Und plötzlich ist es Leidenschaft - 4. Kapitel

4. Kapitel

Cole war klar, dass er diese Frau küssen würde. In Lyndseys Gegenwart traf er ständig dumme Entscheidungen, und es gab keinen Grund, daran gerade jetzt etwas zu ändern. "Du bist umwerfend", sagte er, während er mit dem Daumen über ihre Wange strich, und meinte es aufrichtig.

    "Du auch."

    Er grinste und strich durch ihre Haare.

    Zu seiner Überraschung küsste Lyndsey ihn heiß auf die Brust. Cole schnappte nach Luft. Ihre weichen Lippen schienen seine Haut förmlich zu verbrennen. Er brauchte einen Moment, bis er realisierte, dass sie die Narbe auf seiner Brust mit Küssen bedeckte. Sie linderte auf diese Weise eine sehr schmerzhafte Erinnerung, dabei hatte er geglaubt, sein Leben lang gegen diese Erinnerung ankämpfen zu müssen. Seine Hände zuckten. Dann sah er in ihre grünen Augen, um den Grund für ihre so überaus zärtliche Liebkosung ausfindig zu machen. Er entdeckte eine glühende Leidenschaft darin.

    Der Regen klatschte an die Fenster, ein Blitz erhellte den Himmel, und die Bäume draußen bogen sich im peitschenden Wind. Cole fühlte einen ähnlichen Sturm in sich toben. Er konnte keine Sekunde länger warten, ihre Lippen zu berühren, zu schmecken und auszukosten. Ihr Mund war genauso sinnlich, weich und perfekt, wie er es sich vorgestellt hatte. Aber ihr Kuss war noch süßer und hingebungsvoller als in seiner Fantasie. Er küsste sie erneut, zog diesmal ihren biegsamen Körper an sich. Seine Haut schien in Flammen zu stehen, und er war von einem tiefen Verlangen erfüllt.

    Lyndsey öffnete die Lippen und stöhnte leise. Sie schlang die Arme um seinen Nacken und schmiegte sich an ihn.

    Er genoss ihre Reaktion und sog ihren Duft ein. Er wollte die Augen schließen, die Welt ausblenden und sich in ihr verlieren. Am liebsten würde er so tun, als wären sie beide allein auf der Welt. Aber das war leider unmöglich. Langsam zog er sich von ihr zurück.

    Ihre Wangen waren gerötet, und in ihren Augen lag ein entrückter Ausdruck. Cole nahm an, dass er genauso aussah.

    Sie strich über seine Brust und atmete tief ein, als sie ihn losließ. "Vermutlich ist es gut, dass wir das aus dem Weg geräumt haben."

    "Unseren ersten Kuss?"

    Lyndsey nickte und fixierte dabei einen Punkt unterhalb seines Halses. "Ja. Vor Katies Augen hätte es uns in Verlegenheit bringen können."

    "Das ist wohl wahr." Er trat zurück und strich sich durch das Haar. "Jetzt weiß ich zumindest, was mich erwartet."

    "Ich auch."

    "Also war es letztendlich doch keine so dumme Idee."

    "Ich finde, es war sogar eine ziemlich brillante Idee."

    "Ja. Brillant." Cole holte angespannt Luft. "Ich, äh …"

    Er deutete vage auf die Tür seines Schlafzimmers und verschwand eilig darin. Dort zog er sich ein sauberes Hemd an. Brillant ist genau das richtige Wort, dachte er. Nun würde er sie nicht mehr anschauen können, ohne Verlangen nach ihr zu verspüren.

    Als er zurückkehrte, hatte Lyndsey es sich mit Papier und einem Stift in den Händen im Sessel bequem gemacht. "Wir sollten über unsere Vorgehensweise reden", sagte sie.

    Er blieb stehen. Vielleicht konnte sie sich so schnell auf etwas anderes konzentrieren, doch er brauchte einige Minuten, um sich zu erholen. Mit übertriebener Sorgfalt knöpfte er sein Hemd fertig zu und steckte es in den Hosenbund. Dann setzte er sich auf die Couch und sah sie an. "Was hast du dir schon notiert?" Er bemühte sich, sein Gleichgewicht wiederzufinden und die Tatsache zu ignorieren, dass sie seinen Bademantel trug.

    Lyndsey strich sich eine Strähne ihres schönen roten Haars hinter das Ohr. "Wie schnell werden wir die Sache durchgezogen haben, was denkst du?"

    "Warum? Hast du es eilig?"

    Sie warf ihm einen überraschten Blick zu. "Ja. Ich muss die Vorbereitungen für eine Ausstellung mit sehr vielen Exponaten treffen."

    "Ich glaube nicht, dass uns Katie eine Liebe auf den ersten Blick abkaufen wird."

    "Ich meinte ja nicht heute Nachmittag. Die Vorbereitungen werden zwei Wochen brauchen."

    "Zwei ganze Wochen?"

    "Vielleicht auch etwas länger."

