Von dir will ich alles - 10. Kapitel

10. KAPITEL

"Wie geht's denn unserem Schützling?", fragte Rachel.

     Sylvia balancierte das Handy zwischen Ohr und Schulter. "Fabelhaft." Sie warf einen kurzen Blick zu Devin, der in dem Buchladen vor einem Poster mit dem Cover von Montgomery Alexanders neuestem Roman saß. Er schaute von den Büchern auf, die er signierte, und schenkte ihr ein Lächeln.

     Ein Lächeln nur, und schon wurden ihr die Knie weich.

     Sie wandte sich ab, um sich wieder auf ihr Gespräch zu konzentrieren. "Es ist erstaunlich. Er braucht bloß vor einer Kamera zu stehen, um sich ruck, zuck in Alexander zu verwandeln. Alle Interviews, die er bisher gegeben hat, waren große Klasse. Es gibt nichts, was diesen Mann erschüttern kann."

     "Natürlich nicht. Hast du ihn nicht selbst als wortgewandt, beherrscht und charakterfest erfunden?"

     "Rachel …", sagte Sylvia warnend. Sie war nicht in der Stimmung, das Thema Devin-Alexander zu vertiefen. In den letzten Tagen war ihr nämlich der Verdacht gekommen, dass Alexander vielleicht doch nicht in jeder Hinsicht der ideale Mann für sie gewesen wäre. Es fiel ihr schwer, ihn sich in Shorts und einem alten T-Shirt auf dem Bett und vor dem Fernseher vorzustellen, wo er sich mit ihr einen alten Film ansah und sich damit begnügte, ihre Hand zu halten.

     "Kannst du einen Moment dranbleiben?", fragte Rachel. "Ich hab noch ein anderes Gespräch."

     "Klar", antwortete Sylvia und wandte sich wieder Devin zu. Sie lächelte bei dem Gedanken daran, wie glücklich er am Tag zuvor gewesen war, als er entdeckte, dass "Arsen und Spitzenhäubchen" im Abendprogramm angesagt war. Er hatte vorgeschlagen, in ihrem Zimmer zu essen, statt wie geplant in einem der schicken Bistros in West Hollywood, und sie hatte freudig zugestimmt.

     Mit Pizza und Wein hatten sie es sich auf dem Bett bequem gemacht. Und als der Film zu Ende war, hatten sie sich geliebt, sehr lange und sehr ausgiebig, bis sie schließlich vor Erschöpfung eingeschlafen waren.

     Es war wundervoll gewesen. Und ganz anders, als sie es sich in ihren Fantasien mit Alexander vorgestellt hatte.

     Mit Alexander waren es immer Abendkleider und Scotch gewesen, Satinlaken und Kreuzfahrten. Sie versuchte, sich Devin in einem Smoking vorzustellen, und lächelte. Selbst neben den tollsten Dressmen würde er bestehen. Alexander hingegen in einem Supermarkt beim Einkaufen? Oder in Jogginghosen auf dem Bett beim Pokerspielen? Sie runzelte die Stirn. Darüber hatte sie nie nachgedacht. Die Wirklichkeit war nie in ihre Fantasien eingedrungen.

     Und welcher Mann war reizvoller? Vor allem, wenn einer der beiden den Vorteil hatte, aus Fleisch und Blut zu sein?

     Aber Devin ist nur eine flüchtige Affäre, ermahnte sie sich. Sie durfte nie vergessen, dass er nicht der Richtige war. Doch es fiel ihr immer schwerer, sich zu erinnern, warum sie so versessen darauf war, ihre Zukunft detailgetreu vorauszuplanen.

     Sie fuhr zusammen, als ein Hüsteln aus dem Telefon ertönte.

     "Sylvia, hörst du mir überhaupt zu?", fragte Rachel.

     "Wie bitte? Nein, entschuldige."

     "Ich sagte, die Hotelfrage in Vegas hab ich geklärt. Für dich und deinen Lover hab ich eine Suite bestellt. Für mich ein Einzelzimmer."

