10. KAPITEL

Schon in dem Augenblick, als er sie küsste, wusste Jack, dass es ein Fehler war. Er sollte sich besser beherrschen und seine Gefühle im Zaum halten.

     Leider gelang ihm das nicht. Wenn es um die Emotionen ging, die Zooey bei ihm weckte, dann schrumpfte seine Willensstärke in nichts zusammen. Diese zarte Person löste in ihm eine Kettenreaktion aus, die er nicht mehr steuern konnte. Allein durch eine Umarmung und einen Kuss.

     Die Wirkung wurde noch verstärkt, als Zooey sich auf die Zehenspitzen stellte, die Arme um seinen Nacken schlang und den Kuss leidenschaftlich erwiderte. Es schien, als hätte sie den ganzen Abend darauf gewartet.

     Genauso wie er.

     Dabei sollte zwischen ihnen nichts passieren. Er war schließlich kein Jugendlicher mehr, dessen Hormone verrückt spielten. Seine Hormone hatten schließlich nie verrückt gespielt, und als Teenager hatte er sich nie so wie jetzt verhalten. Warum gab er als Erwachsener seinen Gefühlen nach? Schließlich war er ein erfolgreicher Anwalt, von dem die Kollegen behaupteten, dass er alles immer im Griff hatte.

     Wo war seine Selbstbeherrschung geblieben?

     Mit letzter Kraft fasste Jack Zooey an den Schultern und schob sie von sich. Krampfhaft suchte er nach einer Entschuldigung für sein Verhalten, denn er wollte keinen falschen Eindruck vermitteln. Auf keinen Fall durfte sie ahnen, dass es ihm um mehr als die Befriedigung körperlicher Gelüste ging. Mehr konnte einfach nicht zwischen ihnen sein.

     Er betrachtete Zooey, aber sie schien ihn nicht zu verstehen. "Zooey, ich wollte nicht …"

     "Doch", flüsterte sie, "du wolltest und ich auch."

     Sie hatte recht, aber wenn sie jetzt weitermachten, stand das Glück seiner Kinder auf dem Spiel. Zooey musste das verstehen, denn sie hatte der Familie einen sicheren Hafen gegeben, und nichts durfte diese Sicherheit gefährden.

     Er strich ihr sehnsuchtsvoll durchs Haar. "Zooey, du bedeutest Jackie und Emily sehr viel …"

     Und sie mir auch, dachte Zooey. Fast vom ersten Augenblick an, seit ich sie gesehen habe.

     Aber jetzt ging es nicht um die Kinder, sondern um Jack.

     Oder machte sie sich etwas vor?

     Zooey war nie besonders vorsichtig gewesen, sondern hatte sich den Risiken des Lebens immer gestellt. Jetzt war es nicht anders.

     "Und du?", fragte sie, ohne den Blick von Jack zu wenden. "Bedeute ich dir auch viel?"

     Wie sollte er darauf antworten und gleichzeitig das Ziel verfolgen, das er sich gesetzt hatte? Wie konnte er das erreichen, ohne Zooey zu verletzen?

     "Dich hier zu haben … dich hier zu haben …"

     Jack wollte erklären, dass es eine große Entlastung für ihn bedeutete, Zooey im Haus zu haben. Während sie sich um die Kinder kümmerte, konnte er seinem Beruf nachgehen und das tun, was ihm am meisten lag. Aber ihm fehlten die Worte. In seinem Hirn schien alles durcheinanderzugehen, denn Zooeys Nähe stellte alles auf den Kopf, was er so sicher zu wissen geglaubt hatte.

     "Ja?", fragte Zooey nach.

     "Zum Teufel damit", knurrte er. In der nächsten Sekunde küsste er sie wieder.

     Nicht gerade die zärtlichen Worte, die eine Frau gerne hören will, dachte Zooey. Merkwürdigerweise verstand sie jedoch, warum er sich so frustriert angehört hatte.

     Sie empfand nämlich genauso.

     Sie wollte unbedingt von ihm geliebt werden. Ganz verzweifelt. Er sollte sie berühren und das nehmen, was ihm schon gehörte.

     Trotzdem wusste Zooey, dass sie ihren Gelüsten jetzt nicht nachgeben konnten. Zumindest nicht neben dem Esszimmertisch. Jackie und Emily tauchten nämlich häufig auf, wenn man nicht mit ihnen rechnete, und sie wollte ihnen nicht unbedingt anschaulichen Aufklärungsunterricht liefern.

     Aber sie begehrte Jack so sehr, dass sie kaum noch etwas denken konnte.

     "Warte." Sie musste alle ihre Willenskraft aufbringen, um diese Bitte zu äußern, denn Jack streichelte gerade ihre Brust. Seine Berührung sandte wunderbare Gefühle durch ihren Körper.

