Romana Weekend Band 39

– oder –

 

Rückgabe möglich

Bis zu 14 Tage

Sicherheit

durch SSL-/TLS-Verschlüsselung

LIEBESWUNDER IN ITALIEN von REBECCA WINTERS

Clara stockt der Atem, als er plötzlich wieder vor ihr steht: Valentino Casali, ihre große Jugendliebe! Clara ist glücklich wie nie und genießt Vino, Küsse und Amore in Bella Italia. Aber wird der Unternehmer dieses Mal für immer bleiben, oder ist sie für ihn nur ein süßer Flirt?

STÜRMISCHE NÄCHTE IN FLORENZ von CHANTELLE SHAW

Tamsin soll eine toskanische Villa einrichten – mit allem Luxus, den sie sich vorstellen kann. So traumhaft es klingt, für die junge Architektin wird der Auftrag bald unerträglich. Der adelige Hausherr kontrolliert ihre Arbeit mit Argusaugen. Warum misstraut er ihr?

MEIN HERZ FLÜSTERT TI AMO von CAROLINE ANDERSON

Als Hochzeitsplanerin macht Anita das Glück anderer perfekt. Warum nur bleibt ihr das eigene versagt? Vor fünf Jahren hat ihre große Liebe Giovanni sie verlassen – und ihr nie verraten, warum. Nun führt der Zufall Giovanni in ihr Landhaus in der Toskana …


  • Erscheinungstag 27.06.2026
  • Bandnummer 39
  • ISBN / Artikelnummer 8038260039
  • Seitenanzahl 400

Leseprobe

Rebecca Winters, Chantelle Shaw, Caroline Anderson

ROMANA WEEKEND BAND 39

Rebecca Winters

8. KAPITEL

Während Clara am nächsten Morgen das Frühstück zubereitete, rief endlich ihr Arzt Dr. Arno an. Valentino ging ins Schlafzimmer, um ungestört mit ihm reden zu können.

„Entschuldigen Sie, dass Sie so lange warten mussten. Ich bin übrigens ein Fan von Ihnen“, verriet der Mediziner.

„Oh, das freut mich.“

„Wie meine Sprechstundenhilfe mir gesagt hat, sind Sie ein guter Freund der Patientin.“

„Clara und ich haben gerade geheiratet.“

„Na, dann herzlichen Glückwunsch. Sie ist eine sehr mutige und tapfere junge Frau. Sie können sich glücklich schätzen.“

„Da bin ich ganz Ihrer Meinung. Ich möchte gern von Ihnen erfahren, wie Sie Claras Zustand einschätzen. Am meisten interessiert mich, was ich tun kann, um für sie so schnell wie möglich eine Spenderniere zu bekommen.“

„Ihre Ungeduld kann ich verstehen, Signor Casali. Ich versichere Ihnen jedoch, dass wir unsererseits schon alles Menschenmögliche für sie unternehmen. Leider kam aus ihrer Familie niemand als Spender infrage, dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir ihr helfen können.“

Nach kurzem Zögern erklärte Valentino: „Ich habe lange und gründlich darüber nachgedacht und möchte mich zur Verfügung stellen.“

Es stellte sich heraus, dass er dieselbe Blutgruppe wie Clara hatte. Er hatte keine Krankheiten, rauchte nicht und litt auch an keiner anderen Sucht. „Ich werde meinen Arzt in Monaco bitten, Ihnen einen ausführlichen Bericht zuzusenden“, fügte er hinzu.

„Das klingt zu gut, um wahr zu sein.“

„Allerdings bin ich nicht mit ihr verwandt“, gab er zu bedenken.

„Das ist nicht unbedingt ein Problem, da lässt sich aus medizinischer Sicht einiges machen.“

„Gut, dann schlage ich vor, wir fangen mit den Voruntersuchungen an.“

„Können Sie morgen früh zu mir ins Krankenhaus nach Rom kommen?“, fragte der Arzt.

„Selbstverständlich.“ Clara gegenüber würde er behaupten, er müsse aus geschäftlichen Gründen fort. Vielleicht würde sie dann den Tag bei ihren Eltern verbringen.

„Großartig. Ich werde alles vorbereiten, sodass wir sogleich mit den Tests beginnen können.“

„Wie lange würde es dauern, bis die Transplantation durchgeführt werden kann?“

„Wenn das Ergebnis positiv ist, ein bis anderthalb Wochen.“

„Wie riskant ist die Operation?“, wollte Valentino wissen.

„Für Sie ist sie weniger gefährlich als für Clara, aber ein gewisses Risiko besteht immer. Wir wenden jedoch die modernsten Techniken an, die vieles erleichtern. Anschließend müssen Sie beide vier bis fünf Tage im Krankenhaus bleiben. Wenn alles gut verläuft, können sowohl Clara als auch Sie ein völlig normales Leben führen.“

Das war sein größter Wunsch. Erleichterung durchflutete ihn. „Ich möchte es ihr jetzt noch nicht erzählen, sondern warten, bis wir die Resultate haben.“

„Das halte ich für gut, denn wenn sich herausstellt, dass Sie nicht als Spender infrage kommen, wäre Clara sehr enttäuscht. Doch wenn alles klappt, stehen ihre Chancen gut, wieder gesund zu werden.“

Valentino bedankte sich bei dem Arzt und konnte es kaum erwarten, seine Pläne in die Tat umzusetzen.

Clara winkte dem Makler noch einmal zu, als sie und Valentino das Anwesen auf dem Motorrad verließen. „Der Mann ist völlig begeistert von dir, piccola. Und das kann ich ihm noch nicht einmal verdenken“, rief er ihr über die Schulter zu.

„Unsinn. Er ist alt genug, um mein Großvater zu sein.“

„Das sind die Schlimmsten. Weißt du das etwa nicht?“

Sie musste lachen und gestand sich ein, dass es ihr heute besser ging als seit vielen Wochen.

Der Gutshof mit dem Wohnhaus war in einem viel schlechteren Zustand, als sie vermutet hatten. Alles war vernachlässigt, und sie hatten sich verabschiedet, ohne sich festzulegen.

„Wir fahren bei deinen Eltern vorbei, um den Zitronenlikör mitzunehmen“, erklärte Valentino plötzlich.

„Daran erinnerst du dich?“ Sie war verblüfft.

„Seit du davon geredet hast, kann ich es kaum erwarten, ihn zu probieren.“

„Das sagst du nur, um mir einen Gefallen zu tun.“

„Nein. Allerdings muss ich gestehen, dass mir Zitronenlikör bisher überhaupt nicht geschmeckt hat.“

„Du verunsicherst mich.“

„Das glaube ich nicht. Du bist der mutigste Mensch, den ich kenne, und das weißt du selbst“, entgegnete er. „Es ist doch möglich, dass die Tochter von Signora Rossetti, der besten Köchin weit und breit, das besondere Talent ihrer Mutter geerbt hat.“

„Du bist und bleibst ein Charmeur. Mamma wird sich über unseren Besuch freuen.“

Wenig später hielten sie vor dem Haus an, stiegen ab und nahmen die Helme ab, ehe sie in die Küche gingen, wo Maria mit den Kindern beschäftigt war.