    Cole verdrängte seinen Ärger über Lyndseys geschäftsmäßige Art. Sie hatten sich geküsst. Nichts hatte sich geändert. Ihre Beziehung ging nach wie vor nicht über einen Tauschhandel hinaus.

    "Was ist denn?"

    "Nichts." Er machte ein möglichst unbeteiligtes Gesicht.

    "Bist du sicher?"

    "Was könnte denn sein?"

    Lyndsey nickte. "Okay. Wo ist der Blitz des Nordens jetzt?"

    "Im Safe eines Anwalts in Wichita Falls."

    "Können wir ihn holen?"

    "Erst nach der Hochzeit", meinte Cole.

    Lyndsey nickte wieder. "Ich werde ein paar Anrufe erledigen müssen."

    "Bei Kyle im Haus gibt es ein Telefon. Bei Grandma auch. Mit dem Handy ist im Valley keine Verbindung möglich."

    "Und du hast kein Telefon?"

    Cole zuckte die Achseln. "Ich lebe noch nicht lange hier in der Hütte und habe vieles noch nicht auf den neuesten Stand gebracht."

    "Kein Problem. Also, wie wird unser nächster Schritt aussehen, um Katie zu überzeugen?"

    "Es hört auf zu regnen", meinte Cole. "Wie wäre es, wenn ich dich zurück zu Katies Haus fahre, damit du ihr eine Weile von mir vorschwärmen kannst?"

    Lyndsey verzog ihr Gesicht langsam zu einem Lächeln, und zum ersten Mal seit dem Kuss entspannte Cole sich. "Lass mich nachdenken. Du siehst gut aus. Du bist klug, lustig und, oh …" Sie schnalzte mit den Fingern und lachte. "Ich kann ihr sagen, dass du sexy bist."

    Cole war nicht sicher, ob Lyndsey das aufrichtig meinte oder ob sie nur bereit war, Katie etwas vorzuspielen. Er konnte sie das nicht fragen, denn es würde dumm klingen. Und es gab keinen logischen Grund, weshalb ihn das kümmern sollte. Dennoch hätte er es gern gewusst.

Als Katie erfuhr, dass Lyndsey immer noch ein Hotelzimmer in Wichita Falls hatte, bot sie ihr an, sie hinzufahren, damit sie auschecken und ihren Koffer holen konnte. Der Mietwagen war reif für die Werkstatt, und es sah ganz danach aus, als würde Lyndsey ihn abschleppen lassen müssen. Aber die gemeinsame Fahrt mit Katie war die perfekte Gelegenheit für Lyndsey, um über Cole in Verzückung zu geraten.

    Das würde ihr nicht besonders schwerfallen. Der Mann konnte küssen wie ein Weltmeister. Sie errötete immer noch ein bisschen, wenn sie nur daran dachte. Tatsächlich hoffte sie auf irgendeine dumme Ausrede, um sich möglichst bald wieder von ihm küssen lassen zu können.

    Am nächsten Morgen rumpelte Katies Pick-up über die Zufahrtsstraße der Ranch. "Das dort oben auf dem Hügel ist Grandmas Haus, wo Kyles und Coles Dad aufgewachsen ist, und auch die beiden Brüder haben eine Weile dort gelebt", erklärte Katie. "Nachdem die Jungs geboren waren, hat ihr Vater das Haus gebaut, in dem wir jetzt leben."

    "Cole erwähnte, dass seine Eltern gestorben sind."

    Katie nickte. "Bei einem Flugzeugabsturz."

    "Oh nein." Lyndsey wurde die Brust ganz eng, als sie sich an diesen entsetzlichen Tag erinnerte, an dem sie erfahren hatte, dass ihre Eltern bei einem Feuer in ihrem Haus umgekommen waren.

    "In dem Flugzeug war auch Cole. Er hat als Einziger überlebt", fuhr Katie fort. "Er hatte wirklich Glück und ist mit Schnittwunden, Quetschungen und gebrochenen Rippen davongekommen."

    "Aber er hat seine Eltern verloren." Und es war mindestens eine Narbe zurückgeblieben, die ihn immer daran erinnerte. Nun war Lyndsey froh, dass sie ihn doch nicht danach gefragt hatte.

    Wieder nickte Katie. "Er ist ein guter Mann, Lyndsey."

    "Das weiß ich."

    "Er hat eine Menge durchgemacht."

    "Ja, das hat er." Sie verstand nur zu gut, was es bedeutete, seine Eltern zu verlieren.

    "Ich kann verstehen …" Katie räusperte sich. "Ich kann verstehen, dass du versucht sein könntest, ihm die Brosche abzuluchsen, indem du romantische Gefühle …"

    "Katie!"

    "Ich verurteile dich nicht. Ich kann mir vorstellen, wie wichtig die Brosche für dich ist."

    "Ich würde nie …"

    "Wie gesagt, maße ich mir kein Urteil an." Katie warf Lyndsey einen fast verlegenen Blick zu. "Ich möchte nur nicht, dass er wieder verletzt wird."