     Als Jack sie hörte, schrak er zusammen. Er wusste, dass er zu weit gegangen war. Warum konnte er sich nicht beherrschen?

     "Zooey, es tut mir leid, ich hätte nicht …"

     Warum glaubte er, dass sie Nein sagen würde? Dachte er, sie hätte nur mit ihm gespielt? Dabei wollte sie nur einen Ortswechsel.

     "Mein Zimmer", stieß sie atemlos hervor.

     Jack starrte sie verständnislos an. "Dein Zimmer?"

     Vielleicht wollte er nicht dorthin? Ihr war es egal, wo sie sich liebten – Hauptsache, die Kinder entdeckten sie nicht.

     "Oder deins, aber bitte lass uns irgendwohin gehen." Bevor ich explodiere oder implodiere. "Nur nicht hier", fügte sie hinzu. Sie fuhr sich mit der Zunge über die Unterlippe. "Die Kinder könnten …"

     Verdammt, wie konnte er nur so dumm sein? Er war so mit seinen Gefühlen beschäftigt gewesen, dass er gar nicht mehr an die Kinder gedacht hatte. Was würden sie denken, wenn sie aufwachten und herunterkämen und ihn mit Zooey auf frischer Tat ertappten? Er mochte ein guter Anwalt sein, aber als Vater bekäme er höchstens die Note "mangelhaft".

     "Ich …"

     Zooey legte ihm einen Finger auf den Mund, denn sie wollte keine weiteren Entschuldigungen mehr hören. Sie nahm Jack an der Hand und führte ihn zur Treppe.

     Schon hatte sie den Fuß auf der ersten Stufe, als Jack sie plötzlich hochhob. Überrascht sah sie ihn an.

     Er widerstand der Versuchung, sie wieder zu küssen. Dass sie so leicht war, beunruhigte ihn.

     "Isst du denn gar nichts?", wollte er wissen. Er sah sie selten mehr als zwei Bissen in den Mund stecken, bevor sie vom Tisch aufstand und sich wieder um etwas kümmerte. "Du wiegst ja fast nichts."

     Zooey zwinkerte ihm zu. "Trick siebzehn." Sie legte ihm die Arme um den Hals und genoss das Gefühl der Geborgenheit. Trotzdem wollte sie wenigstens so tun, als protestiere sie. "Ich kann doch gehen."

     "Das habe ich schon bemerkt." Er wusste auch, dass Zooey das Kommando übernehmen würde, wenn er sie ließe, aber als Mann musste er schließlich auch einmal das Sagen haben.

     Jetzt war der Moment dafür gekommen, denn er konnte Zooey nicht mehr widerstehen. Etwas an ihr sprach alle seine Sinne an und raubte ihm förmlich den Atem.

     Jack trug sie in sein Schlafzimmer und schloss die Tür mit dem Ellenbogen. Dann setzte er Zooey auf dem Bett ab.

     Fast im selben Moment gaben sie sich einer leidenschaftlichen Umarmung hin. Die Temperatur im Raum schien um zehn Grad zu steigen, als sich ihre Lippen endlich zu einem heißen Kuss fanden. Mit geschlossenen Augen streichelte Jack jeden Zentimeter ihres Körpers, als könne er nicht glauben, dass diese sinnliche Frau tatsächlich an seiner Seite lag.

     Er sehnte sich nach mehr.

     Zooey merkte mit Genugtuung, dass sein loses Piratenhemd keine Knöpfe hatte. Gut. Sie verlor keine Zeit und zog ihm das Kleidungsstück einfach über den Kopf. Die Weste war bereits verschwunden und lag vermutlich irgendwo auf der Treppe.

     Kaum hatte sie Jacks nackten Oberkörper vor Augen, als ihr Puls schneller ging. Sein Anblick schürte die Sehnsucht danach, ihn endlich zu spüren, und als er sie berührte, schien sie vergehen zu wollen vor Lust.

     Inzwischen versuchte Jack, sie von ihrem Kostüm zu befreien.

     "Wie viele Schleier hat dieses Ding?", fragte er ungeduldig.

     "Genau einen weniger als nötig, um dich wahnsinnig zu machen", erwiderte sie.

     Eine Lage des dünnen Stoffes nach der anderen fiel zu Boden, sodass sie schließlich von einem Meer aus Gaze umgeben waren. Die leichte Berührung des zarten Gewebes ließ Zooey erschauern und zeigte ihr, dass alle ihre Sinne aufs Höchste gereizt waren.

     Sie zitterte, als sie Jacks kräftige Hände auf ihren nackten Hüften spürte. Ihr stockte der Atem, als Jack ihr die Pluderhose des Haremskostüms abstreifte. Kurz darauf lag sie nackt vor ihm – seinem heißen Blick ausgeliefert.

