Heiße Küsse für den Boss - 6. Kapitel

6. Kapitel

„Ich bin zurück und möchte den Vormittag mit dir verbringen.“

    „Den ganzen Vormittag?“ Jared war früher zurück als erwartet. Mist.

    „Für eine gute Werbekampagne musst du das Geschäft in- und auswendig kennen.“

    „Ich habe bereits alle Informationen, die ich brauche.“ Sie arbeitete fieberhaft an der Kampagne und würde noch den ganzen Tag brauchen, um sie ihm bei ihrem Meeting am Montag präsentieren zu können.

    „Dir fehlt die praktische Erfahrung.“

    Sollte das eine Anspielung sein? „Vielen Dank, Jared, aber ich glaube, ich habe alles im Griff.“ Hoffentlich irrte sie sich nicht.

    „Tja, weißt du, ich bin der Kunde, und der Kunde ist König. Ich möchte, dass du die Fabrik kennenlernst. Wir treffen uns um halb zehn an der Rezeption.“

    Er hatte aufgelegt, ehe sie etwas erwidern konnte. In weniger als zwanzig Minuten?

    Sie atmete tief durch. Bisher hatte sie zwei Tage Zeit gehabt, um sich auf diesen Moment vorzubereiten. Zwei Tage und drei ganze Nächte, in denen sie kaum ein Auge zugetan hatte.

Vielleicht war Schlafmangel der Grund, warum ihr bei seinem Anblick in schwarzer Jeans und schwarzem Hemd so heiß wurde. Mit glühendem Blick musterte er ihre Kombination aus Rock und Bluse.

    Sehr professionell.

    Er führte sie an der Rezeption vorbei in eine Art Pausenraum.

    „Das ist ein Entsafter.“ Er deutete auf den Tresen.

    Fünf junge Männer saßen am Tisch und spielten Karten.

    „Ja, ich glaube, so etwas habe ich schon gesehen“, erwiderte sie und wandte ihre Aufmerksamkeit der blitzblanken Stahlpresse zu. „Sag nicht, dass diese armen Jungs jede Orange einzeln entsaften müssen.“

    Die Männer hinter ihr lachten.

    Jared lächelte nur und nahm eine Orange aus dem Korb auf dem Tresen. Er halbierte sie geschickt mit dem scharfen Messer auf dem Holzbrett, legte eine Hälfte in den Entsafter und nahm eines der gestapelten Gläser.

    Sie bemühte sich, nicht auf das Spiel seiner Armmuskeln zu achten, als er den Hebel drückte und das Glas sich füllte.

    „Jeder Tag sollte mit ein wenig Vitamin C beginnen.“

    Er legte die zweite Orangenhälfte in die Maschine. „Jetzt du.“

    Es war anstrengender, als sie erwartet hatte, doch wenigstens spritzte sie sich keinen Saft auf die Bluse.

    Er nahm das volle Glas und hielt es ihr hin. Eigentlich war ihr Orangensaft zu sauer, doch sie wagte nicht abzulehnen.

    Unter seinem strengen Blick nippte sie vorsichtig. Sie leckte sich die Lippen, und der Geschmack ließ sie erschauern.

    Kopfschüttelnd nahm er ihr das Glas ab und leerte es in einem Zug. „Komm mit.“

    Doch statt mit ihr die Fabrik zu besichtigen, dirigierte er sie nach draußen.

    „Warum bin ich hier?“

    „Um den Kunden besser kennenzulernen.“

    Indem sie mit ihm über den Parkplatz spazierte? Das war nichts weiter als ein Vorwand. Sie wusste es, und er wusste es.

    „Ich kenne den Kunden besser als mir lieb ist“, erwiderte sie spitz.

    „Bist du dir da so sicher?“ Er kam einen Schritt näher.

    Sie versuchte zurückzuweichen. „Willst du mich verunsichern?“

    Er kam noch näher. „Und wenn?“

    „Warum?“

    Er drehte sich um und zog sie hinter die Ecke des Gebäudes und in seine Arme. Sofort loderte ihr Verlangen auf, doch sie drückte ihn mit den Händen an seiner Brust von sich weg.

