Im Bann des verführerischen Feindes

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Eine Liebesheirat kam für Lara als älteste Tochter ihres Clans noch nie infrage. Aber dass ihre Vermählung eine Strafe sein würde, hat sie sich trotzdem nicht träumen lassen. Doch als König Robert ihre Burg erobert, wird sie genötigt, einen seiner Krieger zu heiraten: Sebastien of Cleish. Verzweifelt schwört sie, ihren Zwangsgemahl von ganzem Herzen zu hassen und heimlich gegen ihn zu kämpfen. Doch als Sebastien sie verlangend in seine starken Arme zieht und mit einem hungrigen Kuss überrascht, wird sie gegen ihren Willen jäh von Leidenschaft erfasst – so verräterisch wie unwiderstehlich …


  • Erscheinungstag 19.10.2021
  • Bandnummer 372
  • ISBN / Artikelnummer 0814210372
  • Seitenanzahl 256

Leseprobe

PROLOG

Der 11. Tag des Augusts, im Jahre des Herrn 1308

Der Gestank von Blut, Schweiß und Tod hing über dem Schlachtfeld. Nach diesem Sieg war klar, dass der schottische König hier im Westen Fuß gefasst hatte. Die Macht der gefährlichen „Lord of the Isles“ war gebrochen. Die MacDougalls hatten seine Kräfte und die seiner Unterstützer unterschätzt, als sie glaubten, sie könnten die Truppen des Königs auf ihrem Weg zur Küste in einen Hinterhalt locken.

Als er vor dem Mann stand, der ihm am Morgen in der Schlacht am Pass of Brander zum Sieg verholfen hatte, klebte ziemlich viel Blut am König. Robert the Bruce lächelte grimmig.

„Ihr habt Eure Befehle, Sebastien. Führt sie aus. Diejenigen, die Euch nach Dunstaffnage begleiten, kennen ihre Pflichten und werden Euch bei allem unterstützen, was Ihr in meinem Namen dort tun werdet.“

Sein vertrauenswürdigster Krieger und Spion nickte nur, wie er es immer tat, und wandte sich zum Gehen. Sebastien of Cleish hatte die Pläne ihrer Feinde aufgedeckt, die königlichen Truppen in einen Hinterhalt zu locken, und zugleich eine kluge Strategie vorgeschlagen, wie sie darauf reagieren sollten.

„Bei Anbruch der Nacht ist sie entweder verheiratet oder tot, Sebastien. Ich will einen Beweis sehen für das eine oder das andere.“

„Aye Sire. Verheiratet oder tot.“ Der Krieger verbeugte sich vor ihm und war bereits halb aus dem Zelt heraus, als er die Worte aussprach.

König Robert holte tief Luft, bevor er seinen Diener rief, der ihm beim Entkleiden half. Dunstaffnage Castle, MacDougalls Land und seine älteste Tochter, die Maid of Lorne, würden ihm gehören, noch bevor am Abend die Sonne unterging.

1. KAPITEL

Sie hatte die Tore vor ihm verschlossen.

Obwohl er einen Boten mit der Nachricht vorausgeschickt hatte, dass Robert the Bruce über ihren Vater gesiegt hatte, verweigerte sie ihm den Zutritt zu Dunstaffnage Castle. Als Sebastien vor dem verschlossenen Tor stand, neigte er eindeutig zu der „Tod“-Variante des königlichen Befehls. Seine Krieger hatten die Burg auf allen drei landeinwärts zeigenden Seiten umstellt. Verärgert stieß er den Atem aus, gab einem der Männer ein Zeichen und nickte.

Als er hinauf zur Festungsmauer blickte, konnte er die älteste Tochter von John of Lorne erkennen, die jeden seiner Schritte beobachtete. Er nahm seinen Helm ab und wartete, bis man ihre Waffen nach vorn gebracht hatte. Sein Schlachtross tänzelte nervös, wahrscheinlich spürte es die Anspannung des geistigen Wettstreits, der gerade im Gange war. Sebastien spürte sie auf jeden Fall. Doch mit der grellen Sonne hinter ihr, konnte er seine Gegnerin nicht einmal deutlich erkennen.

Er hörte den Lärm hinter sich und bewegte sich ein paar Schritte zur Seite, damit ihre Geiseln von der Burg aus gut zu sehen waren. Der Tumult hinter ihm wurde stärker, und er sah, dass Lara MacDougall näher an den Rand der mit Zinnen versehenen Mauer trat und zu ihm herunterspähte. Sie packte die rauen Steine, als müsste sie sich irgendwo festhalten.

Wenn er hätte zusehen müssen, wie seine jüngeren Geschwister in Ketten von den schwer bewaffneten Kriegern seines ärgsten Feindes mit sich gezerrt wurden, hätte er vermutlich ebenfalls heftig reagiert. Der kleine Junge und das Mädchen schrien laut genug, dass man sie meilenweit hören konnte.

Seine Gegnerin trat vom Rand der Mauer zurück, und er verlor sie einen Moment aus dem Blick, bis sie sich erneut vorbeugte. Sebastien hörte, dass ein Streit im Gange war, aber verstehen konnte er nichts. Aber offensichtlich war nicht jeder mit dem einverstanden, was sie vorhatte. Er hatte ihre Stimme noch nie gehört. Früher hatte ihm stets ihr Verwalter ihre Antworten auf seine Forderungen zugerufen.

„Wie lauten Eure Bedingungen?“, rief sie jetzt.

Sebastien lachte laut auf, ehe er antwortete. „Bedingungen? Wenn Ihr das Tor auf der Stelle öffnet, werde ich diese beiden Kinder am Leben lassen. Wenn Ihr zögert, kann ich für nichts garantieren.“ Er stieg ab, und sein Knappe rannte herbei und nahm die Zügel seines Pferdes. „Ich bin müde und habe schlechte Laune, Mylady. Wenn Ihr mich zwingt, mir gewaltsam Zutritt zu verschaffen, verspreche ich Euch, dass Ihr die Konsequenzen tragen werdet.“

Die Luft war zum Zerreißen gespannt, als jedermann auf ihre Antwort wartete. Sebastien zweifelte nicht daran, dass sie befehlen würde, die Tore zu öffnen. So viel hatten ihr Bruder und ihre Schwester ihm auf dem Ritt hierher verraten. Sie hatten ihm erzählt, dass Lara sich bei jeder Gefahr schützend vor sie stellte. Doch dieses Mal hatte sie ihre Geschwister unabsichtlich erst recht in Gefahr gebracht, als sie sie aus der Burg hatte fortbringen lassen – vermeintlich in Sicherheit.

Doch Sebastien hatte die Wahrheit gesagt. Er war müde und wollte die Sache zu Ende bringen. Er wollte nichts sehnlicher als ein heißes Bad, um sich den Gestank von Blut und Kampf abzuspülen. Und je schneller er in die Burg gelangte, desto schneller würde er genau das bekommen. Natürlich gab es da noch diese eine heikle Aufgabe, die er vorher für seinen König zu erledigen hatte. Was es sein würde, hing indes ganz von ihrem Verhalten ab.