Clara küsste die Kleinen und umarmte dann ihre Schwägerin. „Wo ist mamma?“

„Sie hilft nonna beim Baden, weil Bianca sich nicht wohlfühlt.“

„Was hat sie? Ist ihr übel?“

„Das auch, aber sie hat starke Schmerzen. Vielleicht ist es eine Blasenentzündung. Tomaso ist mit ihr zum Krankenhaus gefahren.“

„Oh, das klingt nicht gut.“ Claras Stimme schwankte.

Sogleich legte Valentino ihr den Arm um die Schulter und zog sie an sich. „Ich bin sicher, sie wird wieder gesund, piccola“, versicherte er.

„Ja, davon bin ich auch überzeugt“, bekräftigte Maria.

„Wenn du und mamma Hilfe braucht, bleiben wir hier“, bot Clara an.

„Nein, danke, wir schaffen es allein.“ Maria lächelte. „Ich sage ihr und Bianca, dass ihr hier wart.“

„Okay“, erwiderte Clara zögernd.

„Denk an den Zitronenlikör“, erinnerte Valentino sie.

„Den hätte ich beinah vergessen.“ Sie löste sich von ihm und holte die Flasche aus dem Schrank neben der Tür, packte sie gut ein und reichte sie ihm. „Nachher rufe ich Bianca an, ich muss wissen, wie es ihr geht“, verkündete sie.

„In einer Stunde ist sie sicher wieder hier“, meinte Maria.

Nachdem sie sich verabschiedet hatten, verließen sie das Haus. Während sie die Helme aufsetzten, fragte Valentino: „Sollen wir erst zum Krankenhaus fahren, falls sie noch dort ist?“

„Nein, Tino, aber danke für das Angebot. Sie würde mich für verrückt erklären. Wahrscheinlich mache ich mir zu viele Sorgen.“

„Ihr beide steht euch sehr nahe. Dasselbe kann ich leider nicht von Cristiano und mir behaupten.“

„Das tut mir leid.“

„Ach, vergiss es, ich hätte es nicht erwähnen müssen.“

„Doch, ich bin froh, dass du es getan hast“, erwiderte Clara. „Du musst darüber reden, das erleichtert.“

„Du willst mich wohl verwöhnen“, scherzte er.

„Klar, das wird auch Zeit.“

Als Valentino am nächsten Tag aus Rom zurückkam und die Küche betrat, beendete Clara gerade das Gespräch mit ihrer Freundin Gina. Mit erwartungsvoller Miene fragte er: „Geht es dir gut?“

„Sehr gut. Ich bin glücklich, dass du wieder da bist. Wie ist es gelaufen?“

„Besser als ich erwartet habe. Mein Vater wird überrascht sein, wenn ich ihm erzähle, wie viele Busreiseveranstalter ernsthaft überlegen, die Touristen bei ihm einkehren zu lassen.“

„Das sind gute Neuigkeiten.“

„Hast du Lust wegzufahren?“ Er sah sie lächelnd an.

„Natürlich.“

„Dann lasse ich dich ans Steuer.“ Er drückte ihr die Schlüssel des Ferraris in die Hand.

„Ich fahre doch nicht dein Auto“, protestierte sie.

„Unser Auto“, korrigierte er sie.

„Okay, dann eben unser.“

Unvermittelt umfasste er ihre Taille, zog Clara an sich und küsste sie besitzergreifend auf die Lippen, ehe er sie aus dem Haus und zur Fahrerseite des Ferraris führte. Dann hielt er ihr die Tür auf. Vor lauter Verblüffung tat sie, was er wollte, und ließ sich auf den schwarzen Ledersitz sinken.

Wenige Sekunden später saß er neben ihr, und sie blickte ihn hilflos an.

„Schnall dich bitte an“, forderte er sie auf.

Nachdem sie es getan hatte, küsste er sie wieder liebevoll und innig. Das muss aufhören, sonst kann ich mich nicht konzentrieren, dachte sie, während er auch den Sicherheitsgurt anlegte.

„Tino, ich kann mit diesem Geschoss nicht umgehen.“

„Doch, du hast ja auch euren Pick-up und die Lieferwagen gefahren. Du kannst den Sitz so verstellen, wie es für dich richtig ist.“ Er zeigte ihr, wie es funktionierte.

„So, und jetzt steckst du den Schlüssel ins Zündschloss und startest den Motor.“ Auch das klappte auf Anhieb. Da das Auto ein Automatik-Getriebe hatte, erklärte er ihr, was sie zu tun hatte, und schließlich setzte sie den Wagen in Bewegung, langsam zuerst und ziemlich ängstlich. Doch nach wenigen Minuten bekam sie ein Gefühl für den Ferrari und lenkte ihn immer sicherer.

„Das machst du gut, piccola. Da vorne geht es zum See ‚Adrina‘, lass uns dorthin abbiegen. Wenn du müde wirst, übernehme ich.“

Müdigkeit verspürte sie überhaupt nicht, im Gegenteil, sie war vor lauter Begeisterung und Aufregung hellwach und in Hochstimmung.

Nachdem sie den ganzen Verkehr hinter sich gelassen hatten und die Straße relativ frei war, gab sie Gas und hätte jauchzen können vor Freude darüber, wie gut der Wagen beschleunigte. Valentino saß völlig entspannt und lächelnd neben ihr, was sie zusätzlich mit Freude erfüllte.

„Ich kann es kaum glauben, es macht wirklich Spaß“, gab sie begeistert zu und erhöhte das Tempo immer mehr, ohne einen Blick auf den Tacho zu werfen.

Als der See in der Ferne zu erkennen war, fragte Valentino: „Möchtest du irgendwo anhalten und etwas trinken?“

„Nein.“ Statt den See zu umrunden, wendete sie bei der nächsten Gelegenheit und fuhr zurück nach Monta Correnti, nur um noch schneller durch die Landschaft brausen zu können. „Jetzt verstehe ich endlich, warum du hohe Geschwindigkeiten liebst. Es ist wie ein Rausch.“

Plötzlich hörte sie hinter ihnen die Sirene eines Polizeiautos, was sie jedoch nicht auf sich bezog. Erst als der Streifenwagen sie überholte und die Beamten sie mit der Kelle aufforderten anzuhalten, wurde ihr bewusst, was los war. „Hier kann ich nicht anhalten, die Straße ist doch viel zu schmal, oder, Tino?“

„Du hast keine andere Wahl“, antwortete er ruhig. „Es ist nicht dein Problem. Sobald du den Wagen zum Stehen gebracht hast, kurble das Fenster hinunter, und hol deinen Führerschein hervor.“

Offenbar kannte er sich mit solchen Dingen aus. Sie ging vom Gas und stoppte am Straßenrand. Sogleich stiegen vier Polisten aus dem Fahrzeug. Zwei von ihnen leiteten den Verkehr an ihnen vorbei, während die beiden anderen auf den Ferrari zukamen.

„Wissen Sie, wie schnell Sie gefahren sind, Signorina?“, fragte der ältere der Männer. Beinah im selben Augenblick erkannte er Valentino, und seine Miene veränderte sich. Er wandte sich an seine Kollegen, und dann wussten auf einmal alle, dass sie den berühmten Rennfahrer Valentino Casali vor sich hatten.

