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Gaelen Foley

Foley, Gaelen

Autorenbiografie

Gaelen Foley studierte Englische Literatur und Philosophie. Herrlich unverfroren, spritzig, süchtig machend – so beschreiben Literaturkritiker ihre mittlerweile vierzehn Regency-Liebesromane, die es alle auf die New York Times-Bestsellerliste schafften. Die preisgekrönte Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihrem Hund "Mr. Bingley" bei Pittsburgh.

Nach dem College ging sie durch die Lehrjahre, die jeder Künstler einmal durchläuft und schlug sich fünfeinhalb Jahre mit einem Kellnerjob durch, während sie sich tagsüber dem Schreiben widmete um ihre Kunst mehr und mehr zu verfeinern. Nach vier erfolglosen Entwürfen gelang es ihr, ihr fünftes Manuskript an einen Verlag zu verkaufen.

The Pirate Prince eroberte die Bücherregale 1998 im Sturm und löste augenblicklich eine Beigeisterungswelle unter Liebesroman Fans aus. Das Romantic Times magazine verkündete: "In diesem Autor stecken Star Qualitäten!" Mund zu Mund Propaganda machten aus The Pirate Prince einen Kassenschlager. Dieser Erfolg trieb sie weiter an, ihre nächsten Romane noch erfolgreicher zu machen und etablierte sie als eine der führenden Stimmen unter historischen Liebesromanautoren. Gaelen Foley lebt in der Nähe von Pittsburgh mit ihrem Ehemann Eric und dem listigen Bichon Frisé Hund Bingley. Gerade arbeitet sie intensiv an ihrem nächsten Buch.

Mit der Autorin haben wir ein Interview geführt, das wir für Sie unten auf dieser Seite platziert haben.

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Lesen Sie hier das Interview, das wir mit der Autorin geführt haben.



Interview mit Gaelen Foley

Im Gespräch mit Gaelen Foley: Sehnsucht nach der guten alten Zeit ...

Vor mehr als zehn Jahren schrieb sich Gaelen Foley mit ihrem Debüt in die Herzen vieler Leser und unterhält sie bis heute regelmäßig mit ihren leidenschaftlichen und romantischen Liebesromanen, die bevorzugt im englischen Regency spielen. Diese Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts, in der Ladies noch wahren Gentlemen begegneten, möchte die Autorin auch in ihrem neuen Roman „Mein verruchterMarquess" , der bei CORA am 19. August erscheint, wieder aufleben lassen.

CORA Verlag: Bei manchen Autoren kam der Erfolg quasi über Nacht, andere mussten jahrelang kämpfen, bis sie veröffentlicht wurden. Wie war das bei Ihnen?
Gaelen Foley: Es war eine ziemlich lange Reise. Ich begann ernsthaft mit dem Schreiben direkt nach dem College, nachdem ich meinen Abschluss in Literatur erhalten hatte. Autorin zu werden war immer mein großer Traum, und ich hatte beschlossen, ihn zu verfolgen, komme was wolle. Ich ahnte nicht, dass ich fünfeinhalb Jahre brauchen würde, um meinen ersten Roman an einen Verlag zu verkaufen. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor.

In dieser Zeit schrieb ich vier Romane, für die ich nie einen Verlag fand. Ich arbeitete halbtags, meistens als Bedienung, damit ich den Morgen frei hatte, um zu schreiben. Wie jeder, der einen Traum verwirklichen möchte, musste ich Risiken eingehen und Opfer bringen. Es war manchmal beängstigend und entmutigend. Ich war gegen Ende kurz vorm Aufgeben, nachdem ich es so viele Jahre versucht hatte und nichts geschehen war, aber irgendwie machte ich weiter, weil ich es liebe, Liebesromane zu schreiben, und daran glaube – und schlussendlich fühlte ich, dass das, was ich tat, es wert war, zu tun, selbst wenn nichts daraus werden würde.

Und dann, eines Tages, kam endlich der lang erwartete Anruf. „Der Herrscher von Amanthea“ (The Pirate Prince) war mein fünftes beendetes Manuskript, wurde aber zu meinem ersten veröffentlichten Roman.

CORA Verlag: Wie selbstkritisch sind Sie?
Gaelen Foley: Nun, ich bin froh, sagen zu können, dass ich mich nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit geißle, wie ich es früher getan habe, jetzt, da ich eine erfahrenere Schriftstellerin bin. Das scheint ein gemeinsames Merkmal aller Erstgeborenen wie ich zu sein. Ich habe immer noch hohe Erwartungen an mich, aber ab einem bestimmten Punkt habe ich endlich gelernt, dass Perfektionismus kontraproduktiv ist. Das loszulassen hat mich zu einer viel ruhigeren und glücklicheren Person gemacht, und ironischerweise denke ich, dass es sogar mein Schreiben verbessert hat. Ein wenig zu entspannen macht es einfacher, sich mit einem spielerischen, kreativen Geist an die Arbeit zu setzen, was in Geschichten resultiert, die Spaß machen.