     Jack hielt unwillkürlich inne. Als er zum ersten Mal eine Statue der Venus im Metropolitan Museum of Art gesehen hatte, hatte er sich so gefühlt wie jetzt. Überwältigt. Ehrfürchtig.

     Zooey war noch schöner als in seinen Träumen. Ihr Körper war schlank und fest. Jack verlangte es so sehr nach ihr, dass er kaum atmen konnte.

     Als er erneut den Kopf senkte, um ihre Lippen mit seinen zu liebkosen, geriet jeder Kuss leidenschaftlicher, unbeherrschter und intensiver als der letzte. Gleichzeitig erkundete er mit den Händen lustvoll jeden Zentimeter von Zooeys Körper.

     Jack nahm nichts mehr um sich herum war. Er konzentrierte sich völlig auf die Frau an seiner Seite, hörte auf ihr sehnsüchtiges Seufzen und atmete ihren sinnlichen Duft ein. Alles andere hatte aufgehört zu existieren. Als Zooey sich erregt unter ihm wand, stieg seine Lust ins Unermessliche.

     Sie feuerte ihn an und inspirierte ihn.

     Mit Zooey waren Dinge möglich, an die er früher nicht einmal gedacht hatte, auch nicht mit Patricia. Sie war eine gute Ehefrau gewesen, aber ihr gemeinsames Liebesleben war von Anfang an fantasielos gewesen. Jack machte sich selbst dafür verantwortlich, denn er hatte all seine Energie in den Beruf gelegt. Um seine Frau zufriedenzustellen, hatte er im Bett alles getan, was allgemein für erforderlich gehalten wurde. Trotzdem hatte er dabei nie wahre Befriedigung gefunden. Sie wahrscheinlich auch nicht.

     Jetzt mit Zooey war alles anders. Auf einmal erlebte er ein wahres Feuerwerk der Gefühle. Sprühende Lust. Funken, die in den Himmel stiegen.

     Vermutlich träumte er. Und doch lag neben ihm eine Frau aus Fleisch und Blut und bewies ihm, dass alles, was er erlebte, real war.

     Als sich Zooey an ihm festklammerte und ihm stöhnend die Hüfte entgegenhob, konnte er nicht mehr warten. Er sehnte sich danach, mit ihr gemeinsam den Gipfel zu erleben.

     Sanft öffnete er ihre Schenkel und drang in sie ein, ohne ein einziges Mal ihren Blick loszulassen. Leidenschaft und Begehren ergriffen völlig von ihm Besitz. Als Zooey sich bewegte und seinen Namen raunte, merkte Jack, dass er ihr vollkommen verfallen war.

     Der Weg zum Paradies war kurz und steil und unendlich lustvoll, und als sie den Gipfel erreichten, schloss Jack die Augen. Dieses überwältigende Gefühl musste er auskosten, solange es nur ging.

     Solange er seinen gesunden Menschenverstand und die Reue, die auf dem Fuß folgen würde, ausblenden konnte.

     Jack zog Zooey an sich und hielt sie lange in den Armen. Er genoss ihren Duft und die Berührung ihres seidigen Haars auf seiner Haut.

     So also war das Paradies.

     Das ist einfach perfekt, dachte Zooey und schmiegte sich glücklich an Jack.

     Jack war zwar nicht ihr erster Liebhaber, aber ihre erste große Liebe.

     Sie war mit Connor verlobt gewesen, aber vielleicht nur deshalb, weil alle es von ihr erwartet hatten. Er hatte sicher auch seine Vorzüge gehabt, aber sie hatte sich nie so gefühlt wie jetzt mit Jack, denn ihre Beziehung hatte keine richtige Basis gehabt. Es hatte sich nicht real angefühlt.

     Was sie gerade erlebt hatte, war sehr real. Ebenso wie ihre Gefühle für Jack.

     Sie wollte gar nicht mehr weggehen. Weder aus seinem Schlafzimmer noch aus diesem entscheidenden Moment in ihrem Leben. Für den Rest ihres Lebens würde sie versuchen, sich an diese Emotionen zu erinnern.

     Doch schon in diesem glücklichen Augenblick nahm Zooey wahr, dass Jack sich zurückzog. Er bewegte sich zwar nicht, aber sie bemerkte eine gewisse Anspannung. Als würde er versuchen, die Schranken, die sich sonst zwischen ihnen befanden und die gerade erst gefallen waren, wieder zu errichten.

     Zu spät, sagte sie sich. Was geschehen war, konnten sie nicht ungeschehen machen, und sie würde jeden einzelnen wunderbaren Moment für immer im Gedächtnis bewahren. Sie hob den Kopf und sah den Vater der Kinder an, die sie liebte.

     Ein rätselhaftes Lächeln zeigte sich auf ihren Lippen. Zooey wusste gar nicht, wie sehr Jack davon erregt wurde.

