Du hast mein Herz gerettet! - 10. Kapitel

10. KAPITEL

 

Selten war Cam etwas so schwergefallen, wie Faith vor dem Lokal stehen zu lassen. Aber er konnte diesen panischen Blick nicht aushalten, der in ihren Augen lag, sobald er in ihrer Nähe war.

     Darum betrat er das Lokal und ging an die Bar. Jemand drückte ihm eine Flasche Bier in die Hand. Gut so. Wenn er genug trank, vergaß er vielleicht den Schmerz. Bürgermeister Brookhurst tauchte neben ihm auf und sah höchst zufrieden drein.

     „Kennen Sie schon Caleb Douglas?“, fragte er und zeigte auf einen Mann mit grauem Haar, der neben ihm stand.

     Cam reichte ihm die Hand. „Freut mich, Sie endlich kennenzulernen, Mr. Douglas. Wenn man in Thunder Canyon wohnt, hört man Ihren Namen ja eigentlich ständig.“ Dem Mann gehörte die halbe Stadt und ein Großteil des umliegenden Landes.

     „War ein gutes Spiel“, antwortete Douglas. „Und ich bin froh, dass Ihrem Jungen neulich nichts Ernstes passiert ist bei meiner Mine. Ich wäre selbst ins Krankenhaus gekommen, hatte aber geschäftlich zu viel zu tun. Meine Frau Adele war da, und sie hat mir versichert, dass Erik sich erholt.“

     „Ja, er hat sich erholt“, bestätigte Cam. Gläser splitterten. Es überraschte ihn nicht, Erik mit Unschuldsmiene inmitten des Chaos’ zu entdecken. „Und wie Sie selbst erkennen, hat er sich sogar sehr gut erholt.“

     „Nichts geht über einen Sohn“, stellte Caleb amüsiert fest. „Übrigens, der gute alte Brookhurst ist ja voll des Lobes über Sie. Hoffentlich sehe ich Ihren Namen bald auf der Liste des Stadtrats. Wir brauchen frisches Blut in dieser alten Stadt. Also, bis bald hoffentlich“, fügte er hinzu, winkte jemandem und entfernte sich.

     Cam ging zu der Kellnerin, die schon begonnen hatte, die Scherben wegzufegen, und hob Erik hoch.

     „Ich will mit Faith reden“, verlangte Erik und ließ den Blick über die Gäste wandern.

     „Sie ist nach Hause gefahren. Wie wir jetzt auch.“

     „Dad!“

     „Du kannst sie morgen anrufen. Du brauchst vielleicht keinen Schlaf, dein alter Vater aber schon.“ Dafür musste er allerdings erst Faith aus seinen Gedanken verbannen.

     „Todd lässt alle Jungs auf meinen Basketball ein Autogramm schreiben.“ Erik wand sich aus dem Griff seines Vaters und lief zu den Spielern, die mehrere Tische belegt hatten.

     Chris Taylor blieb neben Cam stehen. „Glückwunsch zum Sieg, Trainer. Das haben Sie gut gemacht.“

     Bestimmt war Faiths Bruder nicht zufällig hier. Soweit Cam ihn kannte, verfolgte Dr. Chris Taylor immer ein bestimmtes Ziel.

     „Faith hat sich gefreut, dass Sie Erik klettern lassen und zum Baseball angemeldet haben.“

     „Sie mag meinen Sohn“, erwiderte Cam unverbindlich.

     „Faith liebt Sie“, sagte Chris ohne Umschweife.