Lara MacDougall verschwand hinter der Festungsmauer, und er hörte sie Befehle erteilen. Er setzte den Helm wieder auf und stieg auf sein Pferd. Es war immer besser, dem Feind gut gerüstet und auf dem Rücken eines Pferdes gegenüberzutreten. Er gab seinen Männern ein Zeichen, und sie scharten sich um ihn. Die Kinder wurden wieder nach hinten gebracht, heraus aus der Gefahr, die von versehentlich abgeschossenen Pfeilen oder irregeleiteten Kriegern ausgehen konnte.

Würde sie es als Schmach empfinden, wenn sie herausfand, wie er ihre Geschwister in Wahrheit behandelt hatte? Was würde sie tun, wenn sie erfuhr, welche Wahl Robert ihr ließ – Heirat oder Tod? Jetzt, nachdem er gesehen hatte, wie tapfer sie versuchte, ihr Zuhause zu verteidigen, wusste er, dass es ziemlich heikel werden würde, ihre Hinrichtung durchzuführen. Natürlich würde er es tun, wenn sie einer Ehe nicht zustimmte, aber dieser Befehl würde wesentlich schwerer zu befolgen sein als andere Anordnungen des Königs.

Das Kratzen von Holz und Metall erfüllte die Luft, als die Fallgitter hochgezogen und die Tore geöffnet wurden. Mit lautem Quietschen senkte sich die Zugbrücke. Zwei Wachen kamen aus der Burg, zwischen ihnen ging eine Frau. Sebastien war versucht, erneut zu lachen, aber er ersparte seiner Gegnerin diese Demütigung. Als ob diese beiden Männer sie vor irgendetwas beschützen könnten … Nachdem sie die Zugbrücke überquert hatte, blieb die kleine Gruppe auf dem felsigen Boden stehen, auf dem die Festung der MacDougalls errichtet worden war.

„Sichert die Burg!“, rief Sebastien laut, ohne einmal den Blick von ihrem Gesicht abzuwenden. Ein Trupp seiner Männer setzte sich in Bewegung. Die Hufe ihrer Pferde klapperten laut auf der hölzernen Brücke.

Lara MacDougall sah aus, als wollte sie etwas sagen, doch sie zögerte. Zum ersten Mal konnte er sie aus der Nähe betrachten, und er stellte fest, dass sie jünger war, als erwartet. Sie trug ein schlichtes Gewand, und das lange, blonde Haar war zu einem dicken Zopf geflochten. Doch die Überheblichkeit und Arroganz der MacDougalls stand ihr ins Gesicht geschrieben.

Sebastien saß erneut ab und ging auf sie zu. Ihre Miene verriet einen Hauch Angst, als er näher kam, doch dann hatte sie sich wieder im Griff.

„Wie viele Jahre zählt Ihr?“ Aufmerksam musterte er ihr Gesicht und ihre gesamte Erscheinung. Es war schwer zu sagen. Er nahm seinen Helm und den Kettenschutz ab und strich sein Haar zurück.

„Genug, um zu wissen, dass nur ein Lakai des Bruce Kinder als Schutzschild benutzen würde …“

Ihre Worte verloren sich, als er seinen Helm fallen ließ und sie am Kinn packte. Er zog sie zu sich heran, sodass nur sie seine Worte hören konnte, und starrte ihr direkt in die kalten, blauen Augen. Auf diese Weise machte er ihr ihre neue Stellung klar, damit sie gar nicht erst auf falsche Gedanken kam.

„Achtet auf Eure Worte, Mylady. Mich zu beleidigen bedeutet, den König zu beleidigen. Und er ist es, der jetzt über Dunstaffnage bestimmt – und über Euch.“

Sie riss die Augen auf und hob die Hand, um seine Finger wegzureißen. Obwohl ihre Berührung ihm einen Schauder über den Rücken jagte, schockierte ihn der abgrundtiefe Hass in ihrem Blick. Galt dieser Abscheu ihm oder Robert? Sebastien ließ sie so ungestüm los, dass sie einen Schritt zurücktaumelte.

„Ich will meinen Bruder und meine Schwester sehen.“ Das war ein Befehl, und nichts in ihrem Tonfall ließ erkennen, dass sie ihn als Sieger akzeptierte.

„Nein.“ Sie hatten noch einiges zu klären, bevor er sein Pfand aus der Hand geben würde.

„Wollt Ihr sie als Gefangene behalten? Werdet Ihr sie in die Zellen werfen lassen, deren offene Fenster zum Meer zeigen? Werdet Ihr sie weiterhin in Ketten halten …?“

Mit jedem Wort, das sie sagte, forderte sie ihn heraus. Es erheiterte ihn zwar in gewisser Weise, trotzdem durfte er es nicht zulassen. Er packte sie erneut, dieses Mal mit beiden Händen an den Schultern.

„Solange wir beide nicht miteinander fertig sind, werdet Ihr nirgendwohin gehen, außer dorthin, wohin ich Euch bringe. Und Ihr werdet nichts tun, außer das, was ich Euch sage.“

Er zog sie näher, bis nur noch wenige Zoll ihre Gesichter trennten. Unvermittelt überkam ihn das heftige Verlangen, sie zu küssen, anstatt sie zu bedrohen. Er drängte die Versuchung beiseite, biss die Zähne zusammen und zwang sich, die Worte auszusprechen, die der König ihm befohlen hatte.

„Euer Vater ist in der Gewalt von Robert the Bruce. In Roberts Namen nehme ich Eure Geschwister und diese Burg in meine Obhut. Ihr habt die Wahl, was weiter mit Euch geschehen wird.“

„I…ich habe die Wahl?“ Ihre Stimme war leise, und sie stammelte. Jetzt konnte er die Angst in ihrem Blick sehen.

„Bei Anbruch der Nacht werdet Ihr entweder verheiratet oder tot sein – es liegt ganz bei Euch.“

Alle Farbe wich ihr aus dem Gesicht, und sie sah aus, als würde sie jeden Moment in Ohnmacht fallen. Es dauerte eine Weile, bis sie wieder sprechen konnte.

„Verheiratet oder tot? Und wer wird diese Strafe vollstrecken?“

„Ihr werdet mich heiraten oder durch meine Hand sterben, Mylady. Entscheidet Euch jetzt.“

Lara MacDougall brachte kein Wort heraus. Die meisten Menschen, die auf Dunstaffnage lebten, wussten, dass das nicht häufig vorkam. Sie starrte in das Gesicht ihres Feindes und konnte nicht glauben, was er gerade gesagt hatte. Sie sollte ihn heiraten oder sterben? Noch heute?

Sie schüttelte den Kopf und begriff einfach nicht, was dieser Befehl sollte. Vermutlich hatte der König persönlich ihn erteilt. Pah! Robert the Bruce! Wie kam er nur auf die Idee, er hätte das Recht, über Schottland und vor allem über dieses Gebiet zu herrschen? Ihr Vater war hier an der Macht, solange sie sich erinnern konnte. Und wer war dieser Sebastien of Cleish, dass er sich einbildete, er wäre der Maid of Lorne würdig? Blinzelnd schüttelte sie erneut den Kopf.

