Heiße Küsse für den Boss - 13. Kapitel

13. Kapitel

Tu es einfach. Auf dem Weg zum Pflegeheim wiederholte Amanda die Worte wie ein Mantra. Sie sah kurz nach ihrem Großvater, der aus dem Fenster auf den nackten Holzzaun blickte. Amanda spürte, wie sich ihr schlechtes Gewissen regte. Bald würde er eine schönere Aussicht haben. Sie ging zum Empfang. Da Sonntag war, hatte der Heimleiter frei, doch zwei Schwestern waren da, darunter auch die pampige von gestern.

    Amanda setzte ihr strahlendstes Lächeln auf. „Ich möchte mit Ihnen über Colin sprechen“, begann sie höflich. Sie wartete, bis sie sicher war, dass beide Schwestern zuhörten. „Ich plane, ihn nach Auckland zu verlegen, damit er in meiner Nähe ist. Freitag komme ich wieder, um ihn abzuholen.“

    „Freitag?“

    „Ja. Ich habe einen Termin bei einem Spezialisten bekommen, der ihn vorher gründlich durchchecken will.“

    „Und der Termin ist am Freitag?“

    „Ja.“ Amanda strahlte. „Ich habe die Hoffnung, dass er auf andere Medikamente besser anspricht.“ Sie war sicher, dass die blauen Flecken bis dahin nicht verblasst waren. Und falls es noch andere gab, würde der Arzt sie finden.

    Der Schwester von gestern schien es unbehaglich zu werden. „Über so etwas müssen sie uns vorher informieren.“ Ihre Stimme klang schrill.

    „Ich informiere Sie gerade.“ Amanda lächelte, um ihren Worten die Schärfe zu nehmen. „Keine Sorge, wir werden bis Ende der Kündigungsfrist bezahlen. Aber er wird schon vorher ausziehen. Genauer gesagt am Freitag.“

    Trotz ihrer inneren Befriedigung zitterte sie, als sie zum Zimmer ihres Großvaters zurückging, um den Rest des Tages bei ihm zu bleiben. Hoffentlich waren ihre Ängste unbegründet. Doch wenn nicht, würde man den Pflegerinnen kündigen, und das wussten sie. Morgen würde sie dem Heimleiter und der Gesundheitsbehörde einen Brief schreiben. Den Rest des Tages verbrachte sie damit, diesen Brief zu verfassen – und über Jared nachzudenken.

    Wie konnte sie Jared erreichen? War ihre Beziehung rein körperlich, oder war da mehr? Er war ihr nachgereist, hatte sich Sorgen um sie gemacht. Doch wie sollte sie die Mauern, die er um sich herum errichtet hatte, durchbrechen?

Jared stapelte Unterlagen von einem Stapel auf den anderen, wie er es seit drei Stunden tat, abgesehen von der zehnminütigen Mittagspause. Er wollte die Nacht ohne sie verbringen. Nur um zu unterstreichen, dass die Sache mit Colin nichts mit ihr, nichts mit ihrer Beziehung zu tun hatte. Das Wort jagte ihm einen Schauer über den Rücken. Der Gedanke war irgendwie verlockend.

    Gefährlich verlockend.

    Doch es gab keine Zukunft für ihre Beziehung. Keine Beziehung hatte eine Zukunft. Man war für kurze Zeit zusammen, dann trennte man sich. Und es war besser, sich zu trennen, bevor es zu kompliziert wurde – und derjenige zu sein, der den ersten Schritt machte.

    Nie wieder würde er der Verlassene sein.

    Doch er wusste, dass sie zu Hause war. Laut Flugplan war sie vor zwei Stunden gelandet. Er hatte sich sogar im Internet vergewissert, dass das Flugzeug keine Verspätung hatte. Also konnte er sicher sein, dass sie zu Hause war, vor allem weil er einen Wagen zum Flughafen geschickt hatte, um sie abzuholen. Der Fahrer hatte sich gemeldet, um zu sagen, dass er den Auftrag erledigt hatte.

    Er schob den Stapel fort und stöhnte frustriert.

    Es hatte keinen Zweck.