CORA Verlag: Wie hilfreich oder ablenkend sind äußere Einflüsse wie Familie, Freunde oder Ihre Agentin und Lektorin, wenn es um den Schreibprozess und Ihre Karriere geht?
Gaelen Foley: Die meiste Zeit überlassen mich meine Familie und Freunde, Lektor und Agent mir selbst. Es gibt bestimmte Zeiten im Jahr, wenn das Leben in meinen Schreibprozess einfällt, wie während der Weihnachtsfeiertage, aber man muss eben auch leben! Es kann sich nicht immer nur um die Arbeit drehen oder man würde den Spaß am Schreiben verlieren – und was wäre dann der Sinn und Zweck darin?

CORA Verlag: Sie sagten einmal, dass für Sie die Zeit des Regency der Inbegriff der Epoche für Liebesromane sei. Warum ist das so? Was an dieser Ära fasziniert Sie?
Gaelen Foley: Für mich ist das Regency eine wundervolle Epoche, weil sie eine Balance darstellt zwischen der Dekadenz des alten Regimes und der Prüderie der viktorianischen Zeit. Jedes Zeitalter hat seine Übel, aber so viele wunderbare Ideen kamen während des frühen neunzehnten Jahrhunderts zu voller Blüte, besonders in England. Ritterliches Benehmen war noch an der Tagesordnung; die radikalen Feministinnen mögen mir vergeben, dass ich das als etwas Gutes betrachte. Ehre und Schönheit war den Menschen wichtig, die Industrielle Revolution hatte noch nicht die Landschaft ruiniert. Das Leben lief menschlicher ab, was auch in der Architektur ausgedrückt wurde. Selbst die größten Gebäude ließen die Menschen sich nicht unbedeutend und überwältigt fühlen wie unsere heutigen seelenlosen modernen Wolkenkratzer. Familien und Gemeinschaften waren noch miteinander verbunden, die Generationen sorgten füreinander. Ehe und Kinder waren die Norm; die Leute gingen normalerweise in die Kirche. All das führte zu einer stabilen und geschlossenen Gesellschaft, die wir in unserer zerrissenen postmodernen Welt kaum mehr nachvollziehen können. Wir täten gut daran, uns in bestimmten Dingen ein Beispiel an der Epoche des Regency zu nehmen. Wäre es nicht wundervoll, wenn wir ein wenig der Höflichkeit und der guten Manieren wieder einfangen könnten, die uns abhanden gekommen sind?

CORA Verlag: Wenn Sie selbst ein Buch zur Unterhaltung lesen, greifen Sie dann auch bevorzugt zu Romanen, die im Regency spielen, oder lesen Sie lieber etwas außerhalb Ihres eigenen Genres? Welche Ihrer kürzlich gelesenen Bücher würden Sie gerne weiterempfehlen?
Gaelen Foley: Ich lese Regency-Liebesromane, genauso wie Bücher aus anderen Epochen. Zuletzt hat mir die Serie um das „Black Cobra“-Quartett von Stephanie Laurens sehr gefallen. (Anm. d. Red.: Ende September erscheint der erste Band der Serie bei Blanvalet: „Mein ungezähmtes Herz“ (Untamed Bride))

CORA Verlag: Was hat Sie ursprünglich zu „Die Mitternachtsprinzessin“ inspiriert?
Gaelen Foley: Der Roman war konzipiert als Teil der „Spice“-Trilogie, in der die drei Cousins der Knight-Familie aus dem von Großbritannien beherrschten Indien nach London kamen. Das gab mir die Gelegenheit, mich mit exotischen Handlungsorten zu beschäftigen, die man nicht oft in Regency-Romanen findet. Im 19. Jahrhundert waren die Menschen in der westlichen Welt sehr am „Orientalismus“ in Kunst und Architektur interessiert, wie man an Lord Byrons langem Gedicht „Der Korsar“ (The Corsair) und Samuel Taylor Coleridges wunderschönem Fragment „Kubla Khan“ sehen kann. Dieses Element passte meiner Meinung nach also hervorragend in die Regency-Ära. Jeder, der den außergewöhnlichen Brighton Pavillon des Prinzregenten gesehen hat, weiß, was ich meine!

