Heiße Küsse für den Boss - 4. Kapitel

4. Kapitel

Amanda stutzte. Sie konnte nicht glauben, was sie hörte.

    „Ja … ja … sicher … natürlich.“ Valerie sah auf und zwinkerte Amanda, Sean und Danielle zu, dann drehte sie ihren Stuhl zum Fenster und versuchte, das breite Lächeln zu unterdrücken. „Das ist kein Problem. Wunderbar, Jared.“

    Amanda sah, wie Valerie den Hörer betrachtete und ihn dann vorsichtig auflegte.

    „Und?“, kreischte Sean.

    „Leute …“ Valerie sah aus, als würde sie gleich platzen. „Wir haben einen Kunden.“

    „Okay!“ Sean führte einen kleinen Freudentanz auf. „Wo kaufe ich? Was kaufe ich? Radio, Fernsehen … Machen wir auch den Internetauftritt?“

    Valerie hob eine Hand, und Sean verstummte brav.

    „Dazu kommen wir noch. Mr Jared James ist ein anspruchsvoller Kunde und hat sehr eigene Vorstellungen. Er hat ein paar Bedingungen gestellt, denen ich bereits zugestimmt habe. Die erste ist, dass Amanda für die Umsetzung der Kampagne und den Kundenkontakt verantwortlich ist. Wir helfen dir natürlich, Amanda. Du bist nicht allein.“ Valerie sah sie mit ihren wachen Augen forschend an.

    Amanda spürte, wie das Blut durch ihren Körper rauschte. Ihr Kopf war leer.

    „Ich bin für den Kundenkontakt verantwortlich?“ Sie sollte mit Jared verhandeln? Für alles verantwortlich sein? Aber sie war doch erst seit ein paar Monaten in der Agentur, war gerade erst nach Auckland gezogen.

    „Wir brauchen dich, Amanda. Kannst du das schaffen?“ Valerie kam hinter ihrem Schreibtisch hervor.

    „Klar“, entfuhr es Amanda. „Natürlich.“ Sie machte auf dem Absatz kehrt und ging an ihren Platz.

    Oh nein. Der Schreck machte ihr Heißhunger auf etwas Süßes.

    Sie hatten den Auftrag bekommen, aber sie musste mit Jared zusammenarbeiten, Zeit mit ihm verbringen. Schnell etwas Süßes!

    Alles wäre gut, wenn ihr nicht jedes Mal, wenn sein Name fiel, heiß und kalt würde. Sie hatte das Gefühl zu schmelzen …

    Sie griff in die Pralinenschachtel …

    „Hey, Amanda! Hey, stopp!“, kreischte Sean. „Das sind Muster für eine Werbekampagne.“

    Während Amanda die erste Praline noch kaute, schob sie sich schon die zweite in den Mund. „Egal.“ Sie schluckte die Pralinen hinunter und nahm sich gleich noch eine. „Ich brauche jetzt dringend etwas Süßes.“

    „Aber, Amanda, die kosten ein Vermögen und …“

    „Ich kaufe neue“, unterbrach sie ihn, während sie noch eine kostete.

    „Oder du bittest deinen Großvater, die ganze Firma zu kaufen.“

    „Jared?“ Sie drehte sich so schnell um, dass drei der Pralinen wie Geschosse aus der Schachtel flogen.

    „Ich habe eben vom Handy aus mit Valerie telefoniert.“ Jared griff lässig nach der Praline, die neben ihm auf Danielles Schreibtisch gelandet war. „Sie hatte wohl noch keine Gelegenheit zu erwähnen, dass ich vorbeikomme.“

    „Ich …“ Amanda blickte über ihre Schulter.

    Valerie formte mit den Lippen ein stummes „Tut mir leid“.

    „Lass uns die Besprechung kurz halten. Ich will nicht zu viel von deiner kostbaren Zeit in Anspruch nehmen.“ Er betrachtete die Praline in seiner Hand und warf einen spöttischen Blick auf die Pralinenschachtel.

    „Äh. Okay.“ Amanda versteckte die Schachtel hinter ihrem Rücken und schluckte.

