sich auf und drehte sich zu Riley um. Sie ließ den Hammer von der rechten Hand baumeln und rückte ihre Designersonnenbrille mit der linken zurecht. "Was ist? Hast du Chicago satt?"
Kein Gruß, keine höflichen Floskeln. Offenbar war sie auch nach zehn Jahren noch immer wütend auf ihn. Ja, sie hatte ihn dabei erwischt, wie er Lisa Trenton am Abend ihrer Schulabschlussfeier geküsst hatte. Er war angetrunken gewesen und sehr dumm, doch als er versucht hatte, Halden alles zu erklären, hatte sie sich völlig unversöhnlich gezeigt.
Riley hatte angenommen, dass die Wunde längst verheilt war. Vielleicht war das ein Irrtum gewesen. Er schob seine Ray-Ban-Sonnenbrille an seinem Nasenrücken hoch. "Chicago ist toll, aber die Winter dort sind es nicht."
"Hätte ich dir gleich sagen können." Langsam schwang sie den Hammer hin und her.
Er lachte. Nichts hatte sich geändert. Hayden wusste immer noch alles besser. "Im Job habe ich großartige Erfahrungen sammeln können. Doch nach fünf Wintern mit Eis und Schnee habe ich genug von der Stadt. Da wir gerade beim Thema Umzug sind: Was macht eine Frau, die in Hollywood für das Szenenbild verantwortlich ist, zu Hause in Tucson?" Er musste sich sehr beherrschen, um nicht auf ihre Brüste zu starren.
Sie hatte einen Werkzeuggürtel um ihre Taille geschnürt, sodass das schwarze Tanktop über ihren Brüsten spannte. Das Shirt warb für den Film "Transformers", und wohl noch nie hatten technische Monster so verführerisch gewirkt. Haydens Brüste waren die ersten gewesen, die er je berührt hatte. Sie so provozierend in dem engen Top präsentiert zu sehen katapultierte ihn zurück in seine hormongesteuerten Teenagerjahre.
"Ich bin beruflich sowieso viel unterwegs. Da habe ich mir überlegt, dass ich auch ebenso gut hier wohnen kann. Mein Dad hat einen tollen Job in Washington bekommen, deshalb sind meine Eltern umgezogen." Sie zuckte mit den Schultern, wodurch sich ihre Brüste aufreizend bewegten. "Ich wollte nicht, dass Fremde im Zuhause meiner Kindheit wohnen."
Riley fand sie einfach wundervoll. Mit ihren hohen Wangenknochen und dem ausdrucksvollen Mund hätte sie auch als Model Karriere machen können.
Wie magisch von ihr angezogen kam er näher. "Ja, es wäre seltsam, keine Manchesters mehr als Nachbarn zu haben." Sie hatte demnach immer noch eine sentimentale Ader. Er fragte sich, ob sie auch sentimentale Erinnerungen an ihre Jugendliebe hatte. Eher unwahrscheinlich, dachte er. Schließlich hatte ihre Beziehung böse geendet: Hayden hatte ihn einen treulosen Bastard genannt und er sie eine kaltherzige Ziege.
Er wünschte, sie würde die Sonnenbrille abnehmen. Früher hatte er immer gut in ihren großen braunen Augen lesen können. Beim Sex hatten sie eindeutig vor Glück geleuchtet. Doch als er zum letzten Mal in sie geschaut hatte – war es wirklich zehn Jahre her? – hatte er in ihrem Blick nichts gesehen außer flammenden Zorn.
Nun, er würde diesen Vorfall gewiss nicht erwähnen. Hayden war damals fest von seiner Schuld überzeugt gewesen, und die Jahre schienen sie kein bisschen versöhnlicher gestimmt zu haben. Er aber hatte es nicht nötig, sich an eine Frau zu hängen, die andere so schnell verurteilte. Ihre Unerbittlichkeit hatte ihn tief getroffen.
Riley verdrängte seine Gefühle und deutete auf das, was Hayden aufbaute. "Wie ich sehe, hältst du an der Tradition fest."
