»Die Bridgertons« von Julia Quinn – Jetzt neu als Roman und bald auf Netflix

Julia Quinns erfolgreiche Romanserie »Die Bridgertons« wird von Netflix verfilmt! Wir können es kaum erwarten, bis die ersten Folgen am 25. Dezember ausgestrahlt werden.

Sie kennen die Bridgertons noch nicht? Anlässlich der Verfilmung erscheint der erste Band der Romanserie, »Der Duke und ich«, am 06. November neu bei CORA und zwar in der Reihe Historical Edition. Sie können also bereits vor dem Serienstart auf Netflix in die Welt der Bridgertons eintauchen. Alles Weitere zu den Büchern und der Verfilmung erfahren Sie in diesem Leselounge-Artikel.


Willkommen in der Welt der Bridgertons!

Die Buchserie »Die Bridgertons« spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts und handelt von der einflussreichen englischen Aristokarten-Familie Bridgerton. Sie umfasst insgesamt acht Bände. In jedem Roman steht ein anderes der acht Kinder des Viscounts Bridgerton im Fokus: Anthony, Benedict, Colin, Daphne, Eloise, Francesca, Gregory und Hyacinth.


Der erste Band der Buchserie jetzt neu bei CORA

Im ersten Band »Der Duke und ich« schließt die älteste Tochter Daphne, die sich nichts sehnlicheres wünscht, als zu heiraten und Kinder zu bekommen, einen Pakt mit Simon Basset, dem heiratsunwilligen Duke of Hastings. Indem er ihr den Hof macht, erscheint der umschwärmte Aristokrat vergeben. Daphne wiederum rückt durch das Interesse des Herzogs gesellschaftlich in den Mittelpunkt. Während beide nach außen hin vorgeben, nicht an dem jeweils anderen interessiert zu sein, sprühen in Wahrheit schon bald die Funken ...


Autorin Julia Quinn über die Verfilmung der Bridgertons

© Roberto Filho

Wie und wo haben Sie herausgefunden, dass die Filmproduktionsfirma Shondaland plant, »Die Bridgertons« als Netflix-Serie zu verfilmen? Wie war Ihre erste Reaktion?

Ich saß gerade in meinem angestammten Starbucks, als mein Agent anrief und sagte: „Hast du schon mal was von Shonda Rhimes gehört?” Ich war absolut verblüfft. Nicht nur, weil es Shonda Rhimes war – ohne zu übertreiben die derzeit beste, fähigste Person im TV-Bereich –, sondern weil Hollywood traditionell nicht Liebesromane als Basismaterial erwägt. Ich kokettiere nicht, wenn ich sage, dass ich mir im Traum nicht habe vorstellen können, dass mir so etwas passiert. Nicht mir und auch nicht irgendwem anderen.

Es gab ja einige Aufregung wegen des Casts, Stichwort Diversity. Er ist vielschichtiger, als es die Fans von Ihren Büchern her kennen. Es wird ein viel bunteres England der Regency-Epoche gezeigt als bisher in Büchern und auf dem Bildschirm üblich. Wie denken Sie darüber? Ist es etwas, das Sie in Ihren nächsten Büchern übernehmen werden?

Ich finde den Cast fantastisch. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass es mein Verdienst ist, aber es ist allein Shondalands. Sie haben ein unglaubliches Händchen dafür, die besten Schauspieler zu finden, die die Geschichten zum Leben erwecken. Auch bei der Crew hinter der Kamera wurde großer Wert auf Diversity und Inklusion gelegt. Es gibt vier Regisseure bei der Bridgerton-Serie, je zwei für zwei Episoden. Zwei sind Frauen, einer ist Afroamerikaner. Mit ihnen ist es genauso wie mit dem Cast – es sind einfach die besten Leute für den Job.

Was war für Sie der beste Moment am Set?

Ich kann mich wirklich nicht auf einen bestimmten Moment festlegen. Aber einer der schönsten Augenblicke war, als mich Cast und Crew mit Blumen und einem Kuchen zum 50. Geburtstag überraschten.

Welche Szenen durften Sie sich ansehen? Und wie fühlte es sich an, als Ihre Worte vor Ihren Augen lebendig wurden?

Es war nicht die Frage, was ich mir ansehen durfte, sondern was gerade gedreht wurde, wenn ich bei den Dreharbeiten vorbeischaute. Allerdings werden intime Liebesszenen hinter verschlossener Tür gedreht, da war ich nicht dabei. Über den zweiten Teil dieser Frage habe ich eine ganze Weile nachgedacht, auch deshalb, weil fast jeder zu mir sagt: „Es muss so großartig sein, wenn die eigenen Worte und Charaktere zum Leben erwachen.“ Mir ist klar geworden, dass das nicht der Grund ist, warum es sich manchmal verrückt anfühlt. Es ist die Tatsache, dass so viele Leute an dem beteiligt sind, was allein in meinem Kopf entstanden ist. Ein paar hundert Leute arbeiten intensiv daran, die Bridgertons auf den Bildschirm zu bringen. Sie haben sich zu einer großen Familie zusammengefunden, die täglich zusammenarbeitet. Das ist wirklich außerordentlich. Und es erfüllt mich mit Demut.

Historische Settings sind momentan sehr angesagt. »Downton Abbey« erfreut sich immer noch großer Beliebtheit, von »The Crown« ist die vierte Staffel in der Planung, und eine weitere Adaption von Jane Austens »Emma« lief dieses Jahr im Kino an, um nur einige zu nennen. Warum, glauben Sie, sind Zeitreisen in die Vergangenheit gerade so populär? Und was haben Ihre Bücher an sich, dass sie aus der Menge herausstechen?

Ich glaube, dass historische Stoffe immer schon beliebt waren. Aber die Verfilmungen sind sehr teuer, und Hollywood scheut das Risiko. Das ist einer der Gründe, warum Jane Austens Romane so häufig neu verfilmt werden. Die Filmleute wissen, dass Austen beliebt ist, sie gehen somit ein kleineres Risiko ein. Wir müssen demjenigen sehr dankbar sein, der sich für »Downton Abbey« entschieden hat. Durch »Downton Abbey« haben wir vor allem die Erkenntnis gewonnen, dass es ein riesengroßes Publikum für wirklich neue Stoffe gibt. Was die Bridgertons angeht: Bei ihnen geht es vermutlich ein bisschen witziger und heißer zu als bei den bisherigen historischen Verfilmungen, die die Zuschauer kennen.


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