„Es tut uns leid, Signor Casali, wir konnten nicht ahnen, dass Sie es waren.“

Valentino hatte ebenfalls das Fenster heruntergelassen. „Das macht nichts. Meine liebe Frau hatte es sich in den Kopf gesetzt, meinen Wagen zu fahren. In einem unbeobachteten Moment hat sie die Schlüssel an sich genommen, sich in den Ferrari gesetzt und wollte losfahren. Ich habe es gerade noch geschafft, aus dem Haus zu stürmen und mich auf den Beifahrersitz zu werfen.“

Alle vier Männer brüllten vor Lachen.

„Bin ich froh, dass Sie uns angehalten haben. Ich wurde nämlich schon ganz nervös“, fuhr er fort.

Wieder brachen die Polizisten in Gelächter aus.

Dann stellten sie sich zu ihm ans Fenster und unterhielten sich über sein letztes Rennen. Einer von ihnen zückte eine Kamera und machte Bilder. Offenbar waren sie ganz begeistert darüber, Valentino persönlich kennenzulernen.

Schließlich kam der Polizist mit dem Fotoapparat zu Clara und sagte lächelnd: „Dieses Mal kommen Sie mit einer Verwarnung davon, Signora Casali.“

Während sie sich bedankte, schoss er auch von ihr und dem Ferrari Aufnahmen. Wenn die Männer nicht im Dienst wären, würden sie sich bestimmt den ganzen Nachmittag mit Valentino unterhalten, überlegte sie. So eine Berühmtheit wie ihren Mann hatten sie sicher noch nie angehalten.

Als sie endlich weiterfahren konnten, stellte Valentino fest: „Mir ist aufgefallen, wie interessiert der Beamte dich betrachtet hat. Ich bin froh, dass ich so eine schöne Frau geheiratet habe, sonst wärst du nicht ohne ein saftiges Bußgeld davongekommen.“

Sie warf ihm einen kurzen Blick zu und merkte, dass er sich das Lachen kaum verbeißen konnte. „Du findest es wohl komisch.“

„Du etwa nicht? Mir war durchaus bewusst, dass du sehr mutig bist, neu für mich ist allerdings, dass du so eine Draufgängerin bist.“

„Mir auch“, gab sie zu und musste selbst lachen. „Es ist nicht meine Schuld, es liegt an dem Wagen.“

„Das ist die beste Ausrede, die ich je gehört habe“, antwortete er amüsiert.

Von jetzt an achtete Clara darauf, das Tempolimit einzuhalten. Doch kurz vor dem Ortseingang von Monta Correnti hatte sie das Gefühl, dass ihnen ein Auto folgte.

„Tino?“ Sie blickte wieder in den Rückspiegel.

„Ja, ich habe es auch gemerkt, das sind Paparazzi. Wahrscheinlich haben sie den Polizeifunk abgehört. Fahr einfach weiter zur Villa, durch das Tor können sie nicht kommen.“

Er war an solche Situationen gewöhnt und blieb völlig gelassen. Für Clara hingegen war es eine ganz neue Erfahrung. „Wenn ich jetzt in einem Panzer säße, würde ich sie einfach überrollen.“

„Du bist ja ein richtiger Hitzkopf.“ Er lachte immer noch, während sie den Wagen parkte. „Bist du auch so hungrig wie ich?“, fragte er, als sie das Haus betraten und in die Küche gingen.

„Ganz bestimmt, wenn nicht noch hungriger.“

„Fein.“ Er nahm zwei kleine Gläser aus dem Schrank. „Das ist eine gute Gelegenheit, deinen Likör zu probieren, sozusagen als Appetizer.“ Nachdem er die Flasche geöffnet hatte, die auf der Küchentheke stand, prüfte er das Aroma. „Das duftet nach euren Zitronen.“

„Der Geschmack ist aber wichtiger. Hoffentlich verdirbt er dir nicht den Appetit.“

Er schenkte etwas von der gelben Flüssigkeit in beide Gläser, nahm eins davon in die Hand und trank einen kleinen Schluck und dann noch einen.

Gespannt beobachtete Clara ihn und bekam Herzklopfen, als er sie mit einem rätselhaften Leuchten in den Augen ansah und das Glas hob. „Auf den Erfolg meiner genialen Frau!“

„Wenigstens hast du dich nicht daran verschluckt.“ Sie stieß mit ihm an. „Du bist wirklich ein netter Mensch.“

Seine Miene wurde ernst. „Du hast offenbar nicht verstanden, was ich meine. Dieser Likör wird dich weithin bekannt machen.“

„Das will ich doch gar nicht“, entgegnete sie lächelnd. „Aber lieb von dir, dass du so etwas sagst.“

„Es sollte kein Kompliment sein, sondern eine Feststellung. Dieser Likör ist so gut, dass man versuchen wird, dir das Rezept abzukaufen. Hat dein Dozent am College die Zusammensetzung?“

„Nein“, erwiderte sie verblüfft.

„Haben es irgendwelche Kommilitonen?“

„Auch nicht.“

„Wo bewahrst du es auf?“

„Zu Hause bei meinen Eltern in einem meiner Hefte.“

„Morgen holen wir es uns.“ Er verschloss die Flasche wieder und stellte sie weg. „Wir müssen es gut aufbewahren.“

Clara fing an, Essen zu kochen, und dann dauerte es nicht mehr lange, bis sie am Tisch saßen.

„Du bist in Gedanken ganz woanders“, erklärte Clara auf einmal. „Was beschäftigt dich?“

„Ach, mir geht alles Mögliche durch den Kopf“, antwortete er ausweichend.

„Bist du etwa müde? Warum legst du dich nicht eine Stunde hin? Ich rufe unterdessen Bianca an.“

„Wir legen uns zusammen hin“, entschied er. „Egal, wie gut es dir heute geht, du brauchst Ruhe.“

„Einverstanden.“

Zusammen verließen sie Küche, gingen ins Schlafzimmer und streckten sich auf dem Bett aus, nachdem sie die Schuhe ausgezogen hatten.

„Hier. Du wolltest doch Bianca anrufen.“ Er reichte ihr sein Handy.

„Danke.“ Clara tippte die Nummer ihrer Eltern ein, und schon nach dem ersten Läuten meldete sich ihre Mutter.

„Clara? Ihr wart hier?“

„Ja. Schade, dass du gerade beschäftigt warst, mamma. Wie geht es Bianca?“

„Momentan schläft sie. Es geht ihr schon etwas besser.“

„Die Arme.“

„Mach dir keine Gedanken, sie wird wieder gesund“, beruhigte ihre Mutter sie.

„Dazu komme ich gar nicht, das lässt Tino nicht zu.“ Clara warf einen Blick auf ihren Mann, der mit geschlossenen Augen dalag.

„Das ist vernünftig.“

„Stell dir vor, was ich heute gemacht habe.“ Sie erzählte von ihrem Ausflug im Ferrari.

„Du hättest euch beide umbringen können“, erwiderte ihre Mutter entsetzt.

Seit die Polizei sie angehalten hatte und ihr bewusst geworden war, was sie da gemacht hatte, bereute Clara ihr unbesonnenes Verhalten. Wenn Valentino durch ihre Schuld etwas zugestoßen wäre, hätte sie sich das nie verzeihen können.

„Ich fahre nie wieder so schnell, mamma.“

Sie hatte geglaubt, Valentino sei eingeschlafen, doch plötzlich legte er ihr einen Arm um die Hüften. „Versprich es mir auch“, flüsterte er.