    Die Praline noch in der Hand, ging er auf Amanda zu. „Können wir irgendwo ungestört reden? Gibt es hier so etwas wie einen Konferenzraum?“

    „Äh …“ Doch als sie antworten wollte, steckte er ihr die Praline in den Mund.

    Lachend leckte er die geschmolzene Schokolade von seinem Finger.

    „Vielleicht bist du jetzt ein bisschen süßer zu mir.“ Seine Augen funkelten gefährlich. „Zeigst du mir den Weg?“

    Amanda ignorierte Danielles und Seans verblüffte Blicke und Valeries hochgezogene Augenbrauen und ging voran zum kleinen Konferenzzimmer. Vor der Tür zögerte sie.

    Sein Lächeln war ungefähr so vertrauenerweckend wie das eines Krokodils.

    „Nach dir.“

Nachdem sie das Zimmer betreten hatte, schloss er die Tür. Ihr war plötzlich bewusst, wie klein das Zimmer war, wie groß er war, wie ungewohnt es war, ihn im Anzug zu sehen, diesmal schwarz mit ganz dünnen Nadelstreifen und dazu eine dunkelrote Krawatte. Einen langen Moment starrte sie ihn an, versunken in seinen Anblick.

    Sie redete sich gut zu. Du musst professionell sein. Denk nicht an die Praline. Denk nicht daran, wie er dich ansieht. Mach deinen Job und mach ihn gut.

    Sie atmete tief durch. „Danke, dass du an Synergy glaubst. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“

    „Natürlich.“

    Sein gelangweilter Tonfall ging ihr auf die Nerven.

    „Bist du sicher, dass Valerie nicht bei der Besprechung dabei sein soll?“ Sie blickte zur Tür.

    „Ja.“ Er kam langsam auf sie zu.

    Sie wich zurück.

    „Hast du Angst davor, mit mir allein zu sein?“ Er kam näher.

    In dem winzigen Konferenzraum gab es keine Ausweichmöglichkeit. „Natürlich nicht. Ich habe keine Angst vor dir.“

    Er legte seine Hände auf ihre Schultern und drückte sie hinunter. Sie landete auf einem der Stühle, die in einer Reihe an der Wand standen.

    „Aber ich dachte, ich bin der große böse Wolf.“ Er setzte sich auf den Stuhl neben ihr und lächelte wieder dieses Lächeln.

    Krokodil? Schlange? Wolf? Egal, die Vergleiche weckten jedenfalls weder Vertrauen noch Hoffnung. Sie weckten … etwas ganz anderes.

    „Das war nur ein Scherz.“ Ihre Stimmte bebte.

    „Du weißt doch, in jedem Scherz liegt ein Fünkchen Wahrheit.“ Er quälte sie absichtlich. Außerdem saß er viel zu nah.

    „Ich kann nicht mit dir zusammenarbeiten, wenn du so bist.“ Sie sprang auf.

    „Wie denn?“

    „Du weißt, was ich meine.“

    Er stand auf und schien sich geradezu an sie heranzupirschen. „Eigentlich arbeitest du für mich.“

    Das machte es nicht einfacher. Sie ging auf die Tür zu, doch er legte ihr beschwichtigend eine Hand auf den Arm.

    „Komm und setz dich, Amanda. Und hör auf, dich wie ein verwöhntes Kind zu benehmen“, befahl er sanft. „Lass deine Gefühle aus dem Spiel. Wir haben zu tun.“

    Das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen. Ihre Gefühle? Er war es doch, der sie vor allen Leuten mit Pralinen fütterte und ihr zu nahe kam. „Ich habe keine Gefühle. Jedenfalls nicht für dich.“

    „Was du nicht sagst.“ Er ließ die Hand sinken, und jedes Lächeln war aus seinem Gesicht verschwunden. „Beweise es.“

    „Wie bitte?“

    Er kam näher. „Beweise, dass du nichts für mich empfindest.“

    „W…wie denn?“

    „Küss mich.“

    „Was?“

    „Du traust dich nicht?“ Seine Augen funkelten.