     Das traf Cam mitten ins Herz. „Oh! Dann hat sie eine seltsame Art, es mir zu zeigen.“

     Trotz der dröhnenden Musik und der lauten Stimmen hörte man den Doktor seufzen. „Cam, ich will direkt zum Kern der Sache kommen. Erstens, weil ich Sie für einen anständigen Kerl halte, der mich gerade so böse ansieht, dass er sich garantiert in meine dickköpfige Schwester verliebt hat. Und zweitens, weil mein verdammter Pieper sicher jeden Moment Alarm schlägt und ich dann fort muss.“

     „Sie brauchen zu gar keinem Kern zu kommen“, versicherte Cam. „Und was Ihre Schwester angeht, gibt es nichts zu besprechen.“

     „Lieben Sie Faith oder nicht?“

     Cam schmerzten bereits die Wangen, so sehr verkrampfte er sich. „Spielt das denn eine Rolle? Sie hat ihre Gefühle klar gezeigt.“

     „Nein. Sie hat es mit der Angst bekommen und ist weggelaufen“, stellte Chris fest. „Und sie hat Ihnen den Grund dafür nicht verraten.“

     Cams Geduld war erschöpft. „Die Gründe gehen nur sie etwas an.“ Erik ließ seinen Basketball auf der Bar springen. Noch bevor Cam eingreifen konnte, nahm eine Kellnerin den Ball lächelnd weg und ersetzte ihn durch eine Schale Eiscreme. Guter Trick.

     „Normalerweise würde ich Ihnen recht geben“, fuhr Chris fort. „Ich möchte aber, dass meine Schwester wieder glücklich wird. Seit Erik in den Schacht gefallen ist, dachte ich, sie wäre endlich auf dem richtigen Weg.“

     „Ich weiß, sie hängt an meinem Jungen.“

     „Oh Mann, ihr zwei seid einander ebenbürtig“, meinte Chris kopfschüttelnd. „Ja, Faith mag Kinder. Sie liebt sie sogar. Darum ist es für sie ja auch so verdammt schwer, dass sie keine bekommen kann.“

     Cam zuckte zusammen. „Wie bitte?“

     „Worüber redet ihr eigentlich, wenn ihr zusammen seid? Geht es da nur um Sex?“

     „Fangen Sie bloß nicht so an“, warnte Cam.

     „Dann hören Sie mir gut zu! Oh Gott, hoffentlich bringt es was. Wenn Faith nämlich herausfindet, dass ich geredet habe, ergeht es mir erbärmlich schlecht.“ Er griff nach dem blinkenden Pieper und warf einen Blick auf die Anzeige. „Dieser Mistkerl von Ehemann hat sie zwei Tage nach der Diagnose, dass sie keine Kinder bekommen kann, verlassen. Nach sechs Jahren Ehe hätte man erwarten können, dass sie sich gemeinsam damit auseinandersetzen. Aber nein, er hat sich aus dem Staub gemacht und schnell eine andere Frau gesucht. In meinen Augen war das kein großer Verlust. Er hat sich nie um Faith bemüht.“

     „Ich bin nicht ihr Exmann“, sagte Cam gepresst, „und wenn sie das nicht selbst erkennt …“

     „Vielleicht muss ihr jemand die Augen öffnen“, fiel Chris ihm ins Wort, „damit sie nicht mehr nach hinten, sondern nach vorne blickt. Ich denke, darin haben Sie Erfahrung.“ Chris befestigte das Rufgerät wieder am Gürtel und ging zur Tür.

     Cam wartete, bis er fort war, und wollte seinen Sohn holen, doch Erik aß noch Eiscreme. Während Cam hinter ihm stand, gingen ihm Taylors Worte durch den Kopf. Sein Blick fiel auf das Gemälde, doch er sah nicht die ehemalige Saloon-Besitzerin, sondern Laura – klar und deutlich, als würde sie vor ihm stehen. Und sie lächelte wie damals bei dem Schach-Picknick, als hätte er ihr eine große Freude gemacht.

     Dann drehte sie sich mit schwingendem schwarzem Haar um und verschwand.

     In Ordnung, Laura, ich habe verstanden …

     Er legte Erik die Hand auf die Schulter. „Komm, mein Sohn, wir fahren heim.“

     „Ich bin aber mit dem Eis noch nicht fertig.“

     Cam hob Erik auf seine Schultern und reichte ihm das Eis. „Die Schale bringen wir später zurück.“

     Dann trug er den Jungen bis zur Highschool, bei der er den Wagen geparkt hatte, und die ganze Zeit schmiedeten sie Pläne.