„Versprochen“, erwiderte sie leise.

„Was hast du gesagt, Clara?“

„Entschuldige, mamma, ich habe nur Tino eine Frage beantwortet.“

„Ihr hattet sicher einen schönen Tag.“

„Ja, ganz bestimmt.“

„Gut. Dann hören wir wieder voneinander.“

„Ciao, mamma.“

Nachdem sie das Handy weggelegt hatte, zog Valentino sie an sich. „Ich möchte dich eine Weile im Arm halten.“

Sie schmiegte sich an ihn und barg den Kopf an seiner Schulter. Niemand ahnte, wie sehr sie ihn all die Jahre vermisst hatte. Dass er zurückgekommen und sie jetzt seine Frau war, kam ihr vor wie ein Wunder. Schließlich fielen ihr die Augen zu.

Wie lange sie geschlafen hatte, wusste Clara nicht. Jedenfalls stellte sie, als sie wach wurde, zu ihrer Überraschung fest, dass sie auf der Seite lag und Valentino den Kopf an ihrem Hals geborgen hatte. Mit der einen Hand beschrieb er sanft kleine Kreise auf ihrem Rücken und ließ sie leise aufstöhnen.

Als er die Lippen auf ihre presste, kam es ihr ganz natürlich vor, sich seinen Zärtlichkeiten und den Gefühlen, die er in ihr weckte, hinzugeben. „Ich liebe alles an dir. Dein Körper ist wie geschaffen für mich.“ Er atmete tief ein. „Ich möchte mit dir schlafen, Clara. Oder hältst du mich für zu egoistisch, dass ich dich so sehr begehre?“

Ihr stockte der Atem. Valentino wollte sie lieben? „Wieso sollte das egoistisch sein?“

„Vielleicht schadet es dir, und es geht dir danach schlechter.“

„Nein, das glaube ich nicht. Momentan fühle ich mich so gut wie schon lange nicht mehr. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob es irgendwelche Auswirkungen hätte“, erwiderte sie leise. „Jedenfalls schmelze ich bei deinen Küssen dahin.“

„Hast du schon einmal mit einem Mann geschlafen?“

„Nein“, flüsterte sie.

Sie glaubte, ihn aufstöhnen zu hören, doch vielleicht bildete sie sich das auch nur ein.

„Hat der Arzt dir davon abgeraten? Oder dir irgendwelche Verhaltensmaßregeln erteilt?“

„Nein, über das Thema haben wir nie geredet.“ Sie schmiegte sich enger an ihn. „Hör bitte nicht auf, mich zu küssen.“

„Ich befürchte, dass ich das gar nicht mehr kann.“ Er streichelte ihren Arm.

„Wäre das so schlimm?“, fragte sie und küsste ihn immer leidenschaftlicher.

„Ich könnte es nicht verantworten, wenn du schwanger würdest, piccola. Selbst das beste Verhütungsmittel und der beste Schutz sind nicht absolut sicher.“

Während sie darüber nachdachte, was das für die Zukunft bedeutete, löste er sich von ihr und stand auf. Ihre Freude war wie weggeblasen. „Komm zurück, bitte. Ich möchte in deinen Armen einschlafen.“

Er schüttelte den Kopf. „Carlo kann jeden Moment eintreffen, deshalb muss ich aufstehen.“

Sie hatte völlig vergessen, dass der Krankenhausmitarbeiter heute noch einmal kommen und Valentino helfen wollte, die Dialyse durchzuführen. Also musste sie sich zusammennehmen. Nur wie sollte sie damit zurechtkommen, wenn ihr Mann sich weiterhin weigerte, sie zu berühren?

9. KAPITEL

Als Clara am nächsten Samstagmorgen wach wurde und sich umsah, stand Valentino in Jeans und einem leichten Pullover mitten im Zimmer.

Erwartungsvolle Spannung lag in der Luft. Er führte ganz offensichtlich etwas im Schilde, dessen war sie sich sicher. Glücklicherweise konnte er kaum etwas vor ihr verbergen.

Es war einfach unglaublich, wie rührend er sie umsorgte. Das wenige, was sie für ihn tat, konnte das nicht ausgleichen. Es half ihm zwar, dass er mit ihr über seine seelischen Probleme reden konnte. Aber dass er nachts die Blutwäsche überwachte, damit sie schlafen und Kraft für den nächsten Tag sammeln konnte, war eine Leistung, für die sie ihm gar nicht genug danken konnte. Nachdem sie in sechs aufeinanderfolgenden Nächten behandelt worden war, fühlte sie sich kerngesund.

Er ließ den Blick über ihr Gesicht und das dunkle Haar gleiten. „Wenn es dir so gut geht, wie du aussiehst, habe ich eine Überraschung für dich.“

Sie wusste, wie sehr er es liebte, sie zu überraschen. Er dachte sich immer etwas Besonderes für sie aus. Jeden Tag machten sie Ausflüge in die umliegenden Dörfer und suchten sich zum Picknick die schönsten Plätze aus. Allerdings wuchs auch ihre körperliche Sehnsucht nach ihm jeden Tag ein bisschen mehr. Nur wenn sie hinter ihm auf dem Motorrad saß, wagte sie, ihn zu berühren, indem sie sich an ihm festhielt.

Dass Valentino sorgfältig darauf achtete, keine allzu große Nähe herzustellen, bedeutete ihrer Meinung nach nur eins: Für ihn war sie nur eine gute Freundin, mehr wollte er nicht von ihr. Denn trotz ihrer Krankheit hätten sie miteinander schlafen können. Das jedoch wollte er offenbar nicht.

Clara hingegen fand es immer schwieriger, ihn nicht spüren zu lassen, wie sehr diese Situation sie belastete.

„Nach deinem Outfit zu urteilen, machen wir einen Ausflug“, erwiderte sie schließlich. „Soll ich die Lederjacke anziehen?“

„Lieber einen Parka, und nimm auch Handschuhe mit.“

Nach dem Frühstück setzten sie sich in den Ferrari und starteten in der Morgendämmerung. Diese Tageszeit hatte für Clara schon immer einen ganz besonderen Reiz gehabt. Alles war noch still und die Luft wunderbar frisch. Offenbar fühlte sich Valentino genauso verzaubert wie sie, denn er sagte kein Wort. Sie fuhren an der Kirche vorbei und bogen auf eine Straße ab, die durch die malerische Landschaft vom Hügel hinunter ins Tal führte.

Clara hatte keine Ahnung, was er vorhatte, als er den Wagen auf eine unbefestigte Straße lenkte, an der sich ein gepflegtes Anwesen an das andere reihte. Wollte er etwa wieder eine Immobilie besichtigen?

Dann sah sie den Transporter am Straßenrand und zwei Männer, die irgendetwas mit sich herumtrugen. „Die scheinen eine Panne zu haben“, vermutete sie.

„Das werden wir herausfinden“, antwortete er, ehe er hinter dem Auto anhielt und ausstieg.

Clara verrenkte sich fast den Hals, um zu erkennen, was los war. Plötzlich stutzte sie. Die Leute breiteten einen riesigen Heißluftballon auf dem Boden aus. Prickelnde Erregung durchflutete sie. Wollte Valentino etwa mit ihr eine Ballonfahrt machen?