    Lyndsey schüttelte heftig den Kopf. "Ich bin Cole gegenüber absolut aufrichtig."

    "Und ich habe bemerkt, wie er dich ansieht."

    "Ich mag ihn auch, Katie", erwiderte Lyndsey schuldbewusst.

    "Er ist im Begriff, sich in dich zu verlieben."

    "Vielleicht." Sie musste sich daran erinnern, dass Cole seine Verliebtheit nur spielte. "Ich weiß nicht, wohin das führt", sagte sie. "Aber ich verspreche dir, dass ich ihn bezüglich meiner Gefühle nicht belügen werde."

    "Er ist ein guter Mann", wiederholte Katie.

    "Ein sehr guter Mann. Und er kann sich glücklich schätzen, dich zu haben."

    Katie rang sich ein Lächeln ab.

    Lyndsey berührte die Schulter der Frau. "Das meine ich ernst. Du bist eine tolle Schwägerin. Cole weiß ganz genau, dass ich die Brosche haben will. Falls sich zwischen uns etwas entwickeln sollte, lassen wir uns also mit offenen Augen darauf ein."

    "Dann glaubst du also, dass ihr zwei eine Chance haben könntet?" Katie lächelte froh.

    Lyndsey atmete tief ein und sah zum Seitenfenster hinaus. "Ich denke, Cole und ich werden eine sehr interessante Beziehung haben."

Lyndseys Antworten mussten Katie zufriedengestellt haben, denn sie schlug am Ende des Tages vor, zum Abendessen bei Grandma einzukehren. Samstag war traditionell Familientag bei den Ericksons. Eine perfekte Gelegenheit für Lyndsey, Grandma kennenzulernen.

    Cole hatte Lyndsey gewarnt, dass seine Großmutter eine unverbesserliche Ehestifterin war und in dem Moment damit anfangen würde, wenn sie Lyndsey zu Gesicht bekäme. Daher war sie auf alles vorbereitet.

    Doch dann begegnete sie einer aufgeweckten, lustigen und sehr sympathischen kleinen Frau mit einem Schlapphut, bunten Gartenhandschuhen und einem sechzig Jahre alten Traumhaus. Von der achteckigen Eingangshalle führte ein Bogendurchgang ins Wohnzimmer. "Ihr Haus ist wunderschön", sagte Lyndsey zu Grandma, als sie sich das Wohnzimmer ansah. Die Couch und der Sessel waren mit burgunderfarbenem Brokat bezogen und mit Häkeldecken dekoriert, die Coles Großmutter vermutlich selbst gefertigt hatte.

    "Ich habe es nie als schön empfunden", erwiderte Grandma.

    "Es ist hinreißend." Lyndsey lächelte, als sie den modernen Fernsehapparat und den PC auf einem antiken Schreibtisch entdeckte. Sie hätte zu gern ihre E-Mails durchgesehen.

    "Lyndsey ist ein paar Tage bei uns zu Besuch", erklärte Katie. "Sie ist am Blitz des Nordens interessiert."

    "Um den zu bekommen, müssen Sie Cole heiraten", erklärte Grandma lapidar, während sie die Frauen durch das Wohnzimmer führte.

    "Das habe ich schon mitbekommen", erwiderte Lyndsey.

    "Die gute Nachricht ist, dass er noch zu haben ist", meinte Grandma, als sie die Küche im hinteren Teil des Hauses erreicht hatten.

    "Das hat er mir schon gesagt."

    Grandma neigte den Kopf zur Seite und musterte sie interessiert. "Hat er das, ja?"

    Lyndsey nickte.

    Die alte Frau lächelte, nahm einen blauen Emaillekessel vom Regal und füllte ihn mit Wasser. "Aus New York kommen Sie?"

    "Ja."

    "Gefällt es Ihnen in Texas?"

    "Bisher hatte ich hier eine wundervolle Zeit."

    "Das ist gut." Grandma nickte. "Coles Mutter ist gestorben, wissen Sie das?"

    "Katie hat mir davon erzählt."

    "Sein Dad auch. Mein Neil."

    "Das tut mir sehr leid."

    "Nun, ich bin noch da. Und meiner Ansicht nach bedeutet das, dass ich immer noch Sorge für meinen eigenwilligen Enkel trage."

    Lyndsey grinste. "Meinen Sie Cole oder Kyle?"

    "Cole natürlich." Grandma machte eine Pause. "Wollen Sie mir helfen?" Einen Sekundenbruchteil später deutete sie auf eine Schüssel mit frisch gepflückten Blaubeeren, so dass ihre Frage nicht eindeutig zu interpretieren war.

    "Ich würde Ihnen sehr gern helfen." Lyndsey hielt sich beide Optionen offen.

    "Gut!" Grandma zwinkerte ihr zu. "Sie können die Blaubeeren waschen. Katie, hole mir bitte eine Schüssel."

    "Grandmas Teegebäck ist sehr berühmt in diesem Teil von Texas." Katie stellte Grandma eine große Schüssel aus Steingut hin.

