Gewagtes Spiel mit dem Highlander

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Highlander Hamish, der zukünftige Laird of Lochmore, braucht dringend eine Ehefrau! Bei einem Turnier will er die Hand seiner Zukünftigen gewinnen, eine Fremde, die er weder kennt noch liebt. Doch die freche, bezaubernde Annis Gowen gerät ihm in die Quere. Sie hat ganz eigene Pläne, wenn es um Liebe, Leidenschaft und Heirat geht – und um Rache …


  • Erscheinungstag 14.04.2026
  • ISBN / Artikelnummer 9783751538138
  • E-Book Format ePub
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Leseprobe

Elisabeth Hobbes

Gewagtes Spiel mit dem Highlander

1. KAPITEL

„Hamish Lochmore, wenn sich noch einmal ein Vater bei mir darüber beschwert, du hättest seiner Tochter falsche Versprechungen gemacht, um unter ihre Röcke kriechen zu können, schlage ich dir den Kopf mit meinem Schild ein!“

Ewan, Earl of Glenarris und Laird des Clans Lochmore, funkelte seinen Sohn über besagten Schild wütend an. Hamish war sich nicht sicher, ob sein Vater nicht direkt in die Tat umsetzen würde, was er ihm gerade angedroht hatte.

„Ich habe nie irgendetwas versprochen. Es ist nicht meine Schuld, wenn sie mir nicht richtig zuhören.“ Hamish faltete die Hände und versuchte, würdevoll auszusehen. „Ich habe noch nie eine Frau dazu gezwungen, mit mir zu schlafen.“

„Ich habe keine Zeit für deinen Unsinn.“ Ewan warf einen Blick zu den Bediensteten und Clanmitgliedern, die alle so taten, als würden sie nicht lauschen. „Komm mit.“

Sie gingen von der Großen Halle über den dunklen Hof und blieben vor der Kapelle stehen. Auf Ewans stumme Aufforderung hin nahm Hamish eine Fackel aus der Halterung, und sie stiegen die Wendeltreppe hinunter in die Krypta.

„Was machen wir hier?“, fragte Hamish.

„Der Doktor hat mir geraten, ich solle anfangen, meinen Frieden mit meinem Schöpfer zu machen“, murmelte Ewan. „Da ist etwas in meinem Bauch, das mich umbringen wird. Ein Geschwür.“

Es war kaum eine Überraschung, dass es um die Gesundheit seines Vaters nicht zum Besten stand, aber die Worte nun ausgesprochen zu hören, ließ Hamish das Herz stocken. Er berührte die Schulter seines Vaters, aber Ewan hielt eine Hand hoch.

„Versprich mir, dass du mich hier zu meiner letzten Ruhe betten wirst.“

Hamish sah sich in der Krypta um und erschauderte. Das Licht der Fackel spielte auf den Steinplatten der Gräber. „Aye, Vater, das werde ich.“

Ewan ging von Grab zu Grab und strich mit den Händen über die steinernen Bildnisse früherer Lairds, die in die Grabplatten gemeißelt waren. „Die Gräber bergen sowohl Geheimnisse als auch Leichen, aber bevor du nicht geheiratet hast, wirst du nicht in das geheime Wissen eingeweiht, das ein Laird seinem Erben weitergibt. Douglas MacNeish hält Spiele ab, und der Sieger darf um die Hand seiner Tochter Fiona anhalten. Du wirst morgen nach Glenbovan aufbrechen. Ich erwarte, dass du dein Bestes gibst, um zu gewinnen.“

Hamish lachte. „Eine Braut als Trophäe in einem Wettbewerb?“

„Eine Frau ist eine Frau, und du bist normalerweise nicht sehr anspruchsvoll“, entgegnete Ewan trocken. „Du wirst das Oberhaupt des Clan Lochmore und der zweite Earl of Glenarris sein. Du brauchst Söhne, und sie wäre eine ebenso gute Ehefrau wie jede andere.“

Hamish nickte wenig begeistert.

„Malcolm McCrieff wird sich auch um Fiona bemühen“, sprach Ewan weiter. „Die MacNeishs sind sehr einflussreich und wissen Dinge, die überaus wichtig sind, und du würdest nicht wollen, dass er sie zuerst erfährt.“

Hamish knirschte mit den Zähnen bei dem Gedanken, dass sein Nachbar und Rivale über Wissen verfügte, das ihm vorenthalten blieb. Ohne ein weiteres Wort stieg Ewan die Wendeltreppe hinauf, aber Hamish blieb und las die vertrauten Namen in den Grabplatten, bis Schritte hinter ihm ihn zum Umdrehen zwangen.

„Ich dachte mir, dass ich dich hier finden würde.“ Sein Cousin Angus trat an Hamishs Seite. „Was hat der alte Mann gesagt?“

Hamish gab das Gespräch wieder und fragte dann: „Willst du mir Gesellschaft leisten?“

„Aye, warum nicht.“ Angus zog eine verkorkte Flasche Uisge Beatha aus seinem Umhang hervor. „Lass uns auf deine zukünftige Braut anstoßen.“

„Nicht hier“, sagte Hamish. „Es ist ein warmer Abend, und ich sehne mich nach einem Bad.“

Sie traten an die Wand der Krypta, schoben ein Bild aus Stein beiseite, verließen den Ort durch einen geheimen Gang und tauchten am Kiesstrand wieder auf. Die hoch aufragende Silhouette von Castle Lochmore sah im Frühlingssonnenuntergang imposant aus. Lachend zogen sie sich nackt aus, kippten das scharfe Getränk hinunter und rannten über den Strand ins Meer.

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