     "Du bist ein Engel." Sylvia schaute auf die Uhr. "Ich muss jetzt Schluss machen. Wir sehen uns dann in Vegas."

     "Ja – und noch viel Vergnügen bis dahin", wünschte Rachel ihr kichernd und legte auf.

     Da der Buchladen erst in einer Stunde schloss, suchte Sylvia sich eine stille Ecke und nahm ihren Laptop auf den Schoß. Sie wollte die Gelegenheit nutzen, um die Arbeit an "Reise in ein fernes Land" fortzusetzen. Fest entschlossen, heute zumindest ein weiteres Kapitel ihres literarischen Meisterwerkes zu verfassen, rief sie die Datei auf und legte die Finger auf die Tasten.

     Aber in ihrem Kopf tat sich nichts.

     Okay. Kein Problem. Wenn sie das letzte Kapitel noch einmal las, würde ihr schon etwas einfallen.

     Sie fand es schrecklich langweilig. Und wie hätte Langeweile Kreativität erzeugen können? Ihr kamen keine Ideen. Nichts.

     Zumindest nicht für dieses Buch. Für die nächsten drei Montgomery-Alexander-Bücher hatte sie mehr als genug Ideen. Und einige davon waren sehr originell.

     Sie richtete den Blick wieder auf ihr Epos. Der Cursor blinkte, und sie runzelte die Stirn.

     Seufzend wechselte sie die Datei, und ihre Finger flogen nur so über die Tastatur, während sie Joshua O'Malley und all die anderen Figuren aus Montgomery Alexanders Roman wieder auferstehen ließ.

     Erschrocken starrte sie auf das Display. Devin hieß O'Malley. Joshuas Name war Malloy. Was für ein eigenartiger Zufall. Fast wie ein Wink des Schicksals.

     "Buh!"

     Sie fuhr zusammen, als Devin plötzlich hinter ihr erschien.

     "Entschuldige. Ich dachte, du hättest mich kommen hören."

     "Wie spät ist es?"

     "Sechs. Sie schließen jetzt. Fertig?"

     Sie nickte, schaltete ihren Computer aus, und sie verließen den Buchladen. Sie hatten einen Wagen gemietet, und Devin öffnete ihr die Beifahrertür, bevor er selbst einstieg.

     "Wohin?", fragte er.

     "Zum Hotel. Morgen geht es nach San Diego, und ich habe noch nicht gepackt."

     "Unser letzter Tag in Los Angeles, und du willst packen? Wirf deine Sachen einfach in den Koffer, und lass sie im nächsten Hotel bügeln."

     Sie verdrehte die Augen. Typisch Mann! Aber da sie wusste, dass sie gar nicht in der Lage war, ihm eine Bitte abzuschlagen, erwiderte sie ergeben: "Na schön. Wo willst du hin?"

     Devin lächelte nur geheimnisvoll und schlug den Weg nach Santa Monica ein. Als sie den Ort erreichten, parkte er den Wagen in einer Tiefgarage. Dann öffnete er die Wagentür. "Okay, alles aussteigen."

     Sie verschränkte die Arme vor der Brust. "Ich steig nicht eher aus, bis du mir sagst, was du hier willst."

     "Im Ernst?"

     "Ja."

     "Schade. Denn ich habe vor, mich heute Abend wunderbar zu amüsieren." Er stieg aus. "Dann also bis später."

     Sie sah ihm nach, wie er durch das Parkhaus und zur Treppe ging. Halb war sie versucht zu bleiben, um es ihm zu zeigen, doch das wäre albern gewesen, und so folgte sie ihm.

     Er wartete im Treppenhaus.

     "Eine Minute zwanzig Sekunden. Dein Durchhaltevermögen ist bemerkenswert", zog er sie auf, und sie streckte ihm ganz plötzlich die Zunge heraus.