    "Das Rezept ist ein Familiengeheimnis und wird von Generation zu Generation weitergegeben", sagte Grandma.

    "Ich kann es kaum erwarten, das Gebäck zu kosten." Lyndsey krempelte sich die Ärmel hoch.

    "Grandma, warum erklärst du Lyndsey nicht, wieso der Blitz des Nordens seit über fünfhundert Jahren immer an die Ehefrauen der Ericksons geht?", ermunterte Katie die alte Frau. Katie sah Lyndsey an. "Ich liebe diese Geschichte."

    "Soweit ich weiß, hat alles Mitte des vierzehnten Jahrhunderts angefangen", begann Grandma, während sie Mehl in die Schüssel schüttete.

    Lyndsey war sofort gefesselt. Sie hörte nichts lieber als solche alten Familiensagen, denn sie hielt diese Geschichten für genauso wertvoll wie Antiquitäten.

    "Die Familie war zuletzt mit einer Reihe von Erstgeborenen gesegnet worden, die nicht viel taugten", fuhr Grandma fort und gab Butter zum Mehl. "Also gab es Grund zur Sorge, dass diese Kerle die Brosche für Frauenzimmer und Bier versetzen würden, wenn sie das Erbstück bekämen. Und der alte Hendrik wollte sichergehen, dass sie ihr Geld nach Art der Wikinger durch Überfälle und Plünderungen verdienten."

    Lyndsey hätte die Geschichte zu gern für das Museum aufgeschrieben. Aber natürlich musste sie erst um Erlaubnis bitten. "Also deshalb erhält Cole die Brosche nicht vor der Hochzeit?"

    "Ich kann ja nicht zulassen, dass Cole sich mit Frauenzimmern und Bier vergnügt." Grandma zwinkerte und lächelte.

    "Kennen Sie viele solcher Geschichten?", fragte Lyndsey.

    "So einige."

    "Die würde ich liebend gern hören."

    "Und ich rede für mein Leben gern. Wir werden gut miteinander auskommen." Grandma holte ein Nudelholz aus einer Schublade. "Sind die Blaubeeren fertig?"

    Lyndsey breitete die gewaschenen Blaubeeren auf einem sauberen Küchentuch aus.

    "Also, was meinen Sie?", fragte Grandma. "Sind Sie bereit, es mit meinem Enkel zu versuchen?"

    "Die Vordertür wurde zugeschlagen. "Grandma?", rief Cole.

    Grandma zwinkerte Lyndsey erneut zu. "Der Mann braucht eine starke, intelligente Frau", flüsterte sie.

    Cole spazierte in die Küche. "Hier bist du." Er umarmte seine Großmutter und nickte Katie zu. Dann umfasste er kurz Lyndseys Schultern. "Wie war der Ausflug?", fragte er sie.

    "Ich habe einen Stetson und eine Jeans gekauft", sagte Lyndsey, die es verblüffend einfach fand, aufgeregt zu tun, weil Cole gekommen war.

    "Ich kann es kaum erwarten, die Sachen an dir zu sehen." Er wandte sich wieder seiner Großmutter zu. "Brauchst du etwas aus dem Garten?"

    "Kartoffeln und Karotten."

    "Hilfst du mir?", fragte er Lyndsey.

    "Sicher."

    Cole ging zur Küchentür und hielt sie ihr auf.

    Als Lyndsey die Veranda überquerte und zur Treppe ging, war sie fasziniert von dem spektakulären Panorama mit den grünen Bergketten, die in den türkisfarbenen Himmel ragten. Sie konnte den Schornstein von Coles Hütte, den Bach und Katies und Kyles Haus auf dem entfernten Hügel sehen.

    "Sei vorsichtig. Es geht steil bergab", warnte Cole sie.

    Sie hielt sich am Geländer fest, als sie die lange Treppe hinabstieg, die zu einem riesigen Obst- und Gemüsegarten und einer Wiese führte.

    "Wie ist es gelaufen?", fragte Cole leise hinter ihr.

    "Deine Großmutter spielt definitiv mit. Aber Katie dachte, dass ich versuchen würde, die Brosche durch romantisches Getue zu ergattern."

    Als sie unten angekommen waren, trat er neben sie. "Woher weißt du das?"

    "Sie hat mich geradeheraus darauf angesprochen."

    Cole legte eine Hand auf Lyndseys Rücken, um sie zum anderen Ende des Gartens zu führen. "Katie hat viel mehr zu bieten als nur ein hübsches Gesicht."

    "Ja." Seine Hand fühlte sich gut und sicher auf ihrem Rücken an. Bei einem anderen Mann wäre dieser ritterliche Zug vielleicht ärgerlich, aber er passte zu Cole. Die Geste war nicht aufgesetzt, sondern echt. Und das war nett.

    "Was hast du ihr gesagt?"

    "Ich habe ihr geschworen, dass ich absolut ehrlich zu dir bin."

