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Fortsetzungsroman

Später an diesem Morgen sah Sophie Antonios Limousine auf dem Campingplatz vorfahren und verließ nervös ihren Wohnwagen. "Eine Freundin kümmert sich um Lydia", erklärte sie Antonio, als sie auf ihn zuging. "Ich dachte, wir könnten ein bisschen am Strand entlanglaufen und uns unterhalten." "Mit einem Dach über dem Kopf wären wir ungestörter." Antonio hätte nie gedacht, dass es jemandem bei diesem Wetter in den Sinn kommen könnte, am Meer spazieren zu gehen. "Warum setzen wir uns nicht in deinen Wohnwagen?" Sophie erstarrte. "Ich möchte nicht, dass du siehst, wie ich wohne." Verwundert zog Antonio eine Augenbraue hoch. "Warum nicht?" weiterlesen
Antonio hat vor, mir Lydia wegzunehmen und sie in Spanien aufwachsen zu lassen, dachte Sophie panisch. Wie konnte er es überhaupt wagen, einfach so zu bestimmen, wie und wo das Kind, das sie so liebte, erzogen werden sollte? Um nicht weiter darüber nachzudenken, stürzte Sophie sich in die Arbeit und putzte erst einmal gründlich ihren Wohnwagen. Dann fütterte sie Lydia und brachte sie zu Bett. Nachdem die Kleine eingeschlafen war, öffnete sie den Pappkarton mit den Strickjacken vom Versandhaus, die sie besticken sollte. weiterlesen
Auf der Heimfahrt erzählte Sophie Matt kurz, was passiert war. Dann schwieg sie. Für eine Unterhaltung war sie viel zu aufgebracht über Belindas Letzten Willen. Außerdem hatte sie furchtbare Angst, dass man ihr Lydia wegnehmen würde. Dabei konnte sie inzwischen gut verstehen, warum Belindas Wahl auf Antonio gefallen war: Ihre Schwester hatte immer enormen Respekt vor Geld und gesellschaftlichem Einfluss und Ansehen gehabt. Schließlich war Sophie arm wie eine Kirchenmaus, und Belinda hatte wahrscheinlich gehofft, dass Antonio seine Nichte vor allem finanziell unterstützen würde, wenn man ihn zum Vormund ernannte. An diese mögliche Erklärung klammerte sich Sophie jetzt und hoffte inständig, dass Pablos älterer Bruder kein Interesse daran hatte, auch in Lydias Leben einbezogen zu werden. weiterlesen
"Aber warum hat Belinda uns nicht schon letztes Jahr gesagt, dass sie ein Kind von Pablo erwartet?" Mit finster zusammengezogenen Augenbrauen blickte Antonio Rocha, Marqués de Salazar, seine Großmutter an. "Wir haben Belinda zu Lebzeiten deines Bruders ja kaum gekannt", erwiderte Doña Ernesta. Die feinen Züge der alten Dame zeigten deutlich ihr Bedauern. "Wir können wohl kaum erwarten, dass Belinda sich an uns wendet, nachdem Pablo sie verlassen hat." "Ich habe mehrmals versucht, ein Treffen zu arrangieren. Aber Belinda ist mir stets ausgewichen", wandte Antonio ein. "Letzten Endes hat sie mir deutlich zu verstehen gegeben, dass sie unsere Hilfe nicht braucht und uns nicht länger als Verwandte betrachtet." weiterlesen
Danas Herz setzte einen Schlag aus, als Alex die Tür zum Salon öffnete und das Licht anschaltete. "Warte hier einen Augenblick. Ich hole uns etwas zu trinken." Sie wagte es nicht, mit ihm zu diskutieren, wenn er in dieser Stimmung war. Ohne mit dem Blick das Bett am anderen Ende des Zimmers zu streifen, setzte sie sich auf einen der Rattanstühle, die vor dem Schreibtisch standen. Kurz darauf kam er zurück, trat zu ihr und stellte eine Cola auf den Tisch. Immer noch ohne ein Wort zu sagen, legte er das elegante Abendjackett und die Krawatte ab, beides warf er in weitem Schwung über eine Stuhllehne und öffnete zwei Kragenknöpfe. weiterlesen
"Wollen wir los?" Alex nahm Dana beim Ellbogen und schob sie durch die Menge vor dem Kinoeingang zu seinem Auto. Nach einem Tag harter Arbeit war es herrlich gewesen, in die Stadt zu fahren, zu Abend zu essen und einen Film anzuschauen. "Wie fandest du den 'Da Vinci Code'?" Der Film war zwar nicht mehr neu, aber sie hatten ihn beide noch nicht gesehen. Sie war neugierig auf seine Meinung. weiterlesen
Auf ihrem Zimmer zog sie sich rasch um, eilte in die Küche, um den Lunch zuzubereiten, und nachdem sie den Korb für ihren Vater abgestellt hatte, trat sie mit dem Korb für Alex vor die große Eingangstür. In der Stadt hatte sie bei der Autovermietung ihren Wagen gegen einen Pick-up eingetauscht. Ein Halbtonner, nicht ganz so groß wie Alex', doch sicher hilfreich. Auch an Arbeitshandschuhe hatte sie gedacht. Sie war startklar und fuhr den Wagen nach hinten in den Garten, um das Essen auszuliefern. weiterlesen
Alex' schallendes Gelächter hallte von den Wänden wider. Es war ein tiefes, männliches Lachen, das so ansteckend wirkte, dass ihre Tränen versiegten und sie ebenfalls in Lachen ausbrach. Er griff nach ihrer Hand und drückte diese fest. Seine Berührung löste einen Wärmestrahl in ihrem Körper aus. "Ich bin gerührt, dass du dir für mich solche Mühe gemacht hast, Dana." "Ich hätte etwas kochen sollen, das mir schmeckt, nicht dieses fettige, geschmacklose Fleisch." weiterlesen
"Salut, ma belle." Dana winkte Alex zu, der neben dem Wagen stand. Er trug enge Jeans und ein weißes T-Shirt. Die Konturen seines athletisch gebauten Körpers wurden in dieser Kleidung perfekt betont. Im Sonnenschein glänzte sein schwarzbraunes Haar, das er für einen Mann relativ lang trug und was ihm hervorragend stand. "Es ist so ein schöner Morgen, ich werde Sie gar nicht erst fragen, wie es Ihnen geht, denn es kann einem an einem solchen Tag nicht schlecht gehen." Er war frisch rasiert, und der feine Duft der Seife, die er beim Duschen benutzt hatte, lag schwach in der Luft. weiterlesen
Alex' unerwarteter Kuss hatte Dana aufgewühlt. Obwohl sie sich sehnsüchtig einen Kuss von ihm gewünscht hatte, zog diese Berührung, die so schnell wieder vorbei war, dass sie nicht so darauf reagieren konnte, wie sie es sich gewünscht hätte, ihr den Boden unter den Füßen weg. Als er seinen Wagen neben ihrem vor dem Schloss parkte, fühlte sie ein so heftiges Verlangen, dass sie am ganzen Körper zitterte. Wenn sie sich nicht zusammenriss, glaubte er noch, er habe ein Schulmädchen statt einer erwachsenen Frau vor sich. Während sie ausstieg, öffnete er bereits den Kofferraum, um ihr Gepäck herauszuheben. weiterlesen
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