    Sie hielt seinem Blick stand. Es ging längst nicht mehr um den Auftrag. Es ging um das, was in jener Nacht vor vielen Jahren passiert war, was noch immer zwischen ihnen stand – und das aus dem Weg geräumt werden musste.

    Sie wollte sich und ihm beweisen, dass sie nichts mehr für ihn empfand. Der Kuss damals konnte eigentlich gar nicht so atemberaubend gewesen sein. Sie wusste nur, dass ihr seither bei jedem Kuss etwas gefehlt hatte. Jetzt hatte sie die Chance, mit der Erinnerung aufzuräumen. Er war nichts weiter als ein arroganter Mistkerl.

    Doch in ihrem Bauch breitete sich ein warmes Gefühl aus. Ein brennendes Verlangen. Sein Anblick ließ ihr Herz schneller schlagen, seine Gegenwart machte sie nervös …

    Sie traute sich selbst nicht über den Weg.

    Die Spannung im Raum war greifbar. Und doch standen sie ganz still – er wie eine Katze auf der Pirsch, sie wie ein Kaninchen im Scheinwerferlicht eines Autos.

    Sie zwang sich zu blinzeln.

    „Na gut.“ Sie war schließlich eine erwachsene Frau, die ihre Gefühle und ihr Geschick im Griff hatte.

    Sie machte einen kleinen Schritt auf ihn zu und neigte den Kopf ein wenig zurück, um ihm in die Augen sehen zu können. Dass er groß war, machte es nicht leichter für sie. Trotz ihrer hohen Absätze musste sie sich auf die Zehenspitzen stellen. Als sie ihm so nah war, konnte sie seinen maskulinen Duft wahrnehmen, seine Körperwärme spüren.

    Das Gefühl in ihrem Bauch verstärkte sich. Sie spannte jeden Muskel in ihrem Körper an. Die Hände zu Fäusten geballt, presste sie die fest geschlossenen Lippen eine winzige Sekunde auf seine.

    Schnell wie eine Schlange packte er ihre Oberarme.

    „Das war kein Kuss“, murmelte er, fast ohne die Lippen zu bewegen. „Küss mich richtig.“

    Als er den Kopf zu ihr hinabbeugte, wollte sie widersprechen. Deshalb hatte sie doch die Lippen geöffnet, oder? Um ihm zu sagen, er solle sich zum Teufel scheren.

    Doch als Jareds warme Lippen die ihren verschlossen, gab sie ihren Widerstand auf. Und obwohl er sie noch immer an den Armen gepackt hielt, war sein Kuss zärtlich.

    Sein letzter Kuss war wild und leidenschaftlich und fast brutal gewesen. Und er hatte in ihr eine ungeahnte Lust geweckt, die sie ebenso erregt wie erschreckt hatte.

    Doch diesmal war die Berührung seiner Lippen ganz sanft. Sie stand mit angehaltenem Atem auf den Zehenspitzen und genoss jede Sekunde.

    Der Druck seiner Finger ließ nach. Er strich mit den Händen über ihre Arme und legte eine Hand auf ihren Rücken, um Amanda näher an sich heranzuziehen.

    Mit der anderen Hand umschloss er eine ihrer Fäuste.

    Der Druck seiner Lippen wurde fester, fordernder. Amanda spürte seine Zunge, und plötzlich gab sie nach. Ihre Lippen öffneten sich noch mehr, und sofort begann er ihren Mund zu erforschen.

    Ihre Finger entspannten sich und verschränkten sich mit seinen. Er nahm ihre Hand und legte sie auf seine Schulter. Der Stoff fühlte sich weich an, und sie ließ ihre Hand in seinen Nacken wandern.

    Mit der anderen Hand fuhr sie über seine breite Schulter, wanderte höher und griff in sein dichtes, dunkles Haar.

    Jared schloss seine Arme fester um sie, und Amanda sank ihm entgegen. Sie spürte seinen muskulösen Körper, und doch war sie ihm noch nicht nah genug.