Rasch löste sie den Sicherheitsgurt, stieg aus und gesellte sich zu ihm. Die beiden Männer, offenbar Vater und Sohn, begrüßten sie freundlich lächelnd. Es stellte sich heraus, dass Valentino mit ihnen befreundet war.

„Guten Morgen, Signora. Sie haben sich einen perfekten Morgen für Ihren Ausflug ausgesucht.“

Besorgt blickte Valentino sie an. „Was meinst du, piccola? Willst du es wagen?“

Sie war noch nie in einem Flugzeug geflogen, geschweige denn in einem Ballon über die Hügel und Täler geschwebt. Sie wollte Valentino jedoch nicht enttäuschen, denn immerhin hatte er mit dem längsten Soloballonflug über die Karibik einen Rekord aufgestellt. Also beschloss sie, ihm und seinen Freunden zu beweisen, wie tollkühn und wagemutig sie war.

„Natürlich, ich kann es kaum erwarten.“

Er stellte sich hinter sie und legte ihr die Hände auf die Schultern. „Du bist eine ungemein mutige Frau, trotzdem musst du mir die Wahrheit sagen, sonst lassen wir es lieber bleiben.“

Sie atmete tief durch. „Okay, körperlich geht es mir wirklich gut. Ich habe allerdings etwas Angst, wie ich zugeben muss.“

„Das ist völlig normal. Zuerst hat man das Gefühl, man befände sich in einem Aufzug, der nicht anhält. Dann gleitet man über das Land hinweg und entdeckt alles aus einer ganz neuen Perspektive. Am Ende wünscht man sich, man könnte für immer so dahinschweben. Außerdem halte ich dich fest und lasse dich die ganze Zeit nicht los.“

Das fand sie sehr beruhigend. Wenn er sie in den Armen hielt, war alles andere unwichtig.

Nachdem die beiden Männer den Ballon mit heißer Luft befüllt hatten, half Valentino ihr in den Korb. „Agostino wird uns von unten beobachten und uns mit dem Transporter folgen. Nach der Landung fährt er uns hierher zurück. Sein Vater begleitet uns.“

Sie nickte und klammerte sich an ihn.

„Clara?“, flüsterte er ihr auf einmal ins Ohr, und sie sah zu ihm auf. Täuschte sie sich, oder hatte es wirklich in seinen Augen voller Verlangen aufgeleuchtet, ehe er die Lippen sanft auf ihre drückte? Als er sie immer inniger und leidenschaftlicher küsste, vergaß sie, wo sie war und was um sie her geschah, und schloss die Augen.

So lange hatte sie sich danach gesehnt. Sie konnte und wollte sich nicht zurückhalten, sondern hatte nur den einen Wunsch, ganz mit ihm zu verschmelzen.

Er küsste sie noch einmal fordernd und ungestüm, ehe er erklärte: „Wir haben es geschafft. Schau dich um.“

Sie öffnete die Augen und rang nach Luft. „Tino …“, stieß sie hervor. Sie waren in der Luft.

Den Aufstieg des Ballons hatte sie verpasst, weil sie ihren Mann in Gegenwart seines Freundes leidenschaftlich geküsst hatte. Wie peinlich!

Valentino legte ihr den Arm um die Schulter und presste sie fest an sich, während sie die reizvolle Landschaft betrachtete, die sich unter ihnen ausbreitete. Darüber hinwegzuschweben war ein unvergleichliches Gefühl.

„Ich komme mir vor wie eine Blüte, die der Wind hinwegweht.“

Er küsste sie ungestüm. „Glücklicherweise hast du etwas mehr Substanz als eine Blüte. Nur schade, dass wir so viel anhaben.“

Das überraschende Eingeständnis machte sie sekundenlang sprachlos. Demnach begehrte er sie wirklich.

„Das habe ich auch gerade gedacht“, gab sie zu. Dann barg sie das Gesicht an seiner Schulter. Die Landschaft unter ihnen war absolut zauberhaft, aber Valentinos Bemerkung bewirkte, dass sie ihrer Fantasie freien Lauf ließ.

Doch plötzlich überfiel sie ein scharfer, brennender Schmerz. Ich will noch nicht sterben, schoss es ihr durch den Kopf.

„Hast du etwas gesagt, piccola?“, fragte er.

„Dass … so ein schöner Tag nie enden dürfte“, improvisierte sie.

„Es wird noch viele schöne Tage geben. Ich möchte mit dir nach Monaco fahren und dich meinen Teamkollegen vorstellen.“

Vielleicht war es ja nur Wunschdenken, aber Valentino schien in den letzten Tagen glücklicher und entspannter zu sein. Oder war das etwa nur gespielt?

Er würde alles für sie tun, um ihr das Leben angenehmer und leichter zu machen. Würde er auch so weit gehen, so zu tun, als begehrte er sie? Und als quälte sie sich nicht schon genug mit all diesen Dingen herum, gingen ihr auch plötzlich noch Silvios unausgesprochene Fragen durch den Kopf.

Liebt er dich, Clara? Hat er es dir gesagt?

Mit viel Geschick und Können brachte Valentinos Freund den Ballon schließlich sicher zu Boden. Der Transporter stand auch schon bereit und fuhr sie zu ihrem Wagen zurück.

„Vielen Dank. Es war ein wunderbares Erlebnis“, verabschiedete Clara sich von den beiden Männern.

„Während du packst, fahre ich rasch zum Restaurant und sage meinem Vater und Isabella Bescheid“, erklärte Valentino, als er den Ferrari vor der Villa anhielt.

Clara nickte. „Ich mache auch deinen Koffer fertig, oder?“

„Das wäre lieb von dir.“ Er nahm ihre Hand und hob sie an die Lippen. „Ich muss gestehen, ich bin sehr glücklich, mit dir verheiratet zu sein. Warum wir so lange gewartet haben, ist mir unerklärlich. Oder hast du irgendwelche Klagen?“

„Du willst ja nur Komplimente hören, denn du weißt genau, dass ich mich nicht beschweren kann. Danke für die Ballonfahrt. Es war ein unvergessliches Erlebnis.“ Sie küsste ihn auf die Wange, stieg aus und eilte ins Haus, um die Reisevorbereitungen zu treffen. Sie freute sich auf den Aufenthalt in Monaco und war entschlossen, für die kurze Zeit ihre Krankheit zu vergessen. Wenn sie sich beide schützten, konnten sie sich auch körperlich lieben, ohne befürchten zu müssen, dass sie schwanger wurde.

Sie liebte ihn von ganzem Herzen und mit allen Sinnen. Sie konnte und wollte nicht mit einer platonischen Beziehung zufrieden sein.

Auf der Fahrt zu seinem Vater dachte Valentino darüber nach, wie Clara sich während der Ballonfahrt an ihn geklammert hatte. Sie begehrte ihn so sehr wie er sie, das Zögern und Warten musste aufhören.

Nachdem er den Wagen geparkt hatte, ging er direkt in die Wohnung über dem Restaurant, wo Isabella gerade ihrem Vater Frühstück machte. Das passte ihm gut, dann konnte er seinem Vater dabei Gesellschaft leisten, während seine Schwester zum Markt ging.

Ihm fiel wieder einmal auf, wie behaglich und farbenfroh sie das Apartment gestaltet hatte. Er konnte es kaum erwarten, mit Clara ein eigenes Haus zu beziehen.