„Ist das Eure Antwort? Ihr entscheidet Euch also für den Tod?“

Er ließ sie los, und sie sah entsetzt, dass er zurücktrat und sein Schwert aus der Scheide zog. Er runzelte die Stirn, doch seine Absicht war klar – er wollte ihren Tod. Bevor sie protestieren oder irgendetwas sagen konnte, ertönte lautes Geschrei aus der Burg. Lara reagierte so, wie sie immer reagierte, wenn ihre Familie oder ihre Leute bedroht wurden – sie drehte sich um, und wollte zur Burg laufen, um den Grund für die Schreie herauszufinden. Könnte es sein, dass die Männer des Bruce die Menschen dort töteten? Ihre junge Magd und einige Cousinen waren in der Burg geblieben, als Lara nach draußen gegangen war. Wurden sie angegriffen?

Ihr Feind packte sie, indem er ihr einen Arm um die Taille schlang. Sie zerrte an seiner Hand und rief laut den Namen ihrer Magd. Sie versuchte, sich zu loszureißen, doch dieser Rohling verfügte über beeindruckende Kraft. Er rührte sich kaum, während sie sich abkämpfte. Als sie kurz innehielt, nur um gleich darauf weiterzumachen, nahm er ihren Zopf und zog ihren Kopf daran zu sich. Sie spürte seinen warmen Atem an ihrem Hals.

„Ihr werdet entweder als meine Frau oder in einer Holzkiste wieder in diese Burg zurückkehren. Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht. Bis Ihr Euch entschieden habt, werdet Ihr hierbleiben.“ Das war sein bitterer Ernst! Sie zitterte vor Furcht, als sie begriff, was das zu bedeuten hatte. Ehe sie über ihre Lage nachdenken konnte, musste sie ihm das Versprechen abringen, dass den Bewohnern der Burg kein Leid geschehen würde, solange er hier war.

„Aber die Frauen dort drin …? Was passiert mit ihnen?“ Sie wagte es fast nicht, diese Frage zu stellen. Sie wusste, was Männer nach einer Schlacht den Frauen ihrer Feinde antaten.

„Solange sie sich mir nicht widersetzen, während ich über diese Burg herrsche, wird ihnen nichts widerfahren. Das ist mehr als sich über die Methoden Eures Vaters sagen lässt.“

Sie blieben einen Moment eng beieinander stehen, während Lara über seine Worte nachdachte. Wenn sie am Leben blieb, könnte sie wenigstens weiter für ihre Familie kämpfen. Wenn sie am Leben blieb, könnte sie einen Weg finden, ihren Bruder und ihre Schwester aus Dunstaffnage fortzuschaffen und bei ihrem Onkel in Sicherheit zu bringen. Wenn sie am Leben blieb, würde sie … diesen Mann heiraten müssen, dem es egal war, ob er sie zur Frau nahm oder sie im Namen des Bruce köpfte.

Aber sie wäre am Leben, und das war alles, was im Moment zählte.

„Ich werde …“ Sie bekam die Worte kaum heraus. In ihren wildesten Vorstellungen und schlimmsten Albträumen hatte sie sich niemals so eine Zukunft ausgemalt – verheiratet auf Befehl des erbittertsten Feindes ihres Vaters. Was für ein Leben würde sie als Gemahlin dieses Mannes erdulden müssen?

Er ließ sie los, und sie drehte sich um und sah ihn an. Sein Blick wanderte über ihr Gesicht und ihren Körper. Er selbst war von gefälliger Gestalt und hatte den Körper eines Kriegers. Obwohl er mit Schweiß und Blut bedeckt war, sah sie keine Anzeichen von Entstellung oder Krankheit.

„Mir bleibt keine andere Wahl, als Euch zu heiraten.“

Lara wusste nicht, mit was für einer Reaktion sie gerechnet hatte. Das hatte sie jedenfalls nicht erwartet. Er nickte knapp und lief sofort los in Richtung Kapelle. Dabei rief er seinen Männern einige Befehle zu. Als er merkte, dass Lara sich nicht von der Stelle rührte, kehrte er zu ihr zurück.

„Kommt, Mylady. Der Priester erwartet uns.“ Er winkte sie zu sich und eilte weiter den Pfad entlang, der zu dem Gebäude aus Stein außerhalb der Burgmauern führte.

„Priester?“, rief sie. „Ihr wollt die Hochzeitszeremonie doch wohl nicht jetzt abhalten.“ Lara blieb stehen und stemmte die Hände in die Hüften.

Ihre Frage ließ ihn innehalten. Er drehte sich um und kam ein weiteres Mal zu ihr zurück. Sie fühlte sich wie ein Beutetier, auf das er es abgesehen hatte. Lara zwang sich, stehen zu bleiben und sich nicht von der Stelle zu rühren. Schon ragte er hoch über ihr auf.

„Der Priester wartet jetzt. Er ist auf eine Hochzeit und eine Totenmesse gleichermaßen vorbereitet.“

„Ihr scherzt!“

„Nay, Mylady. Wenn Ihr hineingeht, heiraten wir. Wenn ich Euren Leichnam hineintrage, wird er die Messe für Euch lesen. Also, bleibt Ihr bei Eurer Entscheidung?“

Sie sollte jetzt heiraten, ohne Familie oder Freunde, die ihr beistehen konnten? Lara hatte sich eine schönere Zeremonie gewünscht, und ein Fest, um diesen wichtigen Tag für die ranghöchste Tochter des MacDougall-Clans gebührend zu feiern. Jetzt würde sie in ihrem abgetragenen Alltagskleid mit einem Mann vermählt werden, an dessen Händen das Blut ihres Clans klebte.

„Ich sagte, ich werde Euch heiraten, und ich stehe zu meinem Wort.“

„Dann kommt. Vater Connaughty wird sich freuen, wenn Ihr die Kapelle auf eigenen Füßen betretet.“

Der Barbar besaß doch tatsächlich die Frechheit, ihr seinen Arm anzubieten. Lara sah sich um und stellte fest, dass die Krieger einen Kreis um sie gebildet hatten. Ihre eigenen Leute sahen von den Fenstern des Wohnturms und vom Tor aus zu. Sie kratzte all ihren Mut zusammen und legte Sebastien of Cleish eine Hand auf den Arm. Hocherhobenen Hauptes schritt sie an seiner Seite ihrem Schicksal entgegen.

Sie hatte nie geglaubt, dass eine Liebesheirat für sie infrage kommen könnte. Als älteste Tochter wusste sie von klein auf, dass ihre Heirat immer ein Bündnis sein würde. Aber sie hatte sich niemals träumen lassen, dass es eine Strafe sein würde.

2. KAPITEL

Auf den ausdrücklichen Befehl ihres Gemahls hin hatte man sie gewaschen, abgetrocknet und angezogen. Lara fühlte sich wie ein Stück Vieh, das zur Schlachtbank geführt werden sollte. Sein Befehl lautete, dass der Beischlaf vor dem Essen stattfinden sollte. Schockiert hatte sie angehört, welche Vereinbarung ihr Vater mit dem König getroffen hatte. Dabei war es um ihr Schicksal gegangen, um die Übergabe der Burg und des Vermögens, das sie von ihrer Mutter geerbt hatte. Bei dem Rest hatte sie schon gar nicht mehr richtig zugehört.