    Sie öffnete sich ihm noch mehr, wollte ganz von ihm in Besitz genommen werden. Währenddessen wurde der Kuss immer wilder, immer leidenschaftlicher. Er roch so gut, schmeckte so gut.

    Mit einer Hand umschloss er ihre Brust, umfasste sie mit gespreizten Fingern. Mit dem Daumen näherte er sich ihrer sehnsuchtsvoll aufgerichteten Knospe. Endlich berührte, streichelte er sie, sodass Amanda stöhnte und unwillkürlich die Hüften bewegte. Mit der anderen Hand umfasste er ihren Po, drückte sie an sich, und presste seinen Schenkel zwischen ihre Beine. Sie trug keine Strumpfhose, nur ein dünnes Seidenhöschen, und durch den Stoff seines Anzugs spürte sie seine festen Muskeln. Wieder stöhnte sie auf, als heißes Verlangen sie durchströmte, und Jared strich noch einmal über ihre Brustspitze und presste seinen Schenkel noch ein wenig härter zwischen ihre Beine.

    Er küsste ihren Hals. Seufzend wünschte Amanda, er würde sich endlich weiter vorwagen. Sie wollte seine Lippen auf ihren nackten Brüsten spüren, wollte, dass er daran saugte. Doch er bewegte sich so langsam, so genüsslich, so quälend langsam. Bewegte seine Hand, und das köstliche Streicheln seines Daumens hörte auf. Sie presste sich an ihn, während er den obersten Knopf ihrer Bluse öffnete, und dann den nächsten. Mit dem Mund liebkoste er die entblößte Haut. Nicht mehr lange, nur noch ein paar Knöpfe.

    „Bitte …“, hauchte sie.

    Wieder umfasste er ihre Brust, umkreiste die Brustspitze mit dem Daumen und fuhr dann unsanft darüber.

    Amanda sog scharf die Luft ein.

    „Keine Gefühle, sagst du?“ Er hob den Kopf und blickte sie so kühl an, dass sie das Gefühl hatte, jemand hätte ihr einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf gekippt.

    Schwer atmend warf sie den Kopf zurück, als ihr klar wurde, dass er mit ihr gespielt hatte. Schon wieder.

    Sie kochte vor Wut. Schließlich war sie nicht die Einzige gewesen, die erregt gewesen war.

    „Und was ist mit deinen Gefühlen?“ Sie stieß mit der Hüfte an seine Erektion.

    Jared ließ Amanda los und wich so abrupt zurück, dass sie fast gestolpert wäre. „Welcher Mann würde nicht reagieren, wenn sich eine Frau mit deinen Kurven ihm so an den Hals wirft?“

    An den Hals wirft?

    Sie musste sich auf einer Stuhllehne abstützen. „Du solltest die Kampagne mit Valerie besprechen.“

    Das Funkeln in seinen Augen erlosch. „Nein, Amanda.“

    „Aber, Jared …“

    „Der Auftrag ist an dich gebunden. Ohne dich platzt der Vertrag und die Agentur geht pleite.“

    „Was?“ Amanda traute ihren Ohren nicht.

    „War die Präsentation nicht deine Idee?“

    Sie nickte.

    „Dann brauche ich dein kreatives Talent.“

    Sie schüttelte den Kopf. Sie konnte die Kampagne hier in der Agentur ausarbeiten. Dann brauchte sie mit Jared nichts zu tun haben …

    „Kannst du das Amanda?“ Seine Stimme klang schroff. „Kannst du deine Interessen in den Hintergrund stellen? Oder geht es nach wie vor nur um dich?“

    Sie öffnete den Mund, doch er überging sie.

    „Synergy braucht diesen Auftrag doch, um zu überleben, nicht wahr? Nun, ohne dich bekommen sie den Auftrag nicht.“ Er runzelte die Stirn. „Hast du schon einmal hart gearbeitet, Amanda? Denn ich werde dafür sorgen, dass du sehr hart arbeiten wirst.“

    „Du glaubst, ich habe noch nie hart gearbeitet?“ Was wusste er schon von ihr?