 

„He, Blondie!“

     Es war Samstagvormittag, und Faith schloss soeben den Finanzbericht für Jim ab. „Einen Moment, Derek.“ Sobald sie fertig war, wollte sie zu Cameron. Schon am Morgen hatte sie Jim erklärt, dass sie einige freie Tage brauchte, und er hatte versprochen, für Ersatz zu sorgen.

     Vielleicht hatte sie schon alles zwischen sich und Cam zerstört, doch sie musste noch einen Versuch unternehmen. Dann ging sie eben das Risiko ein, dass er sie abwies oder – was noch schlimmer gewesen wäre – dass er sie bemitleidete. Doch wie jetzt konnte es nicht weitergehen.

     Die paar freien Tage hatte sie beantragt für den Fall, dass sie scheiterte und hinterher zusammenbrach.

     „Hey, Faith“, drängte Derek. „Das solltest du dir aber ansehen.“

     „Was denn?“

     Derek stand am Fenster und deutete auf die Main Street hinaus. „Das ist die Band der Highschool.“

     Faith trat zu ihm. Tatsächlich marschierte die Band in ihren Uniformen in Richtung Feuerwache. „Eine Parade? Wahrscheinlich wegen des Sieges der Basketballer gestern.“

     „Ich weiß nichts von einer Parade“, sagte Derek. „Dafür würden sie eine Genehmigung brauchen, und wir müssten uns einsatzbereit halten.“

     Einige der Männer kamen zu ihnen. „Ist das nicht der Trainer?“, fragte einer.

     Faith nickte. Cameron ging neben der Band. Am liebsten hätte sie die Nase an die Scheibe gedrückt, doch sie kehrte an ihren Schreibtisch zurück. Sie wollte zwar mit Cameron sprechen, doch von dem unerwarteten Anblick hatte sie weiche Knie bekommen.

     In dem Moment setzte die Musik mit Pauken und Trompeten ein. Faith stand wieder auf und ging ans Fenster.

     Auf dem Bürgersteig vor der Feuerwache blieben die Leute stehen. Einige uniformierte Polizisten gesellten sich zu ihnen, auch Cheryl Lansky mitsamt ihren obligatorischen Kopfhörern.

     „Was spielen die denn da?“, fragte jemand, als die Band nicht weitermarschierte, sondern auf der Stelle trat.

     „You are my sunshine, my only sunshine“, sang Derek mit.

     „Geh du lieber Kuchen backen!“, rief ihm ein Kollege zu, und alle lachten.

     Faith legte die Hände an die Glasscheibe. Cameron stand jetzt vor der Band. Er trug eine Jeans, ein dunkelgraues Hemd und eine Daunenweste. Der Wind spielte mit seinem Haar.

     Nun tauchte Erik auf, gefolgt von einigen Mitgliedern der Basketball-Mannschaft. Im Laufen hielt er eine Schachtel hoch in die Luft, die Cam ihm abnahm.

     Die Band spielte weiter. Cam wandte sich dem Gebäude zu. Faith stand da wie angewurzelt.

     „Was macht der Mann bloß?“

     Faith konnte den Blick nicht von Cams Gesicht abwenden. Bestimmt hatte er sie durchs Fenster gesehen. Und als Cam und Erik zum Eingang kamen, blieb ihr fast das Herz stehen.

     „Der will ja zu uns herein!“

     Cam verschwand um die Ecke, und sobald er eintrat, stoben die Feuerwehrmänner auseinander. Bei einer anderen Gelegenheit hätte Faith schallend gelacht, weil sechs ausgewachsene kräftige Männer so tun wollten, als würden sie sich um nichts kümmern, und dabei kläglich versagten.

     Im Moment konnte sie sich jedoch nicht vom Fleck rühren und schon gar nicht klar denken.

     Cam zeigte auf einen Schreibtischstuhl. Erik nahm ihm die Schachtel aus der Hand und setzte sich gehorsam. Dabei strahlte er, als hätte er soeben ein Goldnugget in der Hosentasche gefunden.