Jetzt starrte sie in ihrem Gemach auf den Kamin und versuchte, nicht daran zu denken, was als Nächstes passieren würde. Oh, sie wusste Bescheid über die Vereinigung mit einem Mann. Im Leben eines Clans war nichts, was zwischen Mann und Frau geschah, ein Geheimnis. Aber sie würde es mit einem vollkommen Fremden tun müssen. Mit einem Mann, der in ihr Leben gestolpert war und der jetzt nicht nur über ihr Wohlergehen bestimmte, sondern auch über das ihrer Familie und ihrer Leute. Und das war nur schwer zu ertragen.

Aber sie hatte in dieser Angelegenheit nichts mehr zu sagen. Die alleinige Macht lag jetzt bei ihm. Was immer er befahl, wurde getan. Entweder von den Männern, die ihn hierherbegleitet hatten, oder von ihren Leuten. Man hatte ihnen seine Befehle mitgeteilt und ihnen gesagt, dass er die Tochter ihres Lehnsherrn geheiratet hatte. Etwas tief in Lara verhielt sich ganz still und wartete auf bessere Zeiten, um den Kampf gegen ihn aufzunehmen. Und sie würde gegen ihn kämpfen.

Im Moment mochte Dunstaffnage an den Bruce gefallen sein, aber es gab Mittel und Wege, damit dies nur ein vorübergehender Zustand blieb. Die Verbündeten ihres Vaters planten zweifelsohne schon, wie sie die Burg zurückerobern und ihn selbst befreien konnten. Als Gemahlin von König Roberts Stellvertreter hier auf der Burg könnte sie an Informationen herankommen, die ihnen im Kampf gegen ihre Feinde helfen würden. Schon bald würde John of Lorne auf den Stammsitz seines Clans zurückkehren können.

„Ihr seht recht beeindruckend aus, wenn Ihr so die Stirn runzelt, Mylady.“

Seine volle, tiefe Stimme löste einen Schauder des Unbehagens in Lara aus. Sah er ihr das schlechte Gewissen an? Sie ordnete ihre Gedanken und drehte sich zu ihrem fremden Gemahl um.

Der bluttriefende Krieger, mit dem sie erst vor Kurzem in der Kapelle das Ehegelübde gesprochen hatte, war verschwunden. An seine Stelle war ein gut aussehender Edelmann getreten. Die langen braunen Haare fielen ihm nicht länger ins Gesicht. Er trug eine lange Robe, die den Blick freigab auf einen langen Schnitt an seinem Hals, der frisch gesäubert und vernäht worden war. Schon zuvor, als er sie festgehalten hatte, war Lara aufgefallen, wie groß er war, sodass sie jetzt nicht überrascht war. Aber seine stechenden grünen Augen und das kräftige Kinn mit dem ebenmäßigen Lächeln trafen sie unvorbereitet.

Sie blickte auf und stellte fest, dass sie ihn mit offenem Mund anstarrte … und dass es ihm nicht entging. Sie holte tief Luft und wischte sich die schweißnassen Hände an ihrer eigenen Robe ab.

„Eure Magd sagte zwar, Ihr würdet Ale bevorzugen, aber ich habe trotzdem diesen Wein mitgebracht, um ihn mit Euch zu teilen. Es ist ein Geschenk von Robert the Bruce zu Ehren unserer Hochzeit.“

Mit zwei goldenen Bechern in den Händen kam der Mann auf sie zu. Laras erster Gedanke war, ihm die Becher aus der Hand zu schlagen. Bruces Wein zu trinken wäre eine Beleidigung für alle Mitglieder ihres Clans, die an diesem Tag gestorben waren. Doch der feste Zug um Sebastiens Kinn verriet ihr, dass er dieses Betragen von ihr nicht tolerieren würde. Er hatte gedroht, dass er sich an denen rächen würde, die sie liebte, wenn sie nicht tat, was er von ihr verlangte. Und sie glaubte ihm, dass er seine Drohung wahr machen würde.

„Ich schätze Menschen, die sich beherrschen können.“ Spöttisch hob er seinen Becher zum Toast, nachdem er Lara ihren gereicht hatte.

„Ich weiß nicht, was Ihr meint, Sir.“ Sie senkte den Blick auf den Becher in ihrer Hand.

„Ihr hättet mir die Becher am liebsten aus der Hand geschlagen, als ich den Bruce erwähnte. Ich bin froh, dass Eure Selbstbeherrschung stark genug war, um diesen eigensinnigen Plan zu verwerfen.“

„Bin ich so leicht zu durchschauen?“

„Nay, Mylady. Aber als jemand, der mit derselben Schwäche zu kämpfen hat, erkenne ich sie bei anderen sehr schnell.“ Er trat näher und hob ihr ihren Becher an die Lippen. „Probiert den Wein, ehe Ihr seinen Spender verdammt.“

Lara schnupperte an dem Becher. Ob er den Wein mit Kräutern versetzt hatte, um sie gefügiger zu machen?

„Riecht der Wein schlecht? Ist er umgekippt?“ Er roch an seinem eigenen Becher, dann nippte er daran. „Was soll denn damit nicht stimmen?“ Er sah ihr in die Augen, dann nickte er, als er erneut ihre Gedanken zu lesen schien. „Ihr glaubt, ich hätte Euch etwas in den Wein getan? Wieso sollte ich?“

Sebastien nahm ihren Becher und einen tiefen Schluck von ihrem Wein. Dann gab er ihn Lara wieder zurück.

„Wenn ich Euren Tod wollen würde oder vorhätte, Euch zu schlagen, dann würdet Ihr es schon merken. Ich verstecke mich nicht feige hinter einem Gifttrank. Ihr würdet es schon merken, wenn ich es auf Euch abgesehen hätte.“

Er wandte sich von ihr ab und ging zum Fenster ihrer Kammer. Er stützte sich mit dem Ellenbogen an den Rahmen, starrte hinaus in die einsetzende Dämmerung und trank den Rest seines Weins. Lara wusste, dass er wütend war. Sie merkte es an seiner Haltung und an der Art, wie die Muskeln an seinem Hals sich verkrampften, als er die Zähne zusammenbiss.

„Sir, ich wollte Euch nicht beleidigen.“

Er lachte und sah sie an. „Ihr glaubt, ich würde Euch betäuben, um Euch gefügig zu machen, und dann behauptet Ihr, Ihr wolltet mich nicht beleidigen?“ Sein Lachen wurde spöttisch. „Mylady, Eure verbalen Spitzen sind wie Waffen, und Ihr wisst sie überaus geschickt einzusetzen.“

Sie maßen einander mit Blicken, und er kam auf sie zu. Lara wusste, dass es von ihrem Verhalten abhing, wie er ihre Leute behandeln würde. Sie würde aushalten, was immer er mit ihr vorhatte. Sie war eine MacDougall und würde sich nicht vor dem drücken, was getan werden musste. Wenn dazu gehörte, diesen Mann anzulügen, um ihr Leben, das Leben ihres Vaters und das ihrer Geschwister zu retten, dann würde sie diesen Preis bezahlen.

Sie hob den Becher an die Lippen und leerte ihn mit einem einzigen Schluck. Tropfen des Weins sammelten sich an ihren Lippen. Sie wollte sie schon ablecken, doch er war schneller. Warm und fest drückte er seine Lippen auf ihre. Als sie spürte, wie seine Zungenspitze über ihren Mund glitt und eine heiße Woge sie erfasste, riss sie sich von ihm los.