     "Was die Weihnachtsparty angeht …", begann sie und streichelte ihm mit den Fingerspitzen über die Brust.

     Wie konnte sie über Partys reden nach allem, was gerade passiert war? "Du machst Spaß, oder?"

     "Meinst du?"

     Zooey sah ihn schelmisch an, und obwohl er aufstehen und sein Leben in den Griff bekommen sollte, begehrte er sie schon wieder.

     Zärtlich streichelte sie seine Brust mit der Vertrautheit einer langjährigen Geliebten und nicht wie die Frau, die erst vor wenigen Minuten zum ersten Mal mit ihm geschlafen hatte.

     Obwohl er den Gedanken für verrückt hielt, kam es Jack vor, als kenne er Zooey schon lange.

     "Partys scheinen deine beste Seite zum Vorschein zu bringen", stellte Zooey scherzhaft fest. "Vielleicht liegt es auch am Kostüm. Was hältst du davon, dich beim nächsten Mal als Weihnachtsmann zu verkleiden?"

     Jack ergriff ihre Hand, damit sie ihn nicht weiter ablenkte, und hielt sie fest.

     "Oh nein. Keine Chance", fügte er hinzu, falls Zooey es ernst meinte. Bei ihr wusste er nicht, woran er war, denn sie war so unberechenbar wie ein Wirbelwind. Er war derjenige, dessen Handlungen vorhersehbar und verlässlich waren wie ein Uhrwerk. Zumindest bis heute Abend. Bis sie ihn an der Hand genommen und in eine Welt entführt hatte, die er bisher nicht gekannt hatte.

     Wenn er mit Zooey zusammen war, fühlte er sich nicht sicher, aber zum ersten Mal in seinem Leben kam ihm Sicherheit nicht so bedeutend vor.

     An Zooeys Seite wollte er gerne waghalsig und leichtsinnig sein.

     Waghalsig genug, sie erneut zu lieben.

     "Du kannst ja Mrs. Claus oder ein Weihnachtself werden", schlug er ihr vor.

     "Sicher sähest du als Weihnachtsmann niedlich aus", erwiderte sie. "Aber ich muss zugeben, dass du ganz ohne Kostüm auch nicht zu verachten bist." Ihre Augen glitzerten verführerisch.

     Jack packte sie an den Hüften und zog sie auf sich. "Komisch, ich habe gerade das Gleiche von dir gedacht."

     Ihr Haar fiel wie goldene Sonnenstrahlen auf sein Gesicht. "Woran hast du sonst noch gedacht?"

     Er wusste, dass sie sein Begehren spüren konnte. "Rate mal."

     Zooey bewegte sich etwas, sodass er noch weiter erregt wurde. "Das muss ich gar nicht, denn ich habe schon so eine Idee", erwiderte sie, bevor sie ihn küsste.

 

"Guten Morgen!"

     Zooey sang den Gruß geradezu, als Jack in die Küche kam. Sie wunderte sich, dass er so spät war, denn selbst die Kinder saßen schon am Tisch.

     Vielleicht hat die letzte Nacht ihn erschöpft, dachte sie lächelnd. Als sie aus seinem Schlafzimmer geschlichen war, hatte er geschlafen. Am liebsten wäre sie bei ihm geblieben, aber sie wollte nicht, dass Emily und Jackie womöglich aufwachten und sie nicht in ihrem Zimmer fanden.

     Dafür, dass sie in der vergangenen Nacht nur sieben Minuten geschlafen hatte, fühlte sie sich erstaunlich munter. Wahrscheinlich sorgten Hormone und Begeisterung dafür, dass sie nicht müde wurde.

     Letzte Nacht hatte sich ein Traum erfüllt. Jack war so gewesen, wie sie sich den perfekten Liebhaber immer vorgestellt hatte: zärtlich, liebevoll und mehr um ihre Befriedigung bemüht als um seine eigene. Sie konnte gar nicht verstehen, dass dieser Mann, der auch noch erfolgreich im Beruf war, nicht Scharen von Frauen in seinen Bann zog.

     Egal, was der Grund war, sie war froh darum. Es würde ihr gar nicht passen, sich mit anderen Frauen vergleichen zu müssen.

     Im Moment war das Leben perfekt für sie.

     Jack sah sie flüchtig an und senkte nur leicht den Kopf. Ein Wort, das wie "Morgen" klang, kam über seine Lippen, aber vielleicht hatte er sich auch nur geräuspert. Er nahm auch die Kinder kaum wahr und reagierte auf eine Frage von Emily erst, als sie sie wiederholte.

     Zooey schenkte ihm schwarzen Kaffee ein und wies lächelnd auf die Pfanne, in der ein Pfannkuchen brutzelte. "Ich habe Frühstück gemacht."

     Sie merkte, dass er krampfhaft seine Aktentasche festhielt.