     Cam ging auf Faith zu, und sie versteckte die zitternden Hände hinter ihrem Rücken.

     „Vielleicht solltest du dich setzen“, schlug er vor. „Nur für den Fall, dass du umkippst.“

     Vermutlich würde es ihr bis an ihr Lebensende nachhängen, dass sie ein einziges Mal hyperventiliert hatte. „Warum sollte ich umkippen?“

     „Weil ich mit dir über unsere Zukunft sprechen möchte.“

     Hoffnung und Angst machten sich gleichermaßen in ihr breit.

     Cameron kümmerte sich nicht um ihre Kollegen, sondern sah ausschließlich sie an. „Ich wünsche mir eine Zukunft mit dir. Sicher, das geht alles sehr schnell, und ich werde dich nicht drängen, aber ich weiß, was ich fühle. Ich liebe dich, und ich will dich in meinem Leben haben – als meine Frau, meine Geliebte, meine Partnerin und meine Freundin.“

     Tränen stiegen ihr in die Augen. „Cam, du weißt nicht, wovon du sprichst.“

     „Von einer Frau, die an meiner Seite bleibt, bis wir in Schaukelstühlen sitzen und zusehen, wie unsere Urenkelkinder auf dem Hang hinterm Haus Schlitten fahren.“

     Jetzt liefen ihr die Tränen über die Wangen. „Das geht nicht“, flüsterte sie, weil sie den Kummer nicht länger ertrug. „Ich kann dir keine Kinder schenken!“

     In seinem Blick fand sie unbeschreibliche Zärtlichkeit – und keine Spur von Überraschung.

     „Wir haben doch bereits ein Kind. Erik“, sagte er, trat näher und wischte ihr die Tränen von den Wangen. „Und weitere Kinder werden eben nicht aus unseren Genen, aber aus unseren Herzen kommen. Faith, sollten wir unsere Familie vergrößern wollen, gibt es unzählige Kinder, die gute Eltern brauchen. Jetzt aber geht es nur darum, dass ich dich brauche.“

     „Jetzt kannst du leicht reden“, wandte sie ein, obwohl sie ihm nur allzu gern geglaubt hätte. „Du hast es dir bestimmt noch gar nicht richtig überlegt.“

     „Dein Bruder hat mir gestern Abend erzählt, warum deine Ehe gescheitert ist. Schon da hätte ich keine Bedenkzeit gebraucht, aber ich wollte nicht um ein Uhr nachts vor deiner Tür auftauchen und dir ganz nebenbei einen Heiratsantrag machen. Wenn du denkst, ich würde mich wie dein Exmann verhalten, irrst du dich. Und wenn du denkst, dass du einen Mann nicht zu romantischen Gesten inspirieren kannst, irrst du dich ebenfalls.“

     Als er sie zum Fenster umdrehte, stand da die gesamte Basketball-Mannschaft, und alle strahlten übers ganze Gesicht. Jeder Spieler hielt einen Rosenstrauß in der Hand – rote, weiße und gelbe. Mitten im Winter ein wahrer Rosengarten. Und die Band spielte unverdrossen weiter.

     „You are my sunshine“, flüsterte Faith und drehte sich wieder zu Cam um.

     „Ich will dich für den Rest meines Lebens umwerben, verwöhnen und lieben, weil du Sonne in mein Leben gebracht hast“, beteuerte er von ganzem Herzen. „Du hast mir die Augen geöffnet und gezeigt, dass ich in dieser Stadt nicht nur das Andenken eines anderen Menschen ehre. Ich führe hier ein Leben, und es ist ein wundervolles Leben. Mit dir werde ich alles haben, was ich mir jemals gewünscht habe. Hürden wird es immer geben, aber wir können sie überwinden – gemeinsam, du und ich.“ Lauter, damit Erik ihn hörte, fügte er hinzu: „Und dieser kleine Wirbelwind braucht dich auch.“