    „Ich glaube, du musstest es nie. Ich glaube, du tust alles, um harter Arbeit aus dem Weg zu gehen.“

    „Wow.“ Sie riss die Augen auf. „Du hast ja eine tolle Meinung von mir.“

    „Es ist nicht deine Schuld. Du wurdest verwöhnt. Du hattest einen Großvater, der dir jeden Wunsch von den Augen ablas. Du hast nie ein Nein gehört.“

    „Das glaubst du?“ Mein Gott, er hatte ja keine Ahnung. Von ihm hatte sie sehr wohl ein Nein gehört. Und war daraufhin auf diese schreckliche Schule geschickt worden … Sie hatte sich geändert. Längst war sie nicht mehr die kleine Madam, die ihm ihre verdreckten Stiefel zum Putzen hingestellt hatte.

    „Ich weiß es“, erklärte Jared. „Er hätte alles für dich getan, Amanda.“

    Bei dieser Bemerkung wandte sie sich ab. Die Erinnerung kam genau rechtzeitig. Ihr Großvater würde immer noch alles für sie tun. Trotz seiner Fehler hatte er es immer gut gemeint. Er hatte sie geliebt. Und jetzt war sie an der Reihe. Doch sie hatte das Bedürfnis, die Vergangenheit zu verteidigen.

    „Was ist falsch daran, jemanden zu verwöhnen, den man liebt? Ihm die Hindernisse aus dem Weg räumen zu wollen?“ Ihr Großvater hatte sie beschützen wollen. Auf seine Weise hatte er versucht, den Verlust ihrer Eltern wiedergutzumachen. Und er wollte nicht, dass sie so hart arbeiten musste wie er. Altmodisch wie er war, wollte er, dass sie „zu einer Dame“ heranwuchs – mit den entsprechenden Fähigkeiten: Klavierspielen, Französisch sprechen, Tanzen.

    „Man kann nicht sein ganzes Leben verwöhnt und verhätschelt werden. Selbst echte Prinzessinnen müssen zuweilen hart arbeiten.“

    Er tat ihr Unrecht, doch sie würde sich nicht provozieren lassen. Diesmal nicht.

    Amanda schluckte ihre Wut hinunter. „Du hast keine Ahnung, wie hart ich arbeiten kann, Jared.“

    „Nein? Dann kannst du es mir ja beweisen.“ Er lächelte sein Wolfslächeln. „Genauso wie du mir bewiesen hast, dass du nichts für mich empfindest.“

    Amanda versuchte, sich zusammenzureißen, konnte sich jedoch eine spitze Bemerkung nicht verkneifen: „Weißt du was, Jared? Ich gebe es zu. Ich empfinde etwas für dich: Ich hasse dich!“

    Sein Lächeln wurde breiter. „Ich weiß. Wir werden viel Spaß zusammen haben.“

    Das konnte sie sich kaum vorstellen.

    Er kam einen Schritt auf sie zu, doch sie wich zurück und verschränkte die Arme.

    „Und was machen wir wegen … wegen …?“

    Ironisch zog er die Augenbrauen hoch. „Wegen deiner Art mich zu küssen?“

    „Und wegen deiner Art mich zu küssen.“ Schließlich hatte er angefangen. Er war es, der die Grenze überschritten hatte.

    „Nichts.“ Er zuckte die Schultern. „Ich kann mich beherrschen.“

    Es ärgerte sie, dass er so tat, als sei der Kuss nichts Besonderes gewesen. Sie hatte viele Männer geküsst, und dieser Kuss war Weltklasse gewesen. Er tat, als habe er sie nur auf die Probe stellen wollen, doch er war genauso außer Atem gewesen wie sie. Genauso erregt.

    „Ach wirklich?“, meinte sie sarkastisch.

    Ihre Blicke trafen sich. „Sicher.“

    Sie ließ ihren Blick bedächtig an seinem Körper hinab und wieder hinauf gleiten. Er konnte sich also beherrschen? Sie machte auf dem Absatz kehrt und stolzierte aus dem Zimmer. Sie würde ihm beweisen, dass er sich irrte. In allem.

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