     "Keine Zeit", murmelte er, ohne Zooey anzusehen. Er schien sich auf die Hintertür zu konzentrieren, als suche er einen Fluchtweg.

     Vielleicht doch nicht so perfekt, korrigierte Zooey in Gedanken. Für sie war die letzte Nacht zwar überwältigend gewesen, aber das hieß noch nicht, dass es für Jack genauso gewesen war. Trotzdem hätte sie schwören können, dass ihn das, was zwischen ihnen geschehen war, genauso wenig kalt gelassen hatte wie sie.

     "Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages, Daddy", belehrte Emily ihren Vater. "Hat meine Lehrerin gesagt."

     "Und sie hat recht", stimmte Zooey zu. Als sie kurz zu Jack sah, bemerkte sie, dass er die Stirn runzelte. Sie wollte ihm nicht das Gefühl vermitteln, dass sie über ihn bestimmen wollte. Er sollte nicht glauben, dass sie sich nach der letzten Nacht besondere Freiheiten ihm gegenüber herausnahm. "Allerdings hat man manchmal keine Zeit, das Frühstück am Tisch zu essen, sondern man isst es unterwegs."

     Weil sie schon geahnt hatte, dass er spät dran war, hatte sie ihm einen Pfannkuchen eingepackt.

     "Hier." Lächelnd reichte sie Jack die Tüte. "Lauf los."

     Jackie strahlte. "Lauf, Daddy, lauf!", rief er aufgeregt und wippte mit den Füßen.

     Sein Vater trank den letzten Schluck Kaffee und blickte auf die Tüte, die er in der Hand hielt. "Was ist das?"

     "Frühstück", erwiderte Zooey. "Ich dachte mir, du könntest es heute Morgen eilig haben."

     Das stimmte, aber Jack war sicher, dass Zooey das anderen Gründen zuschrieb, als es tatsächlich der Fall war.

     Er hatte es eilig, den Gefühlen zu entkommen, die ihn die ganze Nacht in seinen Träumen verfolgt hatten. Gefühle, mit denen er nicht fertig wurde.

     Er war ganz verwirrt, und das gefiel ihm gar nicht.

     "Ja", murmelte er. "Danke." Ohne ein weiteres Wort zu ihr oder zu den Kindern ging er durch die Hintertür zur Garage.

     "Bis heute Abend", rief Zooey ihm hinterher.

     "Es könnte spät werden", erwiderte er.

     So wie er es sagte, klang es, als wollte er absichtlich spät kommen.

 

Sie hatte recht gehabt. Jack kam nicht nach Hause. Nicht zu der Zeit, zu der er normalerweise kam, wenn er lange gearbeitet hatte. Um elf Uhr gab Zooey das Warten auf. Sie stellte die Warmhalteplatte mit seinem Abendessen ab und ging nach oben in ihr Zimmer. Trotz ihrer Enttäuschung klammerte sie sich immer noch an den Rest von positiver Stimmung, die sie seit letzter Nacht erfüllte. Wahrscheinlich lief für Jack das Leben jetzt weiter so wie immer, und sie sollte eigentlich daran gewöhnt sein.

     Es sollte aber nicht so sein wie immer!, dachte sie später, als sie in ihrem Bett lag. Was letzte Nacht passiert ist, kann doch an Jack auch nicht spurlos vorübergegangen sein.

     Natürlich musste er nicht den ganzen Tag lächeln oder Liebeslieder singen, aber einfach zu verschwinden? Das kam ihr schon außergewöhnlich vor.

     Morgen ist sicher alles besser, waren Zooeys letzte Gedanken, bevor sie einschlief.

 

Doch die Hoffnung trog. Jack ließ sich eher noch weniger zu Hause blicken als früher.

     Jeden Tag wurde es schlimmer. Jack blieb nicht einfach lange im Büro, nein, er schien jetzt rund um die Uhr zu arbeiten. Er hatte das Haus schon verlassen, bevor Zooey morgens aufstand, und kam erst zurück, wenn sie schon im Bett lag. Wenn sie nicht gelegentlich die nassen Handtücher in seinem Bad entdeckt hätte oder das Geschirr, das in der Spüle lag, dann hätte sie fast glauben können, sie hätte sich Jack nur eingebildet.

     Am zweiten Tag, an dem er nicht rechtzeitig nach Hause kam, hatte Jack eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Er bereite einen komplizierten Fall vor, der seine gesamte Aufmerksamkeit beanspruche.

     Zooey wusste, dass mehr dahintersteckte. Sicher gab es einen wichtigen Fall, aber deshalb hatte Jack sich nicht unsichtbar gemacht. Es musste an ihr liegen.

     Manchmal überlegte sie, ob sie Jack nicht einfach ansprechen sollte, damit er ihr sein Verhalten erklärte. Aber sie brachte es nicht fertig.