    Sein Blick fiel auf ihren Mund. Sie versuchte, die Lippen nicht zu bewegen, sie nicht zu öffnen, obwohl sie in Erwartung seines Kusses prickelten. Er wollte sie küssen, und sie wollte es auch. Sein Mund verzog sich zu einem unwiderstehlichen Lächeln.

    „Kommt dir nie etwas Unanständiges über die Lippen, Amanda?“

    „Wie bitte?“

    „Etwas Unanständiges, Ungezogenes, Sinnliches.“ Seine Augen funkelten gefährlich. „Sagst du, wie du es am liebsten hast? Das verruchte Mädchen von damals kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben. Es ist noch da. Genauso wild. Genauso leidenschaftlich.“

    Verblüfft versuchte sie zu verbergen, welche Wirkung seine Worte auf sie hatten. „Du gehst zu weit.“

    Er ging nicht darauf ein, sondern musterte sie mit geneigtem Kopf. „Was ist dein Geheimnis?“

    „Wie meinst du das?“

    „Hast du einen heimlichen Liebhaber? Oder gleich mehrere?“

    „Was?“

    „Du benimmst dich nämlich wie eine Eisprinzessin.“

    „Du hältst mich für frigide.“ Das bekam sie jedes Mal zu hören, wenn ein Kuss sie wieder mal enttäuscht hatte.

    Nachdenklich neigte er den Kopf zur Seite. „Ja, genau. Frigide.“ Seine Brust bewegte sich unter ihren Fingern, als würde er innerlich lachen. „Du siehst jedenfalls so aus. Aber ich weiß es besser. Ich weiß genau, wie heiß du darauf bist.“

    „Fahr zur Hölle!“

    „Du vergisst, dass die Hölle mein Zuhause war.“ Sie spürte seine Wärme durch das Baumwollhemd. „Pass auf, sonst nehme ich dich dorthin noch mit.“

    „Lass mich los.“ Doch sie war gezwungen, die Arme fortzunehmen, als er sie fester an sich drückte. Sie versuchte, ihn wegzuschieben, aber seine Muskeln waren fest angespannt. Ihre Brüste berührten jetzt seinen Körper. Sie wagte kaum zu atmen.

    Er packte sie noch fester, legte eine Hand an ihre Taille und ließ sie dann höher wandern. „Sag bitte.“

    Sein Daumen strich über ihre aufgerichtete Brustspitze.

    Ihr lief ein Schauer über den Rücken. „Du bist ein arroganter Mistkerl.“

    „Ja“, gestand er. „Bei dir ja. Weil du eine verwöhnte Prinzessin bist, die glaubt, sie bekommt immer alles, was sie will.“

    „Ich kann dich nicht leiden.“

    „Und ich kann dich auch nicht besonders leiden. Aber Tatsache ist, dass wir irgendwann miteinander im Bett landen werden.“ Stöhnend presste er sie an sich, um seine These zu bekräftigen.

    „Das wird nicht passieren.“ Wem sagte sie das? Ihm oder ihrem unberechenbaren Körper?

    „Glaubst du ernsthaft, du kannst widerstehen?“

    „Du bist wirklich arrogant.“

    „Aber, Amanda …“ Er sah ihr tief in die Augen. „Dazu habe ich auch allen Grund.“

    Am liebsten hätte sie ihn geohrfeigt. Nie war der Gedanke an körperliche Gewalt so verlockend gewesen. Doch ein anderer Gedanke war noch verlockender, noch schockierender. Der, alles mit ihm zu machen, wovon sie immer geträumt hatte – bis er es war, der die Kontrolle verlor.

    Doch solange er nicht zugab, dass er sie ebenso begehrte wie sie ihn, war ihre Antwort Nein. Ihre Antwort musste Nein sein, denn sie konnte es sich nicht leisten, alles zu vermasseln. Mit all ihrer Kraft zwang sie sich, ruhig zu atmen, runterzukommen. Sie überlegte fieberhaft, wie sie es schaffte, sich aus seiner Umarmung zu winden, ehe sie ihren Vorsätzen untreu wurde.