    Er grinste. "Gut gemacht. Du hast auch viel mehr zu bieten als nur ein hübsches Gesicht."

    Lyndsey blieb stehen und sagte sich, dass er nur höflich sein wollte. "Danke. Ich habe tatsächlich auch etwas im Kopf, aber ich bin keine Gärtnerin. Was tun wir jetzt?"

    "Ich denke da an etwas Albernes und Romantisches."

    "Was?"

    "Ich garantiere dir, dass die beiden uns durch das Fenster beobachten." Er pflückte eine große Tomate vom Strauch, warf sie neckisch in die Luft, fing sie mit einer Hand wieder auf und kam dann mit einem teuflischen Grinsen auf Lyndsey zu.

    Sie wich einen Schritt zurück. "Das wirkt nicht sehr romantisch, Cole."

    "Ich necke dich. Das tun verliebte Männer ständig."

    "Bleib, wo du bist."

    Er kam näher. "Sie ist groß und reif und sehr saftig."

    Lyndsey trat noch einen Schritt zurück und stolperte leicht. "Cole." Als er eine ausholende Handbewegung machte, kreischte sie und bedeckte vorsichtshalber ihr Gesicht mit den Händen.

    Aber er schlang von hinten den Arm um ihre Taille, zog sie an sich und streckte die Hand, in der er die Tomate hielt, weit von sich. Dann küsste er ihren Nacken, und sie spürte seine heißen Lippen. Die Knie wurden ihr weich, und sie hielt sich an seinem Arm fest. "Nette Reaktion", flüsterte er und küsste erneut ihren Nacken.

    Lyndseys Hormone spielten verrückt, und sie neigte den Kopf, um ihm entgegenzukommen. Die Berge schienen vor ihren Augen zu verschwimmen.

    "Lyndsey …" Er atmete schwer, und sie drehte sich um, damit er sie auf den Mund küssen konnte.

    Im selben Moment schienen nur noch sie beide zu existieren. Sie hatte schon den ganzen Tag daran gedacht, von ihm geküsst zu werden, und seinen Kuss jede Sekunde vermisst, während sie in Wichita Falls und weit weg von Cole gewesen war, und konnte es nicht leugnen, dass seine Küsse ihr wie pure Magie vorkamen. Sie fühlte seine Lippen, die Berührung seiner Hände. Langsam sank Cole mit ihr in das duftende Gras, legte die Tomate weg und nahm sie in die Arme. Sie schloss die Augen. Die Nachmittagssonne erhitzte ihre Haut, und sie genoss es, Coles Körper auf ihrem und seine Lippen zu spüren. Sie musste das einfach auskosten – nur noch eine Sekunde …

    Jemand räusperte sich.

    Lyndsey schlug die Augen auf und entdeckte Kyle neben ihnen.

    "So sehr ich auch eure Hingabe an die Sache bewundere", meinte er, "denke ich doch, dass ihr beide ein wenig zu dick auftragt."

    Cole rollte sich zur Seite und stand auf.

    "Sorry", sagte Lyndsey und zupfte ihre Bluse zurecht. Wo genau hatte Cole eigentlich seine Hände gehabt, und was genau hatte Kyle gesehen?

    "Wir haben nur versucht, unsere Rolle zu erfüllen", erklärte Cole seinem Bruder und half ihr aufzustehen.

    Kyle verbiss sich ein Lächeln. "Das nächste Mal sucht ihr euch dafür besser ein Zimmer."

    "Und was würde das dann bringen?", fragte Cole.

    Sein Bruder warf Lyndsey einen vielsagenden Blick zu und schnaubte, bevor er weiterging.

    Cole tätschelte Lyndsey den Rücken. "Dann kümmern wir uns jetzt um die Kartoffeln und die Karotten, Partner."

    Sie strich sich über das Haar. "Kein Problem." Wenn Cole eine solche Wirkung erzielte, wenn er seine Leidenschaft nur spielte, würde irgendwann eine sehr glückliche Frau mit ihm wie im Paradies leben. "Denkst du, es war zu viel des Guten?"

    "Nein. Es war romantisch."

    "Also glaubst du, dass wir auf dem richtigen Weg sind?"

    Er ging nun voraus in den Gemüsegarten. "Davon abgesehen, dass Katie Verdacht geschöpft hat, ist bisher alles nach Plan gelaufen."

    Lyndsey beobachtete, wie Kyle die Treppe hochstieg. "Ihr drei macht mich wirklich fertig."

    "Was meinst du?", Cole zog Karotten aus der Erde.

    "Katie beschützt dich vor mir. Kyle will seiner Frau Stress ersparen. Und du verstößt gegen deine Prinzipien, um den beiden zu helfen."

    "Ist etwas daran verkehrt?"

    "Nein, es ist nett. Ich dagegen versuche nur, meinen Job zu retten." Sie mochte, was das über Cole aussagte. Aber sie war nicht sicher, ob sie mochte, was es über sie aussagte.

    "Dein Job ist in Gefahr?"