Auf dem Klavier standen Fotos von der ganzen Familie. Als er das Bild seiner Mutter in die Hand nahm und sie betrachtete, verkrampfte sich ihm nicht mehr der Magen wie sonst immer. Das hatte er Clara zu verdanken. Sie hatte schon viel bewirkt.

„Izzy?“ Er betrat das Esszimmer. „Ich fahre mit Clara für zwei Tage nach Monaco, weil ich einen Termin mit meinem Sponsor habe. Er weiß, dass ich aufhöre. Ich will es ihm jedoch noch einmal persönlich sagen.“

„Geht es ihr denn gut genug?“

„Ja. Die Dialyse jede Nacht wirkt sich positiv aus.“

„Das freut mich sehr. Doch das Warten auf eine Niere ist für euch beide sicher zermürbend“, meinte sie mitfühlend.

„Wir bemühen uns, nicht ständig daran zu denken.“ Valentino wollte ihr noch nicht verraten, dass er sich als Spender angeboten hatte. Erst musste das Ergebnis der Untersuchung vorliegen. „Trotzdem danke, dass du dich sorgst. Ich wollte nicht wegfahren, ohne dir Bescheid zu sagen. Sonst hättest du vielleicht wieder geglaubt, ich hätte die Flucht ergriffen.“

Sie schüttelte den Kopf. „Nein, das würdest du nicht mehr tun. Es ist jedoch gut, dass du hier bist, denn papà hat nach dir gefragt. Ich hole ihn.“

„Lass mich das machen“, entgegnete er. „Geh du nur auf den Markt. Ich kümmere mich um alles andere.“

„Danke dir. Ich beeile mich. Ihr wollt sicher bald fahren.“ Sie eilte zur Tür hinaus.

Valentino ging über den Flur zum Zimmer seines Vaters und klopfte an. „Papà?“, rief er.

„Bist du es, Valentino?“

„Wer denn sonst? Ich möchte mit dir frühstücken.“

„Okay, ich komme.“

„Vergiss deinen Stock nicht!“

„Keine Chance, ihr erinnert mich ja immer daran“, murrte er, ehe er erschien und Valentino aufmerksam ansah. „Wie geht es Clara?“

„In den letzten Tagen recht gut, natürlich immer gemessen an den Umständen“, erwiderte er.

Er begleitete seinen Vater ins Esszimmer und setzte sich zu ihm an den Tisch. Isabella hatte ihnen frische Brötchen, Butter, Honig, Käse und Aufschnitt sowie frisches Obst hingestellt. Dazu gab es Cappuccino.

„Sie ist eine tapfere junge Frau. Und ein sehr wertvoller Mensch“.

Valentino beurteilte Clara genauso, hätte allerdings nicht gedacht, dass sein Vater es so ausdrücken würde.

„Trotz der schweren Krankheit hat sie ihr sonniges Gemüt nicht verloren“, fuhr sein Vater fort. „Wenn ich bedenke, wie sehr ich mich immer beklage, muss ich mich wirklich schämen.“ Er räusperte sich. „Da wir gerade allein sind, lass mich dir sagen, wie stolz ich auf dich bin, dass du so gut für sie sorgst.“

Valentino spürte, wie ernst es sein Vater meinte. „Deine Schwester Lisa hat mich gefragt, ob ich den Verstand verloren hätte.“

„Bei welcher Gelegenheit hat sie das getan?“

„Sie hat mich vor einigen Tagen abends angerufen, als ich Clara gerade ans Dialysegerät angeschlossen hatte.“

„Meine Schwester ist eine Unruhestifterin. Ich weiß, dass du Clara schon in deiner Kindheit gernhattest und sie dir seit dem Tod deiner Mutter sehr nahestand“, antwortete er schließlich. „Ich möchte dir etwas verraten, Valentino, auch wenn du nicht mein eigenes Fleisch und Blut bist, bist du doch mein Sohn.“

Valentino hob erstaunt den Kopf.

„Ich weiß, was für ein schwerer Fehler es war, dass ich dich nicht gleich nach deiner Geburt als meinen Sohn anerkannt habe. Doch ich hatte einfach Angst.“

„Wovor?“ Valentino konnte kaum glauben, dass sein Vater bereit war, sich ihm zu öffnen.

Zu seiner Überraschung schimmerten Lucas Augen feucht. „Meinen beiden ältesten Nachkommen gegenüber hatte ich als Vater völlig versagt, deshalb dachte ich, ich hätte nicht das Recht, dich als meinen Sohn anzunehmen. Deine Mutter hat nie gewagt, das Thema anzuschneiden. Im Nachhinein ist mir klar, dass sie wegen der kurzen Affäre Schuldgefühle hatte. Damals kriselte es in unserer Beziehung, und dafür war ich hauptsächlich verantwortlich. Ich musste mich unglaublich abstrampeln, um genug Geld für alle zu verdienen, und darunter haben meine beiden Ehen sehr gelitten.“ Auf einmal konnte er die Tränen nicht mehr zurückhalten, und Valentino wartete geduldig, bis er sich beruhigt hatte. „Ich war überzeugt, ich hätte es nicht verdient, dein Vater sein zu dürfen.“

Sprachlos und vor Rührung überwältigt, senkte Valentino den Kopf.

„Wahrscheinlich kannst du dir nicht vorstellen, wie das Leben für mich als junger Mann war. Ich hatte mich in die Mutter meiner Zwillingssöhne, die ausgesprochen lebenslustig war, verliebt. Da sie aber Amerikanerin war, beherrschte sie die italienische Sprache nicht. Außerdem hatte sie das Gefühl, man akzeptiere sie hier nicht. Erschwerend kam auch noch hinzu, dass sie als ehemalige PR-Beraterin voll im Berufsleben gestanden hatte und nach der Geburt der Zwillinge plötzlich zu Hause bleiben musste.

Ich bemühte mich zwar, mit dem Imbissstand genug Geld zu verdienen. Doch schließlich hat sie sich von mir getrennt und ist ohne die damals zweijährigen Kinder nach Boston zurückgekehrt, wo sie sich von mir hat scheiden lassen.“ Ein trauriger Zug lag auf seinem Gesicht. „Leider reichte mein Einkommen vorne und hinten nicht, um die Kinder richtig zu ernähren, und als die beiden Jungen drei waren, war ich so verzweifelt, dass ich Lisa um ein Darlehen bat. Sie besaß genug Erspartes, und ich versprach ihr, alles mit Zinsen zurückzuzahlen.“

„Sie hat dir nicht geholfen“, stellte Valentino fest.

„Nein. Sie hat mich aufgefordert, die Kleinen zu ihrer Mutter nach Boston zu schicken, da sie gut verdiene und in der Lage sei, bestens für die beiden zu sorgen.“

Lisa ging es immer nur ums Geld, das wusste Valentino. Dass sie jedoch seinen Vater damals in der schwierigen Situation im Stich gelassen hatte, erwähnte sie nie.

