Gerade in der Urlaubszeit spielen E-Book-Reader ihre größten Trümpfe aus. Statt kiloweise Literatur für den Urlaub in den Koffer zu packen, lässt sich eine komplette Bibliothek mühelos auf einem kleinen, kompakten E-Book-Reader unterbringen. Drei Wochen Lesen am Stand oder am Pool sind dann weder ein Problem noch ein Kraftakt. Um den Spaß perfekt zu machen, gibt es jedoch ein paar Kleinigkeiten zu beachten.

Welcher Reader ist der beste Urlaubsbegleiter?

Um im Urlaub viel Spaß mit seinen E-Books zu haben, muss das Lesegerät einige wenige Bedingungen erfüllen. Beispielsweise muss das Display so ausgelegt sein, dass bei hellem Sonnenschein trotzdem alles gut lesbar ist. Das iPad beispielsweise ist hier mit seinem glänzenden Display deutlich im Nachteil. Wer beispielsweise nur tagsüber, also nicht in der Dunkelheit, lesen will, fährt mit einem unbeleuchteten e-Ink-Display wahrscheinlich am besten. Die Geräte sind für unter 50 Euro zu haben und der Akku macht eine dreiwöchige Dauernutzung problemlos mit. Die Displays sind auch bei starker Sonneneinstrahlung stets gut ablesbar. Unter Umständen ist es sogar empfehlenswert, ein solches preiswertes Gerät extra für den Urlaub anzuschaffen, da sich auch im Fall eines Diebstahls der finanzielle Schaden in Grenzen hält. Wer jedoch auch nach Anbruch der Dunkelheit oder gar unter der Bettdecke gerne liest, der kommt um ein etwas kostspieligeres Gerät mit einem hintergrundbeleuchteten Display nicht herum. Aber auch hier gilt: Am besten vorher ausprobieren, ob das Display in der Sonne noch gut ablesbar ist.

Datensicherung und Internet

Besonders empfehlenswert ist es, den E-Book-Reader schon zu Hause mit ausreichend Büchern zu bestücken. Zwar verfügen die meisten Geräte über einen WLAN-Zugang, mit dem man auch unterwegs Bücher nachladen kann. Dennoch können dafür unter Umständen happige Kosten entstehen. Wer keinen speziellen Auslands-Datentarif mit seinem Telefonanbieter vereinbart hat, sollte schon vor Abflug in den Urlaub die Einstellungen für das Daten-Roaming suchen und die Nutzung mobiler Daten wie 3G oder LTE im Ausland deaktivieren. Die Kosten dafür können insbesondere außerhalb der EU schnell in die hunderte Euro gehen. Wer seine E-Books auf dem E-Book-Reader und nicht auf dem Computer zu Hause gespeichert hat, dem sei eine Datensicherung vor dem Urlaub – und nicht nur vor dem Urlaub – ans Herz gelegt, um im Falle eines Defekts oder eines Verlustes des Readers nicht auch noch seine gesamte Büchersammlung zu verlieren. Einige Anbieter wie zum Beispiel Amazon bieten zudem eine Speicherung der erworbenen E-Books in der Cloud, also im Internet an.

Stromversorgung

Die meisten E-Book-Reader halten mehrere Tage oder sogar Wochen durch – sofern sie nicht nebenbei zum Surfen oder Spielen verwendet werden. Dennoch ist es empfehlenswert, das Ladekabel für den Reader in den Koffer zu packen – und den eventuell notwendigen Adapter gleich dazu. Beim Stromsparen hilft es, die Datenverbindungen (also WLAN und 3G bzw. LTE) zu deaktivieren und das Display wenn möglich nicht auf der hellsten Stufe laufen zu lassen. Viele Geräte bieten in den Einstellungen auch verschiedene Energiesparoptionen an, mit denen sich die Laufzeit des Akkus erheblich verlängern lässt.