    Sie nickte. "Ich stehe auf dem Prüfstand. Da ist dieser Mann …" Sie hielt inne. Sie würde sich durch den Gedanken an Bradley Slander nicht den Tag verderben lassen. "Ehrlich gesagt, habe ich nicht die Leistung gebracht, die das Museum von mir erwartet. Wenn ich den Blitz des Nordens nicht für die Ausstellung bekommen kann, bin ich den Job los."

    "Halte die hier." Cole reichte ihr die frischen Karotten. "Dann bekomme ich also zusätzlich einen Pluspunkt, weil ich dir und Katie helfe?"

    "Absolut." Sie dachte darüber nach, was sie Gutes für ihn tun könnte. "Willst du nach New York kommen und dir die Ausstellung ansehen?"

    Er zuckte die Achseln und ging in einen anderen Teil des Gartens. "Vielleicht. Wenn wir dann noch so tun, als ob."

    Lyndsey beobachtete, wie er die Kartoffeln ausbuddelte, und versuchte sich ihn in ihrem Apartment in der Sixth Avenue vorzustellen. Er war zu groß für New York, zu rau und wild. Er gehörte auf den Rücken eines Pferdes oder halbnackt in die Küche seiner Hütte. Sie erschauerte wohlig bei der Erinnerung daran. Der Drang, ihn zu küssen, wurde allmählich zur Obsession. Cole war nicht zu zähmen. Er war aufregend und exotisch, unglaublich sexy, und er forderte sie auf allen Ebenen heraus. Abgesehen von der Brosche und der Scharade begehrte sie ihn so sehr, wie eine Frau einen Mann nur begehren konnte.

"Ohne ein anständiges Haus wirst du nie eine Frau zum Heiraten finden." Grandma legte einen Katalog vor ihn auf den Tisch.

    Cole, der mit Lyndseys Haaren gespielt hatte, nahm den Arm von der Rückenlehne der Hollywoodschaukel auf der Veranda. "Was?"

    "Ich versuche schon seit Monaten, dich dazu zu bewegen, die Baupläne für ein Haus auszusuchen. Und da Lyndsey hier ist, haben wir jetzt die perfekte Gelegenheit, die Meinung einer Frau dazu einzuholen."

    "Ganz im Gegensatz zu deiner und Katies?", fragte Cole ironisch. Für ihn hatten andere Dinge Vorrang, die er finanzieren musste. Außerdem lebte er am Bach in einer perfekten Hütte.

    "Tolle Idee." Katie begann, in dem Katalog zu blättern.

    "Im Cape Cod- oder im Kolonialstil?" Kyle legte seiner Frau die Hände auf die Schultern.

    "Ich brauche kein neues Haus." Cole funkelte seinen Bruder wütend an.

    Katie wandte sich an Lyndsey. "Sag ihm, dass keine Frau gern in dieser Hütte leben würde."

    Cole spürte Lyndseys Anspannung und drückte ihre Hand. "Du ziehst Lyndsey da hinein, Katie."

    Grandma setzte sich neben Lyndsey. "Ich bin sicher, dass sie nichts dagegen hat. Wir wollen nur von Ihrem Geschmack profitieren."

    Lyndsey sagte keinen Ton, und Cole warf Kyle einen verärgerten Blick zu. Leider reagierte sein Bruder nur mit einem spöttischen Grinsen.

    "Ich brauche eine neue Heuscheune", erklärte Cole. "Der Stall muss erweitert und die Mähdrescher müssen aufgerüstet werden. Im Frühjahr sind wir uns doch darüber einig gewesen."

    "Nein. Nur du warst dir einig", meinte Katie. "Wir meinten, dass du ein neues Haus brauchst."

    Cole schlug kategorisch den Katalog zu. Er hatte einer Zweckehe zugestimmt. Er hatte zugestimmt, so zu tun, als sei er verliebt. Aber er würde kein Haus bauen, um Katie vor Stress zu bewahren. Er versuchte es mit einem moderaten Ton. "Selbst wenn ich heiraten würde …", er wandte sich an Lyndsey, "… wäre die Hütte doch zunächst einmal okay, oder?"

    Sie schluckte. "Äh …"

    Katie zog den Katalog unter Coles Hand weg. "Nun ziehst du Lyndsey da hinein. Wenn die Hütte so perfekt ist, werden wir dort einziehen, und du nimmst das Haus."

    "Mach dich nicht lächerlich. Ihr seid zu zweit, und du bist eine Frau."

    "Jetzt klingst du wie ein Sexist."

    "Würdest du deine Frau tatsächlich in der Hütte wohnen lassen?", fragte Cole seinen Bruder.

    "Nein. Aber anscheinend würdest du das deiner Frau zumuten."

    Cole fiel so schnell kein Gegenargument ein. Dieser verdammte Kyle.

    "Und was ist mit Kindern?", fragte Katie. "In der Hütte gibt es absolut keinen Platz für Kinder."

