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Fortsetzungsroman

Danach verbrachte Kenna nahezu jeden freien Moment, den sie erübrigen konnte, im Jugendzentrum. Es war nicht viel, da sie mehr im Hotel arbeitete, als sie sich jemals hätte vorstellen können. Aber bei Sarah konnte sie sich entspannen. Sie fühlte sich nützlich und genoss ihre Gesellschaft. Was die Kids anging, so bewirkte das Zusammensein mit ihnen auch etwas bei ihr. Auf eine Art, wie sie es nie für möglich gehalten hätte, mochte sie sich selbst, wenn sie dort war. Sie vergaß ihre eigenen Probleme und konzentrierte sich auf die der anderen. weiterlesen
Wes küsste Kenna, wie er noch nie eine Frau geküsst hatte. Er hielt nur kurz inne, um seine Brille abzusetzen. Als ihre Zungen sich zu einem aufregenden Tanz vereinten, war er zu keinem vernünftigen Gedanken mehr imstande. Und das nicht nur, weil das Blut aus seinem Gehirn in tiefer gelegene Körperteile schoss. Es war ihr Geschmack, das Gefühl ihrer Arme um seinen Nacken, ihre Hände, die seinen Kopf umfangen hielten, als fürchtete sie, er könne es sich anders überlegen und den Kuss beenden. weiterlesen
Kennas Wangen waren gerötet. Ob vor Hitze oder vor Verlegenheit, das wusste Wes nicht, aber er konnte nicht aufhören, sie anzusehen. "Es ist nur eine Zeitschrift", sagte sie. "Ich habe sie abonniert. Es hat nichts zu bedeuten, wirklich nicht. Ich lese alle Artikel. Hier, sehen Sie, ich habe gerade eben diesen hier gelesen …" Sie blätterte in dem Magazin. "Da ist er. 'Wie Sie Ihren Yogalehrer dazu bekommen, sich in Sie zu verlieben' – und dabei habe ich nicht mal einen Yogalehrer." Sie trat von der Kochinsel zurück und tat nichts, um die Schokolade an ihren Lippen zu entfernen. weiterlesen
Die erste Runde fuhr Kenna mit Wes in einem zweisitzigen Kart. Er fuhr wie ein Profi – was bedeutete, mit Vollgas – und brachte sie oft vor Angst zum Schreien. Während er den Kart perfekt unter Kontrolle hielt und mit ihr um die Bahn jagte, blickte er zu ihr herüber. "Soll ich anhalten?" "Nein!" Das entlockte ihm ein Lächeln, und gegen Ende der Runde wollte Kenna ihren eigenen Wagen fahren. Nachdem sie sich jeder einen Kart ausgesucht hatten, warteten sie auf das Startsignal. Wes blickte zu ihr hinüber und ließ den Motor seines Wagens aufheulen. weiterlesen
Der Montagmorgen begann mit einer Reihe von Besprechungen. Bewaffnet mit Kaffee und der Erkenntnis, dass Ray Recht gehabt hatte, begab sich Kenna zum ersten Meeting. Obwohl sie diese Arbeit schon irgendwie anregend fand und sie auch eine Herausforderung für sie darstellte, fehlte irgendetwas. Sie trank zwei Tassen starken Kaffee und versuchte sich einzureden, sie sei in eben diesem Augenblick ganz unwahrscheinlich leidenschaftlich. Und dass heute der Tag sei, an dem sie diesem Unternehmen ihren Stempel aufdrücken würde. weiterlesen
Kenna tauchte auf und strich sich das triefend nasse Haar aus den Augen. Wütend und mehr als nur ein bisschen verlegen, warf sie einen finsteren Blick auf die Zielscheibe ihrer Empörung. "Denken Sie nicht mal daran, zu lachen, Wes!" "Das würde ich mich gar nicht trauen." Die beiden Mädchen liefen weinend zu ihrer Mutter, die gerade mit einem Arm voller Handtücher auf die Terrasse hinausgetreten war. Wie nett von ihr, sich doch noch sehen zu lassen. Kennas Zähne begannen zu klappern, weil der Unterschied zwischen der Lufttemperatur und der des Wassers so groß war, und sie schwamm zum Rand des Pools. Und da erst merkte sie, dass Wes gute drei Meter vom Wasser entfernt stand. weiterlesen
Auf dem Weg zum Gewerkschaftsmeeting gab Wes Kenna einen kurzen Überblick, der ziemlich hilfreich war. Nicht ein Mal war sein Ton herablassend oder kritisch, obwohl sie sich vorstellen konnte, dass es ihn insgeheim ärgerte, ihr überhaupt behilflich sein zu müssen. Sie verursachte ihm ganz offenbar Konflikte, diese Sache mit dem doppelten Vizepräsidentenposten. weiterlesen

Kenna starrte Wes an und atmete tief durch. "Die nächste Runde." Kämpferische Worte. Und Wes hatte definitiv den Körperbau eines gut trainierten Boxers: groß, schlank, zäh. Kenna war gespannt darauf, was die nächste Runde bringen würde. "Was haben Sie da?"

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In dieser Nacht blieb Kenna lange auf und arbeitete bis spät in die Nacht hinein in ihrem luxuriösen Zimmer. Bei ihrem kleinen Ausflug in den Aktenraum hatte sie eine interessante Entdeckung gemacht. Es gab eine detaillierte Kostenaufstellung für die Renovierungsarbeiten, in der alle Posten aufgeführt waren, aber es hatte keine Ergänzungen mehr gegeben, seit das Hotel an "Mallory Enterprises" verkauft worden war. Deshalb war niemand in der Lage, auf einen Blick zu sehen, wie die Dinge sich entwickelt hatten. weiterlesen

Weston spielte jeden Montagabend mit zwei Freunden Basketball. Sie spielten hart und gewannen oft, und als das heutige Spiel vorüber war, war sein Team nur zwei Siege davon entfernt, Ligameister ihres Freizeitclubs zu werden. Und jeder von den drei Freunden brauchte mindestens zwei Aspirin, um seine Schmerzen zu lindern. Weston ging mit seinen Mannschaftskameraden zum Parkplatz, und alle drei versuchten, nicht zu stöhnen über ihre unterschiedlichen Wehwehchen. Sieger jammerten nicht. Männer, die Erfolg hatten, klagten nicht.

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