     Es war demütigend genug, dass sich Jack Lever nach einer Liebesnacht mit ihr plötzlich in einen Einsiedler verwandelte. War sie so schlecht gewesen? Hatte die Vorstellung, noch einmal mit ihr zu schlafen, ihn so abgeschreckt?

     Zooey fand einfach keine Antworten auf ihre Fragen.

     Von Tag zu Tag litt sie mehr, denn es schmerzte einfach, mit Jack unter einem Dach zu wohnen und zu wissen, dass er sie wie die Pest mied.

     Dass er sich auch nicht mehr um die Kinder kümmerte, tat genauso weh.

 

"Ist Daddy verreist?", fragte Emily am Freitagmorgen, als Zooey sie und Olivia zur Schule brachte.

     "Ja", erwiderte Zooey schnell.

     Diese Notlüge war immer noch besser, als dem Mädchen zu erklären, warum der Vater von zu Hause wegblieb.

     "Kommt er bald wieder?"

     An ihrem Tonfall merkte Zooey, dass sie ihren Vater schon vermisste.

     Das muss ein Ende haben – und zwar bevor er die Beziehung ganz zerstört, die er zu seinen Kindern hat.

     "Bald", versprach sie Emily.

     Zooey kannte nur einen Weg, Jack dazu zu bringen, wieder regelmäßig nach Hause zu kommen. Es war eine drastische Maßnahme, aber ihr blieb keine andere Wahl. Hier stand mehr auf dem Spiel als ihr Liebesleben.

 

Frances Finnegan saß ganz ruhig an ihrem Schreibtisch. So reagierte sie immer, wenn sie schockiert war. Schließlich sah sie ihre Erstgeborene an und stellte die Frage, die sie am liebsten nicht gestellt hätte. Nicht als Antwort auf die eben geäußerte Bitte – eine Bitte, die sie glücklich machte und ihren Mann sicher ebenso.

     "Zooey, bist du sicher?"

     Ihre Tochter hatte sich nicht erlaubt, weiter nachzudenken. Seit sie ihre Entscheidung gefällt hatte, hatte sie nicht mehr zurückgeschaut. Sie bemühte sich um einen positiven Tonfall. "Ja, ich bin sicher."

     Frances nahm ihr das nicht ab. Sie kannte ihre Tochter zu gut, selbst wenn die das nicht glaubte.

     "Aber du wolltest doch gar nicht hier arbeiten", erinnerte sie Zooey. "Du hast sogar das College einen Monat vor dem Abschluss verlassen, weil du geglaubt hast, dass du dich nicht fürs Geschäftsleben eignest." Frances wies auf das Büro. "Und dies ist das Geschäftsleben, Zooey. Nur, dass das klar ist."

     Zooey wollte sich lieber nicht auf eine Diskussion darüber einlassen, welche Gründe sie zu ihrem Sinneswandel bewogen hatten. Deshalb wich sie aus. "Wenn ich einen Abschluss haben muss, um hier zu arbeiten, dann kann ich noch die Prüfungen …"

     Frances winkte ab. Sie ließ sich nichts vormachen. "Darum geht es nicht, Zooey. Du hast damals gesagt, dass du nicht in den Familienbetrieb einsteigen wolltest."

     Unruhig ging Zooey durch das Büro auf und ab. "Ich war noch so jung."

     Frances lachte. "Nur ein Jahr jünger als heute."

     Zooey steckte die Hände in die Hosentaschen. "Ein Jahr ist eine lange Zeit."

     Jetzt stand Frances auf und ging zu ihrer Tochter. "Was ist passiert?"

     Zooey presste die Lippen zusammen, bevor sie eine betont munter klingende Antwort gab. "Nichts, ich bin nur erwachsen geworden."

     Am liebsten hätte Frances ihre Tochter an sich gedrückt und getröstet wie früher, aber sie wusste, dass Zooey kein Mitleid wollte. "Das kann ich aber nicht unbedingt erkennen, wenn ich dich so ansehe."

     Nun grinste Zooey. "Du warst wohl lange nicht mehr beim Augenarzt", scherzte sie. "Wirklich, Mom, mir geht es gut. Was ich tun will, ist einfach das Beste. Das ist alles."

     Für wen das Beste?, fragte sich ihre Mutter. Zooey wirkte nicht besonders glücklich. "Was ist denn mit den Kindern, um die du dich gekümmert hast? Ich hatte das Gefühl, dass sie an dir hängen."

     Sie zu verlassen war das Schwierigste, was sie je getan hatte. Aber für Emily und Jackie war es besser, wenn sie ging. Denn wie lange würde Jack den Kindern noch fernbleiben, wenn er fürchten musste, ihr zu begegnen?

     "Sie sind noch jung und gewöhnen sich auch wieder an eine andere Nanny."

     "Willst du das denn?", erkundigte sich die Mutter.