    Alle sahen Lyndsey an. "Vielleicht ein Anbau?", bot sie an.

    Katie lachte. "Ja, richtig. Also, im Cape Cod- oder im Kolonialstil?"

    Grandma tätschelte Lyndseys Hand. "Nur zu. Wir wissen Ihre Meinung zu schätzen."

    Lyndsey zögerte, doch die ganze Familie starrte sie an. "Mir gefallen schon immer Häuser im Cape Code-Stil besser."

    "Seite neununddreißig", sagte Grandma.

 

"Du warst ja eine große Hilfe", sagte Cole zu Lyndsey, als sie im Mondschein den Ranchweg entlanggingen. Nach ihrem anfänglichen Protest hatte sie engagiert an der Hausplanung teilgenommen.

    "Ich habe versucht, mich herauszuhalten."

    "Das scheint dir aber nicht so ganz gelungen zu sein."

    "Ich soll mich in dich verliebt haben. Also habe ich versucht, mich so einzubringen, als könnte ich mir tatsächlich vorstellen, deine Frau zu sein. Es hätte doch verdächtig gewirkt, wenn ich bei der Planung meines zukünftigen Hauses keinen Ton gesagt hätte."

    "Jetzt werden sie wollen, dass ich das verdammte Haus auch baue."

    "Ja, und? Die Hütte fällt bald auseinander."

    "Und was soll ich mit Erkerfenstern, für die du dich ausgesprochen hast?", fragte Cole.

    "Sie sehen hübsch aus."

    "Und einem Eckturm?"

    "Der auch."

    "Und was soll ich mit einem Whirlpool anfangen?"

    Lyndsey schwieg einen Moment. "Darin baden vielleicht?"

    "Sehr komisch. Ich brauche aber kein Sprudelbad, um sauber zu werden."

    "Hast du jemals in einem Whirlpool gebadet?"

    "Nein."

    Sie grinste und stieß vertraulich mit der Schulter gegen Coles Arm. "Du weißt nicht, was du da verpasst hast, Cowboy. Ich habe nämlich einen Whirlpool in meinem Bad."

    Unwillkürlich stellte er sich vor, wie sich Lyndsey nackt in dem sprudelnden Wasser aalte.

    "Cole?"

    Er räusperte sich. "Ja?"

    "Hast du dir jemals überlegt, ob es einen tiefsitzenden, psychologischen Grund dafür gibt, dass du immer zu kurz kommen willst?"

    "Nein." Er gönnte sich nicht zu wenig, und er hatte keine tiefsitzenden, psychologischen Gründe für irgendetwas. Er war Rancher, zog Pferde auf und hütete Kühe. Mehr war da nicht.

    "Du wohnst in einer Hütte, die du keinem anderen Familienmitglied auf Dauer zumuten würdest."

    "Das stimmt nicht. Kyle würde ich in der Hütte wohnen lassen."

    "Und du hast nie geheiratet."

    "Zum Glück für dich, denn sonst hättest du keine Gelegenheit, an die Brosche zu kommen."

    "Sieh mal, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Frauen nicht an dir interessiert sind. Wenn du wolltest …"

    "An mir sind viele Frauen interessiert." Das wollte Cole so nicht auf sich sitzen lassen. "Nun, vielleicht nicht viele Frauen, aber schon so einige."

    "Warum hast du dann keine Familie gegründet?"

    "Das habe ich mir nicht ausgesucht."

    "Das glaube ich dir nicht. Wollten etwa die Frauen nicht?"

    Cole verweigerte die Antwort und fragte sich, warum sich die Gespräche mit Lyndsey letztendlich immer um persönliche Angelegenheiten drehten. Er legte eigentlich Wert auf seine Privatsphäre.

    "Nun komm schon", ermunterte sie ihn.

    "Warum bist du denn nicht verheiratet?" Er versuchte, den Spieß umzudrehen.

    "Mir hat nie jemand einen Antrag gemacht."

    Lyndseys Antwort überraschte ihn. "Hättest du denn jemand heiraten wollen?"

    "Du meinst, ob ich jemals richtig verliebt war?"

    "Ja."

    "Ich glaube nicht."

    "Du glaubst es nicht?", fragte Cole überrascht.

    Lyndsey schüttelte den Kopf. "Wie war das bei dir?"

    "Vermutlich nicht."

    Sie grinste. "Aber du bist dir nicht sicher?"

    Er schaute sie nachdenklich an. "Sich da ganz sicher zu sein ist auch schwer, nicht wahr?"

    "Ist das der Grund, warum du nie eine Frau gefragt hast, ob sie dich heiraten will?"

    "Nein, so weit ist es nie gekommen. Ehrlich gesagt, haben sie mich alle sitzen lassen, nachdem sie mich erst einmal kennen gelernt hatten."

    Lyndsey lachte kurz ihr sexy Lachen. "Niemals. Du hast sie verlassen."