Sonne, Strand und E-Book-Reader

Ein spannender Krimi am Strand macht für viele Urlauber die Ferien erst perfekt. Mit einem Buch auf Papier ist das auch kein Problem. Für die elektronischen Lesegeräte ist der Strand jedoch eine denkbar schlechte Umgebung: Sand, Staub, Wasser und Hitze können den Geräten zusetzen und sie beschädigen oder im schlimmsten Fall sogar zerstören. Daher sind ein paar wenige simple Schutzmaßnahmen empfehlenswert. Vor Sand, Staub und Wasser können Schutzhüllen schützen. Doch welche ist die richtige? Einfache Hüllen, die auf- und zugeklappt werden können, sind für den Strand nicht das Richtige. Der Sand gelangt durch die kleinsten Ritzen. Sandkörner, die zwischen Deckel und Display gelangen, können schnell erheblichen Schaden anrichten. Besser sind daher Schutzhüllen, die das Gerät komplett umschließen, sodass weder Sand noch Wasser dem E-Book-Reader etwas anhaben können. Es gibt etwas preiswertere Universalhüllen, bei denen jedoch vorher getestet werden muss, ob ein Zugriff auf die Grundfunktionen des Readers auch dann möglich ist, wenn das Gerät in der Hülle steckt. Wer will schon bei jedem Umblättern den Reader aus der Hülle nehmen? Etwas kostspieliger sind Schutzhüllen, die speziell auf ein bestimmtes Modell abgestimmt sind. Diese Hüllen verfügen oftmals über spezielle Bedienelemente, die einen problemlosen Zugriff auf alle Funktionen bieten und dabei einen optimalen Schutz vor Sand, Schmutz und Nässe bieten.

Übrigens: Die meisten E-Book-Reader reagieren sehr allergisch auf Sonnencreme. Im besten Fall funktioniert das Display mit eingecremten Händen einfach nicht. Im schlechtesten Fall kann das Display Schaden nehmen. Daher gilt: Nach dem Eincremen die Hände gut waschen, bevor der Reader benutzt wird.

Wer einen E-Book-Reader hat, dessen Display nicht über ein Infrarotfeld funktioniert, kann folgenden Spartipp versuchen: In jeder Drogerie gibt es Universalbeutel, die mit einem Reißverschluss verschlossen werden können. Diese Beutel benutzt man unter anderem dazu, um Flüssigkeiten im Handgepäck während eines Fluges mit an Bord nehmen zu können. Die meisten E-Book-Reader passen ohne Probleme in solche Beutel, die absolut dicht verschließbar sind. Sofern das Display und die Schalter durch den Beutel benutzbar sind, ersetzt er eine teure Spezialhülle allemal.

Unabhängig von der Art der verwendeten Schutzhülle ist es wichtig, den E-Book-Reader nicht dem prallen Sonnenlicht auszusetzen, da hier schnell so hohe Temperaturen entstehen können, dass die kleinen elektronischen Bauteile im Inneren oder auch das empfindliche Display zerstört werden. Gleiches gilt für die Lagerung des Readers im Auto. Auch hier entstehen schnell sehr hohe Temperaturen. Zudem lockt ein auf dem Sitz liegender E-Book-Reader auch noch Langfinger an. Wer stattdessen den Reader abdeckt oder in eine Tasche packt, setzt sich nicht diesem Risiko aus.

E-Book-Reader im Flugzeug

Ein E-Book-Reader hilft, die Zeit eines langen Fluges unterhaltsamer zu gestalten. Es ist problemlos möglich, den E-Book-Reader mit dem Handgepäck mit an Bord zu nehmen. Beim Sicherheitscheck am Flughafen muss der E-Book-Reader genau wie Note-Books oder Tablets separat vorgezeigt und in die Durchleuchtung geschickt werden. An Bord des Flugzeuges gelten die gleichen Regeln wie bei Handys: Alle Datenverbindungen müssen während des gesamten Fluges ausgeschaltet sein. Derzeit ist es noch so, dass während des Starts und der Landung alle elektrischen Geräte ausgeschaltet sein müssen – das gilt auch für den E-Book-Reader. Allerdings gehen zahlreiche Fluggesellschaften inzwischen dazu über, dass auch in der Start- und Landephase elektrische Geräte genutzt werden dürfen, sofern der Flugmodus aktiviert ist, mit dem die Datenverbindungen deaktiviert werden. Im Zweifel geben die Fluggesellschaften Auskunft.

Probleme beim Zoll

In einzelnen Fällen wird berichtet, dass die Zollbehörden bei der Einfuhr des eigenen E-Book-Readers Probleme machten und das angeblich im Ausland gekaufte Neugerät verzollen wollten. Wer derlei Ärger von vornherein aus dem Weg gehen will, nimmt sich einfach die Rechnung über den Kauf des Readers mit ins Gepäck.

Weitere Informationen finden Sie auch unter unserer E-Book Hilfe