"Nun, ja." Sie schaute auf ihr halb fertiges Werk. "Mom und Dad kommen Heiligabend zu Besuch, und ich brachte es nicht über mich, den Vorgarten nicht zu schmücken, auch wenn deine Eltern nicht mehr mitmachen."
"Sie haben mir schon erzählt, dass sie dieses Jahr nicht viel aufgestellt haben." Riley war so beschäftigt mit Hayden gewesen, dass er das Haus seiner Eltern noch nicht einmal beachtet hatte. Nachdem Hayden ihn nun darauf aufmerksam gemacht hatte, musste er zugeben, dass die drei beleuchteten Drahtbäume auf dem Rasen ziemlich verloren wirkten.
Nicht viele Grundstücke in Tucson hatten Rasen, da die meisten Eigentümer Kakteen und Kies bevorzugten. Kein Wunder, schließlich lag Tucson in der Wüste, und es war das ganze Jahr über heiß. Die Manchesters und die Kinnards jedoch hatten Grünflächen angelegt, weil sie die ideale Grundlage für ihre aufwendigen Weihnachtsdekorationen waren.
Früher war der Wettstreit zwischen den beiden Familien um die ausgefallenste Installation zu den Feiertagen legendär gewesen. In Rileys und Haydens letztem Schuljahr hatten die Manchesters lebende Tiere für die Krippenszene importiert. Die Kinnards hatten reagiert, indem sie die Jungs vom Footballteam, einschließlich Riley, dazu gebracht hatten, sich als Zinnsoldaten zu kostümieren und zu den Klängen der Nussknacker-Suite im Garten zu marschieren. Stoßstange an Stoßstange hatten die Autos Schaulustiger in dem Jahr in der Straße geparkt, und sogar in den regionalen Abendnachrichten war über den Konkurrenzkampf berichtet worden.
Riley begutachtete, was Hayden bis jetzt errichtet hatte. "Ist das ein Farmhaus?"
"Genau. Diesmal wird es eine Retro. Weihnachten im Wilden Westen."
"Gute Idee. Dürfte nicht allzu schwer sein."
Trotzig hob sie das Kinn. "Das kommt darauf an, wie es gemacht wird."
Er nahm den Fehdehandschuh, den sie ihm hinwarf, nicht auf. Diese Woche hatte er einige Vorstellungsgespräche zu führen, die ihm sehr wichtig waren, weil er unbedingt ins sonnige Tucson zurückkehren wollte. Außerdem schienen seine Eltern glücklich mit den Drahtbäumen zu sein, die nach Einbruch der Dunkelheit sicher auch bedeutend schöner aussehen würden.
Er lächelte gelassen. "Wie ich dich kenne, wird es perfekt werden." Möglich, dass ein Hauch von Sarkasmus in der Bemerkung mitschwang. Alte Angewohnheiten ließen sich schwer ablegen.
"Darauf kannst du Gift nehmen."
Auf der anderen Straßenseite heulte ein V8-Motor auf. Riley drehte sich um und sah, dass sein Koffer seinem Nachbarn im Weg stand, der mit seinem liebevoll restaurierten roten Mustang rückwärts aus der Einfahrt setzte. David Faulkner liebte den Wagen leidenschaftlich, doch er war der schlechteste Fahrer in der Geschichte des Automobils. Unzählige Male hatte er den Mustang schon fast zu Schrott gefahren. Einmal hatte er beim Zurücksetzen sogar einen Müllwagen übersehen. Die Chance, dass er den Koffer bemerkte, war demnach gleich null.
"Entschuldige." Riley rannte über die Straße und riss den Koffer gerade noch rechtzeitig beiseite.
David trat hart auf die Bremse. "Riley Kinnard! Deine Mutter hat erzählt, dass du diese Woche hier bist. Willkommen zu Hause!"
"Danke, Mr. Faulkner." Riley stellte fest, dass die Schläfen seines Nachbarn leicht ergraut waren und sich ein paar Lachfältchen mehr um die blauen Augen eingegraben hatten, doch ansonsten sah er noch genauso aus wie früher: freundliches Lächeln, Nickelbrille, hagere Gestalt. Er und seine Frau lehrten beide an der Universität.
