Gerettet auf Wedding Island

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Starke Arme bewahren Haven vor dem Sturz von den Klippen! Aber hat sie wirklich Glück gehabt? Denn ihr Retter ist der unverschämt attraktive Miles Jackson, mit dem sie mal ein verhängnisvolles Blind Date hatte. Und der sie jetzt ansieht, als könne er sich ein zweites, echtes Date vorstellen …


  • Erscheinungstag 14.08.2026
  • ISBN / Artikelnummer 9783751538572
  • E-Book Format ePub
  • E-Book sofort lieferbar

Leseprobe

Sophie Pembroke

Gerettet auf Wedding Island

1. KAPITEL

Haven Hapsgood war sicher, dass La Isla Marina genau so war, wie ihre Bekannte und Auftraggeberin Valentina – Instagram Superstar und Model – es versprochen hatte. Angefangen beim herrlichen blauen Meer, das die winzige Insel umgab, bis hin zu den luxuriösen Gästehäusern und der großen Villa im Mittelpunkt, die ganz im marokkanischen Stil gehalten war.

Sie würde sich allerdings erst entspannen und diesen Luxus genießen können, wenn sie den Job erledigt hatte, für den sie ganz aus Los Angeles hierher geflogen war.

Valentina war in diesem Moment vermutlich sehr glücklich und bereit, ihrem Seelenmenschen später am Nachmittag das Ja-Wort zu geben. Vielleicht bereitete sie sich jetzt schon darauf vor, den perfekt mit Sand gestreuten Mittelgang zwischen den geschmückten Stühlen für die vielen Promi-Gäste zu beschreiten.

Bis dahin hatte Haven noch einiges zu tun, um dafür zu sorgen, dass die Hochzeit des Jahres nicht von einem Dutzend gelangweilter, kreischender Kinder gestört wurde.

Valentina mochte fast so etwas wie eine Freundin für sie sein – oder war zumindest kurz davor, es zu werden –, aber Haven war in deren Auftrag hier, um zu arbeiten, nicht, um aufzufallen oder auf der Instagram-Fotostrecke eines Stars aufzutauchen.

Dies war mehr als ein Job für sie. Hier konnte sie sich einen Namen machen und sich zukünftige Aufträge sichern. Es war das größte Event, an dem Under the Sea Entertainment bisher teilnahm. Die Existenz ihres Unternehmens stand auf dem Spiel, ihre Träume und ihre Hoffnungen.

Dies war ihre Chance zu beweisen, dass Bekanntheit nicht alles war und dass sie mehr war als das jüngste Kind von Heather und Richard Hapsgood. Man nannte sie gemeinhin ‚die talentfreie Hapsgood‘. Dies war ihre Chance, einfach nur Haven zu sein, ohne die ganze Last, die mit dem Namen Hapsgood einherging.

Gerade bestand jedoch die Gefahr, dass sich ihre ganze Hoffnung in Luft auflöste, da ein kleiner Junge offenbar eine Meerjungfrauen-Phobie hatte.

„Todd hat mit keiner Silbe erwähnt, dass Meerjungfrauen auf die Kinder losgelassen werden.“ Die Mutter des Jungen, die offenbar zur Familie des Bräutigams gehörte, stand vor ihr und betrachtete sie missbilligend. „Unser kleiner Bentley liebt keine Fantasiegestalten, nicht wahr, Bentley, Darling?“

Der unglücklicherweise nach einer Nobelmarke benannte Junge versteckte sich hinter den Beinen seiner Mutter und klammerte sich an ihren Seidenrock, obwohl sie immer wieder versuchte, seine Hände fortzuschieben.

Haven vermutete, dass es hier um mehr ging als um Fantasiegestalten. Welches Kind liebte die denn nicht? Machte das nicht gerade ein Kind aus? So zu tun, als könne man jeder sein, der man sein wollte? Zu tun, was auch immer man wollte und sich keine Gedanken darüber zu machen, was irgendjemand dazu sagen könnte?

„Wir haben eine ganze Reihe unterschiedlicher Unterhaltungsprogramme für die Kinder vorbereitet.“ Haven bemühte sich, trotz der herablassenden Art der Frau, freundlich zu bleiben. Sie hörte, dass die anderen kleinen Gäste hinter ihr allmählich unruhig wurden. Aus Erfahrung wusste sie – wenn Kinder erst mal außer Kontrolle gerieten, war es schwer, sie wieder einzufangen. Sie musste dieses Problem so schnell wie möglich lösen. „Wenn Bentley mitkommen könnte …“

Als Haven die Hand nach der des Jungen ausstreckte, wich der Kleine nach einem Blick auf ihr glitzerndes, paillettenbesetztes Meerjungfrauenkostüm entsetzt zurück. Dabei geriet er gefährlich nahe an den Felsabhang, der zum Strand hinunter ging.

„Bentley!“ Seine Mutter kreischte hysterisch.

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