    „Ich dachte, du kannst dich beherrschen, Jared.“ Sie klang kalt wie ein Eisblock.

    Sie nutzte den Überraschungsmoment, um sich zu befreien.

    „Wolltest du mir nicht die Fabrik zeigen?“ Ihre Stimme klang um einiges ruhiger als sie sich fühlte.

Jared sah, wie sich ein Schleier über Amandas Blick legte, spürte, wie sich ihr Körper versteifte, obwohl sie jetzt fast einen Meter von ihm entfernt stand. Der letzte Rest seines Lächelns erstarb, und keiner sagte einen Ton.

    Dabei war er so sicher gewesen, sich beherrschen zu können. Schließlich war er doch derjenige gewesen, der damals Nein gesagt hatte. Und nun war sie es, die sich zierte, was ihn nur noch mehr erregte.

    Er wollte von ihr hören, wie sehr sie ihn begehrte. Er wollte ihre kühle Fassade einreißen und die Leidenschaft dahinter freilegen.

    Er war schließlich ein Mann, der es gewohnt war, von Frauen begehrt zu werden. Warum wollte er es unbedingt von Amanda hören? Er wusste es doch schon. Er sah ihr an, dass sie erregt war. Doch das reichte ihm nicht.

    Sein Verlangen ärgerte ihn.

    Widerwillig zeigte er ihr die Fabrik und ignorierte die neugierigen Seitenblicke seiner Angestellten. Normalerweise machte er keine Führungen.

    Als sie wieder an der Rezeption ankamen, mied sie seinen Blick. „Vielen Dank, dass …“

    „Spar dir die Floskeln.“ Er konnte ihre aufgesetzte Höflichkeit keine Sekunde länger ertragen, sehnte er sich doch nach der wilden Leidenschaft, die unter der Oberfläche brodelte. „Wir sehen uns Montag.“

 

Amanda arbeitete das ganze Wochenende durch, und es verging keine Sekunde, in der sie nicht an Jared dachte. Seine Finger auf ihrer Haut, sein Duft, sein Flüstern an ihrem Ohr. Seine Dreistigkeit, seine unverhohlenen Anspielungen. Sie würden also miteinander im Bett landen?

    Nie im Leben!

    So sehr sie ihn auch begehrte, so sehr sie es hinter sich bringen wollte, um endlich darüber hinwegzukommen – sie konnte es nicht. Sonntagnacht wälzte sie sich schlaflos in ihrem Bett hin und her. Sie saß in der Falle. Ihr Verlangen trieb sie bald in den Wahnsinn, doch sie musste an ihren Job denken. Sie musste ihren Job gut machen.

    Ihre Nervosität schlug ihr auf den Magen. Unerfülltes Verlangen benebelte ihre Sinne. Ihr seelisches Gleichgewicht hing an einem seidenen Faden. Und der drohte bereits im Taxi auf dem Weg zu Jared zu reißen.

    Sein Anzug war das Erste, was ihr auffiel. Das Zweite war, dass nicht der Hauch eines Lächelns auf seinem Gesicht lag.

    Der seidene Faden riss.

    Erst gefiel ihm die Farbgebung nicht, dann das „F“ des neuen Logos. Irgendwann hörte sie gar nicht mehr hin.

    Sie versuchte zu nicken, versuchte zu lächeln, versuchte, sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.

    „Okay, ich verstehe“, unterbrach sie ihn mitten in seiner Kritik.

    „Was?“

    „Nichts, was ich mache, wird je gut genug für dich sein.“ Kopfschüttelnd stand sie auf und sammelte planlos ihre Unterlagen ein.