„Ich kenne meine Pflicht, Sir. Ich brauche Euren Wein nicht, um es mir leichter zu machen.“ Je schneller sie es hinter sich hatten, desto besser. Sobald der Beischlaf vollzogen war, war die Ehe besiegelt, und sie würde endlich ihren Bruder und ihre Schwester sehen … falls er sein Wort hielt. „Ich werde mich nicht wehren.“

Lara reichte ihm den Becher und ging zum Bett. Zuerst wollte sie sich einfach oben auf das Bettzeug legen. Doch wenn sie es auf der dicken Decke aus Wolle machten, würde der Beweis für den Vollzug der Ehe nicht einfach zu erkennen sein. Also zog sie die Decke fort und legte sich auf das feine Leinen, das ihre Matratze bedeckte. Vorsichtig drapierte sie ihre Robe um sich herum, ließ sich auf den Rücken sinken und schloss die Augen.

Und wartete.

Kein Geräusch war in der Kammer zu hören bis auf das Knacken des Holzes im Kamin. Sie war sicher, dass Sebastien ihr Herz schlagen hörte. Trotzdem rührte er sich nicht und gab auch keinen Ton von sich. Lara spürte, wie die Spannung in ihr anwuchs. Sie hatte Mühe, zu atmen, und ihre Haut kribbelte, als die kühle Luft durch den dünnen Stoff ihrer Robe drang. Am liebsten hätte sie die dicke Decke über sich gezogen, aber sie tat es nicht.

Sie wartete ab.

Sie war schön, klug und stolz. Sie war ihren Leuten gegenüber loyal, und sie war eine gewiefte Taktikerin. Doch jetzt gehörte sie ihm.

Und sie hatte Angst.

Natürlich hätte seine Gemahlin das niemals zugegeben, aber Sebastien hatte es an ihrem Blick und an ihrer Haltung gemerkt, als er den Raum betreten hatte. Doch sie hatte sich rasch wieder im Griff gehabt und den flüchtigen Ausdruck des Entsetzens aus diesen dunkelblauen Augen verbannt. Schließlich stieg sie zu seiner Überraschung ins Bett und bot sich ihm auf den reinen weißen Laken dar wie eine Opfergabe. Das, was er tun musste, würde sie in Verlegenheit bringen, und ihm wäre es lieber gewesen, sie nicht vor ihren Leuten und den Männern des Bruce demütigen zu müssen.

Es gefiel ihm, dass sie ihm bei jedem Schritt die Stirn bot. Sebastien konnte ihr ihre Widerspenstigkeit nicht durchgehen lassen, aber jedes Mal, wenn sie sich ihm und seinen Befehlen widersetzte, lernte er mehr über sie und die Art, wie ihr Verstand arbeitete.

Sebastien ging ein paar Schritte auf das Bett zu und schaute hinunter zu Lara. Ihre Gestalt sagte ihm durchaus zu. Ihr Gewand verbarg nur wenig vor seinen prüfenden Blicken, und wie sie da lag, gewährte sie ihm einen verführerischen Blick auf die üppigen Brüste und die schlanken Beine. Ihr blondes Haar ergoss sich wie ein See über das Kissen und das Laken, und er verspürte Lust, es zu berühren und daran zu riechen. Mit ihr zu schlafen war für ihn keine Strafe. Er warf einen kurzen Blick aus dem Fenster. Die Sonne stand bereits dicht über dem Horizont über dem Meer. Er durfte nicht länger herumtrödeln, sondern musste endlich seine Pflicht erfüllen.

Sebastien löste den Gürtel seiner Robe und ließ sie auf den Boden fallen. Er setzte sich neben Lara auf das Bett und zwang sie, zur Seite zu rutschen.

„Sir, könnt Ihr bitte die andere Seite benutzen“, sagte sie gehetzt, während sie ihn unter gesenkten Brauen ansah. „Ihr seid nackt!“

„Ich nehme immer die Seite, die der Tür am nächsten ist. Jetzt rückt ein Stück.“

Er lachte, als sie über das Bett kroch und sich so weit entfernt von ihm wie möglich hinlegte. Dabei schaute sie ihn kein einziges Mal direkt an. Er gönnte ihr eine kurze Gnadenfrist, in der er sie beide mit der Decke zudeckte, dann nahm er ihre Hand.

„Kommt näher zu mir.“

Langsam zog er sie zu sich, bis sie neben ihm lag und der weiche Stoff ihres Gewands sein Bein berührte. Sebastien löste den Gürtel, der ihre leichte Robe zusammenhielt, und schob den Stoff auseinander. Sie begann, sich zu wehren, als sie begriff, was er vorhatte, und er hielt inne.

„Ich habe nicht vor, Euch zu vergewaltigen, Lara. Wenn Ihr mich einfach machen lasst, werdet Ihr vielleicht merken, wie viel Freude die Vereinigung von Mann und Frau bringen kann.“

„Ich habe in dieser Sache keine Wahl, Sir. Ihr seid stärker als ich und könnt mir Euren Willen aufzwingen, wann immer es Euch beliebt. Ihr haltet meine Familie gefangen, und mein Verhalten wird über ihr Schicksal entscheiden. Und dennoch behauptet Ihr, Ihr würdet mich nicht gegen meinen Willen nehmen?“

Ihre Stimme zitterte. Sie hatte recht – sie hatte keine Wahl. Aber er genauso wenig. Er hatte sich noch nie einer Frau aufgedrängt, und wenn er es jetzt tat, würde er sich diese Frau auf jeden Fall zur Feindin machen. Aber was für ihn in diesem Moment noch wichtiger war: Er hatte sich noch nie einem Befehl seines Königs widersetzt. Ihre Würde zu bewahren war eine Sache, aber seine Befehle standen hier nicht zur Diskussion.

„Wenn Ihr mich anfangen lassen würdet, werde ich Euch so viel Entscheidungsfreiheit lassen, wie ich kann.“

Sie lehnte sich zurück und sah ihn an. Ihre Miene und die dunkelblauen Augen verrieten ihr tiefes Misstrauen.

„Dann entscheide ich, dass ich jetzt hinunter zum Abendessen gehen will.“

Sebastien lachte und schloss sie in die Arme. Er bettete das Kinn auf ihr Haar und hielt sie einfach nur fest. „Wir können essen, wenn wir hier fertig sind.“

Als sie den Kopf hob, um zu antworten, brachte er sie mit einem Kuss zum Schweigen. Sebastien ließ die Hände hinunter zu ihren Hüften gleiten und zog sie an sich, damit sie die Reaktionen seines Körpers auf ihre Nähe spürte. Er spürte ihre Überraschung und fuhr fort, ihren Rücken und den Po zu liebkosen, während der Kuss immer tiefer wurde. Mit behutsamen Bewegungen breitete er ihr langes Haar über sie beide aus. Langsam schob er Lara das Gewand über die Schultern.

Sobald er ihre warme Haut an seiner spürte, wuchs seine Erregung. Er ahnte, dass sie es spürte und dass sie wusste, was es zu bedeuten hatte. Er hob die Hand, während er ihre Lippen mit der Zunge erforschte und schließlich in ihren Mund eindrang. Die Spitze seiner Zunge berührte ihre weiche Zungenspitze. Er stellte sich vor, was die anderen Teile seines Körpers bald tun würden, und freute sich, als er Laras atemloses Keuchen hörte.