„Was hätte ich machen sollen, Valentino? Ich befand mich in einer ernsten Notlage. Meine Kinder liebte ich mehr, als jemand ahnte, doch damals konnte ich einfach nicht den Lebensunterhalt für sie bestreiten. Am Ende hatte ich keine andere Wahl, als sie zu ihrer Mutter zu geben. Dieser Schritt hat mich an den Rand der Verzweiflung gebracht. Es war das Schlimmste, was ich mir vorstellen konnte. Und da ich selbst auch ohne Vater aufgewachsen bin, war es für mich doppelt schlimm, mich von den Jungen zu trennen. Versteh mich nicht falsch, ich will nichts beschönigen und mich nicht herausreden. Ich versuche nur, dir zu erklären, warum ich euch die Existenz der Zwillinge verschwiegen habe. Wegen meines Versagens, angemessen für meine Kinder zu sorgen, habe ich mich sehr geschämt. Es hat mehrere Jahre gedauert, bis ich die finanzielle Krise überwunden hatte und wieder eine Familie gründen konnte.“

Plötzlich liefen ihm Tränen über die Wangen. „Dass mir das jemand verzeiht, erwarte ich nicht. An ihrem achtzehnten Geburtstag habe ich meine Söhne angerufen, sie wollten jedoch nichts mit mir zu tun haben, wofür ich großes Verständnis habe.“ Er trocknete sich die Augen. „Da ist noch etwas, was ich dir sagen will.

Ich habe dich Valentino genannt nach meinem Vater, er hieß William Valentine. Außer meiner Liebe war es das kostbarste Geschenk, was ich dir machen konnte. Deine Mutter hat sich diesen Namen auch für dich gewünscht. Sie hat dich sehr geliebt. Ihr Diabetes hat ihr leider immer zu schaffen gemacht. Sie wurde oft ohnmächtig, und jedes Mal habe ich befürchtet, ich würde sie verlieren.“

„Dass sie oft ohnmächtig wurde, wusste ich gar nicht.“ Clara hatte also recht, sagte Valentino sich.

„Wir haben es euch verschwiegen, um euch nicht zu beunruhigen. Laut der Aussage des Arztes war sie schon tot, ehe sie die Treppe hinuntergefallen ist. Cristiano war gerade alt genug, um Schuldgefühle zu entwickeln. Er meinte, er hätte ihr helfen können, wenn er an dem Tag früher nach Hause gekommen wäre.“

„Ich habe mich auch schuldig gefühlt“, gab Valentino zu. „Ich dachte, es sei mein Versagen, dass sie gestorben ist, weil ich nichts für sie tun konnte.“

Sein Vater seufzte schwer. „Es macht mich unendlich traurig, dass ihr beide euch damit herumgequält habt.“

In dem Moment hörten sie Isabella zurückkommen. „Falls es euch interessiert: Ich bin wieder da“, rief sie.

„Setz dich zu uns“, forderte ihr Vater sie auf.

„Ja, gleich.“

Papà, ich möchte dir auch etwas sagen“, begann Valentino.

„Was denn?“

„Du brauchst dir wegen der finanziellen Situation keine Sorgen mehr zu machen. Wenn dir meine Vorschläge hinsichtlich der Umsatzsteigerung nicht gefallen, möchte ich dir Geld leihen, damit du die Schulden bezahlen kannst. Dass du es mir wiedergibst, sobald du kannst, bezweifle ich nicht.“

Als sein Vater zögerte, fügte er hinzu: „Lass mich das für dich tun. Wenn du nicht so ein guter Vater gewesen wärst, hätte ich in meinem Leben nicht so viel erreicht. Überleg es dir. Clara und ich sind bald wieder hier, dann reden wir weiter.“

Sein Vater klopfte ihm liebevoll auf den Arm. „Ich bin ganz überwältigt. Aber du solltest dein Erspartes für deine Familie aufheben.“

„Es reicht für dich, Clara und mich.“ Valentino stand auf. Er hatte Clara so viel zu erzählen. Er hoffte sehr, dass der Arzt bald anrief und ihm gute Nachrichten überbrachte, sodass die Transplantation so schnell wie möglich durchgeführt werden konnte. Dann konnte ihr gemeinsames Leben endgültig beginnen.

Gerade als Clara das Gespräch mit ihrer Mutter beendet und ihr mitgeteilt hatte, dass sie für einige Tage wegfahren würde, hörte sie Valentinos Handy läuten, das auf der Kommode lag. Offenbar hatte er vergessen, es mitzunehmen. Sie vermutete, jemand aus seiner Firma wolle ihn sprechen, doch als sie auf das Display blickte, erkannte sie die Nummer des Krankenhauses in Rom. Wollte ihr Arzt mit ihm reden?

„Hallo?“, meldete sie sich überrascht.

„Ist Signor Casali zu sprechen?“

„Er ist leider nicht da. Aber ich bin seine Frau. Kann ich ihm etwas ausrichten?“

In dem Augenblick kam Valentino herein und sah sie fragend an.

„Ich rufe im Auftrag von Dr. Arno an und soll Ihrem Mann sagen, dass die Testergebnisse jetzt vorliegen. Das ist alles.“

Die Frau am anderen Ende der Leitung legte auf, ehe Clara sich von ihrer Verblüffung erholen konnte.

Verständnislos blickte sie Valentino an. „Das war eine Angestellte vom Krankenhaus in Rom. Sie behauptet, die Testergebnisse lägen Dr. Arno vor. Das muss ein Missverständnis sein, doch ehe ich es aufklären konnte, hatte die Frau aufgelegt. Am besten rufst du den Arzt sogleich zurück.“ Sie reichte ihm das Handy.

Jetzt läutete zu allem Überfluss auch noch ihr Handy, das auf dem Bett lag. Dieses Mal war es der Mediziner selbst.

„Clara?“

„Hallo, Doktor Arno“, begrüßte sie ihn. „Was gibt es?“

„Ich wollte mich erkundigen, wie Sie mit der Umstellung auf die nächtliche Dialyse zurechtkommen.“

„Bestens. Es geht mir dadurch wirklich gut“, erwiderte sie, während Valentino sie mit so rätselhafter Miene beobachtete, dass sie ganz kribbelig wurde.

„Das ist schön.“ Nach einer merklichen Pause fuhr er fort: „Es gibt wunderbare Neuigkeiten.“

Plötzlich meinte sie die Zusammenhänge zu begreifen. „Sie meinen, dass mein Mann mir eine Niere spenden will?“ Valentinos Blick wirkte auf einmal so sanft und liebevoll, dass sie es nicht ertragen konnte und sich abwandte.

„Ah ja, er hat es Ihnen offenbar erzählt. Wir hatten vereinbart, es Ihnen erst zu verraten, wenn Sie ins Krankenhaus zur Transplantation kommen. Wenn Sie es jedoch schon wissen …“

„Zu behaupten, ich sei schockiert, wäre eine Untertreibung.“ Dass Valentino so weit gehen würde, um ihr zu helfen, raubte ihr fast den Atem.

Der Arzt lachte. „Sie sollten beide so rasch wie möglich mich aufsuchen.“

„Heute noch?“, fragte sie.

„Am besten in zwei oder drei Stunden, damit wir die letzten Vorbereitungen treffen können. Wenn alles in Ordnung ist, wären wir in der Lage, morgen zu operieren.“

Ohne Valentino anzusehen, entgegnete sie: „Es tut mir leid, aber wir kommen nicht.“

„Ich verstehe nicht …“

„Also, wir wollten gerade für einige Tage nach Monaco fahren. Valentino muss dort wichtige Termine wahrnehmen. Mir zuliebe hat er das Haus in eine Krankenstation verwandelt und seine Rennfahrerkarriere aufgegeben. Dass er mir jetzt auch noch eine Niere spenden will, lasse ich nicht zu.“ Heiße Tränen strömten ihr über die Wangen. „So viel Nächstenliebe und Selbstlosigkeit gehen zu weit.“

„Piccola …“, versuchte Valentino sich einzumischen.