CORA Verlag: Vor welche Art von Herausforderungen hat Sie die Geschichte gestellt, besonders in Bezug auf die eher ernsten Themen wie Tod und Schicksal, die Sie darin gestreift haben?
Gaelen Foley: Gabriel in eine Art Superkrieger zu verwandeln war nicht so einfach, aber glücklicherweise hatte ich die Hilfe eines Ex-Marines mit ziemlich tollen Referenzen, der mir bei den Kampfszenen geholfen hat. Es war auch eine Herausforderung, die Reisen der Charaktere durch Frankreich zu verfolgen und korrekt zu gestalten. Eine etwas delikate Angelegenheit war es, über diese speziellen Schurken zu schreiben, die Krieger der Janitscharen, eine Elitetruppe des osmanischen Reichs, ohne dabei die kulturelle Identität meiner Leser im Nahen Osten zu verletzen.

Was das Thema Tod und Schicksal angeht – ich bin fasziniert von Geschichten, die Überlebende von Nahtoderfahrungen berichten, nachdem sie wiederbelebt wurden. Was geschieht, nachdem wir gestorben sind? Normalerweise wird diese Frage nicht in einem Regency-Liebesroman gestellt, aber, hey, wieso nicht?

CORA Verlag: Sie haben ein weiteres fiktives Königreich erschaffen, und Ihre Heldin Sophia ist nicht Ihre erste königliche Heldin. Was macht für Sie den Reiz der Monarchie aus?
Gaelen Foley: Die Monarchie ist in den Geschichten eine Metapher dafür, wer wir als Individuen wirklich sind: mächtig, unbegrenzt, wunderschön und wichtig. Aus meiner Sicht ist das die Wahrheit über die Natur der Menschen.

Ich weiß, dass es in Mode ist, in düsteren literarischen Werken den Menschen als das machtlose Opfer der Umstände zu betrachten, aber ich lehne diese Philosophie komplett ab. Wenn ich an diese Sichtweise vor einigen Jahren geglaubt hätte, wäre ich heute nicht dort, wo ich jetzt bin.

Jeder mit einem Traum sollte sich fest an das Wissen klammern, dass es mit einer Vision, Grips und einem starken Willen kein Limit dafür gibt, was man erreichen kann. Solch eine starke, mutige Person wird in der archetypischen Literatur oft als Prinz oder Prinzessin dargestellt – aber es ist wirklich nur eine Widerspiegelung des menschlichen Geistes in uns allen.

CORA Verlag: Sie haben sehr viel historisches Hintergrundwissen eingebaut, und Ihre Heldin ist eine politische Figur. Ist „Die Mitternachtsprinzessin“ ein politischer Roman?
Gaelen Foley: Nein, ich wollte eine klassische Prinzessin/Bodyguard-Liebesgeschichte schreiben. Die politische Intrige kam hinzu, weil ich wollte, dass Sophia wie eine wirkliche königliche Anführerin aktiv in das Schicksal ihres Landes eingebunden ist. Die Liebesgeschichte ist der Kern der Geschichte; die politische Situation hat lediglich die Funktion, sie in einen historischen Kontext einzubinden, sie real wirken zu lassen.

Ich bin dabei aber an wichtiges Material herangeführt worden, in dem es um den alten Konflikt zwischen Osten und Westen geht, der offensichtlich auch heute noch besteht. Die Jungs, mit denen ich auf die Highschool ging, waren in den 1990ern im Irakkrieg bei Desert Storm dabei, und die derzeitigen Konflikte rücken die Auseinandersetzung wieder in den Vordergrund. Das ist allerdings nicht neu, wie Ihre Leser mit Sicherheit wissen.

Im frühen 19. Jahrhundert gab es den Kampf zwischen den griechischen Freiheitskämpfern – werfen Sie einen Blick in Lord Byrons Biografie, wo und wie er starb – und die Bedrohung durch die Tyrannei von Ali Pasha, dem so genannten „Schrecklichen Türken“. Dieser Konflikt, wie auch die Nebenhandlung um die Schurken, rebellische Janitscharenkrieger, die durch den ottomanischen Sultan verbannt worden waren, basieren alle auf historischen Fakten. Dass Gabriel als Soldat in Indien gedient hat und die Maharadschas dort durch eine komplett andere Art der Kriegsführung bekämpft hatte, als sie zu dieser Zeit auf dem Kontinent üblich war, machte ihn auf einzigartige Weise perfekt, um Sophia gegen die Streitkräfte des „Schrecklichen Türken“ zu helfen. Er war für diese Aufgabe viel besser geeignet als ein normaler britischer Offizier der damaligen Zeit.

CORA Verlag: Gibt es eine besondere Botschaft, von der Sie hoffen, dass sie die Leser erreichen wird?
Gaelen Foley: Es geht in dem Roman darum, einen Grund zu finden, das Leben zu umarmen, auch wenn es schmerzhaft ist. Die Liebe ist dieser Grund.