     Darüber wollte Zooey gar nicht reden. Ihre Mutter sollte sie nicht weinen sehen. "Mom, ich stelle dir jetzt eine einfache Frage. Hast du Arbeit für mich oder nicht?"

     Frances legte einen Arm um Zooeys Schulter. Noch nie war ihre Tochter ihr so verspannt vorgekommen. Sie tat so, als merke sie nichts, aber am liebsten hätte sie diesem Jack Lever mal die Meinung gesagt. Frances war sicher, dass er der Grund für Zooeys Verhalten war. Zooey mochte die Kinder zu gerne, um sie jetzt zu verlassen.

     "Für dich gibt es hier immer einen Platz, und das weißt du. Dein Vater wird begeistert sein. Und was ich fühle, steht außer Frage, aber …"

     "Gut, dann ist ja alles geregelt", unterbrach Zooey ihre Mutter.

     Lange betrachtete Frances die Tochter. Offenbar kam man mit guten Argumenten in diesem Moment nicht mehr weiter. Aber das war nichts Neues. "Wenn du meinst, Zooey."

 

"Du gehst?"

     Den kleinen Zettel, den sie ihm nachts unter der Tür durchgeschoben hatte und der Jack vor einer Minute in die Hände gefallen war, hielt er zerknüllt zwischen den Fingern.

     Zooey blickte von dem Rührei auf, das sie gerade für die Kinder zubereitete. Jackie saß im Hochstuhl und verwandelte seinen Toast in Konfetti, während Emily brav am Tisch saß und an ihrem Brot knabberte. Beide Kinder sahen überrascht auf, als ihr Vater in die Küche stürzte.

     "Ja", erwiderte Zooey ruhig und verteilte das Rührei auf zwei Teller.

     Emily wirkte erst verblüfft, dann aufgeregt. "Nein!", rief sie aus und starrte Zooey an.

     "Nein!", brüllte Jackie, ohne zu wissen, warum seine Schwester das Wort ausgerufen hatte.

     Sie wollte nicht weinen. Zooey versuchte, sich zusammenzureißen. "Es ist Zeit, Süße", sagte sie zu Emily.

     "Warum? Wieso ist es Zeit?", wollte die Kleine wissen, und Tränen zeigten sich in ihren Augen. "Du darfst nicht gehen. Du kannst uns nicht allein lassen."

     Zooey konnte gerade noch die Pfanne auf den Herd stellen, bevor Emily sich auf sie stürzte und die Arme fest um ihre Taille schlang. "Du kannst nicht einfach gehen! Ich lasse dich nicht weg!"

     Gleich kann ich nicht mehr, dachte Zooey. Vorsichtig löste sie Emilys Arme und beugte sich zu dem Mädchen. Fast hätte sie es an sich gedrückt, aber sie musste jetzt ihren Verstand einschalten. Auf keinen Fall durfte sie sich von ihren Gefühlen überwältigen lassen.

     Sie bemerkte, dass Jack überhaupt nichts sagte. Das hieß wohl, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte.

     "Wenn ich nicht mehr hier wohne, heißt das nicht, dass ich dich oder deinen Bruder im Stich lasse. Ich bin immer für euch da, wenn ihr mich braucht", versprach sie mit heiserer Stimme.

     Sie griff in ihre Tasche und holte eine Visitenkarte der Firma heraus. Auf der Karte standen die Adresse von Finnegan's Fine Furniture sowie ihre Handynummer.

     Leider war sie nicht darauf vorbereitet gewesen, wie furchtbar sich dieser Moment anfühlte.

     Sie gab Emily die Karte. "Du musst nur die Nummer wählen, und dann komme ich."

     Emily packte die Karte, und Tränen liefen ihre Wangen hinunter. "Aber es ist nicht dasselbe", flüsterte sie.

     "Nein", stimmte Zooey zu. "Das ist es nicht. Aber fast. Und ich bin nicht weit weg." Sie zeigte auf die Adresse, die auf der Karte aufgedruckt war.

     "Es ist weiter als dein Zimmer", schluchzte Emily.

     "Ja", erwiderte Zooey.

     Immer noch sagte Jack kein Wort. Er schaute Zooey an und versuchte nicht einmal, seine Tochter zu trösten.

     Er will, dass ich gehe, dachte Zooey. So sehr, dass er nicht einmal so tut, als würde er protestieren.

     Wie hatte sie sich so in ihm täuschen können?

     Das hatte man davon, wenn man zu viel träumte und hoffte. Es gab weder einen perfekten Mann noch den perfekten Augenblick. Sollte sie jemals etwas anderes geglaubt haben, dann hatte Jack sie eines Besseren belehrt.

     Noch immer hatte Jack kein Sterbenswörtchen geäußert, denn er traute seiner Stimme nicht – und seinen Gefühlen noch viel weniger.