    „Das hat nichts mit dir zu tun, Amanda. Nimm es nicht persönlich.“

    „Es ist aber persönlich“, entfuhr es ihr. „Gib es zu, Jared. Du hältst nichts von mir. Du wirst jede meiner Ideen in der Luft zerreißen, egal wie gut sie ist. Und du wirst mich niemals ernst nehmen. Für dich ist das alles nur ein Witz. In Wahrheit kann ich es dir überhaupt nicht recht machen.“

    Er starrte sie an. „Amanda, das ist der erste Entwurf. Wir müssen eben noch etwas daran feilen.“

    Doch der Damm war gebrochen. „Was willst du von mir? Mich bestrafen? Dich heimlich rächen? Weil du irgendwann einmal meine Stiefel putzen musstest? Ich hab’s kapiert, Jared. Nichts, was ich tue, ist gut genug für dich. Ich bin nicht gut genug für dich. Ich gebe auf.“

    „Du bist nicht gut genug für mich?“ Er sah sie ungläubig an. „So ein Unsinn!“

    „Es ist wahr“, fuhr sie ihn an und ließ ihren Gefühlen freien Lauf. „Du willst meine Ideen nicht, und du willst mich nicht!“

    Zorn flackerte in seinen Augen auf. Derselbe Zorn wie damals. Sie ahnte, was jetzt kam, und spürte Adrenalin durch ihren Körper schießen.

    Sie hatte den Wolf in ihm geweckt.

    Ihr Widerstand währte nur zwei Sekunden. Dann schlang sie die Arme um seinen Hals und erwiderte seinen leidenschaftlichen Kuss. Ihre Gedanken waren ausgeschaltet. Es gab nur noch Berührungen, Verlangen, entfesselte Lust.

Jared ließ die Hände über ihren Körper gleiten, wie er es sich immer vorgestellt hatte. Und weil er es sich so lange vorgestellt hatte, brach ein leidenschaftlicher Sturm los, als es endlich geschah. Jede Faser seines Körpers wollte nur ihr nahe sein.

    Sie stöhnte unter seinen wilden Liebkosungen, erwiderte sie mit derselben Leidenschaft. Presste sich an ihn, zerrte an Knöpfen, erbebte bei jeder Berührung. Ihre offensichtliche Erregung stachelte ihn nur noch mehr an. Mit den Handflächen fuhr er über ihre Schenkel und unter ihren Rock, glitt über ihre samtweiche Haut. Sie spreizte die Beine, und er wusste, dass ihn nicht Widerstand, sondern ebenbürtiges Verlangen erwartete. Kaum hatte er ihr Seidenhöschen bis zu den Knien hinuntergeschoben, streifte sie es mit den Füßen ab. Seine Finger erforschten das süße Zentrum ihrer Lust.

    Ihre Lippen lösten sich von seinen, und sie stöhnte leise auf. Das war sein Verderben. Als er den Ausdruck auf ihrem Gesicht sah, konnte er nicht länger warten. Er war so voller Energie, dass sie ihm leicht wie eine Feder vorkam, als er sie die drei Schritte zum Sofa trug. Vorsichtig ließ er sie auf das weiche Leder gleiten, spürte Amanda unter sich, wollte ihr noch näher sein.

    Sie schlang die Arme um seinen Hals, zog ihn an sich, packte sein Haar. Er schob ihren Rock hoch, löste seinen Gürtel, konnte keine Sekunde länger warten, und sie offenbar auch nicht. Immer wieder hörte er ihr atemlos gehauchtes Ja. Ja. Ja. Endlich, endlich drang er mit einem kräftigen Stoß in sie ein.

    Er spürte sie sofort zurückschrecken, doch er war zu groß, zu schwer, zu tief in ihr, als dass sie hätte entkommen können. Sie versteifte sich unter ihm, spannte jeden Muskel an. Und ihr Schrei … Ihr Schrei klang alles andere als lustvoll.

    Erschrocken starrte er sie an. Er konnte es nicht glauben. Das hieß ja … das hieß … Oh nein.

    „Amanda.“ Er erkannte die eigene Stimme kaum wieder.

    Sie schlug die Augen auf. Er sah den Tränenschleier, der ihre Augen noch heller strahlen ließ, sah den Schmerz darin. Sie atmete stockend.