    Wenn er so weitermachte, würde er die ganze Nacht kein Auge zutun. Und deshalb stieg er, obwohl es schon so spät war, in sein Auto.

    Sex. Es war nur Sex. Mehr wollte sie nicht. Und er auch nicht. Oder?

    Leidenschaftlicher Sex.

    Mehr wollte er nicht. Und er wusste, sie auch nicht.

    Als Amanda die Tür öffnete, sagte sie nichts. Sie trat nur beiseite und ließ ihn herein. Es gab nichts zu sagen. Da war nur dieses brennende, unstillbare Verlangen, das von Mal zu Mal heißer zu lodern schien.

    Sie sank in seine Arme, presste sich an ihn, und als er kurz darauf in sie eindrang, empfand er ein überwältigendes Gefühl der Erleichterung. Ihn störte weder das schäbige Zimmer noch das enge, unbequeme Bett, denn danach schlief er besser und tiefer als je zuvor.

    Doch als er in aller Frühe erwachte, herrschte zwischen ihnen verlegenes Schweigen. Er konnte ihre unausgesprochene Frage förmlich hören. Das „Was ist los?“, das sie sich verkniff. Ihr Zimmer war so winzig, dass sie fast übereinander stolperten.

    Er wollte nicht darüber reden. Konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, wenn sie bei ihm war.

    Schon die Nacht im Motel war ein Fehler gewesen. Zwei gemeinsame Nächte hintereinander waren ein Riesenfehler.

    „Ich bin für ein paar Tage auf Geschäftsreise“, log er. Das klang plausibel. „Ich fliege noch heute.“ Und das würde er auch – zu seinem Schlupfwinkel in Queenstown. Auf der Skipiste würde er einen klaren Kopf bekommen. Er brauchte Abstand.

    „Ich dachte, du kommst heute Nachmittag in die Agentur.“

    Mist. „Wir müssen den Termin verschieben. Ich habe es gerade erst erfahren.“ Okay, das klang nicht ganz so überzeugend. Er hatte sein Handy ausgestellt. Theoretisch hätte die Firma längst abgebrannt sein können, und selbst das wäre ihm egal gewesen. In ihren Armen verblasste alles andere. Oje, er brauchte wirklich dringend eine Auszeit.

Drei Stunden später saß er im Flugzeug, auf dem Weg in die Freiheit. Doch zum ersten Mal konnte er sich nicht für die Vogelperspektive auf die Neuseeländischen Alpen begeistern. Die schneebedeckten Gipfel wirkten vor dem knallblauen Himmel erschreckend sauber und kalt, aber er nahm sie kaum zur Kenntnis. Er konnte an nichts anderes denken als an Amanda.

    Colins Umzug war in allen Einzelheiten durchgeplant, und Jared war zufrieden. Amanda würde in Auckland bleiben, und der alte Knabe war in Sicherheit. Solange er wollte, würde alles so weitergehen wie bisher.

    Doch das Unbehagen nagte an ihm, und er plante schon seinen Abgang. Wenn er Schluss machte, würde er Colins Rechnungen einfach über die Buchhaltung abwickeln lassen. So konnte er Amanda problemlos aus seinem Leben verbannen.

    Gut.

    Auf dem Weg zu seinem Haus wartete er vergeblich auf das Gefühl der Befreiung, das ihn normalerweise überkam, wenn er die frische Luft einatmete und in den weiten Himmel über der eindrucksvollen Bergkette blickte.

    Stattdessen fragte er sich, was sie gerade tat. Sein Haus fühlte sich leer an. Er drehte sich um. Waren das Schritte?

    Schön wär’s.

    Er wünschte, sie wäre hier. Er wollte die Schönheit dieses Ortes mit ihr gemeinsam wahrnehmen. Mit ihr am Fenster stehen und zuschauen, wie die Sonne hinter der schneebedeckten Gebirgskette versank …

    Verdammt noch mal. Er führte sich ja auf wie ein verliebter Teenager, dessen Hormone verrückt spielten. Jared holte sein Snowboard und seine Ausrüstung und warf sie in den Kofferraum seines Wagens. Er brauchte dringend Bewegung.