"Hey, Riley. Ich bin nur fünfzehn Jahre älter als du. Nenn mich ruhig David, damit ich mich nicht wie ein Relikt aus der Steinzeit fühle."
"Okay, natürlich." Riley fragte sich allerdings, ob er das wirklich könnte. Die Faulkners waren frisch verheiratet nebenan eingezogen, als er gerade sieben Jahre alt gewesen war. Selbst kinderlos, hatten sie die Sprösslinge der Nachbarschaft verwöhnt. Rileys Eltern hatten ihm beigebracht, alle Erwachsenen mit Nachnamen anzureden, und das schloss die Faulkners mit ein.
"Pass auf, deine Mutter hat dir bestimmt reichlich zu essen in den Kühlschrank gestellt", meinte David, "aber Marlena und ich würden dich gern zu uns einladen."
"Danke." Riley hatte insgeheim sogar auf eine Einladung gehofft. Wenn sich nichts geändert hatte, dann deckten die Faulkners den Tisch üppig. Und Davids Bierbrot war sensationell.
David lehnte sich aus dem Autofenster. "Du solltest auch kommen!", rief er Hayden zu. "Marlena will noch viel mehr über all die Stars wissen, die du kennst. Wie wäre es heute Abend?"
Hayden zögerte lange genug, um Riley ahnen zu lassen, dass sie lieber eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt erdulden würde, als einen Abend mit ihm zu verbringen. Ihr Groll gegen ihn saß anscheinend sehr tief. Warum auch nicht? Schließlich war es bei ihm nicht anders. Sie hatte ihm das Herz gebrochen, was besonders schwer wog, wenn man achtzehn und zum allerersten Mal verliebt war. Oder verrückt vor Lust. Sie hatten viel Sex gehabt, und bei tollem Sex konnte es passieren, dass die Grenze zwischen Liebe und Lust verwischte – vor allem, wenn man achtzehn war.
"Ich hatte eigentlich andere Pläne", antwortete Hayden ausweichend.
David lächelte ihr zu. "Ich habe ein Stück Käsekuchen, da steht dein Name drauf."
Hayden erwiderte sein Lächeln. "Du weißt, dass ich deinem Käsekuchen nicht widerstehen kann. Ich werde meine Verabredung absagen. Was kann ich mitbringen?"
"Schlüpfrige Geschichten über Promis. Ein Abend mit dir ist spannender als eine Ausgabe vom 'Enquirer'."
Erst nachdem Hayden zugestimmt hatte zu kommen, merkte Riley, wie sehr er sich wünschte, dass aus dem Treffen etwas wurde. Er versuchte sich einzureden, dass es eine rein nostalgische Anwandlung war. Da seine Schwester Ginny acht Jahre älter war als er, hatte er schon in seiner frühen Kindheit viel Zeit mit der gleichaltrigen Hayden, die keine Geschwister hatte, verbracht. Sie hatten draußen herumliegenden Kram gesammelt, um damit Festungen in der Wüste zu bauen, woraus im Laufe der Zeit ganze Siedlungsprojekte geworden waren.
Diese Spielerei hatte ihn später dazu inspiriert, Architekt zu werden. Er überlegte, ob Hayden dadurch auf die Idee gekommen war, Filmschauplätze zu gestalten. Er hatte sie nie danach gefragt, aber es interessierte ihn. Vielleicht hatten sie bei den Faulkners, an einem neutralen Ort, Gelegenheit, sich zu unterhalten, ohne einander anzufauchen oder schmerzliche Erinnerungen auszugraben.
"Sagen wir um sechs." David nickte ihnen beiden zu, bevor er in die Straße einbog und mit quietschenden Reifen davonfuhr.