    Verstört stützte er sich auf die Arme und wollte aufstehen, doch sie hielt ihn zurück. Ihre Finger fassten seinen Po, ihr Körper gab ihn nicht frei.

    „Mach weiter“, flüsterte sie. „Bitte mach weiter.“

    Wie gelähmt starrte er sie an, während er versuchte, diesen Albtraum zu begreifen. Er wollte, doch er konnte nicht.

    Es war zu spät. Er konnte nicht ungeschehen machen, was er getan hatte. Er schloss die Augen. Er musste die Situation retten, musste sie beide davon erlösen. Indem er weitermachte, wie sie ihn gebeten hatte?

    Jede Faser seines Körpers wollte sich in ihr bewegen, doch er rührte sich nicht. Vorsichtig senkte er den Kopf, verschloss ihre Augen mit ihrem Kuss, um sich vor dem Blick in ihr Innerstes zu schützen. Als er ihren Mund erreichte, spürte er ihr Verlangen. Er machte alles ganz langsam, fing mit leichten Schmetterlingsküssen noch einmal ganz von vorne an. Bis ihr Mund sich öffnete, und ihre Zunge begann, seine zu erforschen. Er spürte, wie sich ihr Körper allmählich entspannte, wie sie schließlich weiter wurde und ihn tiefer in sich aufnahm.

    Als er ihre Hände auf seinem Rücken spürte, verschlug es ihm fast den Atem. Wieder küsste er sie, zärtlicher als er je eine Frau geküsst hatte. Erst jetzt wagte er, sich ganz vorsichtig wieder zu bewegen. Den Hauch einer Bewegung. Diesmal verspannte sie sich nicht, und er wiederholte die Bewegung.

    Wieder öffnete sie die Lippen zu einem Kuss, diesmal deutlich hungriger. Er legte eine Hand unter ihren Po und zog sie an sich.

    „Mach mit“, murmelte er und bewegte ihre Hüften im gleichen Rhythmus wie seine, zeigte es ihr einmal, zweimal, ehe sie sich von allein bewegte, sich seinem Rhythmus anpasste.

    Langsam, ganz langsam bewegte er sich so, dass sie ihn Zentimeter für Zentimeter spürte.

    Jared wandte sich wieder ihren Brüsten zu, wissend, wie empfindlich sie dort war, und entschlossen, erneut ihre Lust zu wecken.

    Ihr Atem beschleunigte sich. Er behielt denselben Rhythmus bei, vertiefte jedoch die Bewegung. Küsste ihre empfindsamen Knospen, liebkoste sie mit Fingern und Zunge im Rhythmus ihrer Vereinigung. Und dann ließ er die Hand nach unten gleiten, um ihre empfindlichste Stelle zu berühren.

    Wieder versteifte sich ihr Körper, doch diesmal anders. Ihr Atem ging schnell und flach, ihr leises Stöhnen wurde lauter, und ihre Finger gruben sich in seine Schultern.

    „Jared.“

    „Ja.“ Er bewegte sich weiter, langsam, genüsslich, intensiv. Konzentrierte sich ganz auf sie, hielt den Rhythmus, während sie dem Höhepunkt immer näher kam. Immer näher, näher …

    Sie schloss die Augen und erbebte unter ihm, und als sie diesmal seinen Namen rief, klang es wie ein Stöhnen, wie ein erlösender Schrei, der ihn selbst dem Gipfel entgegentrieb.

    Sein Körper brannte, das Blut rauschte in seinen Ohren, und jeder Muskel schmerzte. Zu lange hatte er sich zurückgehalten. Zu lange hatte er sich beherrscht.

    Als sie sich hilflos an ihn klammerte, verlor er die Kontrolle. Er stieß schnell und tief in sie, schneller und tiefer, ohne sich darum zu kümmern, dass die Knöpfe seines Hemds sich in seine Brust bohrten oder der Baumwollstoff an seinem Rücken klebte wie eine zweite Haut. Er wollte ihr nur nahe sein, näher, noch näher …

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