     „Bin ich schon dran, Dad?“

     „Gleich. Gib uns eine Chance, Faith. Dass ich dich letzte Woche fast dazu gebracht habe, ohnmächtig zu werden, macht mir Hoffnung.“

     Behutsam legte sie ihm die Hände auf die Brust. „Mein Bruder hat es dir gestern Abend gesagt?“

     Cam nickte. „Früher oder später wäre ich aber auch so zu dir gekommen. Ich konnte nicht länger von dir fernbleiben. Ich dachte, ich würde nur eines im Leben brauchen, nämlich dass mein Junge glücklich ist und ihm nichts zustößt. Aber ich brauche noch etwas: dich.“

     „Ich … wollte ebenfalls zu dir kommen“, flüsterte sie. „Es hat mich nicht sehr geschmerzt, Jess zu verlieren. Es war der Verlust meines Traums von einer langen und glücklichen Ehe wie der meiner Eltern, der schmerzte. Und ich wusste, sollte ich dich jemals verlieren … Das könnte ich nicht überleben, Cam.“

     Er stieß den angehaltenen Atem aus und küsste sie. „Ich verlasse dich nicht, Faith. Meine Zukunft ist hier bei dir.“

     Zärtlich grub sie die Finger in seine Weste und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen. „Was ist in der Schachtel?“

     „In welcher Schachtel?“, erwiderte er wie benommen.

     Ihre Liebe zu diesem Mann wuchs ständig, sofern das überhaupt noch möglich war. „In der Schachtel, die Erik an sich drückt.“

     „Ach so.“ Er gab Erik einen Wink, und der Junge sprang vom Stuhl und fiel beinahe auf die Nase. Derek fing ihn auf und brachte ihn auf den richtigen Kurs.

     Cam hob den Deckel ab. In der Schachtel lag ein großes rosa Plätzchen.

     „Das erste Plätzchen, das wir selbst gebacken haben“, verkündete Erik stolz. „Irgendwie ist mir der Mixer dabei hochgegangen, und Dad war ziemlich … Na, das ist jedenfalls für dich zum Valentinstag.“

     Faith kniete sich neben ihn. ‘Wir lieben Faith’ stand in ungleichmäßigen Buchstaben aus weißem Zuckerguss auf dem Plätzchen. „Niemand außer meiner Mom hat mir jemals Plätzchen gebacken“, versicherte Faith und strich ihm übers Haar.

     „Ich werde dir von nun an jeden Valentinstag welche backen.“

     Das öffnete endgültig und unwiderruflich ihr Herz für die Stevenson-Männer. „Wir könnten auch gemeinsam backen“, schlug sie vor und lachte unter Tränen, „und dafür sorgen, dass kein Mixer mehr hochgeht.“

     Erik schlang ihr plötzlich die Arme um den Nacken, und Cam hielt im letzten Moment die Schachtel mit dem Plätzchen fest.

     „Danke, dass du uns rettest“, flüsterte Erik ihr ins Ohr.

     Sie drückte den Jungen an sich. „Danke, dass ihr mich rettet.“

     Cam half ihr beim Aufstehen. „Ist die Geste groß genug für dich?“, fragte er zärtlich.

     Vor dem Fenster standen die Spieler mit den Rosen, und die Band spielte. Erik hatte sich an Faiths Schreibtisch gesetzt, brach ein großes Stück von dem Plätzchen ab und sah sich interessiert in der Feuerwache um.

     Faith ließ den Blick wandern und richtete ihn zuletzt auf Cameron. „Eine solche Geste war nicht nötig“, erwiderte sie und schlang ihm die Arme um den Nacken. „Nötig war nur, dass ich endlich glauben kann.“

     „Und tust du es?“ Seine Augen schimmerten so dunkel und verwundbar wie die seines Sohnes.

     „Ja“, versicherte sie voll Freude und Überzeugung. „Ich glaube, dass meine Zukunft bei dir liegt, Cameron.“

     „Danke“, flüsterte er, zog sie an sich und küsste sie.

 

– ENDE –

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