CORA Verlag: Ein Paar wie Sophia und Gabriel, eine Prinzessin und ihren Leibwächter, zusammenzubringen, ist sowohl bei Lesern als auch bei Autoren beliebt. Was hat Ihnen daran, diese beiden Charaktere aufeinander loszulassen, besonders Spaß gemacht?
Gaelen Foley: Nun, einen Machomann aus dem Militär dazu zu zwingen, Anordnungen von einer Frau zu befolgen, hat unglaublich viel Spaß gemacht. Sophia ist eine eigensinnige königliche Hoheit, die es gewohnt ist, zu tun, was immer ihr gefällt, aber als ein Komplott zu ihrer Ermordung aufgedeckt wird, muss sie, wenn sie überleben will, allen Anweisungen Gabriels, ihres Bodyguards, gehorchen, einem äußerst disziplinierten Soldaten. Das führt natürlich zu einem fortwährenden Machtkampf zwischen den beiden, der noch durch ihre gegenseitige Anziehung verkompliziert wird. Ich hoffe, dass die Leser das genauso genießen werden, wie ich es getan habe!

CORA Verlag: Wie Derek aus „Der Duft von Sandelholz“, dem zweiten Band der Spice-Trilogie, kennt auch Gabriel das Kamasutra. Ist der Dreiteiler erotischer als Ihre vorherigen Bücher?
Gaelen Foley: Die Trilogie ist etwas heißer, aber nicht zu sehr anders.

CORA Verlag: Fragen Sie sich beim Schreiben manchmal, was Sie in bestimmten Situationen tun würden? In welche Situation würden Sie gerne einmal geraten oder welchen Schauplatz würden Sie besuchen wollen?
Gaelen Foley: Oh, ja, immer! Es ist sehr hilfreich mich selbst zu fragen, wie ich mich in einer solchen Lage verhalten würde, in die einer meiner Charaktere gerät. Was die Schauplätze angeht – ich bin auf jeden Ort in der Welt neugierig. Und bezüglich der Situationen, nun, ich hätte nichts dagegen, eine Prinzessin mit einem sexy Bodyguard zu sein. Sie etwa?

CORA Verlag: Bedeutet das Ende der Spice-Trilogie auch ein Ende der Knight-Familie?
Gaelen Foley: Traurigerweise ja. Hier in den USA bin ich längst zu neuen Ufern aufgebrochen mit der ebenfalls im Regency spielenden Liebesromanserie um den „Inferno Club“.

CORA Verlag: Bei welchem Ihrer Knight-Charaktere waren Sie am traurigsten, dass Sie ihn zurücklassen mussten?
Gaelen Foley: Robert Knight, den Duke of Hawkscliffe, vermisse ich wohl am meisten. Das überrascht mich, weil er der strenge, ernste, älteste Bruder ist. Ich hätte gedacht, dass ich Lucien oder Alec am meisten vermissen würde, die frechen, lustigen Jungs, aber ich glaube, Robert hatte eine wundervolle, solide Qualität an sich, die mir fehlt. Ich schreibe sehr viel über „Bad Boys“, aber er war einer der wenigen sittenstrengen, geradlinigen guten Kerle.

CORA Verlag: Was dürfen wir von Ihrer neuen Serie, dem „Inferno Club“, erwarten?
Gaelen Foley: Die aristokratischen Helden gehören einem geheimen Ritterorden an, der im Mittelalter gegründet wurde und geschworen hat, einen jahrhunderte alten Kampf gegen eine böse, internationale Verschwörung der Reichen und Mächtigen zu führen, die Spione und Agenten an jedem Hof Europas haben. Diese Geschichten besitzen sehr viel Spannung, Intrigen und Abenteuer, aber die Haupthandlung ist die Liebesgeschichte, die jeder Held mit seiner Lady erlebt.

CORA Verlag: Da Sie gerne reisen, werden Sie in naher Zukunft vielleicht einmal nach Deutschland kommen? Die reichhaltige Geschichte des Landes könnte Sie zu einem weiteren exotischen Schauplatz für Ihre nächste Trilogie inspirieren.
Gaelen Foley: Ich sehne regelrecht eine Reise nach Deutschland herbei, besonders da das Buch, an dem ich gerade schreibe, in einem bayerischen Schloss spielt. Es ist der vierte Band des „Inferno Club“, für den es bislang noch keinen Titel gibt. Ich hoffe, ich werde Ihrem wunderschönen Land gerecht. Es gibt so viel zu lernen. Ich kann es nicht erwarten, auf einen Besuch vorbeizukommen!

Mehr über die Autorin auch unter www.gaelenfoley.com

Quelle: LoveLetter, Februar 2011

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