    Doch sie ging ihm einfach nicht aus dem Kopf. Sie hatte von seinen Gedanken und seinem Körper Besitz ergriffen wie eine tödliche Droge.

    Am Ende kehrte er früher als geplant zurück und fuhr direkt zu ihr. Während er die Stufen hinaufstieg, wuchs sein Groll. Er fand es furchtbar, dass sie in so einer Absteige wohnte, wollte aber auch nicht, dass sie zu ihm zog. Er wollte sie nicht vermissen, wenn er sich in seinen Schlupfwinkel zurückzog. Er wollte sich aber auch nicht ständig so nach ihr sehnen.

Er klopfte energisch an die Tür.

    Sie lächelte kühl, als sie öffnete.

    „Wie waren deine Meetings?“, fragte sie mit aufgesetzter Höflichkeit. „Fahren deine Kunden so gut Snowboard wie du?“

    Sie wusste also Bescheid.

    Ihre Augen funkelten. „Ich habe dein Büro angerufen, weil ich ein paar Informationen für die Formulare des Pflegeheims brauchte. Dein Handy war aus, und deine Sekretärin hat mir erzählt, dass du ein paar Tage nicht erreichbar bist. ‚Er kommt erst Donnerstag aus Queenstown zurück‘“, äffte sie die Sekretärin nach. „Aber heute ist erst Dienstag. Was ist los, Jared? Warum lügst du mich an?“

    „Ich wollte dich nicht verletzen.“

    „Warum hätte ich verletzt sein sollen? Du bist ein freier Mann, Jared.“

    Sie hatte recht. Warum hatte er dann so ein schlechtes Gewissen? „Ich hatte wirklich ein paar Meetings. Via Videokonferenz.“

    „Solange keine andere Frau im Spiel ist …“

    Der Gedanke verschlug ihm den Atem. Wie konnte sie so etwas nur denken?

    Sie stand breitbeinig in der Tür und versperrte ihm den Weg.

    „Gibt es eine andere Frau, Jared?“

    „Das weißt du doch.“ Es gab nur sie. Ihr Geist folgte ihm überallhin. Und bei dem Gedanken an andere Frauen wurde ihm ganz anders. Wieder stieg Groll in ihm auf.

    „Tu ich das?“, konterte sie. „Ich weiß nur das Bisschen, was du mir erzählst.“

    Darauf konnte er nichts erwidern.

    „Und das ist offenbar nicht immer die Wahrheit.“

    „Neben dir hat keine andere Frau Platz, und das weißt du.“ Er kam näher. „Lass mich herein.“

    „Nein.“ Sie wich seinem Blick aus. „Jetzt passt es nicht. Ich habe dich nicht vor Donnerstag erwartet.“ Ihre Stimme klang heiser. „Ich habe schon etwas vor.“

    Sie bestrafte ihn also. Und sie sagte ebenso wenig die Wahrheit wie er. Doch er war schnell. Ehe sie zurückweichen oder ihm die Tür vor der Nase zuschlagen konnte, küsste er sie tief und leidenschaftlich. Ließ sie sein Verlangen spüren. Dann hob er den Kopf und sah sie an. Wartete. Ihr Blick war sanft, die Lippen geöffnet. Sie kam näher.

    Und dann wich er zurück. Bestrafte sie beide. „Viel Spaß heute Abend!“

Fluchend lehnte Amanda sich gegen die Tür und ballte die Fäuste, um ihm nicht nachzulaufen wie ein verliebter Teenager.

    Doch sie machte sich nichts vor. Er hatte sie durchschaut, er hatte die Kontrolle.

    Am Mittwoch herrschte Funkstille. Kein Anruf, keine SMS, keine E-Mail. Die restlichen Informationen hatte seine Sekretärin direkt an das Pflegeheim gefaxt.

    Am Donnerstag überschminkte sie die dunklen Schatten unter ihren Augen.

    Valerie fiel es trotzdem auf: „Du siehst erschöpft aus.“

    „Ich habe schlecht geschlafen.“ In Wahrheit hatte sie überhaupt nicht geschlafen.

    „Du kannst heute früher Feierabend machen.“

    Sie schüttelte den Kopf. Arbeit war eine willkommene Ablenkung, und deshalb saß Amanda bis lange nach Dienstschluss an ihrem Schreibtisch.