Sie hatte sich keinen Zoll bewegt, also legte er sich ihre Arme um den Hals. Ihre Brüste wurden so an seinen Brustkorb gedrückt, und ihre Hüfte rieb über seine harte Männlichkeit. Er hielt inne, damit sie sich an das Gefühl gewöhnte, wenn ihre Körper sich berührten. Ihre Haut schien aus reiner Seide zu bestehen, und sein Verlangen, sie an ihren verborgeneren Stellen zu berühren, wuchs, bis er nicht länger widerstehen konnte.

Sebastien drückte sie sanft auf die Matratze. Fast zärtlich streichelte er ihr Gesicht und ihren Hals. Als seine Hände tiefer wanderten, verkrampfte Lara sich. Ihre Brüste kribbelten, als seine Finger über ihre Haut glitten und von ihrem Hals über ihre Brüste und noch tiefer wanderten.

Am liebsten hätte sie ihn weggestoßen und ihn aufgehalten, doch wider Erwarten war seine Berührung sehr verführerisch. Sie schämte sich, weil sie sich ihm so bereitwillig hingab. Sebastien hob ihr Kinn an, bis sie sich in die Augen schauten. Sein Blick wurde immer eindringlicher, während seine Berührungen immer drängender wurden. Als seine Finger mit den Locken auf ihrem Venushügel spielten, reagierte ihr Körper ganz von allein, und Lara schmiegte sich unwillkürlich in seine werbende Hand.

Diese pulsierende Stelle zwischen ihren Beinen verströmte Hitze und Nässe, trotzdem wollte sie Sebastien bitten, seine Hand wegzunehmen. Als hätte er ihre Zweifel gespürt, beugte er sich erneut über sie und küsste sie, bis sie beinahe vergaß, wer sie war und warum sie hier war. Sie war die Maid of Lorne, älteste Tochter der MacDougalls. Sie war ihrem Clan verpflichtet, und dieser Verführer würde sie niemals umstimmen können.

Der Widerstand in ihr dauerte einen Moment an, bis seine Finger zu der Stelle glitten, die nach Berührung hungerte. Wie ohne ihr Zutun öffneten sich ihre Beine für ihn, und er neckte und liebkoste sie weiter. Pulsierende Wogen liefen durch ihren ganzen Körper, bis sie glaubte, zu bersten. Das Stöhnen, das ihr entwich, schien ihn zu ermutigen, denn er kniete sich zwischen ihre Schenkel und begann, sie mit den Händen und dem Mund zu verzaubern.

Mit den Lippen umschloss er die festen Knospen ihrer Brüste, während er seine Finger in sie hineinschob. Als er dort eine Stelle berührte, von deren Vorhandensein sie bislang nichts geahnt hatte, stöhnte sie erneut auf. Er saugte kräftiger und streichelte sie zwischen den Beinen, bis sie zu schreien begann. Er bedeckte ihren Mund mit seinem, um den Schrei zu ersticken, schob sich auf sie und drang in sie ein. Sie spürte, wie sie gedehnt wurde, ein kurzer, heftiger Schmerz, und dann war sie vollkommen von ihm erfüllt.

Er hielt inne, und sie zwang sich, die Augen zu öffnen und ihn anzuschauen. Schweißperlen bedeckten seine Stirn und die Oberlippe, und sie spürte die warme Nässe zwischen ihren Beinen.

„Meine Gemahlin“, raunte er, als er sich wieder zu bewegen begann. Er stieß zu, immer tiefer, dann zog er sich wieder zurück. Eine neue Art der Spannung baute sich in ihr auf. Sie hatte das Verlangen, sich an ihn zu drängen, ihm nahe zu sein, laut seinen Namen zu rufen, und mit jedem Stoß von ihm wurde dieses Verlangen stärker. Lara kämpfte darum, sich nicht zu ergeben, doch ihr Körper ließ sie im Stich und entpuppte sich als Verräter. Geschickt entlockte Sebastien ihr weiteres, unverständliches Gemurmel und führte sie bis zum Höhepunkt der Erregung. Sie spürte, wie er in ihr immer größer und härter wurde, und dann, als sein Körper sich über ihrem verkrampfte, konnte sie keinen klaren Gedanken mehr fassen. Sie konnte nur noch fühlen – ihn, der sie erfüllte, und das pulsierende Pochen der Lust in ihr. Sie spürte, wie sie die Kontrolle verlor, als sie das nahm, was er ihr anbot. Sie fiel in sein Stöhnen ein und ließ los. Bereitwillig folgte sie ihm, wohin er sie geleitete. Er verströmte sich in ihr, und dann brachen sie zusammen, atemlos, schweißbedeckt und umgeben vom Geruch der Leidenschaft.

Eine geraume Weile verging, in der keiner von ihnen etwas sagte und sie langsam wieder zu Atem kamen. Unsicher, was sie tun oder sagen sollte, wartete Lara einfach darauf, dass er von ihr wich. Doch erst, als es an der Tür klopfte, regte er sich wieder.

„Sebastien, es wird Zeit.“ Die tiefe Stimme eines Mannes ertönte hinter der geschlossenen Tür.

Sebastien sagte nichts, sondern rollte nur von Lara herunter und stand vom Bett auf. Er zerrte an dem obersten Laken auf der dicken Matratze und wischte sich damit sauber. Lara spürte, wie ihr die Röte in die Wangen stieg, als sie ihr Blut an ihm sah, doch was er dann tat, überraschte sie vollkommen.

Sanft spreizte er ihre Beine und machte sie behutsam sauber. Dabei sah er sie kein einziges Mal an. Wollte er ihr die Demütigung ersparen, die in dieser Handlung lag? Als er fertig war, reichte er Lara ihre Robe und half ihr aus dem Bett. Er schlüpfte in seine eigene Kleidung, nahm das Bettlaken und ging damit zur Tür. Entsetzt sah sie zu, wie er die Tür zur Hälfte öffnete und dem Mann draußen das blutige Laken reichte.

„Zeig das unten denjenigen, die es sehen müssen, dann bringst du es sofort zum Bruce. Sag ihm, dass es das Blut der Maid of Lorne ist, durch mich vergossen, wie er es befohlen hat.“

Entsetzen und Schmach erfassten Lara, obwohl sie immer noch den letzten Nachhall der Lust verspürte. Sie war ihm vollkommen egal gewesen. Selbst als er mit ihrem Körper gespielt hatte, um die gewünschte Reaktion zu erzielen, hatte er nicht an sie gedacht, sondern nur an seinen König und dessen Befehle. Während sie ihren Clan verraten hatte, indem sie sich in seinen Armen der Leidenschaft hingegeben hatte, hatte er sie nur benutzt, um den Auftrag seines Königs zu erfüllen.

Die Freundlichkeit, die er ihr entgegengebracht hatte, war nur Mittel zum Zweck gewesen. Trotzdem hatten seine sanften Worte und Berührungen sie verzaubert. Energisch wickelte sie ihre Robe fester um sich und hob den Gürtel vom Boden auf. Sebastien stand neben der Tür und beobachtete sie, doch er weigerte sich, ihr in die Augen zu schauen. Schließlich brach er das Schweigen.