     Auf einmal fiel ihr auf, dass sie mit der Zeit begonnen hatte, seine Scherze und albernen kleinen Spielchen zu schätzen, und gar nicht mehr auf sie verzichten wollte. Bevor ihr bewusst wurde, was sie tat, streichelte sie seine Wange. Devin nahm ihre Hand und küsste sie, bevor er sie an sich zog. Sie hatten sich schon oft geküsst, aber noch immer spürte sie dieses aufregende Kribbeln im Bauch, als sie auf seinen nächsten Kuss wartete.

     Während er mit der Zunge ihren Mund liebkoste, rieb er stark erregt seine Hüften an ihren. Ein Stöhnen entrang sich ihren Lippen, und sie trat zurück, um zu ihm aufzuschauen. Seine Augen glühten vor Verlangen.

     "Ich hab dir ja gesagt, wir sollten zum Hotel zurückfahren", neckte sie ihn.

     Er küsste zärtlich ihre Nasenspitze. "Hast du schon mal im Treppenhaus …?"

     "Devin!" Sie hoffte, dass er scherzte, weil sie nicht die Kraft besäße, ihm zu widerstehen.

     Schritte erklangen auf der Treppe, und sie sah Devin an und zog spöttisch eine Augenbraue hoch.

     Er zuckte mit den Schultern. "Dann lass uns einen besseren Ort suchen." Er legte den Arm um sie, und sie legte den Kopf an seine Schulter, während sie wie zwei verliebte Teenager weitergingen.

     "Devin", murmelte sie.

     "Hm?"

     "Wo willst du hin mit mir?"

     Er küsste ihre Stirn. "Zum Strand. Ich möchte mit dir durch die Brandung laufen und dann mit dir zuschauen, wenn die Sonne wie ein roter Feuerball im Meer versinkt."

     Sylvia blinzelte ein paar Tränen weg. Das war das Romantischste, was man ihr je gesagt hatte. "Danke", hauchte sie, und er schloss sie in die Arme. "Ich bin so froh, dass wir heute Abend etwas zusammen unternehmen.

     "Darling, der Abend beginnt gerade erst."

Er muss ein Zauberer sein, dachte Sylvia ein paar Stunden später, als sie mit Devin barfuß in der Brandung stand. Wie sonst hätte er aus einem faulen Fernsehabend etwas so Besonderes machen können? Und ihr vierundzwanzig Stunden später das Gefühl geben können, er würde ihr die Sterne vom Himmel holen?

     Sie fest um die Taille packend, zog er sie an sich und legte sein Kinn auf ihren Scheitel. So blieben sie eine Zeit lang stehen und betrachteten das Meer.

     Die Sonne war schon lange in einem beeindruckenden Farbenspiel aus Orange, Rot und Pink im Meer versunken. Nun lehnte Sylvia an Devins Brust und schaute mit ihm zu den ersten Sternen auf, die am Himmel erschienen.

     "Wunderschön", flüsterte Sylvia und konnte sich, selbst wenn sie sich die größte Mühe gäbe, keinen vollendeteren Abend und keinen vollendeteren Mann vorstellen.

     "Ja", erwiderte Devin leise, "so wunderschön wie du."

     Sie schmiegte sich noch fester in seine Arme und schwor sich, diesen bezaubernden Augenblick nie zu vergessen. "Wir sollten jetzt zurückfahren."

     "Willst du das?"

     "Nein, aber wir haben einen anstrengenden Tag vor uns, und ich muss auch ein bisschen arbeiten auf dieser Reise."

     Er erhob keine Einwände, und dafür war sie dankbar, weil sie nicht die Kraft gehabt hätte, sich ihm zu widersetzen.

     Zurück im Hotel, gingen sie zuerst zu ihrem Zimmer.

     "Bist du sicher, dass du nicht noch ein bisschen fernsehen willst?", fragte er. "Ich glaube, sie bringen einen alten Bogart-Film. Du könntest doch danach arbeiten."