    Als sie nach Hause kam, gingen draußen schon die Straßenlaternen an und im Hausflur hing der Duft von Abendessen.

    Jared lehnte an der Wand neben ihrer Wohnungstür.

    Unvermittelt blieb sie stehen.

    „Da bin ich wieder“, begrüßte er sie mit unergründlichem Blick.

    Sie erwiderte nichts, ihr fiel einfach nichts ein. Ihr Herz raste, zwischen ihren Beinen begann es lustvoll zu pulsieren. Ihr war alles egal, sie sehnte sich nur noch danach, ihr Verlangen zu stillen. Nachdem sie die Tür aufgeschlossen hatte, machte er sie hinter ihnen zu, und sie wandte sich zu ihm um.

    Der Kuss war so wild und leidenschaftlich wie jener verhängnisvolle Kuss all die Jahre zuvor. Von heftigem Verlangen überwältigt versanken sie ineinander. Schwer atmend löste er sich aus der Umarmung. Sie zog ihn wieder an sich und erneuerte den Kuss mit hungrigen Lippen.

    Mit geschickten Bewegungen öffnete sie Gürtel und Reißverschluss seiner Hose. Er machte einen Schritt zurück, doch sie folgte ihm und schubste ihn aufs Bett. Rittlings setzte sie sich auf ihn, schob ihren Slip beiseite und setzte sich mit einer schnellen Bewegung auf ihn.

    „Amanda.“ Er sog erschrocken die Luft ein. „Geht es dir gut?“

    Sie stöhnte lachend auf. „Mir ging es nie besser.“

    Seine dunkelbraunen Augen funkelten. „So gefällt es dir also?“

    „Im Moment ja.“

    Er lachte in sich hinein, ein leises gefährliches Lachen. Sie spürte wie er die Muskeln anspannte. Und dann trieb er sie mit beängstigender Selbstbeherrschung in schwindelerregende Höhen, bis zum Gipfel, bis sie begriff, dass sie zwar oben war, aber er nach wie vor die Kontrolle hatte.

 

Jetzt konnte Jared es zugeben. Die vergangenen zwei Tage waren die Hölle gewesen, und der Beweis, dass es zwischen ihnen noch lange nicht vorbei war. Während er ihrem ruhigen Atem lauschte, streichelte er ihre kühle Haut.

    „Verzeih mir. Ich hätte dir sagen sollen, wohin ich fahre.“

    Sie antwortete nicht, doch er spürte, wie sich ihr Körper unter seinen Fingern leicht versteifte.

    „Ich liebe die Berge“, versuchte er zu erklären. „Sie entspannen mich.“ Normalerweise.

    „Warst du denn gestresst?“

    „Ein bisschen.“ Sehr. Er war es immer noch. Sein Körper war in ständiger Alarmbereitschaft.

    Er versuchte, sich wieder zu entspannen. Wollte es diesmal langsamer angehen lassen. Doch es dauerte nicht lange, ehe ihn erneut wildes Verlangen erfasste.

    Während sie wieder zu Atem kam, hielt Jared sie in seinen Armen und blickte sich in dem schäbigen Zimmer um. Prinzessin Amanda gehörte nicht in diese Absteige mit zwielichtigen Nachbarn.

    Das Herz pochte in seiner Brust, und er schluckte schwer.

    „In dem Gebäude neben mir ist eine Wohnung frei“, begann er. Sie lag nur drei Minuten von seiner entfernt.

    „Willst du umziehen?“

    „Nein.“ Er räusperte sich. „Aber ich finde, du solltest umziehen.“

    „Das kann ich mir nicht leisten“, widersprach sie träge. „Zwar wird jetzt alles besser, weil ich nicht mehr ständig in den Süden fliegen muss und nicht mehr die Medikamente für meinen Großvater bezahlen muss, aber bis ich das Geld für eine Kaution und höhere Miete zusammenhabe, wird es noch eine Weile dauern.“

    „Wie wäre es, wenn ich die Wohnung für dich miete?“

    „Wie bitte?“

    „Wenn ich die Wohnung für dich miete, brauchst du nur noch einziehen.“

    Dann wäre sie näher. Erreichbarer. Immer da, wenn er sie brauchte.