„Ich erwarte Euch zum Abendessen in der Halle. Zieht Euch an und kommt dann herunter.“

Dann war er verschwunden, und das Geräusch der sich schließenden Tür riss sie endgültig aus ihrer Tagträumerei. Als sie sich auf den Boden sinken ließ und um all das weinte, was sie an diesem Tag verloren hatte, schwor sie sich, dass sie ihre Leute nie wieder enttäuschen würde.

3. KAPITEL

Sebastien war kein Mann, der Ausflüchte machte, sobald er einmal eine Entscheidung getroffen hatte. So war er selbst nicht wenig überrascht, als er vor der Kammertür stand und sich fragte, ob er alles richtig gemacht hatte. Befehl war Befehl, vor allem, wenn er vom König kam, auch wenn der Bruce ihn oft genug selbst entscheiden ließ, wie er seine Anweisungen umsetzte.

Wenn Unschuldige im Spiel waren, setzte Sebastien lieber auf Tricks als auf Blutbäder, auf Verführung anstelle von Gewalt und auf Verhandlung anstelle von Mord. Wenn er seinen Feinden gegenüberstand, hatte er diese Wahl nicht. Und wenn er außerhalb seines Bettes mit Frauen zu tun hatte, schien keine dieser Regeln zu funktionieren.

Als er jetzt auf Laras Schluchzen in der Kammer lauschte, wurde Sebastien klar, dass er mit dieser Frau nicht so umgehen konnte, wie er bis zu diesem Zeitpunkt mit allen anderen Menschen umgegangen war.

Er lehnte sich gegen die kalte Steinmauer und dachte an den Moment, in dem sie sich ergeben hatte. Binnen weniger Augenblicke war ihr Widerstand dahingeschmolzen, und ihr steifer Körper war unter seinen Händen und seinem Mund weich und biegsam geworden. Er hatte gewusst, dass sie noch unberührt und nervös war, und hatte seine ganze Erfahrung eingesetzt, um sie so behutsam wie möglich zur Frau zu machen. Der Vollzug der Ehe war keine lästige Pflicht gewesen, sondern hatte ihnen beiden Lust bereitet. Warum also bedrückte ihn die Erinnerung daran trotzdem?

Sebastien schüttelte seine trüben Gedanken ab, nickte dem Wachposten vor der Tür zu und ging zurück in seine Kammer, in der er vorübergehend sein Lager aufgeschlagen hatte. Eine Gestalt löste sich aus dem Schatten in der Ecke des Korridors, und er erstarrte kurz. Dann erkannte er die junge rothaarige Frau. Es war Laras Magd.

„Sir“, sagte sie und nickte kurz – ein misslungener Versuch, ihm ihre Ehrerbietung zu erweisen. Zorn blitzte in ihren dunklen Augen auf, als sie ihn ansah und das Kinn trotzig reckte. Zorn?

„Wie ist dein Name?“ Er trat näher und zwang sie damit, zu ihm aufzublicken. In diesem Spiel war er Meister.

„Margaret“, sagte sie. Kein „Sir“ dieses Mal.

War ihr nicht klar, in was für einer heiklen Lage sie sich befand? Ihr Leben und das Leben aller Bewohner dieser Burg lagen in seinen Händen. Jeden Moment könnte er den Tod aller Menschen in diesem Wohnturm befehlen. Dann sah er, dass ihre Hände, die sie fest vor dem Bauch verschränkt hielt, leicht zitterten. Gut. Sie hatte also doch Angst.

„Was willst du, Margaret?“

Bevor sie etwas sagen konnte, eilte eine ältere Frau herbei und schob die Jüngere beiseite, als wollte sie diese schützen. Das Geräusch hastiger Schritte näherte sich, und kurz darauf kam François um die Ecke, einer seiner Männer.

„Verzeihung, Sir“, begann er, außer Atem vom Rennen. „Ich habe nicht gemerkt, dass sie aus der Halle entwischt ist.“

François packte Margaret am Arm und zerrte sie fort. Offensichtlich wollte er sie zu den anderen zurückbringen. Sebastien hatte befohlen, dass alle Lehnsleute der MacDougalls sich in der Halle versammeln und dort warten sollten. Eine weitere Wache tauchte auf, ergriff die alte Frau.

„Ich will meine Herrin sehen!“, rief Margaret ihm zu. Sie wehrte sich heftig, bis sie François schließlich entwischte. „Sir, ich flehe Euch an …“

Er wusste, wie viel Überwindung es sie kosten musste, diese Worte auszusprechen. Er hob die Hand, um seine Männer aufzuhalten. Die beiden Frauen drängten sich aneinander, und Sebastien forderte sie mit Geste zum Sprechen auf.

„Ich will meine Herrin sehen“, wiederholte Margaret.

„Du wirst sie bald sehen, Mädchen. Sie kommt gleich zum Essen in die Halle.“

Er hätte nie gedacht, dass Gesichter so schnell erbleichen konnten wie die der beiden Frauen. Alle Farbe war ihnen aus den Wangen gewichen, und sie sahen sich entsetzt an.

„Wer bist du, und warum bist du gegen meinen ausdrücklichen Befehl hier?“, fragte er und deutete auf die ältere Frau.

„Ich bin Gara, Sir.“ Sie zeigte die Weisheit ihres Alters und senkte den Kopf vor ihm. „Ich diene den MacDougalls als Heilerin, Sir.“ Sie hob den Kopf und sah ihn an, doch nicht aufmüpfig wie die junge Magd.

Eine Heilerin? Jetzt begriff er, was sie wollten und dass sie sich irrten.

„Deine Herrin braucht keine Heilerin, Gara. Geh zurück und nimm das Mädchen mit. Ihr könnt in der Halle auf Lara warten.“

In diesem Moment riss Margaret sich los und stürmte auf ihn zu. Mit den Fäusten trommelte sie ziemlich wirkungslos auf seine Brust ein und rief laut: „Reicht es denn nicht, dass Ihr sie vor ihren Leuten beschämt habt? Müsst Ihr jetzt noch eins draufsetzen, indem Ihr sie nötigt, ihnen gegenüberzutreten, obwohl das Blut auf dem Laken noch nicht einmal getrocknet ist?“

François war bei ihr, ehe sie noch mehr sagen konnte. Er packte sie an den Haaren und zwang sie auf die Knie. Sebastien sah Gara an und wusste endlich, was sie glaubten, was passiert war. Erschrocken von Margarets Worten und ihrer Heftigkeit, wollte er im ersten Moment alles erklären, doch dann machte er sich klar, dass er den Frauen nichts schuldig war. Er war hier der Sieger, nicht sie.

„Lass sie los!“, befahl er François. „Jetzt kehrt zurück in die Halle.“

Als die Magd ihn ansah, als wollte sie mit ihm streiten, nahm Gara ihren Arm und zog sie den Korridor hinunter. Dabei redete sie mit scharfem Flüstern auf sie ein.