Riley schüttelte den Kopf. Selbst als Teenager war er nie so gerast. Doch in gewisser Weise war es tröstlich, nach Hause zu kommen und zu entdecken, dass David Faulkner immer noch wie ein Verrückter fuhr und Hayden Manchester entschlossen war, den Vorgarten ihrer Eltern weihnachtlich zu dekorieren. Wenn er einen Funken Gemeinschaftssinn hätte, würde er … Nein. Das war verrückt. Nur weil er schon ein Bild der Skyline von Chicago im Kopf hatte, mit Santa Claus, der in seinem Schlitten darüberflog, hieß das nicht, dass er tätig werden musste.

Verdammt, er ist immer noch heiß: heißer als Glühwein, süßer als ein Zimtstern. Hayden winkte Riley kurz zu und widmete sich wieder ihrer Bastelei, als wäre das Wiedersehen mit ihm nur eine unbedeutende Unterbrechung ihres Tagesablaufs gewesen. Dabei war sie innerlich völlig aufgewühlt. Wenn sie die vage Hoffnung gehabt hatte, dass er eine Glatze oder einen Bauch bekommen hatte, war diese Hoffnung in dem Moment zerplatzt, als er aus dem Kleinbus gestiegen war.
Ihn von Weitem zu mustern, während sie so getan hatte, als wäre sie in ihre Arbeit vertieft, war nicht leicht gewesen, doch in Hollywood entwickelte man solche Fähigkeiten. Überall in L. A. liefen Prominente herum, aber niemand wollte dabei ertappt werden, wie er sie anstarrte. Hayden hatte die Kunst des heimlichen Beobachtens perfektioniert.
Sie hatte deshalb durchaus wahrgenommen, wie umwerfend Riley aussah, in Jeans und schwarzer Lederjacke, das Oberhemd am Kragen offen. Mit den breiten Schultern und schmalen Hüften wirkte er fast wie ein Footballstar. Sein Haar war dunkel und voll, so wie damals, als sie es geliebt hatte, beim Sex mit den Fingern in seinem dichten Schopf zu wühlen. Obwohl Riley eben seine Sonnenbrille aufbehalten hatte, konnte sie sich auch noch gut an seine smaragdgrünen Augen erinnern.
Augen voller Lügen, wie sich herausgestellt hatte. Sie war sich seiner so sicher gewesen, bis sie ihn dabei erwischt hatte, wie er Lisa Trenton geküsst und auch noch befummelt hatte. Hayden hatte ihren Schmerz hinter einer Mauer aus Wut versteckt. Wie hatte er ihr das nur antun können? Sie hatte mit ihm ihre Jungfräulichkeit verloren und sich ihm bei all den späteren leidenschaftlichen Treffen hinten auf seinem Pickup mit Leib und Seele hingegeben.
Sie errötete bei dem Gedanken an all die Dinge, die sie ihm unter dem sternenklaren Wüstenhimmel erlaubt hatte. In einem Antiquariat hatte er eine Ausgabe von "The Joy of Sex" gefunden und Hayden dazu verführt, alle möglichen Stellungen auszuprobieren. Ja, sie hatte jede Minute des Experimentierens genossen und bald selbst auf der Suche nach neuen Ideen in dem Buch geblättert.
Sie hatten eine weitere Nacht voller Lust und Spaß geplant, wollten sich jedoch vorher kurz auf ein paar Abschlussfeiern sehen lassen. Leider war es auf einer dieser Partys zu dem Eklat mit Lisa gekommen. Hayden war so verletzt gewesen, dass sie zunächst kaum hatte sprechen können. Aber dann hatte sie Riley ihren Standpunkt klar gemacht: Sie und er, das war Geschichte. Aus. Vorbei.
Er hatte noch versucht, sich damit herauszureden, dass Lisa angefangen hatte. Doch der Anblick, wie er seinen Mund, mit dem er zuvor sie, Hayden, am ganzen Körper verwöhnt hatte, hart auf Lisas Lippen gepresst und gleichzeitig auch noch seine Hand an eine Stelle gelegt hatte, wo sie nichts verloren hatte … Das war zutiefst demütigend gewesen. Hayden war lange nicht darüber hinweggekommen, und sie fröstelte noch heute, wenn sie nur daran dachte.