     Er wollte nicht, dass Zooey ging, aber er hatte schon geahnt, dass der Tag kommen würde. Es war einfach die natürliche Konsequenz dessen, was in der Halloween-Nacht geschehen war. Er hätte sich beherrschen müssen.

     Jetzt war es zu spät, und das Porzellan war bereits zerbrochen.

     Jack konnte nur sich selbst Vorwürfe machen. Kaum hatten sie miteinander geschlafen, war es mit ihnen bergab gegangen. Die eine Nacht mit Zooey hatte Jack nicht gereicht, denn er hatte gemerkt, was ihm bisher in seinem Leben gefehlt hatte.

     Natürlich hatte er damit Zooey in ein Dilemma gebracht: Ihr Arbeitgeber hatte mit ihr geschlafen, und nicht nur das – er wollte es wieder tun. Wenn sie seinem Begehren nachgab, würde sie es tun, weil sie ihren Job nicht verlieren wollte? Weil sie die Kinder nicht verlassen wollte? Oder weil sie etwas für ihn empfand?

     Jack war sicher, dass der letzte Punkt erst an dritter Stelle kam. Deshalb hatte er Zooey so viel Freiraum gelassen, wie ihm möglich war. Sie sollte nicht das Gefühl haben, er wolle sie einengen oder eine Wiederholung der einen Nacht verlangen, wenn sie das nicht wollte.

     Trotzdem hatte sie vor, zu gehen. Wahrscheinlich hatte sie Angst, dass er sich ihr wieder nähern würde.

     Ihre Sorge musste enorm groß sein, denn er wusste, wie sehr sie die Kinder liebte. Wenn sie Emily und Jackie verließ, dann musste er davon ausgehen, dass sie seine Nähe nicht ertragen konnte. Vielleicht befürchtete sie, er würde sich ihr eines Nachts aufdrängen.

     Er sollte ihr erklären, dass er niemals so reagieren würde. Aber je heftiger er alles abstritt, desto mehr würde er sie in ihren Befürchtungen bestärken.

     Am liebsten würde er ihren Zettel zerreißen und ihr sagen, dass sie bleiben sollte. Aber ihm waren die Hände gebunden. Er konnte ihr seinen Willen nicht aufzwingen.

     Am besten, er ließ Zooey gehen, obwohl es ihm furchtbar schwerfiel.

     "Wann verlässt du uns?", fragte er emotionslos.

     Jetzt kann er es kaum abwarten, bis ich verschwinde, dachte Zooey. Die aufsteigenden Tränen kämpfte sie herunter, denn sie wollte ihm nicht zeigen, wie sehr er sie verletzte.

     "Sobald du jemanden findest, der sich um die Kinder kümmert", erwiderte sie und imitierte seinen Tonfall.

     "Mach dir keine Sorgen." Es gab Agenturen, die ihm sicher eine neue Nanny besorgen konnten. "Ich möchte deinen Plänen nicht im Weg stehen." Er sah ihr ins Gesicht. "Du gehst woanders hin, oder?"

     "Ja." Am liebsten hätte sie die Bratpfanne genommen und sie ihm über den Dickschädel geschlagen, aber sie riss sich zusammen. "Ja", wiederholte sie ruhig. "Ich habe etwas Neues in Aussicht."

     "Gut", erwiderte er. "Dann regele ich alles, und du kannst dich morgen auf den Weg machen."

     Zooey konnte es nicht glauben. Warum wollte er sie so schnell loswerden? Schreckte ihr Anblick ihn so ab?

     "Prima", erwiderte sie knapp.

     "Prima", wiederholte er.

     Jack hatte gehofft, dass Zooey vielleicht in letzter Sekunde ihre Meinung änderte und ihm erklärte, dass sie einfach mehr Zeit brauchte. Er wartete nur auf ein Signal, dass sie gerne bleiben wollte. Bei den Kindern. Bei ihm.

     Doch offenbar hatte sie ihren Weggang von langer Hand vorbereitet, und das hieß, dass er sich etwas vorgemacht hatte. Offenbar war sie fest entschlossen, schnell zu verschwinden.

     Es geschah ihm ganz recht. Wie hatte er sich auch einbilden können, dass sich eine so lebenslustige und intelligente Frau wie Zooey für einen langweiligen und biederen Typen wie ihn interessieren konnte?

     "Wenn du Referenzen benötigst …", begann er.

     "Die brauche ich nicht", unterbrach sie ihn.

     Zooey hob das Kinn. Sie legte einen Arm um Emily und wünschte, sie könnte die beiden mitnehmen. Jack verdiente es einfach nicht, so wunderbare Kinder zu haben. "Ich habe alles schon geregelt."

     Jack nickte und hob seine Aktentasche auf. "Dann gibt es jetzt vermutlich nichts mehr zu besprechen."

     "Nein", stimmte sie zu.