    Cole musste das Bedürfnis unterdrücken, den Arm um Lyndsey zu legen. Sie hatte exakt die richtige Größe und Figur, um genau in seinen Arm zu passen. Stattdessen schüttelte er den Kopf. "Tief verborgen habe ich etwas von einem egoistischen Schuft an mir."

    "Nein, wie ich schon sagte, bist du genau das Gegenteil. Du opferst deine Bedürfnisse und Wünsche, um für jeden zu sorgen, der dir nahe steht."

    Er geleitete Lyndsey die drei Stufen zur Veranda der Hütte hinauf. "Hast du zufällig ein Diplom in Psychologie?"

    "Nein, in Kunstgeschichte."

    "Gut." Cole hielt ihr die Tür auf. "Du kannst den Eckturm dekorieren und mein Innenleben mir überlassen."

    Sie grinste, als sie die Hütte betrat. "Dein Innenleben fängt an, mich zu faszinieren."

    "Ich will kein neues Haus, weil ich keines brauche. Das hier ist eine funktionierende Ranch und kein Stadtteil von Dallas. Als Nächstes werden sie mich noch dazu überreden wollen, einen Swimmingpool bauen zu lassen."

    "Ich habe einen wunden Punkt getroffen, nicht wahr?", fragte Lyndsey.

    "Nein." Seine Stimme klang unerwartet scharf. Er wandte sich ab und machte die Küchenlampe an.

    "Das tut mir leid."

    Cole fluchte leise, schüttelte den Kopf und ging zu ihr. "Nein, ich bin derjenige, dem es leid tut." Ihm war klar, dass er wieder zurück in seine alten Abwehrmechanismen fiel.

    "Das alles geht mich nichts an."

    "Natürlich nicht. Aber wir spielen ja dieses alberne Spiel." Er holte Luft. "Ah, Lyndsey, wir hätten wissen sollen, dass es kompliziert werden würde."

    Sie nickte und lächelte zögerlich, und er kam ihr unwillkürlich näher. Ihr Duft benebelte seine Sinne. Im Lampenschein sahen ihre Lippen burgunderrot aus. Ihre smaragdgrünen Augen waren von dichten Wimpern eingerahmt. Ihre Haut war zart und vom Spaziergang leicht gerötet. Und er würde sich wohl immer daran erinnern, wie sie sich anfühlte.

    "Kompliziert", wiederholte Cole flüsternd.

    Lyndsey teilte einladend die Lippen.

    Er hätte wissen müssen, dass er seiner Sehnsucht in dem Moment nachgeben würde, in dem er mit ihr allein war. Cole umfasste ihre Wangen und bedeckte erleichtert ihre Lippen mit seinen. Den ganzen Tag über hatte er sie beobachtet und sie gewollt. Sie ging ihm unter die Haut und nicht mehr aus dem Sinn. Er vertiefte den Kuss, rückte näher und drückte sie mit dem Rücken an die Tür. Er konnte seine Leidenschaft nicht mehr zügeln, und sie seufzte leise und erwiderte den Kuss ebenso heiß und leidenschaftlich.

    Das war richtig und gut und mehr, als er jemals bei einer Frau gefunden hatte. Cole hörte auf, an den Blitz des Nordens, an Katie oder irgendwelche Pläne und Täuschungsmanöver zu denken. Es gab nur noch Lyndsey, die er endlich berühren wollte.

    "Cole." Sie atmete schwer.

    "Ich weiß." Er küsste ihre Augenlider.

    "Das ist kompliziert."

    "Das ist unvermeidlich."

    Lyndsey hielt eine Sekunde inne. "Vielleicht."

    "Absolut." Er fuhr mit der Hand unter ihr T-Shirt und streichelte ihren Rücken. Ihre Haut war sündhaft warm und weich. Sie war ein Schatz, den er nicht verdient hatte. "Wir können aufhören", flüsterte er und verteilte Küsse auf ihrem Hals. "Du sagst, wann."

    "Noch nicht", flüsterte sie.

    "Was für ein Glück." Cole seufzte.

    Langsam knöpfte sie sein Hemd auf. Dann schmiegte sie sich an seine nackte Brust.

    Er küsste sie aufs Haar und wiegte sie in seinen Armen. Er wollte Lyndsey zu seinem Bett tragen, sie spüren und küssen. Er wollte mit ihr reden, sie lieben und ganz simpel einfach nur die gleiche Luft atmen wie sie. Was immer und wann immer sie das auch wollte.

    Lyndsey küsste seine Brust und strich mit der Zunge über seine Haut.

    Cole schnappte nach Luft. Er stand förmlich in Flammen. "Wir legen es darauf an", warnte er.

    Lyndsey küsste ihn wieder. "Lass uns damit weitermachen."

    Er lehnte sich zurück und sah sie an. Ihre Augen waren dunkel und groß, ihre Wangen waren gerötet und ihre Haare zerzaust. "Willst du mit mir ins Bett gehen?"

    "Ja."

    "Bist du sicher?"

    Sie fuhr mit den Handflächen über seine Brust. "Du hast Recht. Es ist unvermeidlich."

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