    Jede Faser seines Körpers war angespannt, während er auf ihre Antwort wartete. Noch nie hatte er so ein Angebot gemacht. Noch nie hatte er einer Frau einen festen Platz in seinem Leben eingeräumt.

    „Du willst mir eine Wohnung mieten?“

    „Dann könnten wir zusammen sein, ohne …“

    „Ohne zusammen zu sein.“ Sie klang nicht gerade begeistert. „Ich dachte, unsere Beziehung ist nur vorübergehend.“ Amanda stützte sich auf seiner Brust ab und sah ihm ins Gesicht.

    „Es … äh …“ Er wich ihrem Blick aus. „Es scheint doch länger zu halten …“

    Sie nickte langsam. „Und wenn es irgendwann aus ist? Setzt du mich dann auf die Straße?“

    „Amanda …“

    „Nein, ich will es wissen. Was erwartest du als Gegenleistung? Nur Sex? Wie oft in der Woche? Machen wir einen Vertrag? Sechs mal in der Woche Sex für ein Dach über dem Kopf?“

    „Amanda, hör auf …“

    „Nein, Jared. Hör du auf“, unterbrach sie ihn schroff. „Du machst es nur noch schlimmer.“

    „Schlimmer? Ich will doch nur …“

    „Ich schlage vor, du denkst mal darüber nach, was du eigentlich willst“, unterbrach sie ihn erneut. „Und warum du es willst. Dann unterhalten wir uns weiter.“

    „Du verstehst das ganz falsch.“

    „Ach wirklich? Hättest du mich gern als eine Art Mätresse, Jared? Gewissermaßen als Edelnutte?“

    „Sag so etwas nicht!“

    „Was? Die Wahrheit?

    „Ich will dich nur hier herausholen. Hier bist du nicht sicher.“

    „Ach so.“ Sie stand auf und schlang die Decke um sich. „Es geht dir also nur um mich. Du willst nur mein Bestes. Wie großzügig von dir, Jared. Erst Großvater und dann ich. Ich verstehe, dass du ihm viel verdankst. Aber mir schuldest du nichts.“

    „Darum geht es doch gar nicht.“ Er setzte sich auf.

    „Worum dann?“

    Er schwieg.

    „Wie ich schon sagte, Jared. Denk darüber nach, was du willst und was du gerade getan hast.“

    „Das Angebot steht. Überleg es dir.“

    „Ich denke darüber nach.“ Sie machte drei Schritte, bis sie am anderen Ende des Zimmers stand. „Aber jetzt möchte ich, dass du gehst. Ich brauche auch Abstand, und ich besitze kein Häuschen in Queenstown, in das ich mich zurückziehen kann. Ich möchte allein sein.“

    Hastig zog er seine Jeans an. „Typisch Frau.“

    „Ich bin eine Frau.“

    „Du drehst mir jedes Wort im Mund herum.“ Er zog sich sein Hemd über den Kopf.

    „Ich verdrehe überhaupt nichts, Jared. Ich sage nur, was ich denke.“

    „Aber du irrst dich!“ Die Hände in die Hüften gestemmt, sah er sie an. Warum verstand sie nicht, dass sie beide von einem Umzug profitierten?

    „Geh jetzt, Jared.“

    Er griff in seine Hosentasche und hielt ihr den Autoschlüssel vor die Nase. „Den lasse ich dir hier. Du wirst den Wagen morgen brauchen.“

    Sie wollte ablehnen. Er sah es an ihrem Gesicht und ihrer ablehnenden Körperhaltung. Sie wollte nichts von ihm annehmen – außer seinem Körper.

    „Ich lasse ihn hier.“ Er warf den Schlüssel auf das Bett. „Mach damit, was du willst.“

    Er schlug die Tür hinter sich zu und hörte, wie sie hinter ihm verriegelt wurde.

Vorheriger Artikel Heiße Küsse für den Boss - 14. Kapitel
Nächster Artikel Heiße Küsse für den Boss - 12. Kapitel