     Sie küsste ihn und widerstand der Verlockung, nachzugeben. "Wir wissen doch, dass ich danach nichts mehr schaffe. Nein, ich schulde Brandon ein Exposé des nächsten Alexander-Romans. Außerdem möchte ich an 'Reise in ein fernes Land' arbeiten. Du ahnst ja nicht, wie viele Ideen ich schon habe." Vielleicht weckte diese unschuldige kleine Lüge ja wieder ein bisschen ihre Kreativität.

     Devin strich ihr übers Haar. "Nun, niemand soll sagen, dass ich deine Kreativität beeinträchtige."

     Aber das tat er. Kaum saß sie vor ihrem Computer, starrte sie auf den leeren Bildschirm und dachte an Devin. An sein Lächeln. An seine Hände auf ihrem Körper. An seine Lippen, die sie liebkosten …

     Sie gab es auf. Vielleicht konnte sie später arbeiten. Jetzt brauchte sie Devin.

     Als sie seine Tür öffnete, hörte sie die Dusche laufen. Im ersten Moment war sie versucht, zu ihm zu gehen, doch dann kam ihr eine bessere Idee. Nachdem sie die Bettdecke zurückgeschlagen hatte, legte sie ihre Jeans ans Fußende. Ihr T-Shirt landete irgendwo zwischen Bad und Bett auf dem Boden. Ihr BH zierte den Türknauf, ihr Slip fand seinen Platz direkt vor der Badezimmertür.

     Nackt setzte sie sich aufs Bett und lehnte sich mit dem Rücken an das Kopfteil. Dann, für den Fall, dass sie allein als Anreiz nicht genügte, wickelte sie das Stückchen Schokolade aus, das abends immer auf dem Kissen lag, und balancierte es auf einer ihrer Brustspitzen.

Die kalte Dusche half nicht das Geringste, und Devin stellte sie zähneknirschend wieder ab. Sie waren noch keine halbe Stunde getrennt, und schon wurde er fast verrückt ohne Sylvia.

     Es hatte ihn wirklich schlimm erwischt. Und irgendwie hatte er das Gefühl, dass es Sylvia ähnlich erging. Sie war nur noch nicht bereit, sich dazu zu bekennen.

     Aber er konnte warten. In so einem Fall halfen nur Geduld und Beharrlichkeit, und er hatte beides.

     Ein Handtuch um die Hüften geschlungen, öffnete er die Tür zu seinem Zimmer, blieb dann aber wieder stehen, weil er etwas Weiches, Kühles unter seinen Füßen spürte. Einen Damenslip. Und dann sah er den BH am Türknauf hängen.

     Plötzlich versprach der Abend äußerst interessant zu werden.

     Der Pfad aus Kleidern führte zu dem Ziel auf seinem Bett – Sylvia, die ihn in der Pose der Verführerin erwartete. In ihren Augen las er die unmissverständliche Aufforderung, sie zu lieben. Eine heiße Welle der Erregung erfasste ihn, und er stöhnte lustvoll auf.

     Ein sinnliches Lächeln spielte um ihre Lippen. Sie griff nach dem Kopfteil über ihr und bog den Rücken durch, sodass sich ihre Brüste Devin verführerisch entgegenwölbten.

     Als er die Schokolade sah, verlor er beinahe die Beherrschung über sich.

     "Ich weiß, dass du kein Dessert hattest", sagte Sylvia mit weicher Stimme. "Darf ich dir eins anbieten?"

     Er brachte keinen Ton über die Lippen. In diesem Augenblick war ihm, als hinge sein ganzes Leben davon ab, Sylvia zu berühren. Mit zwei Schritten war er bei ihr, ließ das Handtuch fallen und kniete sich über sie.

     Der Beweis seiner Begierde presste sich an ihren Bauch, als Devin die Lippen um das Stückchen Schokolade schloss. Sie zerschmolz auf seiner Zunge, während er Sylvias Brüste küsste, bis sie laut aufstöhnte und ihn anflehte, zu ihr zu kommen.

