Willkommen bei CORA!

Fortsetzungsroman

Sanur, Bali – 2. Juni "Martin?" Über das Rauschen des Regens hinweg hörte Alex Martin jemanden seinen Namen rufen. Ohne seine Koffer abzusetzen, blieb er einen Augenblick lang an der Haustür stehen. Er hatte die Stimme seines Hausboys erkannt, der auf der anderen Straßenseite stand. Der Junge war ihm mit großer Anhänglichkeit zugetan, nannte ihn aber immer beim Nachnamen, den er obendrein französisch aussprach. weiterlesen

11. KAPITEL

Jeder Tag war noch schlimmer als der vorherige.

     Zooey wusste nicht, wie lange sie noch durchhalten konnte. Dabei sollte doch mit der Zeit alles besser werden, nicht schlechter! So elend hatte sie sich noch nie gefühlt.

     Nachdem sie Jacks...

weiterlesen
Schon in dem Augenblick, als er sie küsste, wusste Jack, dass es ein Fehler war. Er sollte sich besser beherrschen und seine Gefühle im Zaum halten. Leider gelang ihm das nicht. Wenn es um die Emotionen ging, die Zooey bei ihm weckte, dann schrumpfte seine Willensstärke in nichts zusammen. Diese zarte Person löste in ihm eine Kettenreaktion aus, die er nicht mehr steuern konnte. Allein durch eine Umarmung und einen Kuss. weiterlesen
Als er die Tür öffnete, war er überrascht, denn mit diesem Gast hatte er nicht gerechnet. Anstelle der Kinderbanden, die schon den ganzen Abend klingelten und lautstark Süßigkeiten forderten, stand Rebecca vor der Tür. Nachdem er seine Verabredung mit ihr abgesagt hatte, war er davon ausgegangen, dass sie nicht zur Party kam. Vor allen Dingen hatte er nicht mit ihrem Outfit gerechnet. Sie lächelte amüsiert über seinen verblüfften Gesichtsausdruck. Auf den ersten Blick schien Rebecca eine Perücke mit extrem langem blonden Haar zu tragen. Und sonst nichts. weiterlesen
Überall im Haus tauchten Süßigkeiten auf. Drei Tüten lagen im Regal über den Einbauschränken von Jacks Garage. Vier Tüten lagen in seinem Schlafzimmerschrank so weit oben, dass er eine Trittleiter brauchte, um sie zu erreichen. Als er nach einem Buch im obersten Regalfach seines Arbeitszimmers griff und Unmengen von Bonbons auf ihn niederregneten, war seine Geduld zu Ende. Er wollte eine Erklärung. Er musste ihren Namen nur zweimal rufen, bevor Zooey zu ihm kam. weiterlesen
Zooey schloss die Haustür hinter sich. Gerade hatte sie Emily und Olivia von der Schule abgeholt und Olivia nebenan abgeliefert. Als Nächstes mussten Hausaufgaben gemacht und das Essen vorbereitet werden, aber Zooey hielt es für wichtig, dass Arbeit und Vergnügen sich die Waage hielten. Deshalb hatte sie Milch und Schokoladenkekse für die Kinder bereitgestellt. Das Schwierige daran war gewesen, Jackie von den Süßigkeiten fernzuhalten, denn der Kleine naschte für sein Leben gern. weiterlesen
Als Zooey endlich wieder klar denken konnte, fragte sie das kleine Mädchen: "Was hast du gesagt?" "Wirst du meine Mommy?", wiederholte Emily ihre Frage. "Warum willst du das wissen, Emily?", erkundigte sich Zooey vorsichtig, damit das Kind nicht glaubte, es habe sie mit der Frage durcheinandergebracht. Offensichtlich war für Emily alles ganz logisch. "Weil Daddy dich geküsst hat und du ihn." Das Mädchen wird es sicher noch zu etwas bringen, dachte Zooey. Wenn Emily jetzt schon so gut beobachtet, dann wird ihr später, wenn sie älter ist, noch mehr auffallen. weiterlesen
Mehrere Sekunden lang brachte Zooey keine Silbe heraus. Sie fühlte sich ein bisschen benommen. "Ein Date?" "Ja, mit Rebecca Peters." Schon während er antwortete, keimten Zweifel in Jack auf. Hatte er sich da zu etwas drängen lassen? Zooey starrte ihn immer noch an. "Rebecca Peters? Die am Ende der Straße wohnt?" "Ja." Jack konnte sich nicht daran erinnern, wann er sich in seinem Leben schon einmal so unbehaglich gefühlt hatte. "Ist das ein Problem?" weiterlesen
"Siehst du, das war doch gar nicht so schlimm", bemerkte Zooey fröhlich, als sie mit Jack zur Haustür ging. Fast hätte er eine ungeduldige Antwort gegeben, aber die Worte wollten ihm nicht über die Zunge. Denn in diesem Augenblick verspürte er ein Knistern zwischen der Nanny und ihm – fast wie elektrische Spannung. Nur dass das natürlich nicht sein konnte. Jack fühlte sich wie am Rand eines Abgrunds, und er riss sich zusammen. "Das Wort schlimm habe ich nicht verwendet, sondern – ach, vergiss es." Er machte eine abweisende Handbewegung. "Wahrscheinlich muss ich dankbar sein, dass du nicht bei der Staatsanwaltschaft arbeitest." weiterlesen
Zooey konnte sich noch gut an Jacks Erleichterung erinnern, als sie an ihrem ersten Arbeitstag vor seiner Tür gestanden hatte. Inzwischen hatte sie sich gut in den Haushalt eingelebt. Lustig, wie eine neue Haarfarbe einen Mann verblüffen konnte! In ihrer Zeit als Kellnerin hatte ihr Haar kastanienbraun geglänzt. Davor hatte sie schon eine ganze Palette von Farben ausprobiert, die man eher in einem Kindermalkasten als in einem Modemagazin vermutet hätte – sogar Pink. Nun ihre natürliche Haarfarbe wieder anzunehmen war ihr angemessen vorgekommen. Schließlich sollte sie sich um die Kinder eines renommierten Anwalts kümmern. weiterlesen
  Laden...