Sie ließ ihn jedoch nicht zu Wort kommen, obwohl sie zutiefst berührt war. „Suchen Sie bitte weiter einen Spender“, forderte sie den Arzt auf. „Ich gebe die Hoffnung nicht auf“, beendete sie das Gespräch.

Dann ging sie ins Badezimmer und wusch sich das Gesicht. Als sie zurückkam, stand Valentino mit versteinerter Miene immer noch auf derselben Stelle.

„Es ist alles gepackt, wir können nach Monaco aufbrechen“, verkündete sie.

„Wir fahren nach Rom“, entgegnete er.

Eine seltsame Ruhe, die geradezu unwirklich wirkte, überkam sie. „Ich wäre sehr glücklich, wenn ich dein früheres Zuhause sehen und deine Teamgefährten kennenlernen könnte. Weißt du nicht, wie sehr ich mich auf diese kurze Reise gefreut habe?“

Lange sah er sie schweigend an. „Ich möchte dich nicht verlieren. Wir haben doch gerade erst geheiratet. Meine Vorstellung von Glück geht weiter als deine“, antwortete er dann.

Er verstand es immer wieder, sie mit wenigen schönen Worten von einer Sache zu überzeugen. Doch dieses Mal würde sie sich nicht so leicht geschlagen geben. „Wenn du dabei sterben könntest, hat es nichts mehr mit Glück zu tun. Nicht nur die Operation als solche ist ein Risiko, sondern auch ein Leben mit nur einer Niere. Wenn dein Leben verkürzt würde durch die Spende, wäre das für mich unerträglich. Es würde mich zu sehr belasten.“

„Dann möchte ich etwas wiederholen, was Dr. Arno gesagt hat.“

Das Mitleid, das sich in seinem Blick spiegelte, war mehr, als sie ertragen konnte. „Ich will es nicht hören.“ Sie nahm ihre Tasche und griff nach dem kleinen Koffer und verließ den Raum.

Valentino folgte ihr mit seinem Gepäck. Während sie die Eingangshalle durchquerten, versuchte er Clara den Standpunkt des Arztes klarzumachen. „Also, er hat gesagt: ‚Obwohl jeder Mensch nur eine Niere braucht, hat er zwei, damit er eine spenden kann.‘“

Clara wirbelte herum. „Es tut mir leid, das erleichtert mir meinen Gewissenskonflikt nicht.“

„Das sollte es aber“, gab er zurück. „Ich brauche keine zwei Nieren. Morgen um diese Zeit hast du vielleicht schon wieder ein gut funktionierendes Organ, und in vier oder fünf Tagen können wir das Krankenhaus verlassen und nach Hause fahren. Und dann wirst du dich voller Begeisterung in die Herstellung und den Vertrieb des Zitronenlikörs stürzen.“

Sie stellte den Koffer ab. „Und wenn eines Tages aus irgendwelchen Gründen eine deiner Nieren versagt? Dann wirst du mir dankbar sein, dass du die andere noch hast.“

„Falls das jemals geschehen sollte, würde ich einen Spender finden.“

Er hatte einfach auf alles eine Antwort. „Was steckt eigentlich hinter der ganzen Sache?“, fragte sie.

In seinen Augen leuchtete es auf. „Eine ganze Menge. Es hat auch etwas damit zu tun, was Pater Orsini gesagt hat.“

Vielleicht würde es ihr nicht gefallen, wenn sie es erfuhr, dennoch wollte sie es wissen. „Was denn?“

„Dass du einen guten Freund brauchst.“

„Ich wünschte, er hätte geschwiegen.“

„Weshalb? Mich hat die Bemerkung sehr betroffen gemacht, denn mir wurde bewusst, was für eine gute und zuverlässige Freundin du warst. Du warst der einzige Mensch, der mich immer wieder aufgerichtet hat, du warst immer da und hast mir geholfen, an mich selbst zu glauben, ohne dass du jemals etwas dafür erwartet hast.“

Sein überraschendes Eingeständnis erschütterte sie zutiefst.

Valentino kam näher. „Ich habe vorhin auf der Rückfahrt darüber nachgedacht. Du warst der einzige Grund, warum ich gern nach Monta Correnti zurückgekommen bin. Du weißt, wie wir beide reagiert haben, als wir uns wiedergesehen haben.“

Das hatte sie natürlich nicht vergessen.

„Als ich dir ins Krankenhaus gefolgt bin, ist mir klar geworden, dass ich endlich auch einmal etwas für dich tun konnte.“

Als er ihr jetzt die Hände auf die Schultern legte, fühlte sie sich ganz schwach auf den Beinen. „Du kennst mich“, fuhr er rau fort. „Ich glaube nur an das, was ich sehe. Wenn du durch meine Niere wieder gesund wirst, würde das etwas in mir verändern. Denk doch wenigstens darüber nach.“

Wieder einmal hatte er es geschafft, sie zu verwirren und zu verunsichern.

„Versprochen“, erwiderte sie leise. „Können wir jetzt aufbrechen?“ Sie löste sich von ihm.

„Okay.“ Er trug das Gepäck hinaus und verstaute es im Auto, ehe er Clara beim Einsteigen half. „Ich hole noch das Gerät.“

Wenige Minuten später fuhren sie los.

„Ich bin noch nie an der Côte d’Azur oder in Monaco gewesen“, sagte sie.

„Dann wird es Zeit. Wir machen unterwegs mehrere Pausen, um etwas zu essen und umherzulaufen, damit die Reise für dich nicht zu anstrengend wird.“

„Danke.“ Es war einfach unglaublich, wie sehr er sich um sie sorgte. „Wie weit ist es von deinem Haus bis zur Rennstrecke?“

„Es liegt direkt an der Hauptstraße.“

„Eigentlich schade, dass du dir nie selbst zuschauen konntest.“

Er lachte aus vollem Hals. „Du bist unbezahlbar, weißt du das?“

„Wenigstens warst du dort nie in einen schweren Unfall verwickelt.“

„Woher weißt du das?“

„Bianca und ich haben alle deine Rennen am Fernseher verfolgt.“ Und jedes Mal war sie fast umgekommen vor Angst um ihn.

Autor

Chantelle Shaw

Chantelle Shaw ist in London aufgewachsen. Mit 20 Jahren heiratete sie ihre Jugendliebe. Mit der Geburt des ersten Kindes widmete sie sich ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter, ein Vollzeitjob, da die Familie bald auf sechs Kinder und verschiedene Haustiere anwuchs. Chantelle Shaw entdeckte die Liebesromane von Mills & Boon,...

Mehr erfahren
Caroline Anderson

Caroline Anderson ist eine bekannte britische Autorin, die über 80 Romane bei Mills & Boon veröffentlicht hat. Ihre Vorliebe dabei sind Arztromane. Ihr Geburtsdatum ist unbekannt und sie lebte die meiste Zeit ihres Lebens in Suffolk, England.

Mehr erfahren