     Bebend vor Verlangen legte er sich auf sie und drang mit einer machtvollen Bewegung in sie ein. Sie hob die Hüften an, um ihn so intensiv wie nur irgend möglich zu spüren. Das war es, wonach sie sich so sehr gesehnt hatte, dieses Eintauchen in eine Welt purer Sinnesfreude. Devin spürte genau, was sie jetzt brauchte. Er umfasste ihren Po und zog sie bei jedem Stoß noch fester an sich. Sie sollte nicht den geringsten Zweifel daran hegen, dass sie ein untrennbarer Teil von ihm geworden war.

     Hitzewellen durchströmten sie, und sie befeuchtete die Lippen mit der Zunge. "Ja … jetzt … bitte."

     Mit einer letzten kraftvollen Bewegung brachte er sie auf den Gipfel der Ekstase, und als ein wildes Beben durch ihren Körper ging und sie verzückt die Augen schloss, überließ auch er sich rückhaltlos seiner Lust.

Als Devin aufwachte, streckte er als Erstes seine Hand nach Sylvia aus. Aber die andere Seite des Bettes war leer. Beunruhigt richtete er sich auf, da sah er den Lichtschein aus dem Nebenzimmer.

     Sie saß vor ihrem Computer und tippte eifrig.

     "Sylvia?", fragte er leise, aber sie sah nicht auf. Er trat hinter sie und spähte über ihre Schulter. Vereinzelte Worte sprangen ihm entgegen.

     Joshua Malloy … Griechenland … Vivian Jones … Stilett.

     "Sylvia?"

     Erschrocken klappte sie den Laptop zu und drehte sich errötend um. "Devin. Hi."

     "Ich wollte dich nicht erschrecken. Ich wachte auf und …" Er unterbrach sich und strich ihr übers Haar. "Du hast mir gefehlt."

     Sie entspannte sich und lächelte. "Ich bin mit lauter neuen Ideen für 'Reise in ein fernes Land' aufgewacht."

     Er runzelte die Stirn. "Dann kommst du damit weiter?"

     "O ja. Das Buch macht große Fortschritte."

     Sein erster Impuls war, ihr zu widersprechen. Die Seite, die er gesehen hatte, war keine literarische Saga epischer Proportionen. Aber er sagte nichts.

     Was soll das?, fragte er sich später, als sie wieder neben ihm im Bett lag. Zwei Mal hatte er sie jetzt schon an einem neuen Action-Thriller schreiben sehen, und zwei Mal hatte sie es abgestritten. Heute Abend hatte er nur einen flüchtigen Blick auf das Display geworfen, aber genug gelesen, um jetzt zu wissen, dass eine neue Heldin in der Handlung aufgetaucht war. Vivian. Sie trug ein Stilett in ihrem Stiefel und hatte irgendeinen abtrünnigen General damit erstochen, bevor er Joshua töten konnte.

     Interessant.

     Vor allem, da Sylvia nach wie vor behauptete, es kämen ihr so viele neue Ideen zu ihrem Epos, dass sie momentan nur daran arbeite. Aber das war offenbar gelogen. Soweit er sehen konnte, betrafen ihre Ideen Revolver und Stilette, Komplotte und Verschwörungen. Und keine historischen Ereignisse und Prosa, die einen Pulitzer verdient hätte.

     Sie war ihm ein Rätsel. Sie mochte sich für stockkonservativ halten, aber er wusste es besser. Sylvia besaß auch eine wilde Seite, eine impulsive, die ihn ungeheuer faszinierte. Diese Seite schreckte nicht davor zurück, jemanden wie Alexander zu erfinden. Oder kreuz und quer durchs ganze Land zu reisen, obwohl sie Angst vor dem Fliegen hatte.

     Nein, Sylvia war eine Frau, die einmal einen ausgiebigen Blick in einen Spiegel werfen müsste. Und er war genau der richtige Mann, um ihn ihr vorzuhalten.

     Denn mit jedem weiteren Tag war für ihn klarer, dass sie dann erkennen würde, wer sie war und wer er war – der Mann, der für immer an ihre Seite gehörte.

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