„Ich will keine weiteren MacDougalls mehr in diesem Turm sehen, François. Nicht ohne meinen ausdrücklichen Befehl.“

Seine Männer neigten die Köpfe und entfernten sich. Sobald er wieder allein war, ging Sebastien in seine Kammer. Er brauchte nicht lange, um sich für die Mahlzeit fertigzumachen. Sein einziger sauberer Überrock ersetzte die Robe, die ein Geschenk des Königs gewesen war. Ein Krieger hatte keine große Auswahl, was die Garderobe anbetraf, und seine Truhen waren noch nicht angekommen. Sein Knappe, Philippe, regte sich darüber furchtbar auf, doch dann folgte er seinem Herrn durch den Flur und über die Treppe bis hinunter in die Halle. Sebastiens Stuhl stand in der Mitte der Estrade an der Tafel.

Sebastien fiel die Stille in dem großen Raum auf. Dann sah er, dass die Menge sich in zwei Hälften teilte – die wenigen verbliebenen MacDougalls auf der einen Seite, die eng an eng an einem langen Tisch sitzen mussten, und seine Männer auf der anderen Seite, die den Rest der Halle in Beschlag genommen hatten. Die MacDougalls beobachteten ihn mit offenem Misstrauen, während seine Männer ihm gut gelaunt zuprosteten und auf seinen Erfolg anstießen.

Er hatte nicht erwartet, dass es am ersten Abend auf seiner frisch eroberten Burg besonders gemütlich zugehen würde. Aber mit diesem offen und fast körperlich spürbaren Zorn und dieser unverhohlenen Ablehnung hatte er nicht gerechnet. Als einige seiner Krieger zotige Bemerkungen über seinen Beischlaf mit der Maid of Lorne machten, wurde die Menge unruhig. Sebastien erkannte, dass er die Situation falsch eingeschätzt hatte. Als er die streitlustigen Gesichter der MacDougalls sah, wurde ihm klar, dass es in einem heftigen Kampf enden würde, wenn er Lara jetzt hierherkommen ließ.

Sebastien winkte eine der Wachen herbei, gab dem Mann neue Befehle für seine Gemahlin und schickte ihn fort. Er sprach kurz mit Philippe, erklomm die Estrade und setzte sich auf den Platz an der Tafel, auf dem noch vor Kurzem sein Feind gesessen hatte.

Seine vorrangigste Aufgabe war die Sicherheit. Als Erstes musste er diese Burg und alle Bewohner unter seine Kontrolle bekommen. Es war ihm egal, wenn einige hier glaubten, er würde ihrer Herrin nur eine weitere Demütigung ersparen. Wenn es dabei half, ihre Zustimmung zu erlangen, um so besser.

Tricks anstatt Blutvergießen.

Ohne die Ablenkung seiner Gemahlin in der Halle beendete Sebastien sein Mahl rasch. Anschließend rief er seine Kommandanten zu sich, um die Pläne für die Absicherung von Dunstaffnage zu besprechen und die Eroberung von Schottlands Westen weiter voranzutreiben.

Ihre Nase juckte.

Lara ignorierte es, so lange es ging, bis sie endlich die Augen aufschlug, um sich dem neuen Tag zu stellen. Sie kämpfte sich aus den vielen Lagen ihres Umhangs, bis sie schließlich den Arm heben und sich kratzen konnte. Die Eroberer loszuwerden, die ihr Haus und ihre Geschwister in ihrer Gewalt hatten, würde nicht so einfach werden.

Licht fiel durch das Fenster, und Lara versuchte, ihre Muskeln zu lockern. Nachdem sie die Nacht sitzend verbracht hatte, war sie ganz steif und verspannt. Nach dem kurzen, aber willkommenen Besuch von Margaret und Gara hatte sie den Stuhl ihres Vaters in die hinterste Ecke der Kammer gezerrt und dort die Nacht verbracht.

Sie würde sich nicht hinlegen und auf ihn warten, in dem Bett, in dem er … in dem sie beide … Und sie würde ihm nur noch vollständig angekleidet gegenübertreten und sich gegen alles zur Wehr setzen, was er mit ihr vorhatte.

Von Margaret hatte Lara erfahren, dass ihre Schwester und ihr Bruder in einer Kammer festgehalten wurden. Offensichtlich waren sie für den Moment in Sicherheit, und ein paar der jüngeren Frauen, die auf der Burg geblieben waren, waren bei ihnen. Auf Befehl von Sir Sebastien hin war keine von ihnen belästigt worden, und keiner war ein Leid geschehen.

Lara schüttelte ihren Umhang ab, stand auf, streckte die Arme und versuchte, die Spannung zwischen ihren Schultern zu lösen. Als sie sich in der Kammer umschaute, sah sie so vieles, was sie an ihren Vater erinnerte.

Bis jetzt hatte sie noch keine Nachricht erhalten, dass er tot war. Auch keine der anderen Frauen hatte etwas gehört. Sebastiens Krieger schienen nichts dergleichen erzählt zu haben. War er durch die Hand des Königs gestorben? Oder durch die Hand des Mannes, der auch ihr Blut vergossen hatte? Ein Schauder erfasste sie, als sie daran dachte, wie sie sich in den Armen ihres Feindes benommen hatte. Sie betete zu Gott, dass ihr Vater niemals davon erfuhr, wie sie die Burg und ihre Ehre an diesen Mann verloren hatte.

Der zunehmende Krach auf dem Korridor lenkte sie von ihren Gedanken ab. Lara stellte sich dicht an die Wand in den Schatten, wo sie jedem, der den Raum betrat, im ersten Moment verborgen blieb. Die Tür wurde aufgerissen und knallte gegen die Wand, als vier Männer zwei schwere Holztruhen hereintrugen und an der Wand absetzten.

Die Prozession ging weiter, immer mehr Möbel und Truhen wurden herein- und andere herausgebracht, ohne dass auch nur ein Mann in ihre Richtung schaute. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich die Kammer verwandelt. Es war nicht länger das Gemach ihres Vaters, sondern das eines anderen. Nachdem die Männer fort waren, spähte Lara in die Kisten und Truhen, um sich Sebastiens Besitztümer anzusehen. Überrascht entdeckte sie einige ihrer eigenen Habseligkeit in den fremden Truhen.

Sie war so damit beschäftigt, herauszufinden, welche von ihren Sachen dabei waren, dass sie ihn gar nicht hereinkommen hörte.

„Keine Angst. Eure Besitztümer sind noch alle da.“

Lara richtete sich auf und wich von den Truhen zurück. Der Edelmann war verschwunden, und der Krieger, der jetzt vor ihr stand, steckte in seinem Harnisch. An der Seite hing sein Schwert, und er hatte sich den Helm unter den Arm geklemmt.

„Ich habe Euch nicht beschuldigt, meine Gewänder gestohlen zu haben“, sagte sie. Der Gedanke war ihr in der Tat gekommen, aber die Vernunft riet ihr, das lieber für sich zu behalten.

Autor

Terri Brisbin
Das geschriebene Wort begleitet Terri Brisbin schon ihr ganzes Leben lang. So verfasste sie zunächst Gedichte und Kurzgeschichten, bis sie 1994 anfing Romane zu schreiben. Seit 1998 hat sie mehr als 18 historische und übersinnliche Romane veröffentlicht.
Wenn sie nicht gerade ihr Leben als Liebesromanautorin in New Jersey genießt, verbringt sie...
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